Der postmoderne Sport als Wechselspiel zwischen traditionellem und Trendsport

Eine Untersuchung ausgewählter Faktoren zur Analyse der gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung


Examensarbeit, 2007

102 Seiten, Note: 1,6


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG
1.1 Aufbau der Arbeit

2. DER BEGRIFF DER POSTMODERNE
2.1. Entstehung und Entwicklungsgeschichte der Postmoderne
2.1.1 Der Begriff der Ambivalenz
2.2 Welschs Postmoderneauffassung

3. DER POSTMODERNE SPORT
3.1. Allgemeine Merkmale von Trendsport nach Schwier
3.1.1 Modell der Genese von Trendsportarten
3.1.2 Moderner Sport – Postmodern oder nur Tendenzen?
3.1.3 Trendsportarten
3.1.4 Trendsportarten – Eine Annäherung aus etymologischer Sicht
3.1.5 Trendsportarten und Trendsportforschung in der Sportwissenschaft
3.1.6 Trendsportarten – Annäherung über Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren
3.2. Traditioneller Sport
3.2.1 Begriffsbestimmung
3.2.2 Die Entwicklung des Sports
3.2.3 (Traditioneller) Sport in Deutschland – Von der Aufklärung bis zur Gegenwart
3.2.4 Der DOSB und seine Vereine
3.2.5 Der Sportverein – Strukturbesonderheiten
3.2.6 Der Sportverein – Bedeutung und Funktion

4. DAS WECHSELSPIEL VON TRADTIONELLEM UND TRENDSPORT
4.1 Sportökonomie und Organisationsstruktur
4.2 Großveranstaltungen/Events
4.3 Handlungen, Sportformen und Sportarten
4.4 Leistungsprinzip

5. TRADITIONELLER UND TRENDSPORT – SZENARIO

6. ZUSAMMENFASSUNG

LITERATURVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG

„Gottlieb Daimler sagte voraus, dass die weltweite Nachfrage an Kraftfahrzeugen eine Million nicht überschreiten werde, weil es einen Mangel an verfügbaren Chauffeuren geben würde. Albert Einstein schrieb 1932, dass es nicht das geringste Anzeichen dafür gebe, dass jemals Atomenergie entwickelt werden könnte. Und Wilbur Wright bezweifelte 1901, dass es die Menschen in den nächsten 50 Jahren schaffen könnten, sich mit einem Metallflugzeug in die Luft zu erheben. Nur zwei Jahre später gelang ihm selbst der erste Motorflug“ (Wopp, 2006, S.9).

Die Frage nach dem „Was werden wir morgen tun?“ beschäftigt viele Köpfe und breitet sich auf alle Bereiche des Lebens, der Wissenschaft etc. und auch auf den Sport aus. Die Antwort auf diese Frage fällt relativ leicht, weil es um Planungen für den nächsten Tag geht. Je größer jedoch der Zeithorizont wird, umso ungenauer werden die Prognosen. Bezogen auf den Sport bedeutet dies, dass das Individuum zwar weiß, was es in absehbarer Zeit tun und lassen wird, doch niemand kann Prognosen über weit vorausliegende Handlungsmuster im Sport geben. Fakt ist jedoch, dass sich der Sport seit seiner Ausübung im ständigen Wandel befindet. Der Stellenwert des Sports im Leben der Menschen ist – im Vergleich zur stetig gestiegenen Freizeit – bereits bis heute überproportional angewachsen. Stand Mitte des 20. Jahrhunderts noch die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit im Zentrum der Freizeitgestaltung, haben sich heute die Akzeptanzwerte des Freizeitsports deutlich erhöht. Der oft propagierte Wertewandel, der in der Gesellschaft seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges spürbar war, hatte auch Auswirkungen auf den Sport, der in seinem Verständnis und seiner Bedeutung ebenfalls einem Wandel unterlag. Sport im heutigen Sinne existierte zur damaligen Zeit (Ende der 40er und Mitte der 50er Jahre) nicht. Die Dominanz der Arbeit rückte den Sport ins Abseits und machte ihn bedeutungslos. Im Zuge des „Wirtschaftswunders“ der 50er Jahre waren erste Veränderungen im Hinblick auf das Konsum- und Freizeitverhalten zu erkennen. Jedoch diente der aufkommende „Bewegungsdrang“ eher der Wiederherstellung der Arbeitskraft und -moral. Dies änderte sich zunehmend in der postindustriellen Gesellschaft (Ende der 60er, Anfang der 80er Jahre). Aufgrund verkürzter Arbeitszeiten wurde die Freizeit zur Lebenszeit und ihre individuelle Gestaltung zum Grundbedürfnis. Zwar hatte der Sport noch immer einen relativ geringen Stellenwert, doch bestanden bereits starke Tendenzen zu Leistungsstreben und Konkurrenzdruck – die fortwährend sinkende Arbeitszeit in den 80er Jahren rückte den Sport mehr und mehr in den Lebensmittelpunkt: Leistung und Individualisierung in Bezug auf die Arbeit, Gruppendynamik und Selbstverwirklichung in der Freizeit dominierten das Leben der Menschen. Als neue Werte der Gesellschaft galten die idealistische Gesellschaftskritik, Hedonismus und Individualismus, wobei der Hedonismus in starkem Maße durch die Erlebnisorientierung geprägt war. Die Freizeitgestaltung wurde als selbstverständlich angesehen und war als zentrales Element fest in das Leben der Menschen integriert. Bezogen auf den Sport, kam es in den 80er Jahren zu einer radikalen Veränderung hinsichtlich der Kommerzialisierung. Die in den USA entstandene Fitness- und Gesundheitswelle veränderte auch hierzulande das Körper-Bewusstsein und löste einen regelrechten „Sport-Boom“ aus. Sportarten wie Aerobic, Triathlon, Mountainbiking oder Inlineskating integrierten sich so selbstverständlich wie rasant in die Sportlandschaft Deutschlands. Das Aufkommen der sportlichen Massenbewegung der 80er Jahre kann ohne Zweifel als das Jahrzehnt des Sports angesehen werden. Derzeit bietet der Sport ein fast unüberschaubares Feld an Bewegungsmöglichkeiten, das sich weit über das des Vereinswesens hinaus erstreckt. Abenteuer-, Risiko-, Fun-, Wellness- oder Extremsport, um nur einige Bereiche zu nennen, erfreuen sich im Bereich des Sports zunehmender Beliebtheit, deren Höhepunkt heute noch niemand abzuschätzen vermag. Neben dem Streben nach Gesundheit und Fitness, stellen Geselligkeit und Gemeinschaft sowie der Spaß am Sport für alle Altersgruppen zentrale Motive für sportliche Aktivitäten in der Freizeit dar. Hinsichtlich dieser Motive gliedert sich der Sport in unterschiedlichste Formen auf und enthält spezifische Charakteristika und Images. Zum einen bietet der in den Vereinen ausgeübte traditionelle Sport ein Angebot, das vorzugsweise durch die „alten“ Werte bestimmt ist (Leistungsprinzip, Disziplin, pädagogisches Prinzip, sozialintegratives Prinzip, siehe auch Kap. 3.2). Zum anderen stellen die sogenannten Trendsportarten einen Sektor dar, deren Merkmale durch „neue“ Werte geprägt sind (Spaß, Individualisierung, Ausdifferenzierung, Pluralisierung, Spannung etc., siehe auch Kap. 3).

Ob und inwieweit diese beiden Formen des postmodernen Sports miteinander verbunden sind, wird in dieser Arbeit herausgestellt. Anhand selbst gewählter Faktoren wird versucht, das Wechselspiel zwischen traditionellem und Trendsport darzustellen und die gegenwärtige sowie zukünftige Entwicklung zu analysieren.

1.2 Aufbau der Arbeit

Zu Beginn der Arbeit wird der Versuch unternommen, den Begriff der „Postmoderne“ zu skizzieren und verständlich zu machen sowie in das Themenfeld des Sports einzuarbeiten. Dabei werden zunächst die Entstehung und Entwicklungsgeschichte der Postmoderne aufgezeigt, um verschiedene Definitions-Ansätze darzulegen. Hierbei bieten vor allem Welschs Werke für die weitere Behandlung des Sports in der Postmoderne eine solide Grundlage.

In Kapitel 3 erfolgen die Bearbeitung des Terminus „Trendsport“ – Definition, Merkmale, Modelle des Trendsports etc. – sowie der Versuch, einen Konnex zwischen der Postmoderne und dem Trendsport herauszustellen. Anschließend, und im direkten Vergleich zum Trendsport, dient die Ausarbeitung der Strukturen des traditionellen Sports dazu, die Unterschiede zwischen beiden Arten hinsichtlich der Geschichte, der Verankerung, Motive sowie der Merkmale etc. aufzuzeigen.

Kapitel 4 greift die zuvor gemachten Angaben zum traditionellen und Trendsport in weiterentwickelter Form wieder auf und vereint diese in der Untersuchung ausgewählter Faktoren, wie Struktur, Merkmale, Vorkommen etc. Die Analyse der gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung von traditionellem und Trendsport wird in diesem Punkt der Arbeit zentraler Bestandteil sein. Es wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich der Sport verändern kann und welche Merkmale er aufweist.

Kapitel 5 charakterisiert die Darstellung eines positiven und negativen Szenarios des traditionellen Sports und des Trendsports. Anschließend werden die in der Arbeit untersuchten Faktoren abermals aufgegriffen und zusammengefasst.

2. DER BEGRIFF DER POSTMODERNE

2.1. Entstehung und Entwicklungsgeschichte der Postmoderne

Im folgenden Kapitel wird der Versuch unternommen, den Terminus „Postmoderne“ näher zu untersuchen, um einen Überblick darüber zu geben, welche Bedeutung der Postmodernismus für die grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen gegenwärtiger Probleme und Perspektiven aufweist.

Die Postmoderne bezeichnet einen Fachausdruck für die Zeitepoche und die geistig-kulturelle Bewegung, die in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts beginnt (vgl. Der Brockhaus, 1996, S.403). In den Bereichen Literatur, Kunst und Architektur dient der Begriff der Postmoderne bereits seit längerer Zeit dazu, das, was in der Moderne, sofern man diese als Epoche interpretieren möchte, zwar noch verwurzelt, aber mit dieser nicht mehr vollständig zu erfassen ist. Der Begriff kursiert bereits Ende des 19. Jahrhunderts in der Öffentlichkeit und wird 1870 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. So sprach der englische Salonmaler John Watkins Chapman davon, zu einer „postmodernen Malerei“ vordringen zu wollen – und verwies damit auf eine Modernisierung des französischen Impressionismus (vgl. Welsch, 1993a, S.12). Das Auftreten dieses Terminus blieb zur damaligen Zeit allerdings ohne Echo. Erst 1917, fast ein halbes Jahrhundert später, taucht der Begriff in Pannwitz’ „Die Krisis der europäischen Kultur“ wieder auf. Hierin bezieht er sich auf Nietzsches „Übermensch“, der seinerzeit von der Überwindung der Moderne im Zeichen des Übermenschen spricht und nicht zu Unrecht als eigentlicher Vorreiter der Postmoderne apostrophiert und kritisiert wird (vgl. Welsch, 1993a, S.13; vgl. Der Brockhaus, 1996, S.403). Unabhängig von Pannwitz (vgl. Welsch, 1993a, S.13) und in einem völlig anderen Kontext wird der Begriff der Postmoderne bei Frederico de Oniz (1934), einem spanischen Literaturwissenschaftler, definiert. Er spricht nicht von einem Höhepunkt der Kultur, sondern beschreibt eine kurze Periode in der spanischen und hispano-amerikanischen Dichtung. In diesem Fall stellt die Postmoderne also nur ein „kurz-reaktives Zwischenspiel zwischen einem ersten und gesteigertem zweiten Modernismus dar“ (Welsch, 1993a, S.13). Zu den Vertretern der jüngeren Postmodernismusdiskussion gehört unter anderem der aus Frankreich stammende Philosoph Jean François Lyotard. Er fordert 1979 in „Das Postmoderne Wissen“ die Anerkennung eines radikalen gesellschaftlichen Pluralismus und machte den Begriff der Postmoderne allgemein bekannt. Mit seiner These vom „Ende der großen Meta-Erzählungen“, welche ursprünglich als Studie über die Rolle des Wissens in postindustriellen Gesellschaften für den Universitätsrat der Regierung von Quebec gedacht war, schuf er die Basis allgemeiner Entwicklungen in Kultur, Philosophie und Kunst sowie in den Geisteswissenschaften (vgl. Welsch, 1993a, S.31ff.). Lyotards Frage nach dem Grad der Veränderungen des Wissens in den am höchsten entwickelten Industriegesellschaften unter dem Einfluss der neuen Informations-Technologien wurde von ihm wie folgt dargestellt:

„Die neuen Technologien kommen und beeinflussen das Wissen, versichern wir uns daher der internen Eigenart und Ansprüche aktuellen Wissens, um die Herausforderung dieser Technologien richtig beantworten zu können [...] sie zu nützen, soweit sie mit dieser Eigenart des Wissens vereinbar sind, sich ihnen entgegenzustellen, wo das nicht der Fall ist“ (Welsch, 1993a, S.32).

Dies soll heißen, dass modernes Wissen seit jeher die Form der Einheit hatte, welche durch den Rückgriff auf große Meta-Erzählungen zustande kam. Die Neuzeit bzw. Moderne hatte drei dieser Meta-Erzählungen hervorgebracht, und zwar die:

1. der Aufklärung,
2. des Idealismus sowie
3. der Hermeneutik (ebd., 1993a, S.32).

Nach Lyotard sind die o.g. Determinanten der gegenwärtigen Situation dadurch gekennzeichnet, dass diese Einheitsbande hinfällig geworden sind und keine vereinheitlichende Legitimation und Zielorientierung mehr bieten (vgl. Welsch, 1993a, S.32f.). Vereinfacht gesagt, bedeutet Postmoderne, „dass man den Meta-Erzählungen keinen Glauben mehr schenkt“ (Welsch, 1993a, S.33). Diese unabänderliche und positiv gesehene Pluralität ist es, die das Wesen der Postmoderne ausmacht (vgl. Lyotard, 1994, S.14f.). Die Auflösung des Ganzen, so Welsch, ist eine Vorbedingung der postmodernen Pluralität (vgl. Welsch, 1993a, S.32). Weiterhin beschreibt er, dass der Zerfall der Einheit nur eine „notwendige Bedingung“ darstellt, aber noch keinen hinreichenden Impuls für die Postmoderne gibt (vgl. Welsch, 1993a, S.32). Dieser ergebe sich erst dann, wenn dem „negativen Minimalbegriff des Postmodernen“ ein positiver gegenübersteht, welcher sich durch radikale Pluralität des Subjektes, der Vernunft, der Lebensformen, der Wissenschaft und der Wahrheit auszeichnet (vgl. Welsch, 1993a, S.33ff.). Laut Lyotard ist die Postmoderne weder eine Epochenbezeichnung noch ein Periodisierungsbegriff, sondern eher eine Geisteshaltung (vgl. Welsch, 1993a, S.35). „Postmodern ist, wer sich jenseits von Einheitsobsessionen der irreduziblen Vielfalt der Sprach-, Denk- und Lebensformen bewusst ist und damit umzugehen weiß. Und dazu muss man keineswegs im zu Ende gehenden 20. Jahrhundert leben [...] (Welsch, 1993a, S.35).

Gegenwärtig findet die Pluralität ihren Ausdruck in fast allen Lebensbereichen und oberflächlich betrachtet könnte man den Eindruck gewinnen, dass der Begriff der Postmoderne ein Terminus der Beliebigkeit sei. Münnix (2004, S.7) spricht bei der Verwendung des Begriffs „Postmoderne“ unter anderem von einem „Begriffsfeld“, welches sich in kulturwissenschaftlichen Teildisziplinen sehr facettenreich und partiell widersprüchlich definiert und daher nur schwer präzisieren lässt. So ist es nicht verwunderlich, dass heutzutage alles Neue und Abweichende als postmodern bezeichnet wird. Problemlos integriert sich der Begriff der Postmoderne in die Bereiche Architektur, Mode, Baukunst, Philosophie, Literatur, Politik etc. und wird scheinbar selbstverständlich in unseren Sprachgebrauch aufgenommen (vgl. Jencks, 1994, S.85f.; vgl. Fiedler, 1994, S.57f.; vgl. Habermas, 1994, S.177f.). Die Postmoderne wird vermeintlich aufgrund dessen nicht zu Unrecht als eine neue Epoche verstanden, wobei andere Vertreter in ihr wiederum nur eine Weiterentwicklung der Moderne sehen. So erfasst Welsch in der Postmoderne nur Gehalte, die „keineswegs einfach jenseits der Moderne“ stehen, und beschreibt den Terminus als weitgehend „irreführend und nur in einem sehr engen, noch zu präzisierenden Sinn berechtigt“ (Welsch, 1993a, S.1).

2.1.1 Der Begriff der Ambivalenz

Auch Baumann (2005) beschreibt in seinem Buch „Moderne und Ambivalenz“ eine reale Seite der Moderne, in der Aufklärung als erster Schritt in die moderne Existenz und als signifikantestes Element zur Befreiung des Menschen dient: weg von Traditionen und der Unwissenheit von der Welt, hin zu einer adäquaten Existenz, welche durch humanistische Idealvorstellungen geprägt ist. Mit seiner Interpretation von einer substanzielleren Moderne, versucht Baumann (ebd.), die Folgen für die menschliche Existenz aufzuzeigen.

Baumann (ebd.) erklärt die fatalen Konsequenzen der Stringenz moderner Ideen am Beispiel des Holocausts, den er als Urtyp des modernen Vorgehens gegen Unklarheit und Chaos sieht. Anbei befasst sich der Autor mit dem Leben und der Sprache des Dritten Reiches. Hierin sieht Baumann (ebd.) Parallelen zu Reflexionen über die Postmoderne.

Baumann (ebd.) betrachtet die Postmoderne nicht als logische Konsequenz der Moderne. Dies ergebe sich aus der Erkenntnis der postmodernen Existenz, welche versucht und gelernt hat, mit der Verschiedenheit umzugehen bzw. mit Ambivalenz zu leben. Ungeachtet der Gefahr, sich in ihren eigenen Grundsätzen[1] zu wiedersprechen, sich selbst zu zerstören, soll die Postmoderne laut Baumann (ebd.), als Chance begriffen werden.

Kernstück in Baumanns Ausführungen (ebd.) ist der Begriff der Ambivalenz (lat. Doppelwertigkeit), der im Allgemeinen das gleichzeitige Auftreten von einander widersprechenden Vorstellungen beschreibt (vgl. Der Brockhaus, 2006, Stichwort: Ambivalenz, allg.). Die Doppel- oder Mehrdeutigkeit wird von Baumann (vgl. ebd., 2005, S.11) auch als ein Versagen der „Nenn- (Trenn-) Funktion“ der Sprache gedeutet.

Ordnung versteht sich im engeren Sinne als Antagonist zur Ambivalenz, wobei die Ambivalenz die Ordnung der Dinge zu bedrohen scheint. Die Moderne verstand sich von Beginn an als Verfechter dieses Paradoxons. Ordnung bzw. Chaos und Ambivalenz bedingen einander und stellen für Baumann (ebd., S.16) „moderne Zwillinge“ dar. So ist Chaos nicht durch Ordnen zu eliminieren, sondern breitet sich genauso schnell aus wie Ordnungsversuche.

In den weiteren Ausführungen zur Postmoderne erfasst Baumann (ebd.) die Ambivalenz als unbesiegbar. Jedoch hat die Gesellschaft die Möglichkeit, mit ihr umzugehen, von ihr zu lernen und ebendies betrachtet er als das Charakteristikum der Postmoderne (vgl. ebd., S.364ff.). Toleranz und Akzeptanz, so Baumann (ebd.) weiter, sind Eigenschaften, die in der Moderne nicht vonnöten waren (vgl. ebd., S.369f.). Und so gilt es, seine eigenen Einstellungen und Ansichten einerseits als nicht richtig, andererseits als nicht falsch anzuerkennen. Dennoch kann autonome Toleranz nicht das alleinige Ziel sein, da dies Gleichgültigkeit und Desinteresse begünstigen würde und Resignation bedeutete (vgl. ebd., S.370). Interpretiert man diese Aussagen Baumanns (ebd.), gelangt man zu der Einsicht, dass Ambivalenz erduldet werden muss, solange keine Mittel zur Verfügung stehen, diese zu bekämpfen. Seiner Ansicht nach können nur die Entwicklung von Respekt und Solidarität einen positive Genese der Postmoderne bewirken (ebd.). So schreibt Baumann:

„Man muss sie [Ambivalenz] auch respektieren – und sie genau in ihrer Andersheit respektieren, in den Wahlen, die sie getroffen haben, in ihrem Recht, sich für etwas zu entscheiden. Man muss die Andersheit im anderen ehren, die Fremdheit im Fremden, indem man sich erinnert [...] dass das Einzigartige universal ist, dass das Verschiedensein bewirkt, dass wir uns ähneln, und dass ich meine Differenz nur dadurch respektieren kann, dass ich die Differenz des anderen respektiere“ (ebd., 2005, S.370f.).

Weiter heißt es: „Das Recht des anderen auf seine Fremdheit ist die einzige Art, wie sich mein eigenes Recht ausdrücken, etablieren und verteidigen kann. Mein Recht setzt sich aus dem Recht des anderen zusammen“ (Baumann, 2005, S.371).

Die Verantwortung tritt somit in den Mittelpunkt und der Weg der Solidarität ist von jedem Individuum selbst zu gehen – kann sich nicht auf Befehle oder Naturgesetze verlassen, da Solidarität mit und von der Kontingenz lebt, so Baumann (vgl. ebd., S.371ff.). Solidarität beinhaltet Angst und verlangt nach geistiger Stärke und ist aufgrund dessen auch nur eine proklamierte Wahrheit und kein reelles Konstrukt (vgl. ebd., S.387f.). Nach Baumann (ebd.) erfährt stetes Ausgeliefertsein keinen Schutz, sondern deklariert den möglichen Wahnsinn. So wundert es nicht, dass sich Solidarität der Gemeinschaft bedient (zumeist mit traditionellem Charakter), um gemeinsam dem enormen Druck der Kontingenz Stand zu halten (vgl. ebd., S.387f.). Die Gemeinschaft scheint des Wahnsinns einzige Antwort zu sein.

„Kein Wunder, dass die Postmoderne, das Zeitalter der Kontingenz für sich, der selbstbewussten Kontingenz, auch das Zeitalter der Gemeinschaft ist: der Lust auf Gemeinschaft, der Suche nach Gemeinschaft, der Erfindung der Gemeinschaft, der Imaginierung der Gemeinschaft“ (Baumann, 2005, S.388).

Die geteilte Verlegenheit sollte sich in gleicher Weise auch gegen externe Widersacher währen können, ohne dabei die Selbstbestimmung aufgeben zu müssen. Nach Baumann (vgl. ebd., S.391) scheinen dabei ethnische Gruppen symbolisch für Freiheit und Sicherheit zu stehen. „Stämme“, so wie Baumann (ebd., S.392) sie nennt, geben dem Individuum die nötige Freiheit, ohne jedoch den traditionellen Bezug, zu Werten und Normen, zu vernachlässigen. So ist es möglich, dass eine, bereits von Beck (vgl. Beck, 1992) beschriebene, „Bastelbiographie“ zustande kommt, die den Menschen vor dem Wahnsinn bewahrt (vgl. Beck & Beck-Gernsheim, 1994, S.13). „Neotribalismus“ nennt Maffesoli, (vgl. Baumann, 2005, S.391) die Aufgliederung der Gesellschaft in plurale Gemeinschaften. „Die Stämme der zeitgenössischen Welt [werden] durch die Menge der individuellen Akte der Selbstidentifikation gebildet – eher als Konzepte denn als integrierte soziale Körperschaften“ (ebd., S.392).

Merkmal dieser Stämme ist eine mehrdimensionale Wahrheit. Die Suche nach Identifikation und Selbstfindung erfolgt in den Stämmen. Sie geben vor, was das Individuum zu suchen vermag. Ist die Suche negativ oder tritt eine Umbesinnung ein, werden die Stämme überflüssig, und aufgelöst oder durch eine andere ersetzt werden (vgl. ebd., S.392f.).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine Gleichzeitigkeit von Individualisierungschancen und -risiken in Form von Institutionalisierung bzw. Standardisierung von Lebenslagen, im Sinne von Kommerzialisierung, Vereinsamung, Atomarisierung und Entfremdung, zu beobachten ist und in der Gesellschaft immer weniger solidarisch kollektive Bezüge existieren (vgl. Brinkhoff, 1992, S.41). Zwar kann die Auflösung traditioneller Bindungen zum einen befreiend wirken, andererseits wird das Individuum jedoch mit Zwängen gesellschaftlicher Institutionen und ihrer spezifischen Spielregeln konfrontiert, auf die es selbst nur wenig Einfluss hat (vgl. ebd., S.41). Die mittlerweile bestehenden, verfügbaren biographischen Handlungsmuster garantieren nicht nur Optionenvielfalt, sondern gleichzeitig auch ein Höchstmaß an Entscheidungszwängen (vgl. ebd., S.41). Im Umkehrschluss bedeutet dies wiederum Kontingenz. Die ersten Folgen dieser Entwicklung sind offensichtlich. Im Rahmen des gesellschaftlichen Freisetzungsprozesses entsteht nicht nur ein Handlungsspielraum für Individualität, sondern gleichzeitig auch ein gesellschaftlicher Bedarf dafür. Die Anforderungen dieser strukturellen Individualisierungsschübe und -zwänge erfordern nicht selten eine enorme biographische Flexibilisierung von Verhaltensformen und Lebensweisen (vgl. ebd., S.42). Wie schwer den Akteuren die Umsetzung dieser neuen Art der sozialen Einbindung tatsächlich fällt, verdeutlicht die zunehmende Zahl von umgekehrten Fluchtbewegungen aus der freien Selbstbestimmung in kollektive Sicherheitszonen sowie die Suche nach einfachen Bindungen, Lösungen und Hilfsofferten (vgl. ebd., S.42).

Die seit den 1980er Jahren geführten Debatten um die Beschreibung und Charakterisierung des Begriffs „Postmoderne“ bzw. die Bemühungen, einen Kern des als „postmodern“ Bezeichneten offen zu legen, stoßen auch noch in unserer heutigen Zeit an ihre Grenzen, und so überrascht es kaum, dass die Konturen der Begrifflichkeit noch immer unscharf und verwischt erscheinen (vgl. Fromme, 1997).

Der Versuch den Begriff „Postmoderne“ eindeutig zu definieren, ist aufgrund der Fokussierung auf den postmodernen Sport keineswegs zu befürworten, ja sogar unmöglich, da die Breite und Differenziertheit, mit der die Postmodernendiskussion noch immer geführt wird, zu unüberschaubar ist und den Rahmen meiner Arbeit sprengen würde. Lediglich eine Positionsanalyse verschiedener Vertreter der Postmoderne ist möglich.

In den ergänzenden Darlegungen zur Postmoderne wird aus diesem Grund die Position von Welsch (ebd.) näher erläutert, um seinen Standpunkt im Disput zwischen den Vertretern der Postmodernendiskussion offen zu legen. Darüber hinaus bieten seine begriffliche Präzision und Charakterisierung der Postmoderne der Analyse meiner Arbeit eine solide Grundlage und Argumentationsbasis.

2.2 Welschs Postmodernenauffassung

Welsch gilt als einer der bedeutendsten deutschen Exponenten der Postmoderne und kann als Vertreter eines gemäßigten Postmodernismus bezeichnet werden. Analog zu anderen Vertretern des Postmodernismus ist auch er der Ansicht, dass die Postmoderne keinen radikalen Bruch zur Moderne vollzogen habe und deshalb vielmehr von einer „postmodernen Moderne“ die Rede sein müsse (vgl. Baumann, 1995, S.222). So beschreibt er, dass die These der postmodernen Moderne bereits aufgrund der Terminologie eher die Verflechtung von Moderne und Postmoderne zum Ausdruck bringe, als einen radikalen Bruch (vgl. Welsch, 1993b, S.27). „Die Postmoderne hat tiefere Wurzeln und eine längere Herkunft, und sie arbeitet an gravierenderen Problemen als denen des Tages“ (Welsch, 1993a, S.4). Und um diese tieferen Wurzeln aufzudecken, der allgemeinen Verworrenheit einen Ausweg zu verschaffen sowie die Substanz der Postmodernen transparent zu machen, stellte Welsch sechs Thesen auf.

So sollte seiner Ansicht nach die Postmoderne grundlegend als Symbol „radikaler Pluralität“ verstanden werden, in der die postmoderne Pluralität gegenüber der früheren, „nicht bloß ein Binnenphänomen innerhalb eines gesamten Horizonts darstellt, sondern [...] jeden Horizont bzw. Rahmen oder Boden tangiert“ (Welsch, 1993a, S.4). Dies bedeutet, dass er den Kern „radikaler Pluralität“ in der allgemeinen, realen und anerkannten Grundverfassung der Gesellschaft sieht [...] und in der daher plurale Sinn- und Aktionsmuster vordringlich, ja dominant und obligat werden“ (Welsch, 1993a, S.5).

Die zweite These beruht auf der Grunderfahrung „des unüberschreitbaren Rechts hochgradig differenter Wissensformen, Lebensentwürfe, Handlungsmuster“. So heißt es weiter,

„ [...] dass ein und derselbe Sachverhalt in einer anderen Sichtweise sich völlig anders darstellen kann und dass diese andere Sichtweise doch ihrerseits keineswegs weniger Licht besitzt als erstere – nur ein anderes. Licht, so erfährt man dabei, ist immer Eigenlicht“ (ebd., 1993a, S.5).

Welsch zufolge gerät man mit dieser bewussten Wahrnehmung von Erfahrung unweigerlich in die Postmoderne.

In unmittelbarem Zusammenhang mit der Anerkennung von Pluralität und Diversifikation, steht Welschs dritte These, die der anti-totalitären Option der Postmoderne. „Jeder Ausschließlichkeitsanspruch“, so Welsch, „entspringt nur der illegitimen Erhebung eines in Wahrheit Partikularen zum vermeintlich Absoluten“ und folgt somit der Postmoderne (ebd., 1993a, S.5). „Daher ergreift sie für viele Partei, [...] tritt Monopolen entgegen [...] und wählt als Option die Pluralität (ebd., 1993a, S.5).

In der vierten These konkretisieren sich Welschs Ansichten zu verschiedenen Bereichen, in denen von Postmoderne die Rede ist. Er stellt fest, dass gerade die Pluralität als der einheitliche Kern des Postmodernen zu sehen ist, und auch „die Kongruenz postmoderner Phänomene in Literatur, Architektur [...] sowie in gesellschaftlichen Phänomenen [...] und darüber hinaus in wissenschaftlichen Theorien und philosophischen Reflexionen“ regelrecht „eklatant“ sei (vgl. ebd., 1993a, S.5f.). Obgleich es durch diverse Autoren immer wieder zu Legitimierungsversuchen verschiedener Gebiete kommt, können Gemeinsamkeiten der postmodernen Pluralität, so Welsch, kaum negiert werden (vgl. ebd., 1993a, S.6).

Die fünfte These basiert auf der Vorstellung, dass die Postmoderne die Moderne – epochal betrachtet – nicht abgelöst habe. Es handle sich keineswegs um eine „Trans- und Anti-Moderne“, so Welsch, sondern bezeichne eher den Grundinhalt – Pluralität, welcher bereits im 20. Jahrhundert von der Moderne propagiert wurde, als „radikal-modern“, und nicht als „post-modern“ (vgl. Welsch, 1993a, S.6). „Sie führt die Moderne fort, aber sie verabschiedet den Modernismus“ (vgl. ebd., 1993a, S.6).

Diesen Aussagen entsprechend, lehnt es Welsch konsequenterweise ab, der Postmoderne einen Epochenanspruch zuzugestehen. Die Postmoderne ist Welsch zufolge eine radikale Verstärkung und Umsetzung einer in der Moderne enthaltenen Aspiration (vgl. ebd., 1993a, S.6).

In seiner sechsten und letzten These fordert Welsch eine „neue Art des Umgangs mit Pluralität“, welche nach neuen ethischen Überlegungen postuliert wird sowie neue Ansprüche an die Vernunft stellen sollte (vgl. Welsch, 1993a, S.6). Aus dieser Erkenntnis heraus begreift Welsch neu entstehende Probleme der Postmoderne.

Gemäß Welschs Thesen beginnt die Postmoderne dort, wo das Ganze aufhört, wobei das Ende des Einen und Ganzen positiv genutzt wird, indem sie die zu bildende Mannigfaltigkeit in ihrer Rechtmäßigkeit und Eigenart zu entfalten und sichern sucht. „Hier hat sie ihren Kern“ (vgl. Welsch, 1993a, S.39). „Die Vision der Postmoderne ist zuinnerst positiv [und] ihre Vision ist eine Vision der Pluralität“ (vgl. ebd., 1993a, S.39, S.41).

Welsch hält zudem fest, „dass die Gesellschaft heute durch Brüche und Differenzen geprägt ist, die durch einfach Gleichschaltung überwinden zu wollen Totalitarismus bedeutete“ (vgl. ebd., 1993a, S.39). Damit erweist sich das Feld der Postmoderne als Konstrukt, dessen Kern von Pluralität gekennzeichnet ist, der zu einer Homogenität dieses Feldes führt. Das Ziel aller Postmodernisten sollte es sein, die Welt als eine Welt der Vielfältigkeit zu begreifen (vgl. ebd., 1993a, S.39f.).

Welschs Thesen geben dem Terminus der Postmoderne eine Struktur und ließen sich anhand von Lyotards Äußerungen weiter konkretisieren und inhaltlich füllen.

Dies wäre im Rahmen einer rein soziologischen Arbeit sicherlich vonnöten, spielt jedoch bei der weiteren Erfassung dieses Themenfeldes keine signifikante Rolle.

Stellt sich bezüglich des Themas dieser Arbeit nun die Frage, ob und inwiefern der Sport mit dem Begriff der Postmoderne in Zusammenhang gebracht werden kann. In Kapitel 3 wird versucht, einen Bezug zum Sport in der Postmoderne herzustellen.

3. DER POSTMODERNE SPORT

Auf den ersten Blick scheint es kaum Berührungspunkte zwischen dem gesellschaftlichen Teilbereich Sport und der Postmoderne zu geben. Obgleich sich die postmoderne Prägung unserer Gesellschaft als ein mögliches Erklärungsmuster für die Veränderungen innerhalb der Jugend im Allgemeinen und des Sportverhaltens im Besonderen herauszukristallisieren versucht, fällt auf, dass gerade durch die Diskussion um die Postmoderne, völlig neue Sichtweisen auf die Welt des Sports möglich sind. Teilt man die Ansicht, dass die Postmoderne eine Erscheinung unserer Gesellschaft ist, so muss sie auch den Sport tangieren. Ergo müssen auch im Sport postmoderne Strukturen erkennbar sein. In erster Linie gilt dies für die Entstehung, Ausprägung, Verbreitung und Ausübung der sogenannten Trendsportarten.

Hinsichtlich der Hypothese dieser Arbeit, die besagt, dass zwischen traditionellem und Trendsport Gemeinsamkeiten bestehen, die auf ein Zusammenlaufen beider Sektoren hinzielen, ergeben sich im Hinblick auf den Zusammenhang von Trendsport und Postmoderne typische Attribute, welche für die weitere Erörterung von Nutzen sind. Folgende Ausführungen stützen sich auf die Thesen von Schwier.

3.1. Allgemeine Merkmale von Trendsport nach Schwier

Schwier (vgl. Schwier, 2000, S.81f.) unterscheidet sechs, zum Teil in wechselnden Kombinationen auftretende, allgemeine Merkmale von Trendsport, „die über die jeweiligen Besonderheiten der einzelnen Aktivitäten hinausweisen [...] und auf Verwandtschaftsbeziehungen zwischen einigen Bewegungsformen schließen lassen.“ Dabei unterscheidet er im Einzelnen Trends zur Stilisierung (1), zur Beschleunigung (2), zur Virtuosität (3) sowie Trends zur Extremisierung (4), zur Ordalisierung (5) sowie zum Event und Sampling (6) (vgl. ebd., 2000, 81). Im Folgenden werden seine Ausführungen näher erläutert.

1. Trend zur Stilisierung

Nach Schwier (vgl. ebd.) kennzeichnet der Begriff der Stilisierung eine Elementarisierung des Sporttreibens, die über das reine Sporttreiben im engeren Sinn hinausgeht und sich in den jeweiligen Lebensstilen der Akteure innerhalb einer Gesellschaft wiederfindet. Das zentrale und selbstverständliche Element einer originären Lebensart scheint die sportive Körperpraxis zu sein (vgl. Schwier, 2000, S.81). „Man geht eben nicht einfach zum Mountainbiken, Skaten oder Surfen, sondern führt [...] das Leben eines Bikers, Skaters oder Surfers“ (vgl. ebd., 2000, S.81). Die Aspekte des Spaß-Habens und des Anderssein spielen dabei eine wesentliche Rolle und sind „primäre Ausdrucksformen“ der Handelnden (vgl. ebd., 2000, S.81). Sport wird somit zu einer speziellen Art der Selbstverwirklichung sowie zum Ausdruck von Individualität[2], die jedoch gegenwärtig bereits als selbstverständlich empfunden wird und kaum noch der Abgrenzung dient (vgl. ebd., 2000, S.82). Entsprechend eines Zusammenhangs mit der Postmoderne lässt sich bei der Stilisierung der hervorgehobene Spaß am Anderssein und der Stilkreierung, vor allem bei jüngeren Altersschichten, festmachen. Des Weiteren sind Tendenzen zu der von Welsch (vgl. ebd.) hervorgehobenen Pluralität erkennbar. So definieren sich zunehmend junge Leute, aber auch ältere Altersgruppen, über den eigenen Stil und legen Wert auf Heterogenität, sowohl innerhalb einer Gruppe als auch gegenüber anderen Gruppen. So entsteht ein gewolltes und bewusstes Nebeneinander individueller Ausdrucksformen.

Ein zweiter Punkt, der sich aus den Überlegungen Schwiers (vgl. ebd.) ergibt, ist der zum Teil nur zeitlich begrenzte Teilbereich dieses Lebensstils. Die eigene Identifikation mit dem Lebensstil der ausgeführten Sportart[3] ist meistens nur von limitierter Dauer und lässt eine Um- und Neuorientierung der Akteure hinsichtlich neuer Trends problemlos zu. Der Übergang vollzieht sich nahtlos und stellt sich als kreativer, zentraler Bestandteil ihres Daseins heraus, wobei die neue Rolle relativ rasch angenommen und ausgefüllt wird (vgl. Schwier, 2000, S.81f.). Durch die hinter- und nebeneinander existierende Gleichberechtigung der Rollenverteilung entsteht ein Pluralismus, der sowohl interindividuelle als auch intraindividuelle expressive Formen zu finden scheint.

2. Trend zur Beschleunigung

Laut Schwier stellt die Beschleunigung einen „sportkulturellen Megatrend dar, zu dessen Durchsetzung unter anderem die Massenmedien mit ihrem verdichteten, actiongeladenen und „schnittigen“ Inszenierungen von Sportereignissen maßgeblich beitragen“ (Schwier, 2000, S.82). Vorwiegend besteht dieser Trend in vielen Trendsportarten und ist gekennzeichnet durch eine hohe Aktionsgeschwindigkeit und -dichte sowie einen überganglosen Wechsel der Anforderungen. Schwier spricht in diesem Zusammenhang auch von „Hyperaktivität“ (vgl. Schwier, 2000, S.83). Wie in den vorherigen Ausführungen zur Stilisierung geschildert, entwickelt der Sportler auch über die Geschwindigkeit einen eigenen Stil. Aus diesen Erkenntnissen ergeben sich für ihn gegenläufige Tendenzen. Zum einen sieht er in der Geschwindigkeitssteigerung eine prinzipielle Divergenz zur technologischen Rasanz der digitalen Welt und erkennt die Chance der menschlichen Kontrolle über diese. Zum anderen kann sie als Verifikation und Plagiat in allen Lebensbereichen betrachtet werden und somit zur eingehenden Durchsetzung dieser Genese beitragen (vgl. Schwier, 2000, S.83f.).

Sowohl Angst als auch Widerstand sind Teil dieser postmodernen Gesellschaftsstruktur, die sich letzten Endes auch im Trendsport in Form von Strömungen der Bestätigung und Bekräftigung nachweisen lassen.

3. Trend zur Virtuosität

„Ein gemeinsames Merkmal von Trendsportarten besteht darin, dass sie in gewisser Hinsicht eine Neuentdeckung der ästhetischen Dimensionen des Sports stimulieren, die die traditionelle Hegemonie des binären Sieg-Niederlage-Codes und die damit verbundene rationale Leistungsproduktion stilbildend überschreitet“ (Schwier, 2000, S.84).

Schwier (vgl. ebd.) zufolge besteht der Bedarf bei der sportlichen Auseinandersetzung eher darin, sich der kreativen Erlebnisse zu bedienen und diese zu nutzen, um den Wunsch des Aufgehens des eigenen Tuns, den „Flow“ immer wieder neu zu erleben was unweigerlich zu einer „Ästhetisierung des Sports“ führt (vgl. Schwier, 2000, S.84f.). Rupe (vgl. Rupe, 2000, S.95) beschreibt den „Flow-Zustand“ als einen Prozess, der sich vorrangig – im Gegensatz zur extrinsischen Motivation, die sich auf Belohnung und Anerkennung begründet – aus der Handlung selbst und den dadurch erfahrenen Erlebnissen speist.

Der Drang der Akteure, qualitativ hochwertige Bewegungen auszuführen, deren Muster auf Innovation, Virtuosität und Individualisierung basieren, wird zum zentralen Moment der in der Postmoderne beschriebenen Individualisierungstendenz. Die normierten Anforderungen sind weniger von Interesse und „zeigen in der Öffentlichkeit, dass man auch ohne vorrangige Orientierung an einer Überbietungsperspektive dem Ideal des „Besserwerdens“ folgen [...] kann“ (Schwier, 2000, S.84) . Dabei steht der Aspekt der Virtuosität im unmittelbaren Zusammenhang mit der Individualisierung und Anerkennung einer vollbrachten Bewegungsaufgabe, wobei der eigene Stil zum Kennzeichen der eigenen Persönlichkeit wird.

4. Trend zur Extremisierung

Laut Schwier kennzeichnet der Begriff der Extremisierung im Bereich des Sports „einen dynamischen und quasi unaufhaltsam fortschreitenden Prozess“ auf der Suche nach dem Extremen (vgl. Schwier, 2000, S.85). Bereits 1955 unternahm Hebb Versuche, die Auswirkungen von reizarmen, monotonen Situationen auf das Verhalten von Mensch und Tier zu erforschen. Seine Ergebnisse machten deutlich, dass „[...] Menschen nach äußerer Stimulation und variationsreichen Eindrücken streben [...]“ (vgl. Kuhn & Todt, 2003, S.14). Für den einzelnen Akteur bedeutet dies nach Schwier, das Gefühl des Lebendigseins zu erreichen und mit immer gleicher Intensität zu erleben, wobei die Möglichkeiten zur Erfindung neuer Extreme äußerst vielfältig sind.

Der Körper scheint entsprechend dieser Interpretation, diese Form des Ausdrucks als letzte zu durchlebende Erfahrung zu sehen, um den oft propagierten „Kick“ zu erleben. Physiologisch betrachtet gerät der Körper in extremen Situationen unter Stress[4]. Dies hat zur Folge, dass das dabei produzierte Adrenalin sowohl positiv als auch negativ auf den Körper wirkt. Die positive Wahrnehmung der Bewältigung einer Stresssituation überlagert die negative Perzeption aufgrund der Ausschüttung von Glücksgefühlen[5], um im Endeffekt zu einer Selbstvergewisserung zu gelangen, in der das Gefühl erlebbar gemacht wird, etwas verändern und bewirken zu können sowie lebendig zu sein. Eben diese, meistens positiven, extremen Erfahrungen dringen klar und ungefiltert ins Bewusstsein des Akteurs und diktieren geradezu die aufkommende Sucht nach dem Extrem.

Auch beim Trend zur Extremisierung lassen sich Charakteristika der Postmoderne beschreiben. Der ultimative Drang, sich scheinbar unerreichbaren Zielen zu nähern, stellt den Akteur ins Licht des Besonderen und verleiht ihm die Möglichkeit, sich vom „normalen“ Dasein, vom „normalen“ Erleben abzuheben. Dieser extreme Individualisierungsversuch ist eine Antwort auf die gesellschaftlichen Modifizierungen und beschreibt eine Art Widerstands- und/oder Kompensationsreaktion auf ebendiese.

5. Trend zur Ordalisierung

Schwier stellt einen relativ engen Bezug zwischen dem Trend zur Extremisierung und dem Trend der Ordalisierung her. Das ordalische Verhalten formuliert Momente im Trendsport, welche durch Wagnis, Abenteuer und Risiko determiniert sind. Nach Le Breton begeben sich „bestimmte Fraktionen der heutigen Risikosportler freiwillig in eine solche Situation[6], um in der Auseinandersetzung mit zum Teil lebensgefährlichen Bewegungsaufgaben die Sinnhaftigkeit des eigenen Daseins unmittelbar zu bekräftigen“ (Schwier, 2000, S.86).

Hartmann beschreibt das Bedürfnis nach Erlebnissen der Selbstwirksamkeit und der Selbstmeisterung als „Thrilling Field“ des Sports, in dem die experimentelle Erkundung der eigenen Identität zum Tragen kommt (vgl. ebd., 2000, S.86). Ordalisches Verhalten meint demnach im Zusammenhang mit (Risiko-)Sport, die Bürde der Verantwortung auf übergeordnete Instanzen bewusst und unbewusst zu übertragen, was bedeutet, dass der Sportler um sein Können weiß, die positive Bewältigung der Bewegungsaufgabe zudem aber von umweltspezifischen Faktoren abhängig ist. Verletzungen und/oder Tod werden bewusst und billigend in Kauf genommen, um nie da Gewesenes zu erreichen sowie sich selbst zu verwirklichen.

6. Trend zum Event und Sampling

Der Trend zum Sampling steht in besonderem Kontext zur Postmoderne. Diese Erkenntnis ergibt sich unter anderem aus der Mixtur von „heterogenem Material“ und der damit verbundenen „Mehrfachcodierung kultureller Artefakte“ (vgl. Schwier, 2000, S.88). Hassan spricht in diesem Zusammenhang auch von „Hybridisierung“ (vgl. Hassan zitiert nach Schwier, 2000, S.88).

Sportorientiertes Sampling beinhaltet demnach das Herauslösen bereits existierender Sportarten oder Bewegungspraktiken aus ihrem angestammten Kontext, was aufgrund einer Kombination untereinander nicht nur zur simplen Addition von Sportarten führt, sondern eine eigene Symbolik entstehen lässt. So vereinigen und vermischen sich Sportarten wie Triathlon, Tae-Bo[7] oder die auf der ISPO[8] 2007 vorgestellte „neue“ Trendsportart Speedriding[9] aus schon bestehenden, tradierten Sportdisziplinen und schaffen kreative Neukombinationen. Hemmungen oder gar Zurückhaltung bei der Kreation derart neuer Sportarten treten nicht auf, ganz im Gegenteil: Je ausgefallener das Produkt bzw. die Sportart ist, desto größer scheint der „Run“ auf diese zu sein.

Hinsichtlich postmoderner Züge nimmt der Trend des Samplings eine gesonderte Rolle ein, da „die Hinwendung zu Sampling-Praktiken [...] ein kreatives Umgehen mit der Unbestimmtheit postindustrieller Konsumkulturen“ [impliziert] und „ein Bedürfnis nach dem Ausleben der eigene inneren Vielfalt“ [reflektiert] „sowie eine veränderte Wahrnehmung des Körpers“ schafft (Schwier, 2000, S.89).

Weiter heißt es:

„Mittels Sampling schaffen die Protagonisten avantgardistischer Bewegungsformen über Prozesse der Umdeutung, der Verfremdung und der Kombination aus Bestandteilen der Warenwelt bzw. aus Mustern traditioneller Sportarten eine eigenständige Symbolik, die wiederum für fortlaufende Modifikationen offen ist. Sampling treibt ohne festes Ziel sein mitunter ironisches Spiel mit den heterogenen Formen, Zeichen und Bedeutungen der Körperkultur“ (vgl. ebd., S.89).

Schwier zufolge gewinnen, resultierend aus den Verbindungen und Modifikationen von Sportdisziplinen, Multi-Sport-Events und Show-Ereignisse mit Happening-Charakter zunehmend an Bedeutung und sind Ausdruck dieses neuen Sportverständnisses (vgl. Schwier, 1998, S.12; vgl. Schwier, 2000, S.89). Sport-Parks beispielsweise dienen nicht mehr nur der Ausübung einer Sportart, sondern schaffen dem Benutzer ein vielfältiges Angebot an Sportarten, was schlussendlich Veränderung in der Art des Sporttreibens verursacht. Das homogene Nebeneinander differenter Sportarten führt zu einem bunten Treiben und wird von den Akteuren angenommen.

In den anschließenden Formulierungen wird Bezug zu Schildmacher genommen, um inhaltlich die Kennzeichen und Strukturen eines modernen Sports weiter einzugrenzen. Genau wie Schwier (ebd.) erkennt auch Schildmacher (1998) durchaus Parallelen zwischen Postmoderne und Sport und konzentriert sich dabei vorrangig auf die Event- bzw. Erlebnisorientierung sowie auf die Suche nach Authentizität.

Schildmacher weist in ihren Ausführungen zur Authentizität auf einen eindeutigen Bezug zur Postmoderne hin. Die Optionenvielfalt, mit der sich gegenwärtig der Mensch auseinander zu setzen versucht und dabei dem Entscheidungszwang unterliegt, „zieht eine Entwicklung nach sich, die als Echtheitssuche bezeichnet werden kann“ (vgl. Schildmacher, 1998, S.15). Bei dem von Schildmacher (ebd.) beschriebenen Kontingenzdruck, vollzieht sich explizit die Suche nach Halt, Dauerhaftigkeit und Verbindlichkeit. „Der Körper als Hülle zwischen dem Ich und der Welt kann als Basis für Konstanz und Echtheit dienen“, wobei der Körper etwas Authentisches darstellt und Verlässlichkeit vermittelt (vgl. ebd., S.15).

Der Event beinhaltet laut Schildmacher (ebd.) eine Verdichtung verschiedener Highlights, in denen, neben dem eigentlichen sportlichen Ereignis, Rahmenprogramme zur allgemeinen Zufriedenheit angeboten werden[10].

Sowohl Schwier (ebd.) als auch Schildmacher (ebd.) sehen in der Event- bzw. Erlebnisorientierung einen entscheidenden Faktor postmoderner Tendenzen[11]. Doch werden auch in den im Anschluss angeführten Punkten hinsichtlich modernen Sporttreibens nach Schildmacher (ebd.) Aspekte deutlich, die auf eine Gegenreaktion zu postmodernen Veränderungen hinweisen.

So erkennt Schildmacher (ebd.), in Anlehnung an Schwiers (ebd.) Trend zum Sampling, fünf Trends bezüglich modernen Sporttreibens:

1. Trend:

Vom Indoor-Sport zur Outdoor-Variante

Ursprünglichkeit, Echtheitssuche und Authentizität sind bei der Verlagerung sportlicher Aktivität von drinnen nach draußen die entscheidenden Attribute, die von Schildmacher herausgearbeitet wurden (vgl. Schildmacher, 1998, S.16).

2. Trend:

Vom normierten zum unnomierten Sport

Dieser Trend bezeichnet den Übergang von hochgradig normierten, technischen Bewegungsausführungen hin zu individuellen, dem eigenen Stil entsprechenden optimalen Techniken. Originalität, Flexibilität und Variabilität sind die Grundpfeiler neuer Bewegungsformen. Nicht die perfekte Ausführung einer Technik ist von Bedeutung, sondern dass sie „Style“[12] besitzt. Individualismus tritt nur oberflächlich zu Tage, da es zumeist zu einem kollektiven Individualismus kommt. Der Akteur handelt zwar individuell, dennoch bilden sich nach Gemeinschaften aussehende Muster heraus (vgl. ebd., S.17).

3.Trend

Vom großen Mannschafts- zum kleinen Gruppensport

Der Trend vom großen Mannschaftssport hin zum kleinen Gruppensport weist auf die Verringerung von Mitspielerzahlen hin, wobei der kleine Gruppensport im Gegensatz zum großen Mannschaftssport informeller, d.h. unverbindlicher, ungeplanter und flexibler ist. Durch die Reduzierung der Mitspieler ergeben sich für den Einzelnen höhere Chancen auf Individualität. Auch in diesem Trend spiegelt sich laut Schildmacher ein Teil der Individualisierung der Gesellschaft wider (vgl. ebd., S.17).

4. Trend

Vom geschützten zum risikoreicheren Sport

Neben der Suche nach Authentizität, spielt bei der Entwicklung zum risikoreicheren Sport auch das räumliche Versetzen einer klassischen Sportart in einen anderen Kontext eine Rolle (vgl. ebd., S.17f.).

[...]


[1] Sicherheit und Gewissheit

[2] Der Begriff ist in unserer heutigen Gesellschaft teilweise schon abgestumpft und selbstverständlich und stellt keine Abgrenzung zum „Normalen“ mehr dar (In seiner älteren Bedeutung »geistig gesund« sollte das Wort „normal“ im öffentlichen Sprachgebrauch allerdings nicht mehr verwendet werden. Das gilt besonders dann, wenn es als Antonym zu »geistig behindert« gemeint ist).

[3] Den Ausdruck dieses Lebensstils kennzeichnen u.a. auch bestimmte Sprach- und Dresscodes, Gesten, Wertverhalten sowie das Erfinden neuer Formen und Arten des Sich-Bewegens (vgl. Schwier, 2000, S. 81f.).

[4] ausgelöst durch sog. Stressoren. Im Sport sind dies z.B. Zeitdruck, Höhe, Geschwindigkeit etc.

[5] sog. Endorphine

[6] Die Rede ist von extremen (Risiko-)Sportarten, in denen die Akteure ihr Leben aufs Spiel setzen.

[7] Tae-Bo ist eine Fitnesssportart, die Elemente aus asiatischen Kampfsportarten wie Karate, Taekwondo oder Kickboxen enthält und in Verbindung mit Aerobic zu schneller Musik praktiziert wird. Jedoch ist Tae-Bo keine Kampfsportart oder Selbstverteidigungssportart, sondern reine Fitnessgymnastik.

[8] ISPO – International Trade Fair for Sports Equipment and Fashion

[9] Speedriding ist eine Kombination aus Ski fahren/Snowboarden und Fliegen mit Hilfe eines Fallschirms

[10] Dies können Musikkonzerte, Gewinnspiele, After-Show-Partys etc. sein

[11] Trend zur Pluralität, Variabilität und Individualisierung, etc.

[12] engl. Bezeichnung für: Stil; als auch Formgebung, Design, Gestaltung

Ende der Leseprobe aus 102 Seiten

Details

Titel
Der postmoderne Sport als Wechselspiel zwischen traditionellem und Trendsport
Untertitel
Eine Untersuchung ausgewählter Faktoren zur Analyse der gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Institut für Sportwissenschaft)
Note
1,6
Autor
Jahr
2007
Seiten
102
Katalognummer
V75670
ISBN (eBook)
9783638722285
ISBN (Buch)
9783638774376
Dateigröße
2575 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sport, Wechselspiel, Trendsport
Arbeit zitieren
Alexander Schmidt (Autor), 2007, Der postmoderne Sport als Wechselspiel zwischen traditionellem und Trendsport , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75670

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