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Pflegerische Verantwortung

Title: Pflegerische Verantwortung

Term Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1

Autor:in: Ulrike Natour (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Pflegende übernehmen mit ihrer Arbeit Verantwortung für bestimmte Aufgaben. Nahezu jede Pflegekraft dürfte sich verantwortlich für das Wohl des Patienten fühlen, und ihren Beruf mit Verantwortung verbinden. Inwieweit Pflegende tatsächlich die Möglichkeit haben verantwortlich zu handeln bzw. moralische Werte umsetzen können wird zu klären sein. Die Darstellung der Grundlagen von pflegerischer Verantwortung greift diese Fragestellung auf und erhellt die gegebene Situation.
Ein Ausblick auf zukünftigen Möglichkeiten und die Bedeutung von pflegerischer Verantwortung für die Disziplin soll das Bild abrunden und einige zu bedenkenden Gesichtspunkte zusammenfassend darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Verantwortungsbegriff

2.2 Verantwortung aus pflegerischer Sicht

2.2.1 Arten pflegerischer Verantwortung

2.2.2 Voraussetzungen für pflegerische Verantwortung

2.2.2.1 berufliche Kenntnisse

2.2.2.2 Autorität und Autonomie

2.2.2.3 Interpersonale Kompetenz

2.2.3 Verantwortung und der Einfluss des Pflegeteams

3 Schlussbetrachtungen und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der pflegerischen Verantwortung, beleuchtet die damit verbundenen Herausforderungen im modernen Gesundheitswesen und analysiert, inwieweit Pflegende im deutschen System tatsächlich die notwendige Autonomie zur Wahrnehmung dieser Verantwortung besitzen.

  • Philosophische und soziologische Grundlagen des Verantwortungsbegriffs
  • Spezifische Definitionen und Arten pflegerischer Verantwortung
  • Voraussetzungen für professionelles Handeln (Kenntnisse, Autorität, Autonomie)
  • Der Einfluss von Organisationsstrukturen und Pflegeteams
  • Spannungsfeld zwischen rechtlichen Rahmenbedingungen und ethischen Ansprüchen

Auszug aus dem Buch

2.2.2.2 Autorität und Autonomie

Autorität und Autonomie sind, wie in Abschnitt 2.1 beschrieben, zwingend erforderlich um überhaupt Verantwortung tragen zu können.

Das folgende Zitat demonstriert die Bedeutsamkeit der beiden Voraussetzungen und verdeutlicht die Problematik pflegerischer Verantwortung in Deutschland: „Die Umsetzung von moralischen Werten in praktisches Handeln ist nur möglich, wenn die Krankenpflege über ein Minimum an Autorität, Anerkennung und Mitentscheidung innerhalb der Gesellschaft und insbesondere innerhalb des Gesundheitswesens verfügt“.

Anders formuliert, Pflegekräfte können nur moralisch verantwortlich handeln, wenn sie über ein Mindestmaß an beruflicher Autonomie verfügt.

Berufliche Autonomie und auch berufliche Werte sind in Deutschland durch die historische Entwicklung der Krankenpflege geprägt. Die Entstehung der beruflichen Krankenpflege setzte Anfang des 19. Jahrhunderts ein. Bürgerliche Frauen wurden unter der Prämisse, dass Krankenpflege kein Beruf sondern Liebesdienst am Nächsten ist, rekrutiert. Wünschenswerte Eigenschaften (z. B. Demut gegenüber Ärzten, Aufopferung, Selbstverleugnung) von Krankenschwestern gründen sich im Weiblichkeitsideal dieser Zeit. Diese wirken auch heute noch unterschwellig weiter und prägen auch jetzt noch das berufliche Selbstverständnis, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und die Arzt-Pflegekraft-Beziehung. Autorität und Autonomie gehörten damals und zum Teil auch heute zu den unerwünschten Eigenschaften. Die Unterordnung der Krankenpflege unter die Medizin als Folge der historischen Entwicklung spiegelt sich auch im rechtlichen Bereich wieder. Berufliche Autonomie, und damit die Möglichkeit frei zu entscheiden, sind derzeit in Deutschland nicht ausreichend gegeben. So heißt es in diversen Urteilen z. B. „Der Arzt muß eine optimale Pflege gewährleisten“; „Der Arzt ist auch in die Grund- und Behandlungspflege des Patienten einbezogen und trägt dafür Mitverantwortung“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Vielschichtigkeit des Verantwortungsbegriffs ein und hinterfragt, inwieweit Pflegende in der Praxis moralische Verantwortung übernehmen können.

2 Hauptteil: Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen der Verantwortung, differenziert Arten pflegerischer Verantwortung und untersucht Voraussetzungen wie Kenntnisse, Autonomie und interpersonale Kompetenz im Kontext der Organisationsstruktur.

3 Schlussbetrachtungen und Ausblick: Das Fazit stellt die Diskrepanz zwischen geforderter Verantwortung und realen Handlungsspielräumen heraus und plädiert für eine stärkere Professionalisierung und ethische Integration in die Ausbildung.

Schlüsselwörter

Pflegerische Verantwortung, Berufsethik, Autonomie, Autorität, Professionalisierung, Patientenwohl, Krankenpflegegesetz, Interpersonale Kompetenz, Arbeitsteilung, Organisationsstruktur, Rechenschaftspflicht, Ethik, Handlungsspielraum, Pflegepraxis, Pflegepädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Begriff der Verantwortung im pflegerischen Kontext und analysiert die Möglichkeiten sowie Hindernisse für Pflegende, diese Verantwortung in der täglichen Praxis wahrzunehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die ethischen Grundlagen, die Auswirkungen von Organisationsstrukturen auf das Pflegehandeln sowie die historische und rechtliche Prägung des Pflegeberufs in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, inwieweit Pflegende trotz bestehender rechtlicher und struktureller Einschränkungen moralisch verantwortlich handeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur aus Ethik, Soziologie und Pflegewissenschaft, um den Begriff der Verantwortung zu konturieren.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Begriffsanalyse, die Differenzierung verschiedener Verantwortungsarten in der Pflege sowie eine Untersuchung der notwendigen Voraussetzungen (wie Autonomie und Kompetenz) zur Ausübung pflegerischer Aufgaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind pflegerische Verantwortung, berufliche Autonomie, Professionalisierung, ethische Konflikte und der Einfluss der Krankenhausorganisation.

Welche Rolle spielt die historische Entwicklung für heutige Pflegekräfte?

Die historische Herleitung verdeutlicht, dass frühere Ideale, wie Unterordnung und Aufopferung, bis heute das Selbstverständnis und die Arzt-Pflegekraft-Beziehung unterschwellig prägen.

Wie wirkt sich das Krankenpflegegesetz auf die Autonomie aus?

Das Gesetz markiert zwar Ansätze einer Definition von eigenverantwortlichen Bereichen, bietet jedoch im praktischen Berufsalltag noch keine hinreichende rechtliche Absicherung der Autonomie gegenüber ärztlichen Zuständigkeiten.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Pflegerische Verantwortung
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Grade
1
Author
Ulrike Natour (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V75709
ISBN (eBook)
9783638803953
ISBN (Book)
9783638807227
Language
German
Tags
Pflegerische Verantwortung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrike Natour (Author), 2005, Pflegerische Verantwortung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75709
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