In der folgenden Hausarbeit soll die internationale PISA-Studie, welche innerhalb der OECD-Staaten durchgeführt wurde, vorgestellt werden. Dazu werde ich zu Beginn der Hausarbeit die Konzeption und die Durchführung dieser internationalen Schülerleistungsmessung erläutern. Danach soll auf die Aufgabenstellung beschrieben und die von der OECD definierten Kompetenzstufen dargestellt werden. Anschließend werde ich einige Ergebnisse dieser Studie näher beleuchten und besonders auf Geschlechterunterschiede in Bezug auf Leistung und Kompetenzerwerb aufmerksam machen. Im weiteren Verlauf dieser Hausarbeit werde ich versuchen, die Frage „Was machen die PISA-Gewinner eigentlich besser?“ zu beantworten. Zum Schluss soll diese Hausarbeit durch eine Umfrage in einem Lehrerkollegium zum Thema „Bildungspolitische Konsequenzen aus PISA“ abgerundet werden. Dabei sollten Vorschläge aus der Sicht von Lehrerinnen und Lehrer zur Verbesserung der zentralen Ergebnisse von PISA gemacht werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Allgemeine Zielsetzungen
2. Grundkonzeption des internationalen PISA- Projekts
2.1. Testdurchführung und Kompetenzstufen
2.2 Abgrenzungen von früheren Schulleistungsuntersuchungen
3. Ergebnisse der Pisa-Studien
3.1. Zentrale Ergebnisse in Bezug auf Schulformen
3.2. Geschlechterunterschiede in Bezug auf Leistung und Kompetenzerwerb
4. Was machen die PISA-Gewinner eigentlich besser?
4.1. Besonderheiten des finnischen Schulsystems
4.2. Unterschiede des deutschen und des finnischen Schulsystem
5. Befragung einer nicht-repräsentativen Gruppe zum Thema „Bildungspolitische Konsequenzen aus PISA“
5.1. Vorschläge zur Verbesserung der zentralen Ergebnisse von PISA
5.2. Umsetzbarkeit und Effektivität dieser Verbesserungsvorschläge
5.3. Mögliche bildungspolitische Konsequenzen aus PISA
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die internationale PISA-Studie, erläutert deren Konzeption und Durchführung sowie die definierten Kompetenzstufen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse von Leistungsunterschieden und Geschlechterdifferenzen, ergänzt durch einen Vergleich zwischen dem deutschen und dem finnischen Schulsystem sowie einer praxisorientierten Befragung zur Ableitung bildungspolitischer Konsequenzen.
- Grundkonzeption und methodischer Rahmen des internationalen PISA-Projekts
- Leistungsvergleich und geschlechterspezifische Kompetenzunterschiede
- Analyse der Erfolgsfaktoren des finnischen Bildungsmodells
- Empirische Befragung zur bildungspolitischen Verbesserung in Deutschland
Auszug aus dem Buch
4.1. Besonderheiten des finnischen Schulsystems
„Das finnische Schulsystem zeichnet sich durch eine weitgehende Autonomie der Schulen aus.“ (Pfeifer 2006: 26). Dabei haben 40 Prozent aller finnischen Schulen weniger als fünfzig Schüler. Außerdem beträgt die durchschnittliche Anzahl der Schüler in finnischen Klassen im Durchschnitt 19,5. Ferner sind die Lehrkräfte in Finnland keine Beamten (vgl. Pfeifer 2006: 26).
Die Frühförderung ist auch anders als in Deutschland organisiert. Kinder besuchen kostenlos schon ab dem ersten Lebensjahr eine Vorschule. Ab dem sechsten Lebensjahr erfolgt der Besuch einer Vorschulklasse (vgl. Pfeifer 2006: 23 f.). „Ab dem siebten Lebensjahr besteht die Schulpflicht“ (Pfeifer 2006: 27). Sie endet mit der neunten Klasse. „In Finnland sind dabei die Schulen als Ganztagsschule organisiert“ (Pfeifer 2006: 26).
Außerdem gehören zum Schulpersonal neben den Lehrern Krankenschwestern, Sozialpädagogen, Psychologen und Speziallehrer für Kinder mit besonderem Förderbedarf (vgl. Pfeifer 2006: 26). „Das Ansehen von Schulen und Lehrern ist traditionell hoch, man schätzt und achtet deren Autorität (...) Finnland hat dazu noch Aufnahmeprüfungen an der Hochschule. Das wirkt dynamisierend auf die gesamte Schullaufbahn“ (Kraus 2005: 46).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Vorstellung des PISA-Projekts und Definition der Zielsetzungen der Hausarbeit.
2. Grundkonzeption des internationalen PISA- Projekts: Erläuterung des Bildungsbegriffs, der Testdurchführung und der OECD-Kriterien.
3. Ergebnisse der Pisa-Studien: Darstellung der deutschen Leistungen im internationalen Vergleich sowie Analyse von Geschlechterunterschieden.
4. Was machen die PISA-Gewinner eigentlich besser?: Vergleich der Schulsysteme von Deutschland und Finnland mit Fokus auf Erfolgsfaktoren.
5. Befragung einer nicht-repräsentativen Gruppe zum Thema „Bildungspolitische Konsequenzen aus PISA“: Auswertung einer Lehrerbefragung zur Verbesserung der Bildungsqualität in Deutschland.
Schlüsselwörter
PISA-Studie, OECD, Schülerleistungsmessung, Basiskompetenzen, Lesekompetenz, Mathematische Grundbildung, Geschlechterunterschiede, Finnisches Schulsystem, Bildungspolitik, Lehrerbefragung, Gesamtschule, Schulförderung, Individuelle Förderung, Bildungsstandards, Bildungsbegriff
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der internationalen PISA-Studie, beleuchtet deren Konzeption, die erreichten Ergebnisse und untersucht, wie nationale Bildungssysteme – insbesondere das finnische – effektiver gestaltet sein können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Leistungsunterschiede im internationalen Vergleich, die Rolle der sozialen Herkunft, geschlechtsspezifische Kompetenzunterschiede sowie Reformvorschläge für das deutsche Bildungssystem.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Struktur der PISA-Studie verständlich zu machen und auf Basis der Ergebnisse sowie einer eigenen Lehrerbefragung bildungspolitische Konsequenzen und Verbesserungsvorschläge zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen von PISA-Berichten und OECD-Daten sowie eine empirische, nicht-repräsentative Befragung von Lehrkräften und Schulpraktikanten während eines Schulpraktikums.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der PISA-Methodik, die Auswertung der internationalen Ergebnisse, einen Vergleich der Schulsysteme zwischen Deutschland und Finnland sowie eine qualitative Umfrage zu Verbesserungspotenzialen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind PISA, Bildungspolitik, Schülerleistung, individuelle Förderung, Kompetenzstufen und der internationale Vergleich.
Warum schneidet das finnische Schulsystem laut dieser Arbeit besser ab?
Finnland setzt stärker auf die Autonomie der Schulen, eine frühzeitige individuelle Förderung durch Expertenteams, eine Ganztagsstruktur und eine hohe Wertschätzung des Lehrerberufs.
Welche Rolle spielen Geschlechterunterschiede bei PISA?
Die Studie zeigt, dass Mädchen oft in Lesekompetenzen stärker sind, während Jungen in naturwissenschaftlichen und mathematischen Bereichen teilweise Leistungsvorteile aufweisen.
Welche Hauptforderungen ergaben sich aus der Befragung der Lehrkräfte?
Zu den Forderungen zählen eine einheitliche Lehrerausbildung, kleinere Klassen, mehr Zeit für individuelle Förderung, eine stärkere Verzahnung von Sozialarbeit und Schule sowie die Abkehr von einer zu frühen Selektion.
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- Amadeo Raino (Author), 2007, Die PISA-Studie - Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im internationalen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75837