In dieser Hausarbeit wird aus dem großen Feld der Berufnamen näher auf die Gruppe Getreideverarbeitung eingegangen. Die Vorgehensweise erfolgt eher empirisch als theoretisch. Dabei werden die zugeordneten Familiennamen in enger Anlehnung an die bereitgestellten Seminarunterlagen nach grammatischen Phänomen untersucht.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Besonderheiten und Auffälligkeiten der in Auswahl betrachteten Familiennamen - nicht nur auf den grammatikalischen Bereich bezogen. Allerdings verzichtet die Autorin aufgrund der Größe und Vielfalt der Gruppe auf die Einbeziehung fremdländischer Namen. Ausnahme hierzu bilden die griechischen und lateinischen Namen aus der Humanistenzeit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Familiennamen nach Beruf in der Getreideverarbeitung
2.1 Der Familienname Müller
2.1.1 Der Name Müller in den verschiedenen Sprachlandschaften
2.1.2 Übertragung des Namens Müller ins Griechische und Lateinische
2.1.3 Müllername nach Lage der Mühle
2.1.4 Zuschreibungen zum Namen Müller
3.1 Der Familienname Becker
3.1.1 Der Name Becker in den verschiedenen Sprachlandschaften
3.1.2 Übertragung des Namens Becker ins Lateinische
3.1.3 Zuschreibungen zum Namen Becker
4 Schlusswort
5 Literaturliste
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die aus dem Berufsfeld der Getreideverarbeitung entstandenen Familiennamen, wobei der Fokus auf einer empirischen Analyse grammatischer Phänomene sowie regionaler Verteilungsmuster der zwei häufigsten Namen, Müller und Becker, liegt.
- Analyse der Häufigkeit und Verbreitung der Familiennamen Müller und Becker
- Untersuchung von Namensvarianten und grammatischen Phänomenen wie Genitivflexion und Suffixbildungen
- Erforschung der historischen Herleitung von Berufsbezeichnungen in Abhängigkeit vom Wohnort
- Vergleich zwischen oberdeutschen und niederdeutschen Namensformen
- Einfluss der Humanistenzeit auf die Übertragung von Berufsnamen in lateinische oder griechische Formen
Auszug aus dem Buch
2.1 Der Familienname Müller
In Deutschland ist der Familienname Müller der häufigste Familienname. Belege hierfür liefert KUNZE. Ihm dient als Datengrundlage die Telefonanschlüsse von Deutschland im Jahre 1995. Daraus ermittelte KUNZE eine Häufigkeit des Namens Müller in Höhe von etwa 9,5 Prozent. Jeder zehnte Bürger in Deutschland heißt also Müller beziehungsweise Mueller. Laut dem DUDEN Familiennamen ist Müller der häufigste Familienname, weil im Mittelalter die Mühle eine herausragende Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung spielte.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die methodische Vorgehensweise, welche primär empirisch und auf der Grundlage der Telefonbuch-CD von 2003 basiert, und definiert den Untersuchungsrahmen der Berufsnamen der Getreideverarbeitung.
2 Familiennamen nach Beruf in der Getreideverarbeitung: Dieses Kapitel widmet sich detailliert dem Familiennamen Müller, analysiert dessen Häufigkeit, regionale Varianten, historische lateinische bzw. griechische Übertragungen, Bildungen nach der Lage der Mühle sowie diverse spezifische Zuschreibungen.
3.1 Der Familienname Becker: In diesem Abschnitt wird der Familienname Becker untersucht, wobei die historische Entwicklung der Schreibweise, die sprachgeografische Verbreitung sowie die verschiedenen Suffixbildungen und Zuschreibungen im Vergleich zu Müller beleuchtet werden.
4 Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und stellt fest, dass unterschiedliche Bildungsformen und historische Gegebenheiten für die Vielfalt der untersuchten Familiennamen verantwortlich sind.
5 Literaturliste: Die Literaturliste führt die für die Analyse herangezogenen wissenschaftlichen Standardwerke zur Namenkunde sowie die verwendete CD-ROM-Datenquelle auf.
Schlüsselwörter
Familiennamen, Berufsnamen, Getreideverarbeitung, Müller, Becker, Namensforschung, Namensvarianten, Sprachlandschaften, Genitivflexion, Namensgebung, Namenslexikon, Dialektologie, Historische Linguistik, Berufsübernamen, Deutschland
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung von deutschen Familiennamen, die historisch aus dem Berufsfeld der Getreideverarbeitung hervorgegangen sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die grammatische Analyse von Namensvarianten, die regionale Verteilung der Namen sowie die Untersuchung von Berufsbezeichnungen in Bezug auf ihre Entstehung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die systematische Erfassung und der Vergleich der häufigsten Namen dieses Berufsfeldes, Müller und Becker, unter Berücksichtigung ihrer sprachlichen Herleitung und Verbreitung.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin wählte ein empirisches Vorgehen, das auf der Auswertung des DUDEN Namenslexikons sowie ergänzenden Daten der Telefonbuch-CD des Jahres 2003 basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Familiennamen Müller und Becker, wobei jeweils Aspekte wie Sprachlandschaften, lateinische Übertragungen und spezifische Bildungsphänomene betrachtet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Familiennamen, Berufsnamen, Getreideverarbeitung, Namensvarianten und Namensforschung charakterisiert.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Müller und Becker eine so große Rolle für die Arbeit?
Die Untersuchung verdeutlicht, dass beide Namen unterschiedliche Namensfelder und Bildungsformen aufweisen, die historisch eng mit der Lebensrealität des Mittelalters verknüpft sind.
Was sagen die Daten über die regionale Verteilung der Varianten aus?
Die Analyse zeigt ein deutliches Nord-Süd-Gefälle auf, insbesondere bei den niederdeutschen Varianten, welche geografisch stark in bestimmten Regionen konzentriert sind.
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- Annika Fischer (Author), 2005, Eine Untersuchung der aus dem Berufsfeld Getreideverarbeitung entstandenen Familiennamen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75921