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Landesplanung für Berlin-Brandenburg am Beispiel der Gründung Groß-Berlins 1920

Title: Landesplanung für Berlin-Brandenburg am Beispiel der Gründung Groß-Berlins 1920

Seminar Paper , 2001 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Magister Artium Falko Krause (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Wenn man als Berliner beziehungsweise als Tourist, heutzutage nach dem Ende der Teilung der Stadt von Berlin spricht, hat man das moderne Bundesland Berlin vor Augen. All die bekannten Stadtbezirke wie Charlottenburg, Schöneberg, Tempelhof und Spandau gelten als typisches Berlin. Allzu oft wird hierbei jedoch vergessen, daß eben diese Bezirke bis in unser Jahrhundert hinein eigenständige und äußerst selbstbewusste Großstädte waren. Erst durch das Groß-Berlin Gesetz vom 1. Oktober 1920 wurde Berlin in den heutigen bekannten Grenzen errichtet.

Die Gründung von Groß-Berlin war ein typisches Beispiel für Landesplanung im Deutschen Reich infolge des verlorenen 1. Weltkrieges und der daraus entstandenen Not- und Krisensituationen und der Besinnung auf eine Reformierung alter, noch aus dem Kaiserreich stammender, Strukturen. Erst das Ende der Monarchie und der Zusammenbruch des obrigkeitsstaatlichen Regierungssystems, beziehungsweise die Demokratisierung in Staat und Verwaltung, ebneten den Weg für den zarten Beginn von Landesplanung auf kommunaler Ebene. Zwar hatte die damalige Landesplanung so gut wie nichts mit der modernen Raumplanung und Raumordnungspolitik der Bundesrepublik Deutschland gemein und lässt sich deshalb kaum miteinander vergleichen, jedoch wurde damals der Grundstein für eigenverantwortliche kommunale Landes- und Stadtplanung gelegt.

Die Landesplanung für Berlin-Brandenburg am Beispiel der Gründung von Groß–Berlin 1920 ist deshalb Gegenstand dieser Hausarbeit. Ausgehend von einem Überblick über Landesplanung im Deutschen Reich allgemein, soll anhand der Entstehung und Gründung von Groß-Berlin und den Auswirkungen auf die Einheitsgemeinde und die Provinz Brandenburg, welche bis heute spürbar und wirksam sind, dieser Bereich der Landesplanung erläutert und kritisch betrachtet werden.

Excerpt


Gliederung der Hausarbeit

2. Landesplanung im Deutschen Reich 1920 – 1935 im Überblick

3. Landesplanung für Berlin vor 1920

4. Landesplanung für Berlin ab 1920 (Entstehung des Groß-Berlin-Gesetzes)

4.1. Auswirkungen auf die Provinz Brandenburg

4.2. Auswirkungen auf Groß-Berlin

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die Auswirkungen der Gründung von Groß-Berlin im Jahr 1920 auf die Landesplanung in der Region Berlin-Brandenburg. Dabei wird analysiert, wie sich die Neugliederung sowohl auf die neu geschaffene Einheitsgemeinde Berlin als auch auf das umliegende Umland in der Provinz Brandenburg auswirkte und welche strukturellen Konsequenzen daraus resultierten.

  • Landesplanung im Deutschen Reich der Weimarer Republik
  • Vorgeschichte der administrativen Neuordnung Berlins vor 1920
  • Politische Prozesse und Herausforderungen bei der Entstehung des Groß-Berlin-Gesetzes
  • Strukturelle Auswirkungen auf die Provinz Brandenburg (Agrarwirtschaft und Steuerkraft)
  • Stadtentwicklung, Infrastruktur und soziale Folgen innerhalb der neuen Einheitsgemeinde

Auszug aus dem Buch

4. Landesplanung für Berlin ab 1920 (Entstehung des Groß-Berlin-Gesetzes)

Spätestens der Erste Weltkrieg, der durch die nötigen Rationierungen in wirtschaftlichen und persönlichen Bereichen, explodierende Fürsorge- und andere soziale Leistungen, dauerhafte Finanzprobleme und anderes, die Notwendigkeit administrativer Regulierung erhöhte, machte überdeutlich, daß das Wirtschaftsgebiet Groß-Berlin mit fast ausschließlich dezentraler und kaum vernetzter Verwaltung nicht mehr beherrschbar war. Die getroffenen praktikablen Notmaßnahmen erwiesen sich zwar im Rahmen der Möglichkeiten als ausreichend, ihre Fortführung in Friedenszeiten blieb allerdings undenkbar. Eine Neuregelung der Verhältnisse durch Eingemeindungen lehnte das Preußische Innenministerium in Kriegszeiten jedoch ab, da damit die ohnehin schon schwierigen Verhältnisse noch zusätzlich kompliziert worden wären.

Nach Ende des Krieges war die Situation für die verwaltungs- und verfassungsrechtliche Vereinheitlichung des Berliner Wirtschaftsgebietes so günstig wie nie zuvor; denn die Notwendigkeit des Handelns war jetzt allgemein anerkannt und die erwähnten zusätzlichen Aufgaben noch nicht weggefallen. Hinzu kamen die Demobilisierung und der Flüchtlingsstrom, und bei den jetzt in der politischen Verantwortung stehenden Kräften war der Wille zu einem radikalen Bruch mit traditionellen Strukturen vorhanden. Und eben die Zurückdrängung des beherrschenden Einflusses der traditionalistisch geprägten Bürokratie und die Ablösung der konservativen Regierung und Legislative stellte die ausschlaggebende Bedingung für eine Realisierung der Ideen dar.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Landesplanung im Deutschen Reich 1920 – 1935 im Überblick: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Landesplanung in der Weimarer Republik als Bemühen um eine optimale Raumnutzung und Abgrenzung gegenüber städtebaulichen Maßnahmen.

3. Landesplanung für Berlin vor 1920: Hier wird der historische Kontext beleuchtet, insbesondere die verfassungsrechtliche Zersplitterung des Wirtschaftsraums und die Funktion des Zweckverbandes Groß-Berlin als Vorläufer der Reform.

4. Landesplanung für Berlin ab 1920 (Entstehung des Groß-Berlin-Gesetzes): Dieser Abschnitt beschreibt den politischen Prozess der Gesetzeswerdung, die Akteure sowie die spezifischen Auswirkungen auf die Provinz Brandenburg und das Stadtgebiet Berlins.

5. Zusammenfassung: Das Fazit bewertet die Auswirkungen der Neuordnung differenziert und hält fest, dass die Reform für Berlin den Weg zur Metropole ebnete, für Brandenburg jedoch strukturelle Einbußen bedeutete.

Schlüsselwörter

Groß-Berlin-Gesetz, Landesplanung, Weimarer Republik, Berlin, Brandenburg, Stadtplanung, Verwaltungsreform, Siedlungsgeschichte, Großstadt, Verstädterung, Kommunalverwaltung, Infrastruktur, Wirtschaftsgebiet, Raumordnung, Eingemeindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Gründung von Groß-Berlin im Jahr 1920 als ein zentrales Ereignis der Stadtplanungsgeschichte und untersucht deren Auswirkungen auf die Region Berlin-Brandenburg.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die administrative Neuordnung des Berliner Raums, der Vergleich der Auswirkungen auf die Hauptstadt und die Provinz Brandenburg sowie die Entstehung der Landesplanung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Gründung von Groß-Berlin als Beispiel für die Landesplanung der Weimarer Republik kritisch zu erläutern und ihre Vor- und Nachteile für die beteiligten Gebiete zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Der Autor nutzt einen historischen Ansatz, indem er Quellen aus der Zeit, zeitgenössische Konzepte der Landesplanung und die Ergebnisse der Gesetzgebung aufarbeitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Überblick über die allgemeine Landesplanung, die Vorgeschichte in Berlin sowie die detaillierte Analyse der Folgen für die Provinz Brandenburg und das neue Stadtgebiet.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Groß-Berlin-Gesetz, Landesplanung, Verwaltungsstrukturen, Eingemeindung, Stadt-Umland-Verhältnis und wirtschaftliche Wechselbeziehungen.

Warum war der Zweckverband Groß-Berlin vor 1920 nicht ausreichend?

Der Zweckverband konnte das Grundproblem der verfassungsrechtlichen Zersplitterung des Wirtschafts- und Verkehrskomplexes nicht lösen, da wichtige Zuständigkeiten wie das Sozialwesen fehlten.

Welche wirtschaftlichen Folgen hatte die Gründung von Groß-Berlin für die Provinz Brandenburg?

Brandenburg profitierte zwar vom Agrarmarkt, verlor jedoch wichtige Industriestandorte, Gewerbesteuereinnahmen und zahlungskräftige „Großstädter“ aus den eingemeindeten Gebieten.

Wie bewertet der Autor den Erfolg der Landesplanung von 1920?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Planung nur partiell erfolgreich war: Während Berlin zur modernen Metropole aufstieg, begann für Brandenburg ein tiefer struktureller Abstieg.

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Details

Title
Landesplanung für Berlin-Brandenburg am Beispiel der Gründung Groß-Berlins 1920
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Course
Stadtplanungsgeschichte Berlins
Grade
1,7
Author
Magister Artium Falko Krause (Author)
Publication Year
2001
Pages
28
Catalog Number
V75994
ISBN (eBook)
9783638805759
ISBN (Book)
9783638807357
Language
German
Tags
Landesplanung Berlin-Brandenburg Beispiel Gründung Groß-Berlins Stadtplanungsgeschichte Berlins
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Falko Krause (Author), 2001, Landesplanung für Berlin-Brandenburg am Beispiel der Gründung Groß-Berlins 1920, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75994
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