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Der Unternehmer als Künstler des Neuen in der Theorie von Joseph A. Schumpeter

Title: Der Unternehmer als Künstler des Neuen in der Theorie von Joseph A. Schumpeter

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tobias Thiel (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Joseph Alois Schumpeter in die Geschichte des ökonomischen Denkens richtig einzuordnen, fällt nicht leicht, da sich Schumpeters Werk selbst als Erkenntnisprozess darstellt, das mannigfachen Veränderungen unterworfen war. Zudem sind die Umstände zu berücksichtigen, unter denen Schumpeter seine Gedanken entworfen hat. In diesem Zusammenhang spielt im deutschsprachigen Raum der damaligen Zeit insbesondere der Methodenstreit zwischen der Österreichischen Grenznutzenschule einerseits und der Historischen Schule andererseits eine wichtige Rolle. Schumpeter selbst wird in vielen ökonomischen Werken der österreichischen Schule zugeordnet. Obwohl es unstrittig ist, dass er in den Traditionen dieser Schule ausgebildet wurde und in ihren Denkmustern seine wissenschaftliche Laufbahn begonnen hat, unterschlägt eine derartige Festlegung den oben genannten Erkenntnisprozess in Schumpeters Denken. Dieser Prozess kann dabei in fünf Phasen unterteilt werden. Dabei stammt das Werk, das im Zentrum dieser Arbeit stehen wird, also die „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“, aus der zweiten Phase, in welcher Schumpeter eine theoretische Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung anstrebte.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung und Hinführung zum Thema

I.1. Die wissenschaftstheoretische und methodologische Einordnung von Schumpeters Nationalökonomie

I.2. Der Kreislauf der Wirtschaft

II. Der Begriff des Neuen in den Überlegungen von Joseph Alois Schumpeter

II.1. Der Typus des Unternehmers

II.2. Schöpferische Zerstörung

III. Exkurs: der Begriff der „produktiven Zerstörung“ bei Horst Bredekamp

IV. Fazit – die Bedeutung von Schumpeters Ökonomie des Neuen zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Joseph A. Schumpeter das Konzept des "Neuen" in seine ökonomische Theorie integriert und welche Rolle der Unternehmer dabei als zentrale Figur der wirtschaftlichen Dynamik spielt.

  • Wissenschaftstheoretische Einordnung von Schumpeters Werk
  • Analyse des ökonomischen Kreislaufs versus wirtschaftlicher Entwicklung
  • Die Funktion des Unternehmers als Idealtypus
  • Das Konzept der "schöpferischen Zerstörung"
  • Interdisziplinärer Ausblick auf die "produktive Zerstörung" (Bredekamp)

Auszug aus dem Buch

II.1. Der Typus des Unternehmers

Die Welt der dynamis ist der oben beschriebenen wirtschaftlichen Wirklichkeit mit ihren Mechanismen des volkswirtschaftlichen Gleichgewichts, des Tausches und der Konkurrenz entgegengestellt. Schumpeter siedelt das Neue jenseits der ökonomischen Logik an, in einem Bereich, den die Nationalökonomie bis dato ausgespart hatte. Schumpeter beschreibt nicht die Fortsetzung einer wirtschaftlichen Entwicklung, sondern den Beginn einer neuen Entwicklung.

Die Frage nach dem Neuen wird dabei zu einer Frage nach den neuen Möglichkeiten oder den neuen Kombinationen. Dabei wird die Idee des Neuen durch die Figur des Unternehmers („Unser Mann der Tat“) vermittelt. Diese Menschen nehmen die Verhältnisse im Gegensatz zur hedonischen Masse und den Wirten nicht als gegeben hin, sondern versuchen sie zu ihren Vorteil zu verändern. Mit Hilfe dieses Typus bringt Schumpeter schließlich zwei Sujets miteinander in Verbindung: die Ökonomie und das Neue.

Der Unternehmer ist Künstler oder Führer, der einer trägen Masse und den Wirten gegenübergestellt wird, die nicht fähig sind zu Neuem. Doch nicht das Eigentum am Produktivkapital, sondern vielmehr das unternehmerische Handeln wird zur hervorstechenden Eigenschaft der Wenigen, die ständig neue Möglichkeiten in der Kombination von Kräften und Dingen (Produktionsmitteln) ersinnen und darin nach vorn drängen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung und Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel verortet Schumpeter in der ökonomischen Ideengeschichte und erläutert die methodologischen Grundlagen sowie das Konzept des wirtschaftlichen Kreislaufs.

II. Der Begriff des Neuen in den Überlegungen von Joseph Alois Schumpeter: Hier wird die zentrale Figur des Unternehmers als dynamische Kraft eingeführt, die durch Innovationen den statischen Wirtschaftskreislauf durchbricht und schöpferische Zerstörung vorantreibt.

III. Exkurs: der Begriff der „produktiven Zerstörung“ bei Horst Bredekamp: Der Abschnitt verdeutlicht durch einen Vergleich mit der Kunstgeschichte, wie das Konzept der Zerstörung als produktiver, schöpferischer Prozess über die Ökonomie hinaus Anwendung findet.

IV. Fazit – die Bedeutung von Schumpeters Ökonomie des Neuen zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Abschließend wird kritisch reflektiert, inwiefern Schumpeters Thesen zur Innovationskraft heute noch Bestand haben und wo die Spannungsfelder seiner Theorie liegen.

Schlüsselwörter

Joseph A. Schumpeter, Unternehmer, schöpferische Zerstörung, wirtschaftliche Entwicklung, Innovation, Dynamik, Kreislauf, Neukombination, Kapitalismus, Horst Bredekamp, produktive Zerstörung, ökonomische Theorie, Dynamis, Stasis, Fortschritt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Denken Joseph A. Schumpeters, insbesondere seine theoretische Auseinandersetzung mit wirtschaftlicher Entwicklung und der Entstehung von Neuem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Rolle des Unternehmers, der Kontrast zwischen statischer Wirtschaft und dynamischer Entwicklung sowie das Konzept der schöpferischen Zerstörung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Schumpeter das „Neue“ konzipiert und durch die Figur des Unternehmers in seine ökonomische Theorie integriert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die Schumpeters Hauptwerke wie die „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ und „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“ interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Dualismus von „stasis“ (Kreislauf) und „dynamis“ (unternehmerisches Handeln) sowie die Bedeutung der schöpferischen Zerstörung detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Unternehmer, Innovation, schöpferische Zerstörung, wirtschaftliche Entwicklung und Kapitalismus sind die zentralen Begriffe.

Wie unterscheidet Schumpeter den „Künstler“ vom „Führer“ als Unternehmertypen?

Während der Künstler durch das Finden neuer Kombinationen Neues schafft, besteht die Funktion des Führers primär darin, diese bereits existierenden Möglichkeiten tatkräftig umzusetzen.

Warum zieht der Autor einen Vergleich zu Horst Bredekamp?

Der Vergleich dient dazu, die Übertragbarkeit des Konzepts der „schöpferischen Zerstörung“ auf andere Bereiche wie die Kunstgeschichte aufzuzeigen.

Welchen Widerspruch sieht der Autor in Schumpeters Theorie?

Ein zentraler Widerspruch liegt darin, dass der Unternehmer als Motor der Ökonomie zwar im Zentrum steht, jedoch von Schumpeter gleichzeitig jenseits des rein ökonomischen Bereichs verortet wird.

Wie bewertet der Autor die Aktualität von Schumpeter heute?

Der Autor hinterfragt, ob das heutige Management dem Idealbild des Schumpeterschen Unternehmers entspricht oder ob es lediglich ökonomische Gewinnmaximierung verfolgt.

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Details

Title
Der Unternehmer als Künstler des Neuen in der Theorie von Joseph A. Schumpeter
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Philosophisches Seminar)
Course
Grundbegriffe der Kulturphilosophie: Das Neue
Grade
1,0
Author
Tobias Thiel (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V76071
ISBN (eBook)
9783638804776
Language
German
Tags
Unternehmer Künstler Neuen Theorie Joseph Schumpeter Grundbegriffe Kulturphilosophie Neue
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Thiel (Author), 2006, Der Unternehmer als Künstler des Neuen in der Theorie von Joseph A. Schumpeter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76071
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