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Innovationsquelle Wissen - Wie kann die „absorptive capacity“ einer Organisation gefördert werden?

Title: Innovationsquelle Wissen - Wie kann die „absorptive capacity“ einer Organisation gefördert werden?

Term Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benjamin Schweizer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die Notwendigkeit der Entwicklung von Innovationen in Unternehmen, die in dynamischen Märkten operieren, ist unbestritten. In einer sich permanent wandelnden Umwelt wie der heutigen kann die Innovationsfähigkeit einer Organisation zum entscheidenden Kriterium für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftlichen Erfolg werden. Um diesen potentiellen Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor in der eigenen Unternehmensstrategie implementieren zu können, ist ein enormer Steuerungsbedarf im Umgang mit Technologien und daraus hervorgehenden Innovationen erforderlich.

Wissen stellt hierbei eine der zentralen Ressource für innovative Unternehmen dar. Das Wissensmanagement steht somit vor der Herausforderung, die Voraussetzungen für die Entstehung neuen Wissens in der Organisation zu schaffen und zu fördern. Der erfolgreiche Transfer von externem Wissen in die eigene organisationale Wissensbasis verlangt jedoch beim Empfänger auch eine Eignung zur Wissensintegration. Diese sog. „absorptive capacity“ (vgl. Cohen/Levinthal, 1990, S. 128) ist die Fähigkeit einer Organisation, den Wert einer neuen Information (aus einer externen Quelle) zu erkennen, die Information in sich aufzunehmen und für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Die „absorptive capacity“ basiert auf dem technologischen Vorwissen der organisationalen Wissensbasi. Das Ausbeuten externen Wissens („exploiting“) wird nach Cohen/Levinthal als (1990, S. 128) „a critical component of innovative capabilities“ gesehen. Aufgrund der Bedeutung dieser Absorptionsfähigkeit besteht das Ziel der vorliegenden Arbeit darin, aufzuzeigen, was der Wissens- bzw. Innovationsmanager für Möglichkeiten hat, diese Fähigkeit zu fördern oder ihre Entwicklung positiv zu beeinflussen.


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissensmanagement im Kontext des organisationalen Lernens

3. Absorptionsfähigkeit (Absorptive Capacity) als entscheidende Komponente für den Erwerb neuen Wissens

3.1 Bestimmung des Begriffs Absorptive Capacity

3.2 Konzept und Aspekte der „absorptive capacity“

4. Wie kann die Bildung einer „absorptive capacity“ gezielt gefördert werden?

4.1 Probleme und Hindernisse bei der Integration neuen Wissen

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Organisationen ihre sogenannte „absorptive capacity“ (Absorptionsfähigkeit) gezielt fördern und entwickeln können, um externes Wissen erfolgreich in die eigene organisationale Wissensbasis zu integrieren. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche Management-Strategien und Rahmenbedingungen notwendig sind, um diese kritische Komponente für Innovationsprozesse in dynamischen Märkten zu stärken.

  • Wissensmanagement und organisationales Lernen als theoretisches Fundament
  • Konzeptualisierung der „absorptive capacity“ nach Cohen/Levinthal
  • Bedeutung von Gatekeepern und informellen Netzwerken
  • Rolle von Communities of Practice bei der Wissensgenerierung
  • Herausforderungen und Hindernisse beim Wissenstransfer

Auszug aus dem Buch

Konzept und Aspekte der „absorptive capacity“

Die Annahmen, die hinter dem Konzept der Absorptionsfähigkeit stecken, begründen sich auf der Forschung im Gebiet der Wissens- und Gedächtnisentwicklung. So ist das Gedächtnis eines Individuums umso eher bereit eine neue Information aufzunehmen, je mehr Objekte, Sachverhalte und Konzepte es gespeichert hat. Dies zeigt, dass Lernprozesse in allmählich aufeinander aufbauenden Form (kumulativ) ablaufen. Weiterhin ist die Lernleistung dann optimal, wenn das Objekt des Lernens einen Bezug zu schon bekannten Inhalten hat (vgl. Cohen/Levinthal 1990, S. 129). Neben dem aktuellen Stand des Gedächtnisinhalts kommt es gemäß Cohen Levinthal (1990, S. 131) auch auf die Anstrengung an, mit der das Vorwissen akquiriert wird: „…the more deeply the material is processed- the more effort used, the more deeply the material is processed- the more processing makes use of associations between the items to be learned and knowledge already in the memory- the better will be the later retrieval of the item.“

Die Absorptionsfähigkeit eines Individuums sollte nach Cohen/Levinthal (1990, S. 131ff.) allerdings von der der Organisation abgegrenzt werden. Zwar gründet sich die „absorptive capacity“ einer Organisation auf ihren individuellen Mitgliedern, ist aber dennoch nicht als Summe der einzelnen absorptiven Kapazitäten zu verstehen. Einer Organisation genügt es nicht, sich nur Informationen für die Wissensbasis anzueignen. Entscheidend ist, dass die Information vom Unternehmen ausgenutzt werden kann, um seine organisationalen Ziele zu erreichen. Gerade diese Anforderung macht den Wissenstransfer zwischen und über organisationale Subsysteme zu einer essentiellen Bedingung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Innovationen in dynamischen Märkten und definiert Wissen als zentrale Ressource, wobei das Konzept der „absorptive capacity“ als Schlüsselfähigkeit für Unternehmen eingeführt wird.

2. Wissensmanagement im Kontext des organisationalen Lernens: Hier werden theoretische Grundlagen des organisationalen Lernens und der Wissensbasis erörtert, um den Kontext zu schaffen, in dem sich das Wissensmanagement bewegt.

3. Absorptionsfähigkeit (Absorptive Capacity) als entscheidende Komponente für den Erwerb neuen Wissens: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Begriffsbestimmung und analysiert die kognitiven sowie organisationalen Konzepte und Faktoren der Absorptionsfähigkeit.

3.1 Bestimmung des Begriffs Absorptive Capacity: Es werden verschiedene wissenschaftliche Definitionen der Absorptionsfähigkeit zusammengeführt, um deren mehrdimensionalen Charakter zu verdeutlichen.

3.2 Konzept und Aspekte der „absorptive capacity“: Der Abschnitt vertieft die kognitiven Hintergründe und unterscheidet zwischen individuellen und organisationalen Absorptionsfähigkeiten unter Berücksichtigung der Wissensbasis.

4. Wie kann die Bildung einer „absorptive capacity“ gezielt gefördert werden?: Hier werden konkrete Gestaltungsspielräume für Innovationsmanager diskutiert, insbesondere durch den Einsatz von Netzwerken und organisationalen Strukturen.

4.1 Probleme und Hindernisse bei der Integration neuen Wissen: Dieser Teil beleuchtet Barrieren wie mangelnde intrinsische Motivation, organisationaler Trägheit und das „not-invented-here“-Syndrom.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Absorptionsfähigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit zusammen und betont, dass ohne diese Fähigkeit selbst vielversprechende Architekturinnovationen oft scheitern.

6. Literatur: Das Literaturverzeichnis führt die wissenschaftlichen Quellen auf, die für die theoretische Fundierung dieser Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Absorptionsfähigkeit, Absorptive Capacity, Organisationale Wissensbasis, Innovation, Wissenstransfer, Gatekeeper, Communities of Practice, Organisationales Lernen, Innovationsmanagement, Wissensgenerierung, Pfadabhängigkeit, Technologiewissen, Wettbewerbsfähigkeit, Implizites Wissen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der „absorptive capacity“ als notwendige Voraussetzung für Organisationen, um externes Wissen aufzunehmen und innovativ zu nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören Wissensmanagement, organisationales Lernen, die Gestaltung von Innovationsprozessen und der Aufbau förderlicher organisationaler Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Strategien für Innovationsmanager aufzuzeigen, wie die Absorptionsfähigkeit einer Organisation gezielt aufgebaut und beeinflusst werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender theoretischer Modelle und Studien aus den Bereichen Wissensmanagement und Organisationstheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte der Absorptionsfähigkeit, die Rolle von Gatekeepern, den Einfluss von Communities of Practice sowie die Hindernisse bei der Wissensintegration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben „Absorptive Capacity“ auch Wissensbasis, Innovation, Wissenstransfer, Gatekeeper und Communities of Practice.

Wie unterscheidet sich laut Arbeit die individuelle von der organisationalen Absorptionsfähigkeit?

Während die organisationale Kapazität auf den Individuen gründet, ist sie nicht bloß die Summe der einzelnen Fähigkeiten, da sie spezifische organisationale Routinen und die kommerzielle Nutzbarkeit des Wissens erfordert.

Warum sind Communities of Practice für die Absorptionsfähigkeit wichtig?

Sie dienen als informelle Wissensnetzwerke, die den Austausch von implizitem Wissen fördern und den Mitgliedern helfen, Wissenslücken schneller zu schließen.

Welche Rolle spielt die „Pfadabhängigkeit“ für Unternehmen?

Pfadabhängigkeit kann Unternehmen blockieren, da ein Mangel an rechtzeitigen Investitionen in die eigene Absorptionsfähigkeit dazu führen kann, dass sie den Anschluss an neue technologische Entwicklungen verlieren.

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Details

Title
Innovationsquelle Wissen - Wie kann die „absorptive capacity“ einer Organisation gefördert werden?
College
University of Constance
Course
Management von Innovationen
Grade
2,0
Author
Benjamin Schweizer (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V76150
ISBN (eBook)
9783638798419
ISBN (Book)
9783638797566
Language
German
Tags
Innovationsquelle Wissen Organisation Management Innovationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Schweizer (Author), 2006, Innovationsquelle Wissen - Wie kann die „absorptive capacity“ einer Organisation gefördert werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76150
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