Der technische Wandel verändert in immer schnellerem Tempo die Arbeitsbedingungen, mit denen Beschäftigte konfrontiert werden. Die einstige Dienstleistungsgesellschaft wandelt sich nach und nach zu einer Informationsgesellschaft.
Betrieblicher Druck, durch zum Beispiel Personalabbau, zwingen Arbeitnehmer und Arbeitgeber neue Wege zu gehen. Oft bleibt keine Zeit für den Besuch von Seminaren und oft ist es den Unternehmern auch ein zu hoher Kostenaufwand die Mitarbeiter mehrere Stunden oder gar Tage vom Dienst frei zu stellen und teures Weiterbildungspersonal zu bezahlen.
Eigeninitiative zum Selbstlernen, auch außerhalb der Arbeitszeit, ist keine Ausnahme mehr und wird von vielen Betrieben auch tatsächlich vorausgesetzt.
Die Softwareindustrie hat dieses Problem bereits erkannt und seine Konsequenzen daraus gezogen. In den letzten Jahren hat sich Einiges auf dem Markt für Lernangebote mit Hilfe elektronischer Medien getan. Rasend schnell entwickeln sich neue Möglichkeiten. Doch wo liegen Vor- und Nachteile solcher computergestützten Lernprogramme und werden sich diese Lernangebote etablieren?
Diese Arbeit wird sich mit diesen Fragen auseinander setzten und klären, wie es mit der Akzeptanz der neuen Möglichkeit des Lernens steht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist eigentlich E-Learning?
2.1. Begriffsklärung
2.2. Anwendungsgebiete
3. Studien über E-Learning
3.1. Kosten-Nutzen Analyse von E-Learning
3.2. Anschaffung spezieller E-Learning Programme
4. Rahmenbedingungen von erfolgreichem E-Learning
4.1.Erfolgsfaktoren für E-Learning
4.1.1. Unternehmensbezogene Erfolgsparameter für E-Learning
4.1.2. Personenbezogene Erfolgsparameter für E-Learning
4.1.3. Pädagogische Betreuung
5. Welche Themen eignen sich für E-Learning
6. E-Learning kombiniert mit Präsenztraining – Blended-Learning
6.1. Fallbeispiel der IHK Augsburg zu E-Learning
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Stellenwert von E-Learning in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, analysiert die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung und bewertet die Akzeptanz sowie die Vor- und Nachteile computergestützter Lernformen.
- Methoden und Formen des E-Learning (CBT, WBT, Virtual Classroom)
- Ökonomische Faktoren und Kosten-Nutzen-Aspekte bei der Anschaffung
- Erfolgsfaktoren wie unternehmens- und personenbezogene Parameter
- Die Bedeutung pädagogischer Betreuung und tutorieller Unterstützung
- Das Konzept des Blended-Learning als integrative Lernmethode
Auszug aus dem Buch
4.1.1. Unternehmensbezogene Erfolgsparameter für E-Learning
E-Learning als IT-gestütztes Lernen bedingt im Unternehmen ein spezifisches Verständnis von Lernen und Weiterbildung als arbeitsplatznaher Prozess. Ebenso wird ein offener Umgang mit Informationen, Lernen und Wissen im Unternehmen vorausgesetzt. Unternehmens- und personenbezogene Parameter beeinflussen die Akzeptanz von elektronischen Lernformen.
Um E-Learning erfolgreich im Unternehmen einsetzen zu können, muss für den Lerner erst einmal eine ruhige und entspannte Arbeitsumgebung geschaffen werden. Des Weiteren ist für erfolgsversprechendes Lernen mit z.B. Computer Based Training wichtig, dass der Lernende Informationen über CBT im Unternehmen erhält. Denn wie sich in der Umfrage der Cognos GmbH gezeigt hat, wird die derzeitige Nutzung von E-Learning Angeboten vor allem deshalb gehemmt, weil die Unternehmen zu wenige begleitende Informationen, Unterstützung und EDV-Ausrüstung für die Programme bereitstellen. Sind diese Anforderungen alle gegeben ist es aber dann natürlich auch notwendig, dass der Vorgesetzte die Selbstlernzeiten auch akzeptiert.
Die bisher genannten Punkte sind unternehmensbezogene Parameter, auf die der Lerner keinen Einfluss hat. Sie spielen eine entscheidende Rolle, ob E-Learning funktioniert, aber die größeren Einflussfaktoren sind die personenbezogenen Determinanten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den digitalen Wandel und den betrieblichen Druck, der neue Lernwege wie E-Learning erforderlich macht.
2. Was ist eigentlich E-Learning?: Definiert E-Learning als Lernkonzept und erläutert verschiedene Formen wie CBT, WBT und Virtual Classroom.
3. Studien über E-Learning: Analysiert den Kosten-Nutzen-Aspekt und die Herausforderungen bei der Anschaffung spezifischer Lernprogramme.
4. Rahmenbedingungen von erfolgreichem E-Learning: Beleuchtet die entscheidenden Erfolgsfaktoren, unterteilt in unternehmensbezogene Rahmenbedingungen, persönliche Voraussetzungen der Lerner und die Notwendigkeit pädagogischer Begleitung.
5. Welche Themen eignen sich für E-Learning: Diskutiert, für welche Inhalte (z.B. IT-Schulungen) E-Learning geeignet ist und wo seine methodischen Grenzen liegen.
6. E-Learning kombiniert mit Präsenztraining – Blended-Learning: Stellt Blended-Learning als Integrationskonzept vor und demonstriert dies anhand des Azubinetwork-Projekts der IHK Augsburg.
7. Fazit: Fasst zusammen, dass E-Learning als ergänzende Methode sinnvoll ist, jedoch kein vollwertiger Ersatz für klassische Lernverfahren darstellt.
Schlüsselwörter
E-Learning, Betriebspädagogik, Computer Based Training, WBT, Blended-Learning, Weiterbildung, Lernerfolg, Personalschulung, Tutoren, IHK Augsburg, Wissensmanagement, Selbstdisziplin, Kosten-Nutzen-Analyse, Arbeitsplatznähe, Qualifizierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Integration und Akzeptanz von E-Learning-Systemen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung vor dem Hintergrund des technischen Wandels.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Im Zentrum stehen die Definition von E-Learning, die Kosten-Nutzen-Analyse, die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Einführung und die sinnvolle Kombination mit klassischen Lehrmethoden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu klären, wie E-Learning in Unternehmen erfolgreich eingesetzt werden kann, welche Vor- und Nachteile bestehen und wie es um die Akzeptanz dieser Lernmethoden bestellt ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien (z.B. Cognos, DLC, KPMG) und die Auswertung eines praktischen Fallbeispiels der IHK Augsburg.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die Darstellung von Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren sowie die Untersuchung der Eignung von E-Learning für verschiedene Lerninhalte und den Blended-Learning-Ansatz.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Blended-Learning, betriebliche Weiterbildung, Selbstdisziplin, E-Learning-Formen und tutorielles Lernen beschreiben.
Warum spielt die Betriebsgröße eine Rolle für den E-Learning-Einsatz?
Aufgrund der hohen Investitions- und Betriebskosten ist E-Learning derzeit vorwiegend in großen Unternehmen wirtschaftlich, da diese über die notwendige Mindestanzahl an Teilnehmern verfügen.
Welche Bedeutung hat der Tutor beim E-Learning?
Der Tutor fungiert als Vermittler, Motivator und Berater, um die Nachteile des isolierten Lernens zu kompensieren und sicherzustellen, dass die Lernziele tatsächlich erreicht werden.
Was ist das Besondere am Azubinetwork der IHK Augsburg?
Es handelt sich um ein ausbildungsbegleitendes Programm, das E-Learning modular mit tutorieller Begleitung verbindet, um den schnellen Wissenswandel in IT-Berufen abzufangen.
- Arbeit zitieren
- Tanja Hauser (Autor:in), 2006, E-Learning in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76216