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Zu: Gerhard Benetka, Denkstile der Psychologie. Das 19. Jahrhundert.

Título: Zu: Gerhard Benetka, Denkstile der Psychologie. Das 19. Jahrhundert.

Comentarios / Reseña Literaria , 2007 , 6 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Natalie Raffetzeder (Autor)

Psicología - General
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Grundlegende Fragen, die das historische Werden der Psychologie als akademische Wissenschaft zum Gegenstand haben, bleiben in vorliegendem Werk glücklicherweise – wie so vielerorts in der Psychologie – nicht unbeantwortet. Dabei geht es nicht etwa nur um eine simple Einordnung von Paradigmen in einen geschichtlichen Kontext. Vielmehr folgt einer Beschreibung der jeweils zur Debatte stehenden theoretischen Konzepte sowie zugehöriger Methodologie ein Rekurs auf philosophische Vorannahmen, sodass Schritt für Schritt die Genese verschiedener Positionen rekonstruiert wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wundt’sche Psychologie

3. Die positivistische Psychologie und Ebbinghaus

4. Die geisteswissenschaftliche Psychologie und Dilthey

5. Die Brentano-Schule und die Deskriptive Psychologie

6. Resümee zur Lehrveranstaltung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die historische Entwicklung der Psychologie als akademische Wissenschaft im 19. Jahrhundert, indem sie die Genese verschiedener Denkschulen sowie deren wissenschaftstheoretische und methodische Vorannahmen analysiert.

  • Die Auseinandersetzung mit der Wundt’schen Psychologie und deren Zweiteilung.
  • Der Paradigmenwechsel hin zur positivistischen, naturwissenschaftlich orientierten Forschung.
  • Die Konzepte der geisteswissenschaftlichen Psychologie und Kulturpsychologie.
  • Der Beitrag der Brentano-Schule zur deskriptiven Psychologie.

Auszug aus dem Buch

Die Wundt’sche Psychologie

Der Experimentalpsychologie ist nach Wundt eine Völkerpsychologie beiseite zu stellen, d.h. dem Gründungsvater ist das Verdienst einer Zweiteilung der Psychologie zuzurechnen. Als Gegenstand des experimentellen Forschungszweiges, der sich auf das Individuum richtet, bestimmte Wundt ausschließlich „einfache psychische Vorgänge“. Die Klärung einer Genese von „höheren psychischen Vorgängen“ (wie Denken und Vorstellen) kam somit der Völkerpsychologie zu.

Die Ausschließung höherer psychischer Vorgänge aus der Experimentalpsychologie war eine Auffassung, die Wundt erst in seinen Leipziger Jahren erlangte. Im Wesentlichen kann man sein Schaffen somit in zwei umfassendere Perioden gliedern.

Kurz seien hier die Eckpfeiler seiner Konzeptualisierung und Systematisierung jener zur Debatte stehenden wissenschaftlichen Disziplin umrissen, wie sie sich zunächst im „Heidelberger Programm“ und später in seiner voluntaristischen Psychologie manifestierte.

Ziel seines Forschungsbemühens war die „Rekonstruktion der Entwicklung komplexer psychischer Erscheinungen aus ihren Anfängen“ (Benetka, 2002, S.68). - Doch wo sind die Ursprünge des Psychischen zu suchen? Nach Wundt ist jenes Einfache, das allen bewussten psychischen Erscheinungen zugrunde liegt, ist in der unbewussten Seele zu finden. Um jene unbewussten Seelenprozesse untersuchen zu können, bedurfte es einer geeigneten Methode. Und hier liegt das Innovative, welches die Nachwelt prägen sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den inhaltlichen Rahmen der Auseinandersetzung mit dem historischen Werden der Psychologie als wissenschaftliche Disziplin.

2. Die Wundt’sche Psychologie: Dieses Kapitel erläutert Wundts zweigeteiltes System der Psychologie, bestehend aus Individual- und Völkerpsychologie, sowie sein Prinzip der psychischen Kausalität.

3. Die positivistische Psychologie und Ebbinghaus: Das Kapitel behandelt die Abkehr von Wundts Ansätzen hin zu einer naturwissenschaftlich orientierten, experimentellen Psychologie, geprägt durch Forscher wie Ebbinghaus und Külpe.

4. Die geisteswissenschaftliche Psychologie und Dilthey: Hier werden Diltheys Ansatz der verstehenden Psychologie und die methodische Fundierung durch die Hermeneutik im Kontext der Kulturpsychologie diskutiert.

5. Die Brentano-Schule und die Deskriptive Psychologie: Dieser Abschnitt beschreibt Franz Brentanos Revision der Philosophie und sein Konzept der deskriptiven Psychologie als analytische Disziplin.

6. Resümee zur Lehrveranstaltung: Ein abschließendes Fazit zur didaktischen Gestaltung und dem Erkenntnisgewinn der begleiteten Lehrveranstaltung.

Schlüsselwörter

Psychologiegeschichte, Wilhelm Wundt, Experimentalpsychologie, Völkerpsychologie, Positivismus, Hermann Ebbinghaus, Geisteswissenschaftliche Psychologie, Wilhelm Dilthey, Hermeneutik, Kulturpsychologie, Franz Brentano, Deskriptive Psychologie, Psychische Kausalität, Intentionalität, Wissenschaftstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Rekonstruktion des 19. Jahrhunderts als Gründungsphase der akademischen Psychologie und analysiert dabei verschiedene wissenschaftliche Denkschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der Übergang von Wundts Grundlegungsbemühungen zur positivistischen Experimentalforschung sowie die Kontrastierung mit geisteswissenschaftlichen und deskriptiven Ansätzen.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Ziel ist es, die philosophischen Vorannahmen und methodischen Genesen psychologischer Positionen offenzulegen, um ein tieferes Verständnis für die Entwicklung der Disziplin zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, um die Entwicklung der Denkstile in der Psychologie anhand zeitgenössischer Primär- und Sekundärliteratur zu rekonstruieren.

Welche Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wundts Psychologie, den positivistischen Paradigmenwechsel, die geisteswissenschaftliche Position von Dilthey und die deskriptive Psychologie von Brentano.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem psychische Kausalität, Intentionalität, Hermeneutik, Völkerpsychologie und der psychophysische Parallelismus.

Wie unterscheidet sich Wundts Völkerpsychologie von seinem experimentellen Ansatz?

Während die Individualpsychologie einfache psychische Vorgänge im Experiment untersucht, befasst sich die Völkerpsychologie mit der Genese höherer psychischer Phänomene, wie Denken und Vorstellen.

Warum lehnt Brentano die experimentelle Methode als alleinige Basis ab?

Brentano setzt „naturwissenschaftlich“ nicht mit „experimentell“ gleich; er sieht die innere Wahrnehmung als notwendiges Werkzeug, um psychische Phänomene in ihrer Eigenart zu erfassen, ohne sie durch äußere Beobachtung zu verfälschen.

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Detalles

Título
Zu: Gerhard Benetka, Denkstile der Psychologie. Das 19. Jahrhundert.
Universidad
University of Vienna
Calificación
1,0
Autor
Natalie Raffetzeder (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
6
No. de catálogo
V76467
ISBN (Ebook)
9783656615255
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gerhard Benetka Denkstile Psychologie Jahrhundert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Natalie Raffetzeder (Autor), 2007, Zu: Gerhard Benetka, Denkstile der Psychologie. Das 19. Jahrhundert., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76467
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