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Interkulturelle deutsch-amerikanische Alltagsgespräche: Zu Kommunikationsstrategien anglophoner Fremdsprachenlerner in direktiven, narrativen und diskursiven Gesprächen

Title: Interkulturelle deutsch-amerikanische Alltagsgespräche: Zu Kommunikationsstrategien anglophoner Fremdsprachenlerner in direktiven, narrativen und diskursiven Gesprächen

Thesis (M.A.) , 2006 , 115 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sabine Walkenhorst (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Kommunikationsstrategien sind Strategien, die immer dann von Lernenden angewandt werden, wenn sie sich nicht sprachlich fähig fühlen, eine Nachricht zu übermitteln, aber einen Bruch in der Konversation vermeiden wollen. Jeder Lernende einer Fremdsprache nutzt diese Strategien, um seine vorhandenen Defizite in der Sprache zu überbrücken. Wann die Lernenden welche Strategien warum anwenden und ob dieses bewusst oder unbewusst geschieht, wurde und wird aus verschiedenen Blickwinkeln erforscht.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema Kommunikationsstrategien und ihrer Anwendung durch anglophone Deutschlerner hinsichtlich der Unterschiede in verschiedenen Gesprächstypen und Sprachniveaus. Im Folgenden geht es darum, aufzuweisen, ob es Unterschiede in den Anwendungen der Kommunikationsstrategien gibt oder ob die Lernenden sie homogen einsetzen.
Variiert die Art der Anwendung und Häufigkeit der Strategien in verschiedenen Typen von Gesprächen? Inwiefern beeinflusst das Sprachniveau eines Sprechers die Nutzung der Kommunikationsstrategien? Ist es möglich, ein Schema im Gebrauch der Strategien der Lernenden zu erkennen? Welche Erklärungen gibt es für die Art der Anwendung der Strategien durch den Lernenden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zur Begriffsklärung

1.1. Sprache

1.1.1. Fremdsprachenerwerb

1.1.2. Fremdsprache/Zweitsprache

1.2. Kommunikation

1.2.1. Direktive Kommunikation

1.2.2. Narrative Kommunikation

1.2.3. Diskursive oder argumentative Kommunikation

1.2.4. Interkulturelle Kommunikation

1.2.5. Kommunikative Kompetenz

2. Historischer Überblick: Kommunikationsstrategien

2.1. Traditionelle Ansätze

2.1.1. Faerch und Kasper

2.1.2. Canale und Swain

2.1.3. Corder

2.1.4. Tarone, Cohen und Dumas

2.1.5. Bialystok

2.1.6. Tarones „interactional perspective“

2.1.7. Dörnyeis umfangreiche Sichtweise

2.1.8. Dörnyei und Scott

2.1.9. Canales erweitertes Konzept

2.2. Psychologische Ansätze

2.2.1. Bialystok und die Nijmegen Gruppe

2.2.2. Poulisses Modell der Sprachproduktion

2.3. Vergleich der Ansätze

3. Kommunikationsstrategien

3.1. Allgemeine Definition

3.1.1. Problemorientierung

3.1.2. Bewusstsein

3.2. Dörnyei und Scott

3.2.1. Direkte Strategien (Direct Strategies)

3.2.2. Indirekte Strategien (Indirect Strategies)

3.2.3. Interaktionale Strategien (Interactional Strategies)

3.3. Tabellarische Übersicht der Taxonomie von Dörnyei und Scott

3.4. Dörnyei und Scotts Kommunikationsstrategien

3.4.1. Das Aufgeben der Nachricht (message abandonment)

3.4.2. Reduktion der Nachricht (message reduction)

3.4.3. Das Ersetzen der Nachricht (message replacement)

3.4.4. Die Umschreibung oder Paraphrase (circumlocution)

3.4.5. Die Annäherung (approximation)

3.4.6. Die Benutzung von Allzweckwörtern (use of all-purpose words)

3.4.7. Die Wortprägung (word-coinage)

3.4.8. Die Umstrukturierung (restructuring)

3.4.9. Die wörtliche Übersetzung (literal translation)

3.4.10. Das Verfremdsprachlichen (foreignizing)

3.4.11. Der Wechsel in einen anderen Code oder eine andere Sprache (code switching)

3.4.12. Der Gebrauch von ähnlich klingenden Wörtern (use of similar-sounding words)

3.4.13. Das Nuscheln (mumbling)

3.4.14. Die Auslassung (omission)

3.4.15. Das Wiederauffinden (retrieval)

3.4.16. Mimik/Non- und paraverbale Strategien (mime)

3.4.17. Das eigenständige Umformulieren (self-rephrasing)

3.4.18. Eigenständige Reparatur und Reparatur von Anderen (self-repair & other-repair)

3.4.19. Der Gebrauch von Füllwörtern (use of fillers)

3.4.20. Eigenständige Wiederholung und Wiederholung von Anderen (self-repetition & other-repetition)

3.4.21. Verbale Strategie-Kennzeichnungen (verbal strategy markers)

3.4.22. Das Vortäuschen von Verstehen (feigning understanding)

3.4.23. Direkte und indirekte Bitte um Hilfe (direct & indirect appeal for help)

3.4.24. Bitte um Wiederholung, Klärung oder Bestätigung (asking for repetition, for clarification, for confirmation)

3.4.25. Das Raten (guessing)

3.4.26. Nicht-Verstehen ausdrücken (expressing non-understanding)

3.4.27. Interpretierende Zusammenfassung (interpretative summary)

3.4.28. Kontrolle des Verstehens und der eigenen Fehlerfreiheit (check for comprehension and own accuracy check)

3.4.29. Das Antworten – Wiederholung, Reparatur, Umformulierung, Erweiterung, Bestätigung (response: repeat, repair, rephrase, expand, confirm)

4. Das Datenmaterial

4.1. Die Lernergruppe

4.1.1. Die Grundsprache

4.1.2. Alter zum Zeitpunkt der Datenerhebung

4.1.3. Alter bei Beginn des Deutschunterrichtes

4.1.4. Dauer des Deutschunterrichtes/Intensivkurses

4.1.5. Ausrichtung des Kurses

4.1.6. Lehrmethoden

4.1.7. Das Konzept der Immersion

4.1.8. Aufenthalte in deutschsprachigen Ländern

4.2. Themen der Gespräche

4.2.1. Thema der narrativen Gespräche

4.2.2. Thema der direktiven Gespräche

4.2.3. Thema der diskursiven Gespräche

4.3. Die Lernenden

4.3.1. Adam

4.3.2. Michael

4.3.3. Rick

4.3.4. Robert

4.3.5. Ted

4.3.6. Tracy

5. Das Transkriptionsverfahren

5.1. HIAT DOS

5.2. Die Notation

6. Analyse der Transkripte

6.1. Aufbau der Analyse

6.2. Analyse innerhalb der Gesprächsarten

6.2.1. Narrative Gespräche

6.2.2. Direktive Gespräche

6.2.3. Diskursive Gespräche

6.3. Vergleich aller Gesprächsarten hinsichtlich der Strategien

6.4. Kommunikationsstrategien in den verschiedenen Sprachniveaus

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Kommunikationsstrategien durch anglophone Deutschlernende in verschiedenen Gesprächstypen (narrativ, direktiv, diskursiv) und Sprachniveaus, um aufzuzeigen, ob und wie diese Strategien eingesetzt werden, um sprachliche Defizite zu überbrücken und den Kommunikationsfluss aufrechtzuerhalten.

  • Anwendung von Kommunikationsstrategien in der Fremdsprache
  • Einfluss der Gesprächsart auf den Einsatz von Kompensationsstrategien
  • Vergleich der Strategienutzung zwischen Lernenden verschiedener Sprachniveaus
  • Analyse von Transkripten aus einem Deutsch-Intensivkurs
  • Identifizierung von Mustern bei bewusster oder unbewusster Strategienutzung

Auszug aus dem Buch

3.4.1. Das Aufgeben der Nachricht (message abandonment)

Eine Nachricht kann vom Sprecher aufgrund von Sprachschwierigkeiten nicht übermittelt werden und wird schließlich nicht zu Ende gebracht bzw. ganz aufgegeben.

Beispiel: "It is a person, er ... who is responsible for a a house, for the block of house ... I don't know ... [laughter]."

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Definition des Themas Kommunikationsstrategien als Mittel zur Überbrückung sprachlicher Defizite und Beschreibung des methodischen Vorgehens anhand von Transkripten eines Deutsch-Intensivkurses.

1. Zur Begriffsklärung: Erläuterung grundlegender Konzepte wie Sprache, Fremdsprachenerwerb, verschiedene Arten der Kommunikation (direktiv, narrativ, diskursiv) sowie der Begriff der kommunikativen Kompetenz.

2. Historischer Überblick: Kommunikationsstrategien: Chronologische Darstellung der Forschung im Bereich der Kommunikationsstrategien, von frühen Ansätzen wie der Fehleranalyse bis hin zu späteren psychologischen Modellen.

3. Kommunikationsstrategien: Theoretische Vertiefung der Definitionen von Kommunikationsstrategien, insbesondere durch die Taxonomie von Dörnyei und Scott, welche als Grundlage für die Datenanalyse dient.

4. Das Datenmaterial: Vorstellung der Probanden, des Kontextes der Datenerhebung (Deutsch-Intensivkurs in Rhode Island) sowie der inhaltlichen Ausrichtung der geführten Gespräche.

5. Das Transkriptionsverfahren: Beschreibung des HIAT DOS-Verfahrens zur Verschriftlichung gesprochener Sprache und Erläuterung der verwendeten Notationskonventionen zur Analyse der Transkripte.

6. Analyse der Transkripte: Ausführliche Auswertung der Daten nach Gesprächsarten und Sprachniveaus, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Gebrauch der Strategien aufzuzeigen.

Resümee: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über die Abhängigkeit des Strategieeinsatzes von Gesprächssituation, Zeitdruck und individuellem Sprachvermögen sowie Ausblick auf weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Kommunikationsstrategien, Fremdsprachenerwerb, Interaktionsanalyse, Transkription, HIAT DOS, Gesprächsarten, Sprachniveau, Direktive Kommunikation, Narrative Kommunikation, Diskursive Kommunikation, Sprachproduktion, Lernstrategien, Fehleranalyse, Sprachkompetenz, Deutsch als Fremdsprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, welche Kommunikationsstrategien Deutschlernende verwenden, um sprachliche Hürden in verschiedenen Konversationssituationen zu überwinden und den Dialog aufrechtzuerhalten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Einordnung von Kommunikationsstrategien, der Kategorisierung von Gesprächsarten und der empirischen Untersuchung dieser Strategien bei Lernenden in einem Intensivkurs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszufinden, ob sich die Anwendung und Häufigkeit von Kommunikationsstrategien in unterschiedlichen Gesprächstypen und bei verschiedenen Sprachniveaus unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die qualitative Analyse von Transkripten, die nach dem HIAT DOS-Verfahren erstellt wurden, um den konkreten Sprachgebrauch der Lernenden auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick zur Strategieforschung, die detaillierte Taxonomie nach Dörnyei und Scott sowie die praktische Analyse der gesammelten Transkripte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Kommunikationsstrategien, interkulturelle Kommunikation, Sprachniveaus, Transkriptionsverfahren und die linguistische Analyse von Gesprächsverläufen.

Wie unterscheiden sich die analysierten Gesprächsarten in Bezug auf Strategien?

Die Analyse zeigt, dass beispielsweise in diskursiven Gesprächen unter Zeitdruck andere Strategien (wie Umstrukturierungen) dominieren als in narrativen Situationen, wo Lernende eher auf Füllwörter zurückgreifen.

Welchen Einfluss hat das Sprachniveau auf den Einsatz von Strategien?

Lernende mit geringerem Sprachniveau tendieren häufiger dazu, Gespräche abzubrechen oder in die Muttersprache zu wechseln, während Lernende mit höherem Niveau eher versuchen, den Sachverhalt durch Paraphrasen oder Umstrukturierungen zu umschreiben.

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Details

Title
Interkulturelle deutsch-amerikanische Alltagsgespräche: Zu Kommunikationsstrategien anglophoner Fremdsprachenlerner in direktiven, narrativen und diskursiven Gesprächen
College
University of Göttingen  (Philosophische Fakultät)
Grade
1,0
Author
Sabine Walkenhorst (Author)
Publication Year
2006
Pages
115
Catalog Number
V76481
ISBN (eBook)
9783638733991
ISBN (Book)
9783638735377
Language
German
Tags
Interkulturelle Alltagsgespräche Kommunikationsstrategien Fremdsprachenlerner Gesprächen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Walkenhorst (Author), 2006, Interkulturelle deutsch-amerikanische Alltagsgespräche: Zu Kommunikationsstrategien anglophoner Fremdsprachenlerner in direktiven, narrativen und diskursiven Gesprächen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76481
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