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Volker Brauns "Fragen eines Arbeiters während der Revolution". Eine Parodie zu Brechts "Fragen eines lesenden Arbeiters"?

Title: Volker Brauns "Fragen eines Arbeiters während der Revolution". Eine Parodie zu Brechts "Fragen eines lesenden Arbeiters"?

Term Paper , 2000 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Felix Göpel (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Mein Dozent schreibt zur Arbeit: "Beide Gedichte analysieren und interpretieren Sie äußerst treffend und gründlich. Dabei setzen Sie Informationen über beide Autoren äußerst zweckmäßig ein, führen beider Poetik auf Grundlagen des dialektischen Materialismus zurück, verwerten also (zum Teil kritisch) die Sekundärliteratur und diskutieren auch den Parodiebegriff auf sehr originelle, wiederum zweckmäßige Weise. Sehr Gut!"

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Bertolt Brechts „Fragen eines lesenden Arbeiters“: Allgemeines, Formales, Strukturelles

2 Volker Brauns „Fragen eines Arbeiters während der Revolution“: Allgemeines, Formales, Strukturelles

3 Brecht in der Tradition der dialektischen Aufklärung

4 Braun in der Tradition Brechts

5 Handelt es sich um eine Parodie?

6 Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die literarische Beziehung zwischen Bertolt Brechts Gedicht „Fragen eines lesenden Arbeiters“ und Volker Brauns „Fragen eines Arbeiters während der Revolution“, um zu klären, ob es sich bei dem Werk von Braun um eine Parodie handelt oder um ein bewusste Weiterführung im Sinne der Tradition Brechts.

  • Analyse der formalen und strukturellen Merkmale beider Gedichte.
  • Einordnung von Brechts Werk in die Tradition der dialektischen Aufklärung und den Marxismus.
  • Untersuchung von Brauns „Rollenspiel“ und seiner literarischen Anlehnung an Brecht.
  • Theoretische Auseinandersetzung mit dem Parodiebegriff im Kontext der Literaturwissenschaft.
  • Interpretation der drei zeitlichen Ebenen der Kritik in beiden Gedichten.

Auszug aus dem Buch

Handelt es sich um eine Parodie?

Das Gedicht von Volker Braun entspricht offensichtlich nicht der gängigen Vorstellung einer Parodie. Die Germanistik ist eine allgemein anerkannte Definition des Parodiebegriffs bis heute schuldig geblieben. Es existieren mehrere Definitionen nebeneinander, die sich teilweise auch widersprechen. An dieser Stelle soll untersucht werden, ob es einen Parodiebegriff gibt, der auf das Gedicht „Fragen eines Arbeiters während der Revolution“ zutrifft. Erwin Rotermund schreibt dem Parodisten eine Rolle zu, in der er innerhalb des Rahmens der Parodie die Möglichkeit hat, die Gedanken der Vorlage weiter zu führen. Rotermund schreibt: „Wie mir scheint, besitzt der Parodist von Rang trotz einer Abhängigkeit von der Vorlage einen hohen Grad an Gestaltungsfreiheit, die er, bei aller Gefahr des Missbrauchs, oft sogar zur künstlerischen Übertrumpfung des Originals gebraucht.“ (1963, S.7).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Bertolt Brechts „Fragen eines lesenden Arbeiters“: Allgemeines, Formales, Strukturelles: Untersuchung der formalen Struktur des Gedichts und wie Brecht durch den Kontrast zwischen historisch Repräsentativen und den Arbeitern die Illusion der traditionellen Geschichtsschreibung aufbricht.

2 Volker Brauns „Fragen eines Arbeiters während der Revolution“: Allgemeines, Formales, Strukturelles: Analyse, wie Braun Brechts Methode aufgreift und auf den sozialistischen Kontext überträgt, wobei er den Fokus stärker auf das Individuum und die gesellschaftliche Mitbestimmung legt.

3 Brecht in der Tradition der dialektischen Aufklärung: Erläuterung von Brechts pragmatischer und marxistischer Weltsicht, die darauf abzielt, durch das Aufzeigen von Widersprüchen das gesellschaftliche Bewusstsein zu schärfen.

4 Braun in der Tradition Brechts: Diskussion von Brauns „Rollenspiel“, bei dem er Brechts Arbeitsweise simuliert, um historische Notwendigkeiten in seiner Zeit durch eine Weiterführung der Brechtschen Dialektik zu adressieren.

5 Handelt es sich um eine Parodie?: Kritische Prüfung verschiedener Parodiebegriffe, mit dem Ergebnis, dass Brauns Gedicht aufgrund des fehlenden Ziels der Herabsetzung oder Lächerlichmachung nicht als Parodie klassifiziert werden kann.

6 Abschlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach Braun durch die Adaption von Brechts Mitteln eine dreifache Ebene der Kritik entfaltet, die jedoch als „Schreiben gemäß der Zeit“ und nicht als parodistische Kritik an Brecht zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Bertolt Brecht, Volker Braun, Fragen eines lesenden Arbeiters, Fragen eines Arbeiters während der Revolution, Parodie, Dialektik, Marxismus, Geschichtsschreibung, Klassengegensatz, Literaturtheorie, DDR-Literatur, Intertextualität, Utopie, Zeitkritik, Arbeiterschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die intertextuellen Bezüge und die literarische Beziehung zwischen dem Gedicht von Bertolt Brecht und dem Werk von Volker Braun, um eine klare Einordnung in die literarische Tradition und Parodietheorie vorzunehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Anwendung marxistischer Instrumente in der Lyrik, das Verhältnis von historischer Utopie und gesellschaftlicher Wirklichkeit sowie die Funktion von Widersprüchen in der literarischen Darstellung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob Volker Brauns „Fragen eines Arbeiters während der Revolution“ als Parodie auf Brechts Vorlage zu verstehen ist oder ob es sich um eine anerkennende und zeitgemäße Weiterführung von Brechts Methoden handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die formale Textanalyse mit biographischen Daten der Autoren und rezeptionsgeschichtlichen Definitionen von Parodie verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse der formalen Struktur beider Gedichte, ordnet Brecht in die dialektische Aufklärung ein und untersucht Brauns „Rollenspiel“ in der Tradition seines Vorbilds.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dialektik, Marxismus, Intertextualität, Klassenwiderspruch, DDR-Literatur und die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Parodie.

Warum lässt sich das Gedicht von Braun nicht als Parodie bezeichnen?

Laut der Arbeit fehlt es an dem entscheidenden Kriterium der Parodie: der Absicht, das Vorbild ins Triviale zu verkehren oder zu verspotten. Braun nutzt die Form lediglich als Werkzeug für eine andere soziale Kritik.

Welche Rolle spielen die drei zeitlichen Ebenen der Kritik?

Diese Ebenen dienen dazu, die historische Realität zu Brechts Zeit, Brechts utopisches Ziel und Brauns zeitgenössische sozialistische Wirklichkeit in einen vergleichenden Kontext zu setzen, um die unterschiedlichen Intentionen der Autoren sichtbar zu machen.

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Details

Title
Volker Brauns "Fragen eines Arbeiters während der Revolution". Eine Parodie zu Brechts "Fragen eines lesenden Arbeiters"?
College
Free University of Berlin  (Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften)
Course
Lyrik-Parodien im 20. Jhd.
Grade
1,0
Author
Felix Göpel (Author)
Publication Year
2000
Pages
23
Catalog Number
V76590
ISBN (eBook)
9783638818933
ISBN (Book)
9783656829034
Language
German
Tags
Bertolt Brecht Arbeiters“ Volker Braun Arbeiters Revolution“ Beziehung Gedichten Lyrik-Parodien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Göpel (Author), 2000, Volker Brauns "Fragen eines Arbeiters während der Revolution". Eine Parodie zu Brechts "Fragen eines lesenden Arbeiters"?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76590
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