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Die Entwicklung und die Zukunft des Hörspiels

Title: Die Entwicklung und die Zukunft des Hörspiels

Elaboration , 1998 , 22 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Thomas Müller (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Die rasche Information aus dem Mund des Nachrichtensprechers oder das Frühlingsgedicht eines Romantikers, der freche Morgenspruch eines Weckermoderators oder die tiefschürfende Antwort eines Philosophen zur Zeit, das vorsichtige Politikerwort ebenso wie die exakte Ansage eines Musikstückes.

Sicher auch Überflüssiges. Aber reden ist Kommunikation. Und Kommunikation ist das Geschäft des Radios. Und reden, sprechen, zitieren, vorlesen, plaudern, diskutieren sind seine Elemente, die gleichberechtigt neben dem Musizieren stehen. Musik kann man nun entweder aufmerksam oder kontemplativ oder auch als akustische Tapete als Stimmungs- und Milieumacher hören. Hörspiel und der Vortrag, die Dokumentation und die Nachricht heischen Zuwendung der Gedanken des Hörers. Das Wort im Radio fordert Aufmerksamkeit. Eine Aufmerksamkeit, die es sich erst verschaffen muß. Es liegt nicht im bequemen Bett des vorgefaßten Entschlusses wie etwa das geschriebene Wort, wenn es gelesen wird von einem, der sich zum Lesen entschlossen hat. Das Wort im Radio lebt also entscheidend von der Attraktion seiner Transportmittel: von der Stimme des Sprechers, von der Technik der akustischen Modulation, von der speziellen Ausformung und Gestaltung durch den Schreiber. Das Wort im Radio muß ,,Spreche" sein. Sein Urherber muß ,,Spreche" schreiben können und sein Sprecher muß diese ,,Schreibe" sprechen können. Das Wort im Radio hat`s nicht leicht.

Doch es ist da. Der Hörer, der ihm ein Stückchen entgegenkommt, wird die Vielfalt und die Tiefe, den Humor und die Wahrheit, die Stimmung und die Gefühle, die ihm das Wort aus dem Radio bietet, staunend und dankbar annehmen. Der Bischof von Innsbruck hat vom Wort Radio gesagt: ,,Es ist ein Schacht in die Tiefe und eine Straße in die kleine Einsamkeit." Eine schöne Definition für Radio.
(Zitat: Ernst Grissemann, Hörfunkintendant)

Viel Spass beim Durchlesen mit vielen neuen Impressionen und Ideen wünsche ich Ihnen.

Mag. phil. Thomas Müller
Schlins/Vorarlberg/Österreich

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Entstehung des Hörspiels

- „Im Anfang war das Wort ...“

- Wichtige Daten, einige Zitate

- Historischer Exkurs

- Übersicht und Vergleich

- Anzahl der Hörspielsendungen

2. Entwicklung des Hörspiels

- Neues Hörspiel

- Veränderung der Hörgewohnheiten

- Der Hörfunk - wer hört wann?

3. Hinblick auf die Zukunft

- Verkabelte Literatur? Die Chancen des Hörspiels in der Medienzukunft.

- 10 Jahre Kunstradio „Recycling the future“

4. Meinungen

- Studenten des Multimediakollegs

- A., Ö1

- J., Moderator, ORF

- Persönliche Meinung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die Zukunftsperspektiven des Hörspiels im Zeitalter wachsender Multimedialität. Dabei steht die zentrale Frage im Fokus, wie sich das traditionelle Hörmedium angesichts neuer technischer Konkurrenz und sich wandelnder Mediennutzungsgewohnheiten behaupten kann.

  • Historische Genese und Entwicklungsetappen des Hörspiels
  • Transformation des Neuen Hörspiels und seiner Ästhetik
  • Die Auswirkungen von Digitalisierung und Internet auf die Hörspielkultur
  • Soziologische Aspekte der Hörfunk-Rezeption
  • Prognosen zur Überlebensfähigkeit des Hörspiels im Schatten neuer Medien

Auszug aus dem Buch

Die Chancen des Hörspiels in der Medienzukunft

... Breitbandverkabelung, Fernsehsatellit, Bildschirmtext, Bildplatte, Perfektionierung der Kassettentechnik, Video, (...) Privatisierung, Kommerzialisierung, Medienkartell, Durchlöcherung der öffentlich-rechtlichen Programmaufsicht. Bei allen diesen Neuerungen handelt es sich, vorerst jedenfalls, entweder um veränderte Abspiel- und Übertragungssysteme oder um veränderte Formen der Finanzierung und Verwaltung. Substantiell sind keine Innovationen in Sicht, die traditionelle oder gegenwärtige Programmfunktionen des Hörfunks grundsätzlich in Frage stellen. Jedoch wird das begrenzte Gut „Freizeit des Rezipienten“ durch die neuen, äußerst attraktiven Techniken sowie durch die damit ermöglichte Programmexplosion in solchem Maße attackiert, daß der Entfaltungsspielraum für den Hörfunk in Zukunft entscheidend, wenn nicht existenzgefährdend eingeengt sein dürfte.

Ohne radikale Umorientierung, ohne Abstoßung einer Reihe traditioneller Programmformen zugunsten entschiedener Nutzung der noch verbleibenden Entfaltungslücken wird der Hörfunk kaum überleben. Die Gesichtspunkte, die bei heutiger Programmplanung im großen und ganzen noch Berücksichtigung finden (Abdeckung der gesamten Palette der Information /Unterhaltung/Bildung/ Kultur), dürften dann mit Sicherheit weniger gleichrangig behandelt werden. Vorrang dürfte vielmehr der Gesichtspunkt „Marktchancen“ haben. Bedroht ist in solcher Zwangssituation automatisch und vor allem der Kulturauftrag des Hörfunks, der schon jetzt bei hohen Programmkosten nur relativ niedrige Einschaltquoten bringt. Bedroht ist damit auch das Hörspiel.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entstehung des Hörspiels: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Werdegang des Hörspiels von seinen Anfängen über die ersten Sendeversuche bis hin zur Etablierung verschiedener Hörspielformen nach.

2. Entwicklung des Hörspiels: Hier werden die ästhetischen Wandlungen hin zum „Neuen Hörspiel“ sowie die soziologischen Veränderungen der Hörgewohnheiten des Publikums analysiert.

3. Hinblick auf die Zukunft: Das Kapitel beleuchtet die technologischen Herausforderungen durch neue Mediensysteme und diskutiert die künftige Rolle des Hörfunks sowie innovative Projekte wie das „Kunstradio“.

4. Meinungen: Dieser Abschnitt versammelt Stimmen von Studierenden, Moderatoren und Experten, um ein vielschichtiges Stimmungsbild zur Zukunft des Hörspiels im digitalen Zeitalter zu geben.

Schlüsselwörter

Hörspiel, Rundfunk, Multimedia, Medienzukunft, Radiokunst, Hörgewohnheiten, Neue Medien, Kunstradio, Audiotechnik, Digitalisierung, Medienpädagogik, Kommerzialisierung, Programmvielfalt, Kommunikation, Österreichischer Rundfunk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Hörspiels von den Anfängen bis zur Gegenwart und analysiert, wie das Medium unter dem Einfluss von Multimedia und neuen technischen Standards bestehen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt historische Eckdaten, ästhetische Entwicklungen, soziologische Aspekte des Hörerverhaltens sowie die Auswirkungen der Medienüberflutung und Kommerzialisierung auf den Kulturauftrag des Hörfunks.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit des Hörspiels kritisch zu hinterfragen und Potenziale aufzuzeigen, wie das Medium in einer durch visuelle Reize dominierten Welt relevant bleiben kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literatur- und Dokumentationsanalyse sowie eine qualitative Befragung verschiedener Akteure im Mediensektor per E-Mail und Gesprächsprotokollen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Hörspielformen, eine Untersuchung der Programmstrukturen und eine kritische Auseinandersetzung mit der medienpolitischen Situation unter Berücksichtigung von Expertenmeinungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Hörspiel, Medienzukunft, Rundfunk, Radiokunst und digitale Transformation definieren.

Wie bewerten die befragten Experten die Zukunft des Hörspiels?

Die Meinungen sind zwiegespalten: Während einige eine Verdrängung durch das Fernsehen und die Informationsflut befürchten, sehen andere in der Digitalisierung (Real-Audio, Internet) neue Nischen und Möglichkeiten für ein anspruchsvolles Publikum.

Welche Rolle spielt das Internet laut der Arbeit?

Das Internet wird als Plattform für eine neue Form der Verbreitung gesehen, wobei die technologische Hürde (Dateigröße, Downloadzeit) gegenwärtig noch als Barriere, in Zukunft aber als Chance für den Abruf spezifischer Inhalte betrachtet wird.

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Details

Title
Die Entwicklung und die Zukunft des Hörspiels
College
University of Vienna  (Publizistik und Kommunikationswissenschaft)
Course
Grundprobleme der journalistischen Vermittlung
Grade
Sehr gut
Author
Thomas Müller (Author)
Publication Year
1998
Pages
22
Catalog Number
V7660
ISBN (eBook)
9783638148382
ISBN (Book)
9783638683852
Language
German
Tags
Zukunft Literatur Medien Hörspiel Internet Geschichte Entwicklung Multimedia
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Müller (Author), 1998, Die Entwicklung und die Zukunft des Hörspiels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7660
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