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Die Freiheitsbegriffe von Aristoteles und Thomas Hobbes und deren Bedeutung im modernen Staat

Title: Die Freiheitsbegriffe von Aristoteles und Thomas Hobbes und deren Bedeutung im modernen Staat

Term Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Adam (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Summary Excerpt Details

Im vorliegenden Werk werden die Freiheitsbegriffe von Aristoteles und Thomas Hobbes anhand der Staatstheorien der beiden Denker erläutert und verglichen, um schließlich der Frage nachzugehen, ob und in welcher Form diese Konzeptionen Eingang in die Vorstellung von Freiheit im modernen Staat gefunden haben. Da die Freiheitsbegriffe der beiden Philosophen nur im Kontext ihrer jeweils zugrunde liegenden Staatstheorie und Anthropologie gesehen und herausgearbeitet werden können, dient der erste Teil dieser Abhandlung einem Vergleich der aristotelischen und Hobbes’schen Vorstellungen von Mensch und Staat. Anschließend wird gezielt auf die unterschiedlichen Freiheitsbegriffe der beiden Denker eingegangen. Der letzte Teil dieser Arbeit wendet sich schließlich der Frage zu, ob und in welcher Art und Weise sich der moderne Staat von den zuvor genannten Konzepten unterscheidet, und welche Bedeutung die behandelten Freiheitsbegriffe - in Anbetracht dieser Unterschiede - im Freiheitskonzept des modernen Staates haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in den Untersuchungsgegenstand und Literaturbericht

2. Anthropologie und Staatstheorie bei Aristoteles

2.1 Aristoteles’ Vorstellung vom Menschen als zoon politikon

2.2 Natürlichkeit des Staates und Mischverfassung als Ideal

3. Anthropologie und Staatstheorie bei Thomas Hobbes

3.1 Hobbes’ pessimistisches Menschenbild: Homo homini lupus est

3.2 Sicherheit durch Vertrag und absolutistische Herrschaft des Leviathan

4. Bürgerliche Freiheit bei Aristoteles und Thomas Hobbes

4.1 Aristoteles’ Vorstellung einer politischen Freiheit

4.2 Hobbes’ Konzept der persönlichen Freiheit

5. Der moderne Staat: Was bleibt von Aristoteles und Hobbes?

5.1 Der moderne Staat im Vergleich zu Aristoteles’ und Hobbes’ Staatstheorien

5.2 Bürgerliche Freiheit im modernen Staat

6. Fazit: Die Freiheitsbegriffe von Aristoteles und Thomas Hobbes sowie deren Bedeutung im modernen Staat

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die grundlegend unterschiedlichen Freiheitskonzeptionen von Aristoteles und Thomas Hobbes, um deren ideengeschichtlichen Einfluss auf das moderne Verständnis von bürgerlicher Freiheit zu beleuchten und deren heutige Relevanz zu analysieren.

  • Vergleich der anthropologischen Grundlagen bei Aristoteles und Hobbes
  • Analyse der jeweiligen Staatsmodelle (Polis vs. Leviathan)
  • Differenzierung zwischen positiver und negativer Freiheit
  • Untersuchung der Bedeutung von Sicherheit und politischer Partizipation
  • Evaluierung der Übertragbarkeit klassischer Staatstheorien auf den modernen Verfassungsstaat

Auszug aus dem Buch

3.1 Hobbes’ pessimistisches Menschenbild: Homo homini lupus est

Thomas Hobbes vertritt in seinem Hauptwerk „Leviathan“ die Auffassung, dass alle Menschen von Natur aus gleich, d.h. mit gleichen Leidenschaften und Hoffnungen ausgestattet sind. Sie verfügen nach Ansicht des Denkers auch alle über, in der Summe gleiche, physische und psychische Fähigkeiten, was der aristotelischen Unterscheidung zwischen Freien und Unfreien also Bürgern und Sklaven zuwiderläuft. Bei Hobbes gibt es also von Natur aus keinerlei Herrschende und Beherrschte. Zudem wird nicht wie bei Aristoteles davon ausgegangen, dass der Mensch aufgrund seiner Veranlagung zur automatischen Bildung von Staaten oder Gemeinschaften neigt. Vielmehr sei er ein egoistisch ausgerichteter, von Misstrauen, Ruhmsucht und Konkurrenz getriebener Einzelgänger.

Da Hobbes in seinen Werken den Anspruch erhebt, die Geltungs- und Konstitutionsbedingungen eines Frieden verbürgenden Staates aufzuzeigen, bedient er sich eines hypothetischen Naturzustandes als nicht-staatlichem Zustand, um so die Koexistenzbedingungen autarker Individuen unter der Annahme der Herrschaftsfreiheit aufzuzeigen. In diesem Naturzustand hat jeder das natürliche Recht, „zur Erhaltung seiner selbst seine Kräfte beliebig [zu] gebrauchen“ und folglich alles zu tun, „was dazu etwas beizutragen scheint“. Da sich aber die individuellen Ansprüche, Wünsche und Präferenzen unter den Bedingungen der Anarchie nicht koordinieren lassen, kommt es zum Krieg aller gegen alle (bellum omnium contra omnes). Aufgrund der Tatsache, dass laut Hobbes alle Menschen gleiche körperliche und geistige Fähigkeiten aufweisen, findet dieser Kampf um Macht kein natürliches Ende in Form einer natürlichen Herrschaft, weshalb alle Individuen ausschließlich um ihre Selbsterhaltung und die Vermeidung ihres gewaltsamen Todes bemüht sind. Aristoteles’ Vorstellung des Strebens nach einem höchsten Gut wird also bei Hobbes durch ein rein quantitatives Streben nach begrenzten Gütern ersetzt, welches keine Schnittstelle mehr zwischen Ethik und Politik darstellt. Hobbes leugnet im Gegensatz zu Aristoteles also jegliche natürliche, vorvertragliche Pflichten und Normen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in den Untersuchungsgegenstand und Literaturbericht: Die Einleitung etabliert die Relevanz der Freiheitsdebatte und definiert die Zielsetzung der ideengeschichtlichen Untersuchung von Aristoteles und Hobbes.

2. Anthropologie und Staatstheorie bei Aristoteles: Dieses Kapitel erläutert das aristotelische Menschenbild als zoon politikon und die fundamentale Rolle der Polis zur Erreichung der vollendeten Glückseligkeit.

3. Anthropologie und Staatstheorie bei Thomas Hobbes: Es wird das pessimistische Menschenbild und der Naturzustand als Krieg aller gegen alle dargestellt, aus dem die Notwendigkeit einer absolutistischen Staatsgründung durch Vertrag resultiert.

4. Bürgerliche Freiheit bei Aristoteles und Thomas Hobbes: Hier erfolgt der direkte Vergleich zwischen der kollektiven, politischen Freiheit bei Aristoteles und der negativen, persönlichen Freiheit bei Hobbes.

5. Der moderne Staat: Was bleibt von Aristoteles und Hobbes?: Das Kapitel diskutiert, inwieweit moderne Demokratien Aspekte beider Denker integrieren und wo sie sich durch Repräsentation und Menschenrechte unterscheiden.

6. Fazit: Die Freiheitsbegriffe von Aristoteles und Thomas Hobbes sowie deren Bedeutung im modernen Staat: Die abschließende Zusammenfassung betont die Unverzichtbarkeit der Kombination aus persönlicher Sicherheit und politischer Partizipation im modernen Kontext.

Schlüsselwörter

Politische Philosophie, Aristoteles, Thomas Hobbes, Leviathan, Polis, Freiheit, Staatstheorie, Anthropologie, Naturzustand, Bürgerliche Freiheit, politische Partizipation, moderne Demokratie, Souveränität, Sicherheit, Gewaltmonopol

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Freiheitsbegriffe von Aristoteles und Thomas Hobbes und deren Bedeutung für das Verständnis bürgerlicher Freiheit in heutigen modernen Staaten.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Themenfelder umfassen die politische Anthropologie, klassische versus neuzeitliche Staatstheorien, die Unterscheidung zwischen positiver und negativer Freiheit sowie die Entwicklung des modernen Verfassungsstaates.

Was ist die zentrale Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob und in welcher Form die Freiheitskonzeptionen von Aristoteles und Hobbes Eingang in die heutige Vorstellung von Freiheit gefunden haben und wie sie sich in modernen Staaten bewähren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen ideengeschichtlichen Zugang, indem sie die Hauptwerke der Philosophen, wie Aristoteles' "Politik" und Hobbes' "Leviathan", analysiert und mit politikwissenschaftlichen Erkenntnissen über moderne Freiheit vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Anthropologien und Staatstheorien beider Philosophen, leitet daraus deren spezifische Freiheitsbegriffe ab und führt einen detaillierten Vergleich im Kontext des modernen Staates durch.

Welche Begriffe charakterisieren die theoretische Ausrichtung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der "zoon politikon" bei Aristoteles, der "Naturzustand" sowie der "Leviathan" bei Hobbes und das Konzept der modernen Freiheit nach Benjamin Constant.

Warum hält Aristoteles den Menschen für ein politisches Wesen?

Aristoteles sieht den Menschen als ein Wesen, dessen ethische und intellektuelle Fähigkeiten sich nur innerhalb der Polis entfalten können, weshalb ein Leben außerhalb der Gemeinschaft unnatürlich ist.

Inwiefern unterscheidet sich der Hobbessche Naturzustand von der aristotelischen Polis?

Während Aristoteles die Polis als eine von Natur aus gegebene, auf das gute Leben ausgerichtete Gemeinschaft sieht, betrachtet Hobbes den Naturzustand als einen durch Egoismus geprägten "Krieg aller gegen alle", der die künstliche Gründung eines absolutistischen Staates zur Selbsterhaltung erzwingt.

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Details

Title
Die Freiheitsbegriffe von Aristoteles und Thomas Hobbes und deren Bedeutung im modernen Staat
College
University of Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Grundkurs Einführung in die Politische Philosophie: Aristoteles – Hobbes – Montesquieu (BM 1)
Grade
2,0
Author
Michael Adam (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V76686
ISBN (eBook)
9783638817158
ISBN (Book)
9783638817875
Language
German
Tags
Freiheitsbegriffe Aristoteles Thomas Hobbes Bedeutung Staat Grundkurs Einführung Politische Philosophie Aristoteles Hobbes Montesquieu
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Adam (Author), 2007, Die Freiheitsbegriffe von Aristoteles und Thomas Hobbes und deren Bedeutung im modernen Staat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76686
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