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Vermögensmanagement von Stiftungen in Deutschland

Title: Vermögensmanagement von Stiftungen in Deutschland

Diploma Thesis , 2006 , 98 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dipl. Kfm. Nick Dimler (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Neben Akteuren des Staats- und Wirtschaftssektors sind Stiftungen ein wichtiger Bestandteil des so genannten Dritten Sektors und tragen zunehmend Verantwortung in verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens (z.B. Kultur, Bildung, Wissenschaft, Umweltschutz, Wohlfahrtspflege). Auf Grund der angespannten Haushaltslagen von Bund, Ländern und Kommunen werden staatliche Leistungen in vielen Bereichen immer weiter gekürzt und privates Engagement (z.B. in Form von Stiftungen) immer wichtiger.

Aktuell erlebt besonders das deutsche Stiftungswesen einen regelrechten Gründungsboom. Die Zahl und Größe der Stiftungen in Deutschland wächst stetig und einiges spricht dafür, dass dieser Trend auch in den nächsten Jahren anhalten wird. Trotzdem ist das Thema Stiftungen in der Öffentlichkeit wenig bekannt, was auch in der mangelnden Bereitschaft zur Publizität vieler Stiftungen begründet liegt. Die vorliegende Arbeit soll deshalb das deutsche Stiftungswesen genauer beleuchten. Der Schwerpunkt soll dabei auf dem Umgang der Stiftungen mit ihrem Vermögen liegen.

Jede Stiftung hat dabei zum einen die Aufgabe hohe Erträge zur Erfüllung des Stiftungszwecks zu erwirtschaften und muss auf der anderen Seite dafür sorgen, dass das Stiftungsvermögen real erhalten bleibt (was den Ausgleich inflationär bedingter Kaufkraftverluste einschließt). Für den dauerhaften Erfolg sind beide Aufgaben gleichermaßen entscheidend. Folglich muss das Management einer Stiftung der Vermögensanlage und –verwaltung besonderes Augenmerk schenken.

Trotzdem wurde dem Vermögensmanagement lange Zeit in deutschen Stiftungen nur wenig Beachtung gezollt. Auf Grund der für Stiftungsanlagen positiven Kapitalmarktkonstellation in der Vergangenheit bis zum Jahre 2000 hatten Stiftungen recht selten Probleme mit der Erfüllung ihres Zwecks. Die Aktienmärkte stiegen recht kontinuierlich und Rentenanlagen leisteten hohe Ausschüttungen. Heute ist die Situation anders, viele Stiftungen scheuen die Anlage in Aktien, nachdem sie im Zuge des Aktiencrashs von 2000/2001 teilweise erhebliche Verluste erlitten. Auf der anderen Seite befinden sich die Zinsen auf dem Rentenmarkt auf historisch sehr niedrigem Niveau, was gerade für die Neuanlage freiwerdender Gelder problematisch ist. Diese neue anspruchsvolle Situation hat das Thema Vermögensmanagement für Stiftungen wieder weiter in den Mittelpunkt gerückt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problematik

1.2 Vorgehensweise

2. Das deutsche Stiftungswesen

2.1 Geschichte der Stiftungen in Deutschland

2.2 Stiftungsrecht

2.2.1 Definition Stiftung

2.2.2 Stiftungszweck

2.2.3 Stiftungsvermögen

2.2.4 Stiftungsorganisation

2.2.5 steuerliche Rahmenbedingungen für Stifter

2.3 Stiftungsarten

2.4 Der deutsche Stiftungsmarkt heute

2.4.1 Überblick

2.4.2 Stiftungsboom: Zahlen und Steigerungsraten

2.4.3 Vermögen und Ausgaben von Stiftungen

2.4.4 Stiftungszwecke

2.4.5 internationaler Vergleich

3. Vermögensverwaltung

3.1 Überblick

3.2 Der Investmentprozess

3.3 Rechtliche Beschränkungen für Stiftungen

3.3.1 Bestandserhaltungsgebot

3.3.2 Auswirkung der Ausschüttungs- und Rückstellungsregelungen

3.3.3 Anlagebeschränkungen

3.3.4 Haftungsregelungen

3.3.5 Rolle der Stiftungsaufsicht

3.4 Anlagemöglichkeiten für Stiftungen

3.4.1 Assetklassen

3.4.1.1 Anleihen

3.4.1.2 Aktien

3.4.1.3 Immobilien

3.4.1.4 Private Equity

3.4.1.5 Hedgefonds

3.4.1.6 Nachhaltige Kapitalanlagen

3.4.1.7 Rohstoffe

3.4.2 Investmentfonds

3.4.2.1 Überblick

3.4.2.2 Publikumsfonds

3.4.2.2 Spezialfonds

3.4.2.3 Stiftungsfonds

3.4.3 Zertifikate

3.4.4 Zusammenfassung

4. Das Anlageverhalten in der Praxis

4.1 Stiftungsstudien – Kurzcharakteristik

4.2 Ergebnisse der Studien

4.2.1 Asset Allokation

4.2.2 Planung der Vermögensanlage

4.2.3 Nachhaltige Vermögensanlage

4.2.4 Vermögensentwicklung

4.2.5 Kosten der Vermögensverwaltung

4.2.6 Zufriedenheit mit der Vermögensverwaltung

4.3 Beispiel: VolkswagenStiftung

4.4 Exkurs in die USA

4.4.1 rechtliche Rahmenbedingungen in den USA

4.4.2 Vermögensverwaltung der Yale-Stiftung

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das deutsche Stiftungswesen mit einem besonderen Fokus auf das Vermögensmanagement. Ziel der Arbeit ist es, die Herausforderungen für Stiftungen im aktuellen Zinsumfeld aufzuzeigen und Strategien für eine professionelle und nachhaltige Vermögensverwaltung zu erarbeiten, um sowohl den Stiftungszweck zu erfüllen als auch den realen Erhalt des Stiftungsvermögens zu sichern.

  • Historische und rechtliche Grundlagen des deutschen Stiftungswesens
  • Strukturanalyse des deutschen Stiftungsmarktes
  • Theoretische Grundlagen und rechtliche Beschränkungen der Vermögensverwaltung
  • Anlagemöglichkeiten für Stiftungen von traditionellen bis hin zu alternativen Assetklassen
  • Empirische Untersuchung des Anlageverhaltens deutscher Stiftungen in der Praxis

Auszug aus dem Buch

3.1 Überblick

Stiftungen stehen bei der Verwaltung ihres Vermögens den gleichen grundsätzlichen Problemen gegenüber wie jeder andere Anleger. Das klassische magische Dreieck der Kapitalanlage – Rendite, Risiko, Liquidität – gilt im Grundsatz also auch für die Anlage von Stiftungsgeldern. Das Ziel Liquidität, also das Vermögen jederzeit zu marktgerechten Preisen zu veräußern, spielt dabei aber für die Anlage der Stiftungsgelder eine untergeordnete Rolle. So lässt sich für die Kapitalanlage gemeinnütziger Stiftungen ein modifiziertes eigenes „magisches Dreieck“ (vgl. Abb. 6), das die Grenzen skizziert, innerhalb derer sich die Verantwortlichen für die Vermögensverwaltung bewegen, ableiten. Dieses Dreieck wird gebildet durch die Erfordernis hohe laufende Erträge (entspr. Rendite) zu erzielen, das Postulat der Ewigkeit des Stiftungsvermögens (entspr. Sicherheit) sowie durch das Ziel den Status der Gemeinnützigkeit und die damit verbundenen steuerlichen Vergünstigungen zu erhalten (ersetzt die Liquidität) indem regelmäßige Ausschüttungen zur Erfüllung des Stiftungszweckes generiert werden.

Die Vermögensverwaltung von Stiftungen stellt also eine komplexe Aufgabe dar. Hohe laufende Erträge und Risikooptimierung können nur durch sorgfältige Auswahl und Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlagen erzielt werden. Fehlentscheidungen wirken sich direkt auf die Stiftungsarbeit aus, können diese einschränken und im Extremfall sogar die Existenz der ganzen Stiftung bedrohen. Der Vorstand einer Stiftung muss der Vermögensanlage also besonderes Augenmerk schenken, um dieser Aufgabe gerecht zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Stiftungswesens in Deutschland ein, thematisiert den aktuellen Gründungsboom und definiert das Spannungsfeld zwischen Ertragserzielung und Vermögenserhaltung als zentrale Herausforderung des Vermögensmanagements.

2. Das deutsche Stiftungswesen: Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über Historie, Stiftungsrecht, verschiedene Stiftungsarten und analysiert den aktuellen Stiftungsmarkt in Deutschland sowie einen internationalen Vergleich.

3. Vermögensverwaltung: Dieser Abschnitt behandelt aus theoretischer Sicht die Gestaltung eines professionellen Investmentprozesses, beleuchtet rechtliche Rahmenbedingungen und analysiert diverse Assetklassen sowie Investmentfonds auf ihre Eignung für Stiftungsportfolios.

4. Das Anlageverhalten in der Praxis: Hier werden empirische Stiftungsstudien ausgewertet, um das tatsächliche Anlageverhalten deutscher Stiftungen zu beschreiben, ergänzt durch Praxisbeispiele wie die VolkswagenStiftung und einen Exkurs zur Yale-Stiftung.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet das Risikobewusstsein und den Beratungsbedarf deutscher Stiftungen und benennt Reformbedarf im deutschen Stiftungsrecht sowie offene Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Stiftungen, Vermögensverwaltung, Stiftungsrecht, Kapitalanlage, Asset Allokation, Stiftungskapital, Rendite, Risiko, Investmentfonds, Gemeinnützigkeit, Vermögenserhaltung, Portfolio, Spezialfonds, Anlagestrategie, Finanzmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das deutsche Stiftungswesen und konzentriert sich intensiv auf die Strategien und Probleme beim Management des Stiftungsvermögens, um sowohl den Stiftungszweck zu erfüllen als auch das Kapital langfristig zu sichern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Feldern zählen die rechtlichen Grundlagen von Stiftungen, die verschiedenen Arten des Stiftungssektors, die theoretischen Anforderungen an einen Investmentprozess sowie die praktische Ausgestaltung der Vermögensanlage in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Stiftungen trotz eines schwierigen Zinsumfeldes eine professionelle Vermögensverwaltung etablieren können, um den Spagat zwischen notwendigen Ausschüttungen und dem realen Werterhalt des Vermögens zu meistern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, der Auswertung empirischer Stiftungsstudien und dem Vergleich mit internationalen Modellen (Exkurs USA) zur Ableitung von Handlungsempfehlungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Vermögensverwaltung, die Analyse rechtlicher Beschränkungen, die Untersuchung verschiedener Anlagemöglichkeiten (Assetklassen, Fonds, Zertifikate) sowie die empirische Bestandsaufnahme des tatsächlichen Anlageverhaltens deutscher Stiftungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stiftungsmanagement, Kapitalerhalt, Asset-Allokation, Diversifikation, Renditeerzielung und Stiftungsaufsicht charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Stiftungsaufsicht?

Die Stiftungsaufsicht fungiert als Rechtsaufsicht, die sicherstellen soll, dass die Organe einer Stiftung im Einklang mit Gesetz und Satzung handeln, insbesondere im Hinblick auf den Erhalt des Grundstockvermögens.

Wie unterscheidet sich die Yale-Stiftung von deutschen Stiftungen?

Die Yale-Stiftung diversifiziert ihr Portfolio stark über alternative Anlagen (Private Equity, Hedgefonds, Real Assets), während deutsche Stiftungen traditionell sehr rentenlastig investieren und alternative Instrumente oft unterrepräsentieren.

Welche Bedeutung haben Spezialfonds für Stiftungen?

Spezialfonds ermöglichen Stiftungen eine maßgeschneiderte Anlagestrategie und Mitspracherechte, sind jedoch aufgrund von Fixkosten erst ab einem gewissen Mindestvolumen sinnvoll, was sie für viele kleine Stiftungen unattraktiv macht.

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Details

Title
Vermögensmanagement von Stiftungen in Deutschland
College
University of Potsdam
Grade
2,3
Author
Dipl. Kfm. Nick Dimler (Author)
Publication Year
2006
Pages
98
Catalog Number
V76688
ISBN (eBook)
9783638735940
ISBN (Book)
9783638736145
Language
German
Tags
Vermögensmanagement Stiftungen Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Kfm. Nick Dimler (Author), 2006, Vermögensmanagement von Stiftungen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76688
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