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Familienarmut in Deutschland

Title: Familienarmut in Deutschland

Term Paper , 2007 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Juliane Riemann (Author)

Social Work
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Armut in Deutschland ist keine neue Thematik. Schon immer musste sich die Gesellschaft mit den unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen von Armut beschäftigen. Während jedoch in den zurückliegenden Jahrzehnten Armut eher den Obdachlosen, alkoholkranken Menschen oder älteren verwitweten Frauen zugeschrieben wurde, rückt heute eine neue Zielgruppe in den Mittelpunkt der aktuellen Armutsdiskussionen in Deutschland: Familien und damit Kinder. Eigentlich scheint es, müsste gerade Kinderarmut in unserer Wohlfahrtsgesellschaft gar nicht möglich sein, denkt man doch im ersten Moment an ausgemergelte Kinder mit großen traurigen Augen aus Dritte Welt Ländern. In Deutschland verhungert oder verdurstet kein Kind aus Armut, hier zeigt sich Armut in anderen Facetten. Zwar ist ein physisches Existenzminimum zu jeder Zeit gesichert, jedoch gibt es Armut. Familien und Kinder die in Deutschland in Armut leben haben andere Sorgen als die pure Angst nicht zu überleben. Sie sehen sich in einem ständigen Kampf um Anerkennung, um gleiche Chancen in ihrer Lebensgestaltung, um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie spüren jeden Tag, dass sie nicht dazugehören, ausgegrenzt sind, wird ihnen doch tagtäglich auf brutalste Weise vor Augen gehalten wird, dass sie an unserer Konsumgesellschaft nicht teilhaben können. Leider kann im Rahmen dieser Arbeit nicht näher auf die Folgen von Armut, gerade für Kinder eingegangen werden, jedoch möchte ich kurz erwähnen, dass ein bloßes Überleben in unsere Gesellschaft noch lange kein zufrieden stellendes Leben ermöglicht.
In den folgenden Ausführungen werde ich kurz die verschiedensten Ansätze und Betrachtungsweisen der Armutsdefinitionen erläutern. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Lebenslagen von Familien in Deutschland, dass bedeutet welche Familienformen vorherrschen, wo Kinder hauptsächlich aufwachsen, über welches Einkommen Familien verfügen und welche Familien besonders von Armut betroffen sind.
Anschließend wird es mir um den Zusammenhang zwischen Armut und Sozialhilfe gehen. Hier werde ich mich neben Zahlen- und Datenmaterial auch mit Alternativen zum jetzigen diskriminierenden Sozialhilfebezug bzw. Hartz IV Bezug auseinandersetzen.
Der folgende große Abschnitt untersucht die Maßnahmen die im Rahmen der Politik möglich sind um Armut in Familien bekämpfen zu können. Hier kann ich aufgrund der Komplexität dieses Themas nicht auf alle Möglichkeiten und Ideen eingehen; lediglich die wichtigsten werden von mir erläutert. Vor allem die Reformierung des Familienleistungsausgleichs, den Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und einer familienfreundlichen Unternehmensführung werden von mir beleuchtet.
Der letzte Teil meiner Arbeit beschäftigt sich mit dem Handlungsauftrag der sozialen Arbeit im Kontext von Armut. Hier wird es vor allem um eine grundsätzliche Diskussion gehen, in welcher Weise soziale Arbeit intervenieren kann.



Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definitionen von Armut

2. Lebenslagen von Familien und Kindern

3.1. Familienformen

2.2. Einkommen in Familienhaushalten

2.3. Armutsrisiko in Familien mit Kindern

2.4. Zusammenfassung

3. Sozialhilfe und Armut

4. Maßnahmen zur Bekämpfung von Familien- und Kinderarmut

4.1. Der Familienleistungsausgleich und seine Alternativen

4.2. Der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze

4.3. Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und einer familienfreundlichen Unternehmensführung

4.4. Zusammenfassung: Möglichkeiten einer Armutspolitik

5. Der Handlungsauftrag der sozialen Arbeit

6. Abschließende Betrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Familien- und Kinderarmut in Deutschland, analysiert deren Ursachen im Kontext veränderter Lebensformen sowie Erwerbsbiografien und diskutiert politische Lösungsansätze sowie den spezifischen Handlungsauftrag für die soziale Arbeit.

  • Definition von Armut und Lebenslagenkonzepte
  • Armutsrisiken nach Familientypen und Einkommenssituationen
  • Staatliche Transferleistungen und Reformbedarf
  • Ausbau der Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Rolle der sozialen Arbeit bei der Armutsbekämpfung

Auszug aus dem Buch

1. Definitionen von Armut

Weder in der politischen noch in der methodischen Diskussion herrscht Einvernehmen über den Begriff Armut.

Hauser formuliert es folgendermaßen: „Auf die Frage, was Armut ist oder wer arm ist, gibt es überhaupt keine objektive, wissenschaftlich beweisbare Antwort. Man kann daher nur die in der sozialwissenschaftlichen Literatur, in der Politik oder in der Gesellschaft vertretenen Auffassungen herausarbeiten; anschließend muss man eine Wertentscheidung treffen, um das Berichtsobjekt abgrenzen und entsprechende Informationen zusammenstellen zu können.“ (Hauser 1997, S.19 f. zit.nach Mingot/Neumann 2003, S.13)

Sozialgeschichtlich betrachtet unterlag der Begriff „Armut“ einem ständigen Wandel. Die Definitionen hängen vom jeweiligen Wohlstandsniveau, von der Produktivkraftentwicklung, den Besitz-, Einkommens- und Vermögensverhältnissen und den Normen, Werten und Traditionen der jeweiligen Gesellschaft ab. (vgl. Butterwegge 2000, S.22)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Familien- und Kinderarmut ein und skizziert die verschiedenen Abschnitte der Untersuchung.

1. Definitionen von Armut: Dieses Kapitel erläutert verschiedene wissenschaftliche und politische Ansätze zur Definition von Armut, einschließlich Ressourcen- und Lebenslagenkonzepten.

2. Lebenslagen von Familien und Kindern: Hier werden statistische Daten zu Familienformen, Haushaltseinkommen und Armutsrisiken analysiert.

3. Sozialhilfe und Armut: Das Kapitel befasst sich mit der Rolle der Sozialhilfe und diskutiert Probleme wie verdeckte Armut und die Idee eines Grundeinkommens.

4. Maßnahmen zur Bekämpfung von Familien- und Kinderarmut: Es werden politische Strategien wie Familienleistungsausgleich, Kinderbetreuung und Arbeitsmarktpolitik als Instrumente gegen Armut bewertet.

5. Der Handlungsauftrag der sozialen Arbeit: Dieser Abschnitt erörtert die Rolle und Möglichkeiten der sozialen Arbeit bei der Unterstützung von Familien in Armutslagen.

6. Abschließende Betrachtungen: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und resümiert den Handlungsbedarf für Politik und soziale Arbeit.

Schlüsselwörter

Familienarmut, Kinderarmut, Sozialpolitik, Lebenslagenkonzept, Armutsrisiko, Alleinerziehende, Transferleistungen, Kinderbetreuung, Arbeitsmarktpolitik, Grundeinkommen, Soziale Arbeit, Familienleistungsausgleich, Stigmatisierung, Exklusion, Teilhabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Problematik der Armut in Familien mit Kindern in Deutschland, ihren Ursachen und den notwendigen politischen und sozialen Maßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind Armutsdefinitionen, die Lebenslage von Familien, der Einfluss staatlicher Transferleistungen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Rolle der sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Komplexität der Familienarmut darzustellen und aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Armutspolitik und soziale Interventionen Chancengleichheit für Kinder geschaffen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse sowie die Auswertung von vorhandenem Datenmaterial, Statistiken und Armutsberichten, um ihre Thesen zu untermauern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Armut durch veränderte Familienformen und Arbeitsmarktbedingungen sowie politische Interventionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Familienarmut, Kinderarmut, Sozialpolitik, Lebenslagenkonzept und Soziale Arbeit geprägt.

Warum spielt die Kinderbetreuung bei der Armutsbekämpfung eine Rolle?

Sie ermöglicht Eltern, insbesondere Müttern, die Rückkehr in den Beruf, was für die Sicherung des Familieneinkommens und die wirtschaftliche Stabilisierung entscheidend ist.

Wie bewertet die Autorin den Ansatz des "Forderns und Förderns"?

Sie kritisiert diesen Grundsatz, da er Armut als individuelles Versagen deutet und die strukturellen Ursachen sowie die psychosozialen Folgen für Betroffene vernachlässigt.

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Details

Title
Familienarmut in Deutschland
College
University of Applied Sciences Jena
Grade
1,3
Author
Juliane Riemann (Author)
Publication Year
2007
Pages
31
Catalog Number
V76694
ISBN (eBook)
9783638817530
Language
German
Tags
Familienarmut Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Riemann (Author), 2007, Familienarmut in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76694
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