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Der tertiäre Bildungssektor in Frankreich

Titre: Der tertiäre Bildungssektor in Frankreich

Dossier / Travail , 2005 , 35 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Juliane Sikora (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie régionale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ausführliche Analyse der historischen Entwicklung, Standortstrukturen und aktuellen Gegebenheiten der Universitäten, Grandes Ecoles und alternativer Einrichtungen des tertiären Bildungssektors in Frankreich.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Historische Entwicklung des französischen Hochschulwesens

2 Das französische Hochschulsystem – L’enseignement superieur

2.1 Die Verwaltung

2.2 Das Baccalauréat

3 Die Universitäten

3.1 Allgemeines

3.2 Bewerbung und Aufnahmeverfahren

3.3 Das Studium

3.3.1 Studienjahr

4 Die Grandes écoles

4.1 Allgemeines

4.2 Bewerbung und Aufnahmeverfahren

4.3 Das Studium

5 Alternativen zur Universität: IUT, IUP und STS

5.1 Allgemeines

5.2 Bewerbung und Aufnahmeverfahren

5.3 Das Studium

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur, Entwicklung und Besonderheiten des tertiären Bildungssektors in Frankreich. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der verschiedenen Institutionstypen, deren Aufnahmeverfahren und Studienbedingungen sowie den historischen Einflüssen, die das heutige System maßgeblich prägen.

  • Historische Herleitung des französischen Bildungswesens und dessen Traditionsorientierung
  • Struktur und Funktionsweise der staatlichen Universitäten
  • Die elitäre Rolle und Bedeutung der Grandes écoles
  • Alternativen zum Universitätsstudium (IUT, IUP, STS)
  • Herausforderungen durch Studierendenzahlen und Reformbedarf

Auszug aus dem Buch

3.1 Allgemeines

Insgesamt gibt es in Frankreich 81 Universitäten. Diese sind genauso wie in Deutschland in Fakultäten, die facultés beziehungsweise facs und UFRs aufgeteilt. Das Akronym UFR steht für une unité de formation et de recherche, was dem deutschen Fachbereich entspricht (vgl. Kollmann, 1998, S.27).

Das Konzept der deutschen ‚Universität’ darf nicht mit dem der ‚université’ verwechselt werden. Man sollte vielmehr von einer Hochschule sprechen, da viele staatliche Universitäten in Frankreich in der Regel nur über zwei bis drei Fakultäten verfügen. Zum einen die faculté des sciences et technologies, welche die Natur- und Ingenieurwissenschaften, die Human- und Zahnmedizin, die Sportwissenschaften und Pharmazie beinhaltet. Zum anderen die faculté des lettres, arts et sciences humaines, an der Geistes- und Sozialwissenschaften gelehrt werden. An der dritten Fakultät, der faculté de droit, sciences politiques, économie et administration können Wirtschafts-, Rechts-, Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert werden (www.frankreich-info.de, 2005b: Online im Internet). Um jedoch eine klare Abgrenzung des Begriffs zu weiteren Alternativen des tertiären Bildungssektors zu gewährleisten und unter Berücksichtigung des oben genannten Bedeutungsunterschiedes, wird in dieser Ausarbeitung dennoch die Bezeichnung Universität verwendet werden.

In Ergänzung zu den Universitäten gibt es nicht-staatliche Fakultäten, an denen profane Disziplinen wie beispielsweise Ökonomie, Recht, Politologie, französische Sprache und Literatur, sowie Philosophie gelehrt werden. Studenten der katholischen Theologie werden ebenfalls an diesen Institutionen ausgebildet, zu denen beispielsweise die instituts catholiques gehören (vgl. Passet, 2003, S.216).

Studenten, die eine Ausbildung als Lehrer anstreben, besuchen nach Abschluss des Hauptstudiums eines von 28 instituts universitaires de formation des maîtres, kurz IUFMs. Es handelt sich hierbei um spezielle Einrichtungen der universitären Ausbildung. Sie wurden 1991 gegründet und vermitteln sowohl didaktische als auch fachliche Inhalte der Lehrerausbildung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Historische Entwicklung des französischen Hochschulwesens: Das Kapitel beleuchtet historische Kontroversen und Einflüsse, insbesondere das jesuitische Bildungsprinzip und die Auswirkungen der Französischen Revolution, die das Bildungswesen nachhaltig prägten.

2 Das französische Hochschulsystem – L’enseignement superieur: Hier wird die zentralistische Verwaltungsstruktur erläutert sowie die Rolle des Baccalauréat als entscheidende Zulassungsvoraussetzung für die Hochschulbildung dargestellt.

3 Die Universitäten: Dieses Kapitel analysiert das universitäre System, die fachliche Gliederung, das Aufnahmeverfahren und die spezifischen Herausforderungen wie Überfüllung und pädagogische Führung.

4 Die Grandes écoles: Der Fokus liegt auf der besonderen Bedeutung der Elitehochschulen, deren elitäre Prägung, die enge Verknüpfung mit Staat und Wirtschaft sowie deren selektive Aufnahmeverfahren.

5 Alternativen zur Universität: IUT, IUP und STS: Dieses Kapitel beschreibt berufsorientierte Bildungseinrichtungen als alternative Ausbildungswege mit starkem Praxisbezug und deren Stellung im Bildungssektor.

6 Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die Entwicklung der Studierendenzahlen und den dringenden Bedarf an einer qualitativen bildungspolitischen Reform sowie die Förderung der Durchlässigkeit des Systems.

Schlüsselwörter

Frankreich, Hochschulwesen, Universität, Grandes écoles, Baccalauréat, Bildungssystem, Reform, Elitehochschulen, IUT, Praxisorientierung, Studienbedingungen, Zentralismus, Tertitärer Bildungssektor, Studierendenzahlen, Humankapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Struktur und Funktionsweise des tertiären Bildungssektors in Frankreich unter Berücksichtigung historischer und aktueller Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das französische Universitätswesen, das System der Grandes écoles, berufsorientierte Alternativen wie IUTs und STS sowie die historischen Einflüsse auf die heutige Bildungslandschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für das französische Hochschulsystem zu vermitteln, dessen Besonderheiten im Vergleich zu anderen Systemen aufzuzeigen und die Herausforderungen sowie den Reformbedarf zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken, um die institutionelle Struktur des französischen Hochschulwesens darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Universitätswesens, der Elitehochschulen und der verschiedenen berufsbildenden Alternativen, inklusive deren Verwaltung, Zulassung und Studienaufbau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie französisches Hochschulwesen, Grandes écoles, Universität, Baccalauréat, Praxisorientierung und Bildungsreform charakterisieren.

Warum gibt es in Frankreich eine so starke Unterscheidung zwischen Universitäten und Grandes écoles?

Historisch gesehen konnten die traditionellen Universitäten den Bedarf an spezialisierten Fachkräften nicht abdecken, was zur Gründung der Grandes écoles führte, die heute als elitär geprägte Kaderschmieden für Führungspositionen fungieren.

Was versteht man unter dem französischen Selektionsprinzip "sur classement"?

Es handelt sich dabei um ein indirektes Zulassungsbeschränkungsverfahren (Numerus Clausus), bei dem nur eine begrenzte Anzahl von Studierenden nach Prüfungen (z.B. in der Medizin) zugelassen wird.

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Résumé des informations

Titre
Der tertiäre Bildungssektor in Frankreich
Université
University of Regensburg  (Wirtschaftsgeographie)
Cours
Hauptseminar Frankreich
Note
1,5
Auteur
Juliane Sikora (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
35
N° de catalogue
V76712
ISBN (ebook)
9783638821971
ISBN (Livre)
9783640862870
Langue
allemand
mots-clé
Bildungssektor Frankreich Hauptseminar Frankreich
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Citation du texte
Juliane Sikora (Auteur), 2005, Der tertiäre Bildungssektor in Frankreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76712
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Extrait de  35  pages
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