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Grundbegriffe der Etymologie: Bedeutungsverengung, -erweiterung, -verschlechterung, -verbesserung und Volksetymologie

Title: Grundbegriffe der Etymologie: Bedeutungsverengung, -erweiterung, -verschlechterung, -verbesserung und Volksetymologie

Term Paper , 2002 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Eva Fernández Ammann (Author)

Romance Studies - Interdisciplinary
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Definition und Erklärung der etymologischen Grundbegriffe Bedeutungsverengung, Bedeutungserweiterung, Bedeutungsverschlechterung, Bedeutungsverbesserung und Volksetymologie.

Unter Bedeutungsverengung versteht man im Allgemeinen die durch psychische Prozesse bedingte Einschränkung eines Wortes in seinem Gebrauch und Bedeutungsumfang. Dies ergibt sich aus dem Wunsch eines Sprechers, sich möglichst präzise auszudrücken, wenn er von seiner Sprache als Mittel der Kommunikation und Verständigung Gebrauch macht. Um Unklarheiten bei der Benutzung von Begriffen vagen Inhalts oder solcher, über deren Bedeutung unterschiedliche Meinungen existieren, zu vermeiden, bedient er sich beispielsweise lateinischer Lehn- oder Fremdwörter, welche meist spezieller sind als die entsprechenden Erbwörter. Da das Lehnwort einen Teil der Bedeutung des Erbwortes übernimmt, wird das Erbwort in seinem Begriffskern eingeschränkt und auf diese Weise präzisiert. Auch rufen Lehnwörter andere Assoziationen hervor als Erbwörter.

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Inhaltsverzeichnis

1 Bedeutungsverengung

2 Bedeutungserweiterung

3 Bedeutungsverschlechterung

4 Bedeutungsverbesserung

5 Volksetymologie

6 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht zentrale Phänomene des etymologischen Bedeutungswandels und analysiert die psychologischen sowie sozialen Prozesse, die zur Veränderung von Wortbedeutungen im Französischen führen.

  • Mechanismen der Bedeutungsverengung durch psychische und soziale Prozesse
  • Ursachen und Beispiele für Bedeutungserweiterungen
  • Die Entwicklung von Wörtern im Kontext der Bedeutungsverschlechterung
  • Prozesse der Bedeutungsverbesserung und der Einfluss von Euphemismen
  • Die Rolle der Volksetymologie bei der Umdeutung von Fremdwörtern

Auszug aus dem Buch

1 Bedeutungsverengung

Unter Bedeutungsverengung versteht man im Allgemeinen die durch psychische Prozesse bedingte Einschränkung eines Wortes in seinem Gebrauch und Bedeutungsumfang. Dies ergibt sich aus dem Wunsch eines Sprechers, sich möglichst präzise auszudrücken, wenn er von seiner Sprache als Mittel der Kommunikation und Verständigung Gebrauch macht. Um Unklarheiten bei der Benutzung von Begriffen vagen Inhalts oder solcher, über deren Bedeutung unterschiedliche Meinungen existieren, zu vermeiden, bedient er sich beispielsweise lateinischer Lehn- oder Fremdwörter, welche meist spezieller sind als die entsprechenden Erbwörter.

Da das Lehnwort einen Teil der Bedeutung des Erbwortes übernimmt, wird das Erbwort in seinem Begriffskern eingeschränkt und auf diese Weise präzisiert. Auch rufen Lehnwörter andere Assoziationen hervor als Erbwörter. In der französischen Sprache haben die Wörter frêle und fragile beide die eigentliche Bedeutung von lat. FRAGILIS „zerbrechlich“. Dennoch sind sie in ihrer Bedeutung zu unterscheiden zwischen fragile als „zerbrechlich“ im Sinne von „leicht zu zerstören“ und frêle als zerbrechlich im Sinne von „verwundbar, wenig widerstandsfähig“. Frêle hat dabei einen eher subjektiven Nebensinn mit gefühlsmäßig assoziativem Hintergrund, während fragile objektiv zu verstehen ist (vgl. Gamillscheg 1951: 168f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Bedeutungsverengung: Erläutert die Einschränkung des Wortgebrauchs durch psychische Prozesse und das Streben nach präziserer Kommunikation.

2 Bedeutungserweiterung: Behandelt die Generalisierung von Bedeutungen sowie die Übernahme von Inhalten aus doppeldeutigen Fremdwörtern.

3 Bedeutungsverschlechterung: Beschreibt, wie Wörter durch soziale Assoziationen oder Vorurteile negativ konnotiert werden.

4 Bedeutungsverbesserung: Analysiert den Prozess, durch den Begriffe eine positivere Bedeutung gewinnen, etwa durch Euphemismen.

5 Volksetymologie: Untersucht, wie Begriffe durch fehlerhafte Assoziationen oder klangliche Ähnlichkeiten volksetymologisch umgedeutet werden.

6 Bibliographie: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Etymologie, Bedeutungsverengung, Bedeutungserweiterung, Bedeutungsverschlechterung, Bedeutungsverbesserung, Volksetymologie, Bedeutungswandel, Sprachwissenschaft, Französische Philologie, Semantik, Lehnwort, Erbwort, Sprachpsychologie, Euphemismus, Sprachwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht grundlegende Begriffe und Mechanismen der etymologischen Bedeutungswandlung innerhalb der französischen Sprache.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Prozessen der Bedeutungsverengung, -erweiterung, -verschlechterung, -verbesserung sowie der Volksetymologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ursachen für Bedeutungswandel aufzuzeigen, wie etwa psychologische Faktoren, soziale Gruppenabgrenzung oder den Einfluss von Euphemismen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philologischen Analyse etymologischer Beispiele unter Einbeziehung linguistischer Standardwerke.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf thematische Kapitel, die systematisch die verschiedenen Arten des Bedeutungswandels anhand französischer Wortbeispiele darlegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Semantik, Bedeutungswandel, Etymologie und die verschiedenen genannten Prozesse der Bedeutungsmodifikation.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von rein lexikalischen Sammlungen?

Die Arbeit liefert keine bloße Liste von Begriffen, sondern erklärt die theoretischen und psychologischen Hintergründe der zugrundeliegenden Sprachveränderungen.

Wie beeinflussen Vorurteile die Bedeutungsverschlechterung?

Wie im Text anhand des Beispiels "teutonique" erläutert, können negative Zuschreibungen gegenüber fremden Völkergruppen dazu führen, dass neutrale Begriffe eine mit Klischees behaftete, negative Bedeutung annehmen.

Was versteht man unter dem Prozess der Volksetymologie?

Dabei werden Wörter aufgrund mangelnden Verständnisses für ihre Herkunft oder durch klangliche Ähnlichkeiten falsch interpretiert und semantisch umgedeutet, wie am Beispiel von "choucroute".

Warum ist das Beispiel "fragile" und "frêle" relevant?

Es demonstriert, wie die Koexistenz von Erbwörtern und Lehnwörtern zu einer funktionalen Differenzierung und damit zur Bedeutungsverengung des jeweiligen Einzelwortes führen kann.

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Details

Title
Grundbegriffe der Etymologie: Bedeutungsverengung, -erweiterung, -verschlechterung, -verbesserung und Volksetymologie
College
University of Mannheim  (Romanisches Seminar)
Course
Proseminar
Grade
1,0
Author
Eva Fernández Ammann (Author)
Publication Year
2002
Pages
13
Catalog Number
V76746
ISBN (eBook)
9783638822008
Language
German
Tags
Grundbegriffe Etymologie Bedeutungsverengung Volksetymologie Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Fernández Ammann (Author), 2002, Grundbegriffe der Etymologie: Bedeutungsverengung, -erweiterung, -verschlechterung, -verbesserung und Volksetymologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76746
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