Im Folgenden wird der Autor sich mit der Frage beschäftigen, ob westliche und asiatische Führungs-, Produktions- und Qualitätsphilosophien als Konvergenzen oder als Gegensätze aufzufassen sind.
Dazu wird er eine kurze Eingrenzung der Begriffe "westlich" bzw. "asiatisch" vornehmen, um anschließend - ausgehend von Hofstede's fünf Dimensionen - die jeweiligen Einflussfaktoren, insbesondere die kulturellen, zu skizzieren.
Im Anschluss daran wird er je ein Kapitel der jeweiligen Philosophie widmen, hierbei je westliche und asiatische Philosophien kurz darstellen, um im Anschluss ein kurzes Fazit zu ziehen. Wo es möglich ist, wird er der Anschaulichkeit und des Verständnisses wegen Beispiele verwenden.
Nach einem Fazit, das die drei Teilfazite zusammenfasst, wird er mit einem Ausblick schließen.
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung
II Eingrenzung und Einflussfaktoren
III Führungsphilosophien
IV Produktionsphilosophien
V Qualitätsphilosophien
VI Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick
VII Appendix – Charts, Tabellen und Beispiele
VIII Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob westliche und asiatische Ansätze in den Bereichen Führung, Produktion und Qualität als Konvergenzen oder Gegensätze zu interpretieren sind, wobei kulturelle Einflüsse als zentrale Erklärungsfaktoren dienen.
- Kulturelle Einflussfaktoren (Hofstede-Dimensionen, Konfuzianismus, Religion)
- Vergleich von Führungsstilen und Unternehmenskulturen
- Produktionssysteme (Fordismus vs. Lean Production, JIT, Kaizen)
- Qualitätsmanagement (TQM, EFQM, Qualitätszirkel)
- Diskussion der Übertragbarkeit von Management-Philosophien
Auszug aus dem Buch
Unternehmenskultur (Corporate Culture)
Unabhängig von den verschiedenen Führungskonzepten bildet sich in jedem Unternehmen eine Unternehmenskultur, die letztlich über den unternehmerischen Erfolg entscheidet. Perlitz definiert diese als „ein System von Wertvorstellungen, Verhaltensnormen und Denkhaltungen, welche das Verhalten der Mitarbeiter auf allen Stufen einer Unternehmung prägt,“ während Heinen sie vereinfacht als „Werte- und Normengefüge der Zweckgemeinschaft Unternehmen“ beschreibt. Weiter gefasst gehören hierzu innerbetriebliches Klima, Verständnis und Zusammenspiel der Mitarbeiter untereinander sowie Vertrauen in das Management.
Unternehmenskulturen sind - abhängig von nationaler Kultur, Technologien, und Märkten - verschieden ausgeprägt. Trompenaars hat in diesem Zusammenhang vier Typen identifiziert, die die heutige Literatur prägen. Diese werden an Hand der Dimensionen Gleichheit–Hierarchie, sowie Personenorientierung–Aufgabenorientierung definiert: Familie, Eiffelturm, Lenkrakete und Brüter. Diese Typen weisen beträchtliche Unterschiede auf, was die Art des Denkens und Lernens, Veränderungen, Motivation, Entlohnung und Konfliktlösung angeht. Japan lässt sich dem Typ „Familie“ zuordnen, da die Struktur sehr hierarchisch aufgebaut und mit dem Vater-Sohn-Verhältnis vergleichbar ist, insb. das Entlohnungssystem nach dem Senioritätsprinzip und die Beschäftigung auf Lebenszeit, während westliche Arbeitnehmer häufig ihre Arbeitsstelle wechseln. Ähnlich einem fürsorglichen Vater sieht sich der jap. Arbeitgeber – sollte es doch zu einem Kündigungsgrund kommen – nach einer neuen Arbeitsstelle für seinen Mitarbeiter um.
Zusammenfassung der Kapitel
I Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Fragestellung nach der Konvergenz oder Divergenz westlicher und asiatischer Managementphilosophien unter Berücksichtigung kultureller Einflussfaktoren.
II Eingrenzung und Einflussfaktoren: Das Kapitel analysiert kulturelle Determinanten wie die Hofstede-Dimensionen, religiöse Prägungen durch Konfuzianismus und Buddhismus sowie historische Faktoren zur Abgrenzung westlicher und asiatischer Regionen.
III Führungsphilosophien: Hier werden unterschiedliche Führungsansätze, Kommunikationsstile und die Rolle der Unternehmenskultur untersucht, wobei Aspekte wie Entscheidungsfindung und Hierarchien im Fokus stehen.
IV Produktionsphilosophien: Dieses Kapitel vergleicht den Fordismus mit Lean Production und erläutert Instrumente wie Just-in-Time, Kanban, Poka-Yoke sowie die Bedeutung der Fertigungstiefe.
V Qualitätsphilosophien: Der Fokus liegt auf Konzepten der Qualitätssicherung, insbesondere Total Quality Management (TQM), dem EFQM-Modell, Kaizen und Qualitätszirkeln.
VI Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Grad der Konvergenz der untersuchten Philosophien in den Bereichen Führung, Produktion und Qualität.
VII Appendix – Charts, Tabellen und Beispiele: Ergänzende grafische Darstellungen und Praxisbeispiele zu den behandelten Management-Philosophien.
VIII Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen.
Schlüsselwörter
Unternehmenskultur, Führungsphilosophie, Produktionsphilosophie, Qualitätsmanagement, Lean Production, Konvergenz, Hofstede-Dimensionen, Konfuzianismus, Total Quality Management, Kaizen, Just-in-Time, Kanban, Japan, Interkulturelles Management, EFQM.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob westliche und asiatische Philosophien in den Bereichen Führung, Produktion und Qualität eher gegensätzliche Ansätze verfolgen oder ob sie sich im Rahmen der Globalisierung annähern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit gliedert sich in drei Hauptbereiche: Führungsphilosophien inklusive Unternehmenskultur, Produktionsphilosophien wie Lean Production und Qualitätsphilosophien wie TQM.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, kulturelle Unterschiede und deren Einfluss auf Managemententscheidungen aufzuzeigen und zu beurteilen, inwieweit Managementmethoden erfolgreich in andere Kulturräume übertragbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine vergleichende Literaturanalyse, kombiniert mit theoretischen Modellen (z.B. von Hofstede, Trompenaars, Perlmutter) und Praxisbeispielen aus der Wirtschaft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Gegenüberstellung der Management-Ansätze in Führung, Produktion und Qualität unter Einbeziehung spezifischer Werkzeuge wie Kanban, Kaizen und des EFQM-Modells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Unternehmenskultur, Lean Production, Konvergenz, Qualitätsmanagement, interkulturelles Management und die spezifischen nationalen Prägungen (insb. Japan).
Wie spielt das EPRG-Modell in diese Untersuchung hinein?
Das EPRG-Modell von Perlmutter dient dazu, den Grad der Internationalisierung und die damit verbundene Ausrichtung der Führungsphilosophie (ethno-, poly-, regio- oder geozentrisch) zu klassifizieren.
Warum ist das Kanban-Prinzip für die Produktion relevant?
Das Kanban-Prinzip ist als Instrument der Just-in-Time-Produktion relevant, da es die Lagerbestände durch ein „Holprinzip“ minimiert und somit die Flexibilität und Effizienz der Fertigungssteuerung steigert.
Welche Bedeutung hat der Konfuzianismus für das asiatische Management?
Der Konfuzianismus prägt als Verhaltenskodex das asiatische Verständnis von sozialer Ordnung, Hierarchie, lebenslangem Lernen und gruppenorientierter Harmonie, was maßgeblich den Führungsstil beeinflusst.
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- Manuela Schweizer (Author), 2003, Westliche vs. asiatische Führungs-, Produktions- und Qualitätsphilosophien - Konvergenzen oder Gegensätze?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76854