Diese Arbeit befasst sich mit den Ansätzen „Rahmenanlyse politischer Diskurse“ Paolo R. Doantis und „Diskurs als soziologisches Konzept“ Michael Schwab-Trapps. Zu Beginn soll der Begriff des Diskurses eine kurze theoretische Einordnung in die Thematik bieten.
Im dritten Kapitel soll dieser weit gefasste Begriff durch Donatis Begriff des Diskurses konkretisiert werden. In diesem Kapitel wird anschließend auf Akteure und Orte politischer Diskurse bei Donatis eingegangen, um seine Thesen genauer zu beleuchten. Dies wird durch die Darstellung der ‚frames’ und Deutungsrahmen bei Donati und der Metapher bei Donati in den folgenden Unterpunkten vertieft. Schließlich werden diese Annahmen durch die Beschreibung der Konstruktion politischer Wirklichkeit Donatis vervollständigt. Mit einem Zwischenfazit schließt dieses Kapitel ab.
Da die Metapher bei Donatis Rahmenanalyse politischer Diskurse eine zentrale Rolle spielt soll diese im vierten Kapitel näher beleuchtet werden. Es werden sowohl Merkmale, als auch Funktionen dieser Form der Metapher behandelt.
Im fünften Kapitel wird der „Diskurs als soziologisches Konzept“ nach Schwab-Trapp vorgestellt. Dabei werden Orte und Akteure, sowie diskursive Strategien näher beleuchtet.
In einem Fazit soll schließlich die Frage beantwortet werden, inwiefern sich die beiden untersuchten Ansätze widersprechen und unterscheiden oder sogar ergänzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Diskursbegriff
3. Der Begriff politischer Diskurse bei Donati
3.1 Akteure und Orte politischer Diskurse bei Donati
3.2 ‚frames’ und Deutungsrahmen bei Donati
3.3 Die Metapher bei Donati
3.4 Konstruktion politischer Wirklichkeit bei Donati
3.5 Zwischenfazit
4. Der Begriff der „Metapher“ in der Politikwissenschaft
4.1 Charakteristika der politischen Metapher
4.2 Funktionen der politischen Metapher
4.3 Zwischenfazit
5. Diskurs als soziologisches Konzept nach Schwab-Trapp
5.1 Akteure und Orte der Diskursproduktion bei Schwab-Trapp
5.1.1 Diskursive Formationen / Diskursformationen
5.1.2 Diskursfelder / Arenen
5.1.3 Diskursive Gemeinschaften
5.1.4 Diskursive Eliten
5.2 „Diskursive Strategien“ nach Schwab-Trapp
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Ansätze von Paolo R. Donati („Rahmenanalyse politischer Diskurse“) und Michael Schwab-Trapp („Diskurs als soziologisches Konzept“), um deren komplementäre Potenziale für die Analyse politischer Ideologien und sprachlicher Wirklichkeitskonstruktionen aufzuzeigen.
- Vergleichende Analyse diskursanalytischer Ansätze
- Bedeutung von „frames“ und kulturellen Deutungsmustern
- Die Rolle der Metapher bei der Konstruktion politischer Realität
- Strukturen der Diskursproduktion (Akteure, Felder, Gemeinschaften)
- Verzahnung von diskursexternen Kontexten und diskursinternen Strategien
Auszug aus dem Buch
3.1 Akteure und Orte politischer Diskurse bei Donati
Da es die Deutungsrahmen sind, die die Wahrnehmung politischer Wirklichkeit formen, liegt das Interesse der Rahmenanalyse politischer Diskurse „in der Art und Weise, wie die politische Realität durch Diskurse `definiert’ (framed) wird, in diesem Sinne auch, wie soziale Akteure sie verstehen.“
Nachdem die Wahrnehmung und Definition der Realität durch die kulturelle Prägung der Akteure vorstrukturiert ist, können verschiedene Deutungen, also auch verschiedene ‚frames’, eines „ideellen Konstrukte[s]“ in Frage kommen. Die „Rekonstruktion von Deutungsrahmen“, der an den Diskursen beteiligten Akteuren, ist somit die Hauptaufgabe der Rahmenanalyse politischer Diskurse.
Es besteht also ein soziales oder politisches Problem, gleichbedeutend mit einem Thema, das als Objekt von Diskursen umgeben ist. Somit wird von den Akteuren „nicht das Problem selbst, sondern in der Regel ein ‚Objekt’, um das herum ein themenbezogener Diskurs entsteht“ definiert. Bei der Auseinandersetzung mit einem Diskurs, stehen also mehrere ‚Objekte’ nebeneinander und zum Teil in Konkurrenz zueinander.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Ansätze von Donati und Schwab-Trapp ein und skizziert das methodische Ziel der Arbeit, diese miteinander in Bezug zu setzen.
2. Der Diskursbegriff: Dieses Kapitel verortet den Diskursbegriff theoretisch und differenziert zwischen verschiedenen politikwissenschaftlichen Diskursverständnissen.
3. Der Begriff politischer Diskurse bei Donati: Hier werden die Grundlagen von Donatis Rahmenanalyse dargelegt, insbesondere das Zusammenspiel von Kultur, Metaphern und der Konstruktion politischer Realität.
4. Der Begriff der „Metapher“ in der Politikwissenschaft: Dieses Kapitel vertieft die Merkmale und Funktionen der Metapher als zentrales, sinnstiftendes Element politischer Kommunikation.
5. Diskurs als soziologisches Konzept nach Schwab-Trapp: Hier wird Schwab-Trapps Ansatz vorgestellt, wobei der Fokus auf den diskursinternen Organisationsstrukturen und -strategien liegt.
6. Fazit: Das Fazit führt die Analysen zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Ansätze von Donati und Schwab-Trapp gegenseitig ergänzen.
Schlüsselwörter
Diskursanalyse, Rahmenanalyse, Metapher, politische Ideologie, Wirklichkeitskonstruktion, Deutungsrahmen, soziale Akteure, Diskursfelder, Diskursgemeinschaften, soziokultureller Kontext, Sprachkultur, politische Kommunikation, Wissenssysteme, Deutungsangebote, Argumentationsstruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit vergleicht zwei zentrale diskursanalytische Ansätze – die Rahmenanalyse von Paolo R. Donati und das soziologische Konzept von Michael Schwab-Trapp – um ihr Potenzial für die Analyse politischer Diskurse auszuloten.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Konstruktion von Wirklichkeit durch Sprache, die Rolle kultureller Deutungsmuster (‚frames‘) sowie die Bedeutung von Metaphern in politischen Auseinandersetzungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Das Ziel ist es zu prüfen, inwiefern sich die Ansätze von Donati und Schwab-Trapp widersprechen, unterscheiden oder ob sie sich zu einem präziseren Analyseraster ergänzen lassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit nutzt eine komparative theoretische Analyse der Ansätze von Donati und Schwab-Trapp, um deren Konzepte auf ihre Anwendbarkeit für die Untersuchung diskursiver Strukturen zu prüfen.
Was wird in dem ausführlichen Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der „Rahmenanalyse“ bei Donati, die Analyse der politischen Metapher sowie die Vorstellung der soziologischen Kategorien nach Schwab-Trapp wie Diskursfelder und -gemeinschaften.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Diskursanalyse, Rahmenanalyse (‚frames‘), Metapherngebrauch, soziokultureller Kontext und die Konstruktion politischer Realität.
Wie unterscheidet sich die Rolle der Akteure bei Donati von der bei Schwab-Trapp?
Donati betrachtet Akteure primär als Stimmen, die Texte produzieren, während Schwab-Trapp politische Akteure in einem differenzierteren Gefüge aus Eliten, diskursiven Gemeinschaften und Interessenkonflikten verortet.
Welche besondere Funktion schreibt die Arbeit der „politischen Metapher“ zu?
Die Arbeit identifiziert die Metapher als ein Werkzeug, das komplexe politische Sachverhalte konkretisiert, Einstellungen durch Assoziationen beeinflusst und somit maßgeblich zur Legitimation politischer Ideologien beiträgt.
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- Alice Temberski (Author), 2006, Methoden der Diskursanalyse im Vergleich: Paolo R. Donati, Rahmenanalyse politischer Diskurse und Michael Schwab-Trapp, Diskurs als soziologisches Konzept, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76891