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Internetbasierte Erlösmodelle im Web 2.0 und in der New Economy

Eine kritische Analyse

Title: Internetbasierte Erlösmodelle im Web 2.0 und in der New Economy

Diploma Thesis , 2007 , 74 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jens Schmiede (Author)

Business economics - General
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Der Begriff „Web 2.0“ ist derzeit in aller Munde und doch gibt es bislang keine allgemeingültige Definition dieses Schlagworts. Eine große Anzahl von Einzelphänomenen wird darunter zusammengefasst, die im Wesentlichen den Internetnutzer als Lieferanten von „Content“, also Inhalten von Webseiten, ins Zentrum des Interesses rücken.

Die Popularität des Begriffs rührt zum Teil auch daher, dass vermutet wird, im Internet könne nun „endlich Geld verdient werden“. Internetbasierte Geschäftsmodelle hatten bereits um das Jahr 2000 herum unter dem Oberbegriff „New Economy“ zu zeitweise euphorischer Stimmung an den Börsen geführt. Von diesen ursprünglichen Modellen konnten allerdings, zumindest der breiten öffentlichen Meinung zufolge, nur wenige nachhaltigen Erfolg beweisen.Viele Firmen, die zur Zeit des Internetbooms gegründet wurden, existieren heute nicht mehr.

Basierend auf den schlechten Erfahrungen mit der New Economy und mit Blick auf die neue Web 2.0-Euphorie, ist nun teilweise schon wieder von einer neuen Spekulationsblase die Rede. Neuerliche Milliardendeals, wie z. B. der Verkauf von YouTube, einer Internetplattform zum Austausch von Videofilmen, für 1,65 Mrd. US-Dollar an Google oder die Übernahme des Online-Vermarkters DoubleClick ebenfalls durch Google zum Preis von 3,1 Mrd. US-Dollar, sorgen für Skepsis angesichts einer möglichen Überbewertung der neuen Geschäftsmodelle.

Innerhalb der vorliegenden Arbeit werden in diesem Zusammenhang u.a. folgende Fragestellungen untersucht:
Warum ist ein großer Teil der Unternehmen der New Economy gescheitert? Haben wir es heute mit komplett anderen Erlösmodellen zu tun? Was müssen Web 2.0 Firmen heute tun, um erfolgreich zu sein?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Von der New Economy zu Web 2.0

2.1 Die New Economy im Rückblick

2.2 Der Web 2.0-Ansatz

3 Erlösmodelle im Internet und ihre Erfolgsfaktoren

3.1 Zum Begriff des Erlösmodells

3.1.1 Erlösquelle

3.1.2 Erlösform

3.1.3 Erlösmodell

3.2 Online-Werbung als Erlösmodell

3.2.1 Erlösformen

3.2.2 Erfolgsfaktoren

3.2.3 Beispiele für das Erlösmodell Online-Werbung

3.3 eCommerce als Erlösmodell

3.3.1 Erlösformen

3.3.2 Erfolgsfaktoren

3.3.3 Beispiele

3.4 Paid Content als Erlösmodell

3.4.1 Erlösformen

3.4.2 Erfolgsfaktoren

3.4.3 Beispiele

4 Von Web 1.0 zu Web 2.0: Veränderte Rahmenbedingungen

4.1 Entwicklung der Internetbandbreite

4.2 Entwicklung von Internetnutzerzahlen und -demographie

4.3 Entwicklung von Internetnutzungsanlässen

4.4 Nischenorientierung der Anbieter

4.5 Erhöhte Zahlungsbereitschaft der Internetnutzer

4.6 Neue Zahlungsmethoden für das Internet

5 Vergleich der Erlösmodelle New Economy und Web 2.0

5.1 Einfluss der Rahmenbedingungen auf die Erlösmodelle

5.2 Einfluss der Rahmenbedingungen auf Online-Werbung

5.2.1 Erhöhung der Internetbandbreite

5.2.2 Wachstum der Internetnutzerzahlen

5.2.3 Weiterentwicklung der Internetnutzerdemographie

5.2.4 Erweiterung der Internetnutzungsanlässe

5.2.5 Vermehrte Nischenorientierung

5.3 Einfluss der Rahmenbedingungen auf eCommerce

5.3.1 Erhöhung der Internetbandbreite

5.3.2 Wachstum der Internetnutzerzahlen

5.3.3 Weiterentwicklung der Internetnutzerdemographie

5.3.4 Erweiterung der Internetnutzungsanlässe

5.3.5 Vermehrte Nischenorientierung

5.4 Einfluss der Rahmenbedingungen auf Paid Content

5.4.1 Erhöhung der Internetbandbreite

5.4.2 Wachstum der Internetnutzerzahlen

5.4.3 Weiterentwicklung der Internetnutzerdemographie

5.4.4 Erweiterung der Internetnutzungsanlässe

5.4.5 Vermehrte Nischenorientierung

5.4.6 Erhöhte Zahlungsbereitschaft

5.4.7 Zusätzliche Zahlungsmethoden

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Forschungshypothese, dass Erlösmodelle im Web 2.0 zwar denen der New Economy ähneln, aufgrund veränderter technischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen jedoch heute höhere Erfolgsaussichten aufweisen. Der Fokus liegt dabei explizit auf der Analyse der Umsatzseite internetbasierter Geschäftsmodelle.

  • Analyse und Systematisierung zentraler Erlösmodelle (Online-Werbung, eCommerce, Paid Content)
  • Untersuchung der technologischen und sozio-ökonomischen Entwicklungen seit der New Economy
  • Vergleichende Analyse der Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf den Erfolg der Erlösmodelle
  • Evaluation der Rolle von Web 2.0-Mechanismen (z.B. kollektive Intelligenz, Social Web)
  • Diskussion der Marktfähigkeit virtueller Produkte und neuer Zahlungsmethoden

Auszug aus dem Buch

2.2 Der Web 2.0-Ansatz

Zum Verständnis dessen, was das Phänomen Web 2.0 eigentlich ausmacht und wo einer der grundlegenden Unterschiede zur New Economy liegt, kann der folgende kurze Text aus dem Wirtschaftsmagazin Brand Eins dienen, der pointiert das Verständnis von Geschäftsmodellen bei Anbietern von Web 2.0- Plattformen darstellen soll10.

„Es war einmal ein Junge, der hatte etwas ausgefressen, und als Strafe dafür wies ihm seine Tante eine besonders harte Strafe zu: Samstags, wenn die anderen Jungs im Fluss schwimmen durften, sollte er den riesigen Zaun vor dem Haus seiner Tante Polly streichen. Er hat eben missmutig mit der Arbeit begonnen, als sein Kumpel Ben vorbeikommt. Der verspottet ihn wegen der mühseligen Arbeit. Doch unser Junge ist schlau: „Das macht doch keine Mühe, das ist der reine Spaß! Wann kann man schon mal ganz allein solch einen großen Zaun streichen?!“

Da staunt Ben – denn Spaß will jeder haben. Statt Plackerei die reine Freude? Ben bettelt geradezu, mitmachen zu dürfen. Er zahlt sogar dafür. Einen saftigen Apfel. Und er streicht wie ein Verrückter, während unser Held im Schatten liegt. Nach und nach kommen noch mehr Willige, und sie alle geben einiges dafür, den Zaun Tante Pollys streichen zu dürfen. Abends ist unser Freund reich – seine Taschen sind voller kleiner Schätze.

Mark Twain nannte diesen interessanten Vorgang „Das ruhmreiche Zaunweißen“, ein lehrreiches Stück aus seinem Romanepos „Tom Sawyer“. Das war 1876. Heute ist 2007, und diesen Prozess, an dem sich im Wesentlichen nichts geändert hat, nennt man Web 2.0.“

Geprägt wurde der Begriff Web 2.0 von dem Verleger Tim O’Reilly, einem US Amerikanischen Vordenker von Internettrends, im Jahr 2004 im Rahmen einer Brainstorming-Session11. In seinem Artikel „What is Web 2.0“12 beschreibt O’Reilly die Kernkompetenzen, die eine Firma besitzen muss, um ein Web 2.0-Unternehmen zu sein:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Web 2.0 ein, umreißt die historische New-Economy-Phase und formuliert die zentrale Forschungshypothese zur Erfolgschancen-Analyse der Erlösmodelle.

2 Von der New Economy zu Web 2.0: Das Kapitel definiert die Begriffe New Economy und Web 2.0, arbeitet deren historische Entwicklung auf und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze zur Geschäftsmodellgestaltung.

3 Erlösmodelle im Internet und ihre Erfolgsfaktoren: Hier werden die Erlösquellen (Online-Werbung, eCommerce, Paid Content) und -formen systematisiert, von verwandten Begriffen abgegrenzt und die jeweiligen Erfolgsfaktoren detailliert untersucht.

4 Von Web 1.0 zu Web 2.0: Veränderte Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel analysiert die technologischen und sozio-ökonomischen Veränderungen, wie Bandbreitenzuwachs, demografische Verschiebungen und neue Zahlungsmöglichkeiten, seit dem Jahr 2000.

5 Vergleich der Erlösmodelle New Economy und Web 2.0: Die Arbeit führt hier die Ergebnisse zusammen und bewertet den Einfluss der geänderten Rahmenbedingungen auf die Erfolgschancen der drei untersuchten Erlösmodelle.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Forschungshypothese und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen, insbesondere im Kontext von Medienkonvergenz und einem potenziellen Web 3.0.

Schlüsselwörter

Web 2.0, New Economy, Erlösmodelle, Online-Werbung, eCommerce, Paid Content, Internetökonomie, Rahmenbedingungen, Breitband, Micropayment, Geschäftsmodell, Erfolgsfaktoren, Social Web, Internetnutzer, Zahlungsbereitschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der kritischen Analyse internetbasierter Erlösmodelle im Kontext der New Economy und des modernen Web 2.0.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Systematisierung von Erlösquellen, der Identifikation von Erfolgsfaktoren sowie der Untersuchung veränderter Rahmenbedingungen wie Internetbandbreite, Nutzerdemografie und Zahlungsverfahren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Prüfung der Hypothese, dass die Erlösmodelle im Web 2.0 identisch mit denen der New Economy sind, jedoch durch veränderte Rahmenbedingungen heute bessere Erfolgschancen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Analyse und Literaturarbeit, die theoretische Konzepte mit empirischen Daten (z.B. Marktanteile, Nutzerzahlen) vergleicht und verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Erlösmodellen, die Darstellung der drei Haupterlösquellen, die Analyse veränderter technischer/gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf den Erfolg dieser Modelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Web 2.0, New Economy, Erlösmodelle, Online-Werbung, eCommerce, Paid Content, Internetökonomie und Erfolgsfaktoren sind die zentralen Begriffe.

Wie unterscheiden sich Paid Content-Angebote heute von denen der New Economy-Ära?

Während Paid Content damals an fehlender Bandbreite und einer ausgeprägten "Gratismentalität" scheiterte, ermöglichen heute hohe DSL-Geschwindigkeiten und Mikrozahlungssysteme (wie Click&Buy) eine rentable Auslieferung virtueller Güter.

Welche Bedeutung hat das "Long Tail"-Konzept für die untersuchten Geschäftsmodelle?

Es beschreibt das Potenzial, auch nischenorientierte Produkte rentabel anzubieten, da im Internet die Lager- und Vertriebskosten im Vergleich zum stationären Handel nahezu entfallen.

Welche Rolle spielen soziale Netzwerke bei der Vermarktung von Inhalten?

Plattformen des "Social Web" erleichtern die Verbreitung von Angeboten durch Mundpropaganda (Empfehlungen) und stärken die Nutzerbindung, was den Bekanntheitsgrad als wichtigen Erfolgsfaktor deutlich erhöht.

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Details

Title
Internetbasierte Erlösmodelle im Web 2.0 und in der New Economy
Subtitle
Eine kritische Analyse
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Jens Schmiede (Author)
Publication Year
2007
Pages
74
Catalog Number
V76924
ISBN (eBook)
9783638740692
ISBN (Book)
9783638740906
Language
German
Tags
Internetbasierte Erlösmodelle Economy Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Schmiede (Author), 2007, Internetbasierte Erlösmodelle im Web 2.0 und in der New Economy, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76924
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