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Multimorbidität im Alter

Title: Multimorbidität im Alter

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stephan Zieme (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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In der Zeit des Mittelalters betrug die Lebenserwartung etwa 45 Jahre. Vor allem durch die sich immer weiter entwickelnde Medizin und das Eindämmen von gefährlichen Infektionserkrankungen kann heute mit einer Lebenserwartung von durchschnittlich bis zu 84 Jahren gerechnet werden. Dies sind einige Gründe, warum die Zahl der Hochbetagten bis 2050 von derzeit 3,6 Millionen auf 10 Millionen steigen soll (vgl. Statistisches Bundesamt 2006).
Multimorbidität ist ein typisches Merkmal des Alters. Da es einen Anstieg der Lebenserwartung und folglich der Zahl der Alten geben wird, ist die Zunahme multimorbider Hochbetagter unabwendbar. Doch was genau bedeutet „Multimorbidität“ und welcher Zusammenhang ist mit dem „Alter“ gegeben? Durch das Betrachten der demografischen Entwicklung und durch eine Definition der Begriffe „Multimorbidität“ und „Alter“ werden diese Fragen beantwortet. Außerdem wird ein Vergleich des Begriffes „Multimorbidität“ und des angloamerikanischen Begriffes „frailty“ gezogen. Denn der Begriff „frailty“ ermöglicht die Messung der noch vorhandenen Aktivität und
Vitalität eines alten Menschen. Die geriatrische Rehabilitation ist ein Versuch zur Besserung bzw. Stabilisierung und Vermeidung von Verschlechterung des Krankheitszustandes multimorbider Patienten. Das Wiedererlangen der Aktivitäten des alltäglichen Lebens bzw. das Aufrechterhalten der aktuellen Lebensqualität
steht hier im Vordergrund (vgl. Hager et al. 2002).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Definition Multimorbidität

2.2 Definition Alter

3. Die demografische Entwicklung im Bezug auf den alten Menschen

4. Vergleich des Begriffes „Multimorbidität“ mit dem angloamerikanischen Begriff „frailty“

5. Rehabilitation multimorbider Patienten nach Hager et al.

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Multimorbidität im Kontext des demografischen Wandels und beleuchtet die medizinische sowie psychosoziale Relevanz der geriatrischen Rehabilitation zur Erhaltung der Lebensqualität.

  • Definition und wissenschaftliche Abgrenzung von Multimorbidität
  • Demografische Entwicklung und Prognosen zur Altersstruktur
  • Vergleichende Analyse von „Multimorbidität“ und „frailty“
  • Möglichkeiten und Grenzen der geriatrischen Rehabilitation
  • Ansätze zur Prävention chronischer Erkrankungen im Alter

Auszug aus dem Buch

Vergleich des Begriffes „Multimorbidität“ mit dem angloamerikanischen Begriff „frailty“

Der Begriff „frailty“ wird im Oxford Dictonary als „physical weakness“ bezeichnet (Oxford Dictonary 1993, S. 489). Dementsprechend in das Deutsche übersetzt heißt es soviel wie körperliche Schwäche, Gebrechen oder Gebrechlichkeit. Mehr als 15% der über 65-jährigen werden als „frail“ bzw. gebrechlich bezeichnet.

Powell (1997) führt in einem Artikel im Journal of the Royal Society of Medicine verschiedene Definitionen des Begriffes „frailty“ von verschiedenen Autoren an. So wird zum einem der Begriff „frailty“ als gestörtes Gleichgewicht von Aktivitäten/vorhandenen Fähigkeiten und Defiziten/mangelnde Fähigkeiten definiert. „Brown et al. draw attention to two related meanings of frail. Frail, as a property, denotes someone who is weak, feeble, ailing, sickly, infirm; it implies that the person needs treatment. Frail, as a predicament, indicates that the person is fragile, flimsy, easily broken or destroyed; it implies that the person needs protection” (Powell 1997, S. 23). Demnach werden Menschen als „frail“ bezeichnet, die kränklich, schwach bzw. leicht anfällig sind und somit Behandlung und Schutz bedürfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des steigenden Lebensalters und der damit einhergehenden Zunahme multimorbider Hochbetagter ein und umreißt die Relevanz der geriatrischen Rehabilitation.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel liefert eine präzise wissenschaftliche Definition der Begriffe Multimorbidität und Alter, um eine fundierte Basis für die weiteren Analysen zu schaffen.

3. Die demografische Entwicklung im Bezug auf den alten Menschen: Hier wird der demografische Wandel in Deutschland analysiert, wobei Faktoren wie die steigende Lebenserwartung und deren Auswirkungen auf die Altersstruktur im Fokus stehen.

4. Vergleich des Begriffes „Multimorbidität“ mit dem angloamerikanischen Begriff „frailty“: Dieses Kapitel grenzt den medizinisch-diagnostischen Begriff der Multimorbidität vom psychosozialen Konzept der Frailty ab und erläutert deren Wechselwirkungen.

5. Rehabilitation multimorbider Patienten nach Hager et al.: Die Untersuchung konzentriert sich auf die praktischen Herausforderungen und Ziele geriatrischer Rehabilitationsmaßnahmen bei hochbetagten Patienten.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit interdisziplinärer Ansätze zusammen und betont die Bedeutung von Prävention sowie Rehabilitation zur Sicherung der Lebensqualität im Alter.

Schlüsselwörter

Multimorbidität, Alter, Geriatrie, Rehabilitation, Demografie, Hochbetagte, Frailty, Lebensqualität, Chronische Erkrankungen, Pflege, Prävention, Lebenserwartung, ADL, Medizinische Versorgung, Gesundheitspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderung der Multimorbidität im Kontext einer alternden Bevölkerung.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Im Zentrum stehen die demografische Entwicklung, die begriffliche Abgrenzung von Multimorbidität und Frailty sowie die Möglichkeiten der geriatrischen Rehabilitation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Bedeutung der Multimorbidität für alte Menschen zu klären und aufzuzeigen, wie durch rehabilitative und präventive Ansätze die Lebensqualität erhalten werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle gerontologische und medizinische Studien sowie demografische Daten des Statistischen Bundesamtes auswertet.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine demografische Bestandsaufnahme, einen konzeptionellen Vergleich zwischen Multimorbidität und Frailty sowie eine praxisorientierte Analyse geriatrischer Rehabilitationsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text?

Wichtige Schlagworte sind Multimorbidität, Frailty, Rehabilitation, Geriatrie, demografischer Wandel und Lebensqualität.

Warum reicht die rein medizinische Betrachtung von Multimorbidität laut Autor nicht aus?

Da Multimorbidität nur die Anzahl der Erkrankungen erfasst, aber keine Aussage über die individuelle Vitalität trifft, müssen für eine ganzheitliche Einschätzung auch soziale und ethische Aspekte einbezogen werden.

Welche Rolle spielt die Rehabilitation bei multimorbiden Patienten?

Sie dient nicht der vollständigen Heilung, sondern der Wiederherstellung von Selbstständigkeit und der Vermeidung weiterer Verschlechterungen des Gesundheitszustands.

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Details

Title
Multimorbidität im Alter
College
University of Bremen
Course
Medizinische Vertiefung
Grade
1,0
Author
Stephan Zieme (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V77134
ISBN (eBook)
9783638825894
Language
German
Tags
Multimorbidität Alter Medizinische Vertiefung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Zieme (Author), 2007, Multimorbidität im Alter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77134
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