Kirche auf dem Weg zu Menschen

Gesellschaftliche Individualisierungsprozesse als Chance für die religionspädagogische Erwachsenenarbeit in der Gemeinde?


Diplomarbeit, 2007

78 Seiten, Note: 1,6


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinitionen
2.1 Evangelische Erwachsenenarbeit/ Erwachsenenbildung
2.2 Historische Wurzeln und Interpretationen von Individualisierung

3 Individualisierungsprozesse in der Gesellschaft
3.1 Die Dimensionen der Individualisierung nach Ulrich Beck
3.1.1 Die Freisetzungsdimension
3.1.2 Die Entzauberungsdimension
3.1.3 Die Kontroll- und Reintegrationsdimension
3.1.4 Zusammenfassung und Weiterführung
3.2 Auswirkungen der Individualisierung
3.2.1 Erlebnisorientierung
3.2.2 Pluralisierung der Lebensformen
3.2.3 Isolation durch Individualisierung
3.2.4 Suche nach Gemeinschaft
3.3 Zusammenfassung

4 Auswirkungen der gesellschaftlichen Individualisierung auf Religiosität und Kirche
4.1 Religiosität zwischen Privatisierung und Gemeinschaftssuche
4.1.1 Individualisierung von Religion
4.1.2 Pluralisierung von Religion
4.1.3 Privatisierung von Religion
4.1.4 Entkirchlichung
4.1.5 Zuwendung zur Religion
4.2 Kirche im Wandel der Gesellschaft
4.2.1 Kirche als sinnstiftendes Element
4.2.2 Kirche als gemeinschaftsstiftendes Element
4.2.3 Vereinbarung von individuellem Glauben und Gemeinschaft
4.3 Zusammenfassung

5 Konsequenzen für die religionspädagogische Erwachsenenarbeit in der Gemeinde
5.1 Strukturelle Veränderungen
5.2 Pädagogik des Nicht-Alltäglichen
5.3 Betrachtung der Zielgruppe
5.3.1 Exkurs: Soziale Milieus in der Kirche
5.3.2 Die Humanisten
5.3.2.1 Beziehung zur Kirche
5.3.2.2 Möglichkeiten der Kirche sie zu erreichen
5.3.3 Die Alltagschristen
5.3.3.1 Beziehung zur Kirche
5.3.3.2 Möglichkeiten der Kirche sie zu erreichen
5.3.4 Die Nüchtern-Pragmatischen
5.3.4.1 Beziehung zur Kirche
5.3.4.2 Möglichkeiten der Kirche sie zu erreichen
5.3.5 Die Anspruchsvollen
5.3.5.1 Beziehung zur Kirche
5.3.5.2 Möglichkeiten der Kirche sie zu erreichen
5.3.6 Die Modernen Kirchenchristen
5.3.6.1 Beziehung zur Kirche
5.3.6.2 Möglichkeiten der Kirche sie zu erreichen
5.4 Fazit

6 Religionspädagogische Erwachsenenarbeit in der Gemeinde
6.1 Mögliche Angebote für die Arbeit mit Erwachsenen
6.1.1 Spirituelle Angebote
6.1.2 Eventgottesdienste
6.1.3 Bildungsangebote in der Kirche: Theologischer Salon
6.1.4 Single-Stammtische
6.1.5 Kultur in der Kirche
6.1.6 Kochen mit Erwachsenen
6.2 Zusammenfassung

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis
8.1 Internetquellen

1 Einleitung

Ein plural geprägtes Interesse für religiöse Fragen bestimmt die Gegenwart. Religion und Spiritualität sind in den letzten Jahren zu einem Trend geworden, der als Respiritualisierung bezeichnet wird. Diese Trendwendung scheint sich jedoch in religiösen Formen außerhalb des kirchlichen Lebens zu gestalten und es stellt sich die Frage nach der Rolle der Kirche im Leben der Menschen. Rund 30% der Gesamtbevölkerung Deutschlands sind Mitglied der evangelischen Kirche. Laut der 4. EKD-Erhebung über die Kirchenmitgliedschaft geschehen Kirchenaustritte überwiegend in dem Alter zwischen 18 und 50 Jahren.[1] Die meist genannten Motive hierfür sind für die von der EKD befragten Ausgetretenen das Sparen von Kirchensteuern und eine Kritik an der Glaubwürdigkeit der Kirche.[2]

Das bedeutet zunächst einmal, dass die meisten Menschen im Alter der Erwerbstätigkeit ihre Mitgliedschaft in der Kirche beenden. Weiterhin könnte man vermuten, die kirchliche Arbeit sei (zumindest für die Befragten) ihr Geld nicht wert und zudem nicht authentisch.

Die Evangelische Kirche in Deutschland ist von gesellschaftlichen Entwicklungen wie Individualisierung, Pluralisierung und Entkirchlichung entscheidend betroffen und steht dadurch vor großen Herausforderungen. Dies möchte ich in der vorliegenden Arbeit, welche den Titel: „Kirche auf dem Weg zu Menschen – Gesellschaftliche Individualisierungsprozesse als Chance für die religionspädagogische Erwachsenenarbeit in der Gemeinde“ trägt, aufgreifen. Hierbei sind folgende Fragen für mich von erkenntnisleitendem Interesse:

Haben die gesellschaftlichen Individualisierungsprozesse Auswirkungen auf Religiosität und kirchliches Leben? Welche Konsequenzen und Herausforderungen ergeben sich durch Individualisierungsprozesse für die religionspädagogische Arbeit mit Erwachsenen? Auf welche Art und Weise könnte die Beziehung Erwachsener zur Kirche neu belebt und verbessert werden? Wenn es Auswirkungen gibt, welche Angebote kann Kirche machen, um auf diese Veränderungen zu reagieren und diese zu begleiten und eventuell auch im positiven Sinne für sich zu nutzen?

Zunächst werde ich in Kapitel 2 den Begriff der Erwachsenenarbeit/ Erwachsenenbildung näher definieren und dabei vor allem auf den Bildungsbegriff Schleiermachers eingehen. Zudem werden der Begriff der Individualisierung und seine historischen Wurzeln betrachtet. Im Anschluss werde ich drei Interpretationsströme von Individualisierung beschreiben.

In Kapitel 3 werde ich die gesellschaftlichen Individualisierungsprozesse in der Postmoderne[3] genauer betrachten, hierbei werde ich mich vor allem auf die Theorie von Ulrich Beck stützen, der eine ambivalente Individualisierungstheorie beschreibt. Im Anschluss werde ich die Auswirkungen der Individualisierung unter folgenden Gesichtspunkten überprüfen: Wie verändern sich die Lebensformen der Menschen? Kommt es in der Gesellschaft zu einer verstärkten Erlebnisorientierung? Entsteht durch die Individualisierung eine Isolation des Menschen? Kommt es dadurch zu einer Suche nach neuer Gemeinschaft? Da Individuen immer in der Gesellschaft verortet sind und von dieser auch beeinflusst werden, ist es meines Erachtens nach wichtig, zuerst die gesellschaftlichen Bezüge herzustellen.

In Kapitel 4 werde ich die Auswirkungen der Individualisierungsprozesse auf Religiosität und Kirche aufspüren. Hierbei werde ich der Frage nachgehen, welche Gestalt und welchen Stellenwert Religiosität in der heutigen Gesellschaft annimmt. Anschließend stellt sich die Frage, was die Kirche den Menschen, die von Individualisierung betroffen sind, anbieten kann. Kann gerade durch die Individualisierung Kirche als Sinn- und Gemeinschaftsstifter wirken?

In Kapitel 5 werde ich die Konsequenzen, die durch die Individualisierung und ihre Auswirkungen auf Religiosität und Kirche entstehen, für die religionspädagogische Arbeit mit Erwachsenen beschreiben. Hierbei werde ich auch auf mögliche Strukturänderungen von Gemeinden eingehen und herausstellen, was es angesichts der Individualisierungsprozesse zu beachten gilt. Die Zielgruppe wird eingehender unter Einbezug der sozialen Milieus in der Kirche betrachtet. Die sozialen Milieus sind in der Arbeit jedoch als Exkurs eingeschoben, da es eine von vielen Möglichkeiten ist die Zielgruppe differenzierter zu betrachten. Aus diesem Grund werde ich im Verlauf der Arbeit nicht weiter auf sie eingehen.

In Kapitel 6 werde ich mögliche Angebote für die Arbeit mit Erwachsenen in der Ortsgemeinde vorstellen. Bei den Angeboten handelt es sich jedoch mehr um Orientierungen für die gemeindliche Arbeit, als um konkret durchgeplante Angebote.

Ich werde ausschließlich die männliche Form verwenden um die Lesbarkeit der Arbeit zu erhalten. Die weibliche Form ist jedoch grundsätzlich mit einbezogen.

2 Begriffsdefinitionen

Ich verwende in der vorliegenden Arbeit die Begriffe Erwachsenenbildung, sowie Erwachsenenarbeit. Im Folgenden werde ich diese Begriffe synonym verwenden, da es keine Differenzierung zwischen beiden Begriffen in der von mir verwendeten Literatur gibt.

Da sich die vorliegende Diplomarbeit mit der Arbeit mit Erwachsenen beschäftigt, möchte ich im Folgenden den Begriff der Erwachsenenbildung erläutern und in diesem Zusammenhang den Begriff der Bildung näher definieren. Dabei werde ich einen kurzen historischen Abriss von Erwachsenenbildung skizzieren, bei dem ich vor allem auf die Reformationszeit und den Bildungsbegriff Schleiermachers eingehe, da vor allem die Definition Schleiermachers einen hohen Aktualitätsbezug aufweist.

Um in Kapitel 3 auf das Individualisierungstheorem von Ulrich Beck eingehen zu können, wird im Anschluss daran der Begriff der Individualisierung in seiner Geschichte näher betrachtet werden. Die nach Schroer drei unterschiedlichen Theorieansätze und Betrachtungsweisen von Individualisierung werden anschließend dargelegt.

2.1 Evangelische Erwachsenenarbeit/ Erwachsenenbildung

Der deutsche Begriff der Bildung entstand im Mittelalter und geht vielen Vermutungen zufolge auf eine Begriffsschöpfung von Meister Eckhardt im Rahmen der Imago-Dei-Theologie und den mystischen Bildvorstellungen zurück.[4] Demnach entstammt der deutsche Begriff der Bildung einem theologischen Ursprung. Der Begriff der Bildung selbst, das Bilden, wurde als gebildet werden durch Gott, nach dem Abbild Gottes, verstanden: eine gelebte Veranschaulichung oder Darstellung des Wesen Gottes. Der Mensch selber hatte jedoch nicht die Aufgabe sich zu bilden.

Nipkow zufolge ist die christliche Erwachsenenbildung so alt wie die Kirche selbst[5], denn bereits im Neuen Testament[6] wird davon berichtet, dass das rechte Verstehen der Schrift die Vorraussetzung für eine Taufe bedeutet.[7]

Bildung ist seit der Reformation untrennbar mit der protestantischen Identität verknüpft, im Mittelpunkt des reformatorischen Bildungsbegriffes steht, den Menschen zu einer eigenen Urteilsfähigkeit zu verhelfen.[8]

Martin Luther unterscheidet Bildung in zwei Dimensionen:

1. Was die Sache des Glaubens ist und was Gott durch das Evangelium bewirkt.
2. Was die Sache des Menschen ist und was durch die von Gott gegebene Vernunft und menschliches Vermögen bewirkt werden kann.

Nach dem Verständnis Martin Luthers geht es bei der Bildung um zweierlei: um Bildung mit Blick auf den Glauben und die Kirche und um Bildung mit Blick auf den Menschen und die Gesellschaft. Schweitzer drückt das reformatorische Bildungsverständnis in den folgenden Worten aus: „Wo Glaube unvertretbarer Glaube jedes einzelnen sein soll, setzt er Bildung voraus und zieht Bildung nach sich.“[9]

Durch die Aufklärung wandelt sich das Verständnis von Bildung und die theologische Bedeutung des Bildungsbegriffs: der Mensch sollte sich nicht mehr als Abbild Gottes entwickeln, sondern er wird zum Ziel menschlicher Vervollkommnung. Der Mensch wird zum Mittelpunkt des Bildungsbegriffs, es geht vor allem darum den Menschen zu einem nützlichen Mitglied der Gesellschaft zu machen. Dieser Übergang vom religiös-theologischen zum aufklärerisch-pädagogischen Bildungsbegriff wird vor allem bei J. G. Herder deutlich, der sein Bildungskonzept zwar auf dem Hintergrund der mystischen Vorstellungstradition errichtet, dies aber mit den ideellen Gehalten des Humanismus verbindet.[10]

Mit dem deutschen Idealismus vollzieht sich für das Bildungsverständnis eine Wende hin zum Subjektiven. Hier wird Bildung zu einem Prozess von Wechselwirkungen zwischen individueller Subjektivität und objektiv-geistiger Wirklichkeit. Vollkommen ist der Mensch dann, wenn eine Harmonie besteht zwischen Herz, Hand und Geist.[11]

Ähnlich wie das Bildungsverständnis des deutschen Idealismus, jedoch in einem größeren religionstheoretischen Zusammenhang, ist die Definition Schleiermachers, der Bildung in subjektive und objektive Aspekte unterteilt.[12] Schleiermacher entdeckt das Zentrum der Bildung beim Menschen selbst, in der inneren Bildung oder auch in der Selbstbildung: der Mensch mit seinen eigenen Entwicklungs- und Entfaltungspotentialen, der aus sich Kräfte entwickelt, mit denen Tätigkeiten und Fertigkeiten geübt und Kenntnisse erlangt werden. Dies ist ein Prozess, der lebenslänglich dauert und auch als Menschwerden bezeichnet werden kann.[13]

Bildung im Sinne Schleiermachers meint demnach eine Herzens- oder Identitätsbildung und nicht eine reine Wissensvermittlung. Denn im Sinne einer „Herzensbildung“ definiert sich ein gebildeter Mensch nicht nur durch Wissen und Erkenntnis, sondern auch durch Sensibilität und Gespür für eigene Gefühle und den eigenen Körper, ohne dabei jedoch seine Umwelt aus den Augen zu verlieren. Es ist die Auffassung einer ganzheitlichen Bildung, die im Sinne einer Herzensbildung zum Tragen kommt. Obwohl der Bildungsbegriff Schleiermachers unter anderen geschichtlichen Bedingungen entstanden ist, beinhaltet er einen starken Aktualitätsbezug.

Evangelische Erwachsenenbildung in der heutigen Zeit setzt bei religiösen Fragen an, die sich im Leben stellen: Sinnfragen angesichts von Krankheiten, Sterben und Tod, Fragen der Lebensdeutung und Lebensbewältigung, sowie Fragen nach Orientierung im persönlichen Leben und der Gesellschaft. Dabei sind theologische Erkenntnisse und Deutungsperspektiven keineswegs ausgeschlossen, aber den Ausgangspunkt entsprechender Angebote in der evangelischen Erwachsenenbildung stellen die Erwachsenen selber.[14] Hierbei kann Evangelische Erwachsenenbildung in individuellem, gesellschaftlichem und kirchlichem Zusammenhang gesehen werden, wobei sich diese drei Begründungsmöglichkeiten nicht ausschließen, sondern im Idealfall ein Zusammenspiel bilden und sich stützen und verstärken.[15]

Der Bildungsauftrag stellt also für den Protestantismus eine zentrale Aufgabe dar, da dieser zum Wesen des Christentums, sowie zur evangelischen Kirche gehört. Dieser Bildungsauftrag ist in der heutigen Gesellschaft unter anderem im Horizont der Pluralität von Religionen und Weltanschauungen wahrzunehmen, wobei der Beitrag den religiöse Bildung, hinsichtlich des reflektierten Umgangs mit der gegebenen Pluralität leisten kann noch geklärt werden muss.[16] Der sich des Weiteren hieraus ergebende Auftrag der religiösen Bildung verweist auf Teilaspekte der vorliegenden Arbeit und zeigt die Notwendigkeit der Bearbeitung dieses Themas.

2.2 Historische Wurzeln und Interpretationen von Individualisierung

Individualisierung ist keine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Ihre philosophisch-kulturgeschichtlichen Wurzeln liegen bereits in der Zeit der Renaissance.

Das Christentum trug sodann maßgeblich zu einem „individuozentrierten Welt- und Menschenbild“[17] bei, indem der Wert des menschlichen Individuums über alle anderen Lebewesen gestellt und als von einem Schöpfer erschaffenes und beseeltes Wesen betrachtet wurde. Hier erschien die kulturelle Idee des Individuums durch verschiedene Punkte:

- die Vorstellung der Sündhaftigkeit des einzelnen Menschen
- die Lebensführung jedes Einzelnen im Angesicht Gottes
- die christliche Taufpraxis vermittelte eine Idee der Individualität.[18]

Van der Loo bestimmt den eigentlichen Beginn der Individualisierung in der Renaissance, als individuelle Identität als Wert gegenüber kollektiver Identität bestimmt wurde. Einzelne Künstler und Denker betonten durch ihr Schaffen die Einzigartigkeit des Menschen und bereiteten in Rückbesinnung auf die Antike die Grundlage für die geistigen Strömungen des Humanismus und des Rationalismus, die in der Folge das Bild der Welt und die Sicht auf das moderne Individuum bestimmen und verändern sollten.[19] Durch die Reformation und das Entstehen des Protestantismus nahm die Bedeutung des Individuums abermals zu und die kulturellen Ideen der Gewissensfreiheit und der Eigenverantwortung des Einzelnen verbreiteten sich.[20] Die Aufklärung[21] und ihr Leitgedanke „sapere aude“[22], der durch Immanuel Kant bekannt wurde, zielte auf die Befreiung des Menschen aus übergeordneten Autoritäten ab. Der Mensch sollte sein Leben und Denken als selbstbestimmtes Wesen gestalten.

Mit den Gedanken der französischen Revolution und den Erfindungen der englischen Industrieentwicklung bekam die Betonung von individuellen Leistungen, Rechten und Pflichten für breitere Schichten Relevanz. Geprägt war das Individuum in dieser Zeit durch die Dynamik der Industrialisierung, Urbanisierung, Bürokratisierung und Rationalisierung.

Nach Schroer sind drei große Interpretationsströme von Individualisierung in sozialwissenschaftlicher Hinsicht in der Geschichte vorhanden, die sich anhand der Bewertung der Auswirkungen von Individualisierung unterscheiden[23]:

Der erste Strom wird als negative Individualisierung bezeichnet. Er stellt das Individuum als durch Modernisierungs- und Rationalisierungsprozesse gefährdeten, manipulierbaren Teil der Gesellschaft dar. In dieser negativen Theorie von Individualisierung herrscht das Bild eines Individuums, das in seiner Autonomie bedroht ist, oder sie bereits verloren hat. Von vermehrten Entscheidungsmöglichkeiten und Wahlchancen kann nach dieser Auffassung nicht gesprochen werden. Im Gegenteil, der Mensch sei abhängig von Systemen und bürokratischen Strukturen. Schroer nennt Weber, Horkheimer, Adorno und Foucault als Vertreter dieser Interpretationslinie.

In einer zweiten Interpretationslinie wird Individualisierung positiv beschrieben. Das Individuum wird als aus traditionellen Bindungen und sozialen Kontrollen befreit und auf sich selbst gestellt gezeichnet. Die Bindungen des Menschen an soziale Werte und Ordnungen nehmen ab. Jedoch können sich dadurch überzogene Freisetzungsprozesse (Hyperindividualisierung) zu Anomien und zur Destabilisierung sozialer Ordnung entwickeln. Die soziale Freisetzung des Einzelnen birgt die Gefahr gesellschaftlicher Desintegration.

Diese positive Interpretation von Individualisierung wird von Durkheim, Parsons und Luhmann vertreten.

Die dritte Interpretationslinie zeichnet das Bild einer ambivalenten, zwischen den beiden Extremen der Individualisierung angesiedelten Form. Bei einer ambivalenten Individualisierung werden positiver und negativer Individualisierungsbegriff zugleich aufgehoben. Die Chancen der Freiheit werden immer wieder durch die Gefahren von Standardisierung bedroht. Es herrscht keine vollkommene Abhängigkeit, aber auch nicht eine vollkommene Freiheit. Der Mensch wird hier als Risiko-Individuum bezeichnet, dem im permanenten Prozess von Herauslösung, Stabilitätsverlust und Reintegration nicht selten ein Steckenbleiben droht. Betont werden hier die Selbstorganisation, Selbstreferenz, Selbstsorge oder Selbsterfindung des Menschen.

Diese ambivalente Linie wird von Simmel, Elias und Beck vertreten.

3 Individualisierungsprozesse in der Gesellschaft

Im Folgenden werde ich mich vor allem auf die Individualisierungstheorie von Ulrich Beck beziehen, da seine Betrachtung von Individualisierung sowohl ihre negativen als auch positiven Seiten beschreibt, und somit in ihrer Ambivalenz betrachtet wird.

Anschließend werde ich die Auswirkungen von Individualisierung auf verschiedene Teilbereiche des Lebens darstellen.

3.1 Die Dimensionen der Individualisierung nach Ulrich Beck

Bei Betrachtung der Individualisierungstheorie Ulrich Becks werden vor allem drei Aspekte deutlich: Die Freisetzungs-, die Entzauberungs-, sowie die Kontroll- und die Reintegrationsdimension. Im Folgenden werden diese drei Aspekte genauer dargestellt, um den Umfang der gesellschaftlichen Individualisierungsprozesse zu verdeutlichen.

3.1.1 Die Freisetzungsdimension

Der Mensch erlebt eine Herauslösung aus vorgegebenen sozialen Lebensformen wie einer traditionellen Klassenbindung und den Versorgungsbezügen der Familie. Zudem ist der Mensch auf sein individuelles Arbeitsmarktschicksal verwiesen.[24]

Die überlieferten, vorgegebenen Sozialformen und Sozialbindungen wie die Familie sowie die Geschlechterrolle von Mann und Frau werden mehr oder weniger aufgehoben, wodurch es zu einer Freisetzung kommt.[25] Während zu Beginn des letzten Jahrhunderts der biographische Verlauf des Lebens durch Geschlechtsrolle, schichtspezifische Kulturwerte und meist „vererbte“ Berufe innerhalb der Familie meist vorgegeben war, wird das Leben in der Postmoderne zum Projekt, zur Bastelbiographie. Die Normalbiographie weicht einer Wahlbiographie, da der Mensch alle Entscheidungen, die im Leben anfallen, selbst treffen muss.[26]

Gerade im Bezug auf Geschlechterrollen kann hier von vier Faktoren der Freisetzung bei der Frau gesprochen werden: Früher reichte ein Frauenleben zeitlich betrachtet dazu, Kinder zu bekommen und sie großzuziehen. Heute enden die Zuständigkeiten der Mutter für ihre Kinder mit durchschnittlich 45 Jahren. Durch die Verlängerung der Lebenserwartung der Frau hat diese im Regelfall noch einige Jahrzehnte ein Leben ohne direkte Zuständigkeit für ihre Kinder. Somit ist die Mutterschaft für die Frau „nur“ noch ein Teil ihres Lebensabschnitts. Beck bezeichnet dies als demographische Freisetzung der Frau.[27] Im Bezug auf die Hausarbeit haben sich eine soziale Isolation und eine Rationalisierung vollzogen. Durch ein vermehrtes Wegbrechen von Beziehungen (z.B. Nachbarschaft oder Bekanntschaft) bildet sich für die Hausfrau eine „Insularexistenz“[28] heraus. Durch technische Rationalisierungsprozesse, die auf die Hausarbeit übergreifen, wird die Hausarbeit stark entlastet, da vielfältige Maschinen wie Waschmaschine und Geschirrspüler einen Großteil der zu erledigenden Arbeit im Haushalt übernehmen. Durch diese Veränderung hat die Frau die Möglichkeit auch außerhäuslich einen Beruf zu ergreifen.[29] Zudem haben Frauen die Wahl, selbst zu entscheiden, ob sie Kinder bekommen und zu welchem Zeitpunkt. Hierbei ist ein entscheidender Punkt die neuerworbene rechtliche Möglichkeit, eine Schwangerschaft zu beenden sowie die Entwicklung von zahlreichen empfängnisverhütenden Mitteln. Trotz alledem ist eine Mutterschaft ohne ökonomische Abhängigkeit zwar möglich, gestaltet sich jedoch oftmals als schwierig. Dies verweist auf den letzten Punkt der Freisetzung aus den Geschlechterrollen: Wachsende Scheidungszahlen zeigen die Brüchigkeit von Ehe- und Familienversorgung, wodurch die Frau eine Freisetzung aus ihrer Rolle lebenslanger Garantie auf ökonomische Versorgung durch den Lebenspartner erfährt.[30]

Die Dimension der Freisetzung, welche die Frauen erfahren, entfällt auf der Seite des Mannes. Jedoch entsteht für den Mann die Möglichkeit, durch eine verstärkte Erwerbstätigkeit auf Seiten der Frau, seine Rolle als alleiniger Ernährer für die Familie aufzugeben. Weitere Auswirkungen der Freisetzungsdimension auf familiäre Lebensstrukturen werden unter 3.2.2 noch ausführlicher erläutert.

3.1.2 Die Entzauberungsdimension

Mit der Auflösung der industriegesellschaftlichen Lebensform „Kleinfamilie“ geht auch ein Verlust traditionaler Sicherheiten im Hinblick auf Handlungswissen, Glauben und leitende Normen einher.[31] Traditionellkollektive und gruppenspezifische Sinnquellen sind mehr oder weniger aufgelöst und aufgezehrt. Während vor einigen Jahrzehnten Werte und Normen gesellschaftlich vorgegeben waren, liegt es heute an dem Einzelnen für sich zu entscheiden, nach welcher ethisch-moralischen Grundhaltung er sein Leben gestaltet und Entscheidungen trifft. Dadurch entstehen viele Möglichkeiten für den Menschen sein Leben zu bestimmen, jedoch immer mit dem Risiko verbunden, die getroffenen Entscheidungen gegebenenfalls im Nachhinein zu bereuen. Beck bezeichnet dies als „riskante Freiheiten“[32]. Es kommt also zu einem Verlust von traditionellen Sicherheiten beim Handeln.[33]

Durch neugewonnene Fortschritte im Bereich von Wissenschaft und Technik erfährt der Mensch ein neues Wissen über die Entstehung der Welt und über Natur und Umwelt. Der Mensch wird sich über neue Risiken durch den Fortschritt der Wissenschaft, wie Klimawandel, Krankheiten, Gentechnologie, Atomkraft oder Nuklearwaffen bewusst.[34] Durch das erworbene Wissen entstehen neue Formen von Existenz- und Zukunftsängsten. In früheren Jahrhunderten wurden Ängste stark von einem Glauben und von Religion aufgefangen und kanalisiert. Während zu der damaligen Zeit das irdische Leben bereits im Horizont des Lebens im Jenseits gesehen wurde, bleibt in der heutigen Zeit das individuelle Befinden im Hier und Jetzt. Damals war der Sinnhorizont stark von Religion bestimmt, die ein Leben nach dem Tod und Erlösung von Leiden versprach. Der Umgang mit Krankheit und Leiden hat sich dadurch in der postmodernen Gesellschaft verändert und Gesundheit gewinnt eine scheinbar transzendatale Bedeutung.[35]

Seit der Epoche der Aufklärung geht das Kriterium einer vernünftigen Beurteilung einher, welches die bis dahin ungebrochene Deutungshoheit der christlichen Religion auflöst. Viele biblische Geschichten und kirchliche Dogmen verlieren ihre Glaubwürdigkeit auch durch den offensichtlichen Widerspruch zu wissenschaftlichen Welterklärungen. So zum Beispiel die Schöpfungsgeschichte, welche durch wissenschaftliche Erkenntnisse ihre Überzeugungskraft verliert.[36] Es kommt zu einer Art Entzauberung von christlicher Religion und ihrer Überlieferung.

Auch die Zugehörigkeiten zu einer Religion haben sich im Zuge der Individualisierungsprozesse gewandelt: Während früher der Glaube an eine bestimmte Religion meist innerhalb einer Familie „vererbt“ wurde, besteht nun für den Menschen die Möglichkeit zwischen einer Vielzahl an Religionen und Glaubensrichtungen zu wählen.

3.1.3 Die Kontroll- und Reintegrationsdimension

Neben der Freisetzung und der Entzauberung erfolgt jedoch gleichzeitig eine neue Art der sozialen Einbindung durch Institutionen, die den Menschen sozusagen parallel einer Außensteuerung und Standardisierung aussetzt.[37]

Es kommen neue institutionelle Anforderungen, Zwänge und Kontrollen auf den Einzelnen zu, welche als „Standardisierung“ bezeichnet werden können. Diese „Standardisierung“ meint rechtliche Regelungen sowie die Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen der Wirtschaft. Die freigesetzten Individuen werden arbeitsmarktabhängig und sind damit auch abhängig von Bildungssystem, Beschäftigungssystem, Sozialstaat und der Dienstleistungsgesellschaft. Durch diese Einbindungen erfolgen für den Menschen Festlegungen und Eingriffe in den Lebenslauf. Beck weist hier auf die Abhängigkeit des Einzelnen von sozialen Institutionen, vor allem von den Strukturen des Arbeits- und Konsummarkts und deren staatlicher Gestaltung hin.[38] Durch die individuelle Qualifikation eines Menschen regelt sich auch der Zugang zum Arbeitsmarkt, in den er eingebunden ist, und der seine Biographie nachhaltig prägen kann.[39] Der Mensch ist demnach abhängig von seinem berufsspezifischen Arbeitsmarkt sowie von der Preisentwicklung von Konsumgütern und bestimmten Dienstleistungen. Er hat keinen Einfluss auf diese Entwicklungen und ist ihnen somit ausgeliefert.[40] Die Einbindung in einen geregelten sozialen Lebenslauf wird von einer erfolgreichen Absolvierung des Bildungssystems und einer kontinuierlichen Erbringung von marktfähiger Arbeitsleistung bestimmt.

Durch Änderungen von Wohnungspolitik oder Strategien von Großunternehmen können zahlreiche Menschen direkt und nachhaltig betroffen sein. Dem Handeln des Menschen sind durch die Regelungsdichte der Gesellschaft, aber auch durch sozialstaatliche Leistungen, eindeutige Grenzen gesetzt.

Diese „Standardisierung“ steht im Gegensatz zu der Freisetzungs- und Entzauberungsdimension und wird im engeren Sinne nicht als Individualisierung bezeichnet.[41]

3.1.4 Zusammenfassung und Weiterführung

Bei Betrachtung der drei Dimensionen von Becks Individualisierungsthese wird die Ambivalenz des Individualisierungsprozesses deutlich: Auf der einen Seite handelt es sich hier um eine Befreiung des Individuums aus gesellschaftlichen Zwängen und Traditionen, auf der anderen Seite müssen ohne den Rückhalt und die Sicherheit von Vorgaben lebensgeschichtlich bedeutsame Entscheidungen getroffen werden und es entstehen neue Kontrollen und Zwänge. Es wäre also nach der Theorie von Beck eine Missdeutung zu sagen, Individualisierung laufe auf einen eindeutig, unbegrenzten Freiheitsgewinn des Einzelnen im Verhältnis zur Gesellschaft hinaus. Hier ist mit Nachdruck auf die gleichzeitige und gegenläufige Erstarkung gesellschaftlicher Zwänge hinzuweisen, die die Ambivalenz des Individualisierungstheorems Becks auszeichnet. Beck spricht hierbei von einem Individualisierungsschub, der den Menschen aus seinen vorgegebenen Bindungen löst und dadurch die Verhaltensspielräume erweitert.[42]

Beck stellt zudem einen neuen "Modus der Vergesellschaftung" fest, in dem nicht mehr zwischen Großgruppen und Staat, sondern direkt zwischen dem Individuum und den übergeordneten Instanzen vermittelt wird. Im Gegensatz zu vorhergegangenen Umbrüchen, treten nicht mehr soziale Klassen an Stelle von Ständen oder die Kleinfamilie an Stelle der sozialen Klasse, sondern „der Einzelne wird zur lebensweltlichen Reproduktionseinheit des Sozialen".[43] An ihm setzen die neue Vergesellschaftung und die Zuständigkeit von Institutionen an. „Individualisierung meint erstens die Auflösung und zweitens die Ablösung industriegesellschaftlicher Lebensformen durch andere, in denen die einzelnen ihre Biographie selbst herstellen"[44].

Es lassen sich vor allem vier Aspekte gesellschaftlicher Entwicklung durch Individualisierungstendenzen feststellen:

1. Der „Fahrstuhl-Effekt“: Lebenszeit, Arbeitseinkommen und Arbeitszeit „…haben sich mit der Entwicklung der BRD zugunsten einer Entfaltung der Lebenschancen verschoben.“[45] Die Lebenserwartungen sind gestiegen, die Erwerbsarbeitszeit ist gesunken und die Reallöhne haben sich vervielfacht, es entstehen ungleiche Konsumstile.
2. Seit dem Ende des 2. Weltkriegs ist eine starke Zunahme an Mobilität im sozialen und im geographischen Bereich zu verzeichnen. Hinzu kommt eine innerfamiliäre Mobilität, die durch die Berufstätigkeit der Frau entstanden ist.[46]
3. Im Bereich der Bildung hat eine Expansion stattgefunden, die zu neuen Selektionsmechanismen führt, wodurch die beruflichen Aufstiegschancen somit (meist) unabhängig von sozialer Herkunft oder Geschlecht sind. Die klassenkulturell geprägten Sozialmilieus werden dadurch in vielfacher Weise gebrochen.[47]
4. Es entsteht eine zunehmende Form von Konkurrenz: Durch die Austauschbarkeit von Qualifikationen und Personen muss der Einzelne immer wieder die Besonderheit und Einmaligkeit eigener Leistungen seiner Person demonstrieren. Menschen mit gleicher Ausbildung müssen sich demnach auf dem Arbeitsmarkt immer wieder neu qualifizieren um Erwartungen des Arbeitgebers stand zu halten. Es entsteht ein Konkurrenzdruck der zur „Individualisierung unter Gleichen“[48] führt, also zu Menschen, die eigentliche Gemeinsamkeiten (gleiche Ausbildung, gleicher Wissenstand) aufweisen.[49]

3.2 Auswirkungen der Individualisierung

Materielle Bindungen werden durch steigenden Wohlstand gelockert, zeitliche Bindungen durch zunehmende Freizeit, soziale und räumliche Bindungen durch mehr Mobilität. Das höhere Bildungsniveau führt zu mehr Nachdenklichkeit und Selbstfindung. Die Sorge um die eigene Person steigt, wodurch neue Gefühle von Angst einhergehen können. Bobert beschreibt, dass es zudem zu einer neuen Form des Schulderlebens kommt: Was früher eventuell als Schicksalsschlag oder als Strafe Gottes interpretiert werden konnte, wird heute als Konsequenz des eigenen Handelns getragen und verarbeitet.[50]

[...]


[1] Vgl. Kirchenamt der EKD (Hrsg.) (2006): S. 17.

[2] Vgl. Kirchenamt der EKD (Hrsg.) (2006): S. 94ff.

[3] An dieser Stelle möchte ich eine Verortung des gesellschaftstheoretischen Ausgangspunktes schaffen, da je nach unterschiedlichen Theorieansätzen die Rede von Moderne, Spätmoderne, reflexiver Moderne, Moderne als unvollendetes Projekt oder auch Postmoderne ist. Ich werde in der vorliegenden Arbeit den Begriff der „Postmoderne“ verwenden, um einen einheitlichen Begriff für die Zeit, in der wir leben, in der vorliegenden Arbeit zu verwenden. Ich beziehe mich bei der Verwendung des Begriffs „Postmoderne“ auf Jean-Francais Lyotard, der 1979 diese als das „Ende der drei Meta-Erzählungen“ (Aufklärung, Idealismus, Historismus) charakterisierte.

[4] Vgl. Albrecht, C. (2003): S. 23.

[5] Vgl. Nipkow, K. E. (1990): S. S. 556.

[6] Beispielsweise in der Apostelgeschichte 8, 26-40. In Röm 6,12f, Gal 5,25 oder Kol 3,3ff werden Fragen des Verhaltens in Verbindung mit der Taufe ermahnt.

[7] Vgl. Wegenast, K.: Evangelische Erwachsenenbildung. In: Adam, G./ Lachmann, R. (Hrsg.) (1987): S. 379.

[8] Beispielweise die Bibelübersetzung Martin Luthers, welche die Bibel auch anderen Menschen zugänglich machte.

[9] Schweitzer, F.: Bildung als Dimension der Praktischen Theologie. In: Schweitzer, F. (Hrsg.) (2002): S. 267.

[10] Vgl. Albrecht, C. (2003): S. 23f.

[11] Vgl. Albrecht, C. (2003): S. 25.

[12] Vgl. Fischer, H.: Schleiermachers Theorie der Bildung. In: Ochel, J. (2001): S. 140ff.

[13] Vgl. Votum des Theologischen Ausschusses: Bildung in evangelischer Verantwortung auf dem Hintergrund des Bildungsverständnisses von F. D. E. Schleiermacher. In: Ochel, J. (Hrsg.) ( 2001): S. 27.

[14] Vgl. Lück, W./ Schweitzer, F. (1999): S. 15.

[15] Vgl. Lück, W./ Schweitzer, F. (1999): S. 17.

[16] Vgl. Schweitzer, F. (Hrsg.) (2002): S. 8.

[17] Keupp, H. (Hrsg.) (1998): S. 21.

[18] Vgl. Junge, M. (2002): S. 33.

[19] Vgl. van der Loo, H./ van Reijen, W. (1997): S. 159ff.

[20] Vgl. Junge, M. (2002): S. 34f.

[21] Definition von Aufklärung: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ Zitiert nach Kant, I.: Was ist Aufklärung? In: Zehbe, J. (Hrsg.) (1994): S. 20.

[22] Frei übersetzt: „Habe Mut, dich deinen eigenen Verstandes zu bedienen“.

[23] Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf: Schroer, M.: Individualisierungstheorie. In: Berliner Journal für Soziologie, Heft 3/2001. Vgl. auch Schroer, M.: Individualisierung. In: Kron, T. (Hrsg.) (2000): S. 13ff.

[24] Vgl. Beck, U. (1986): S. 206.

[25] Vgl. Beck , U. (1986): S. 206.

[26] Vgl. Grözinger, A. (1998): S. 30.

[27] Vgl. Beck, U. (1986): S. 182.

[28] Beck, U./ Beck-Gernsheim, E. (1990): S. 44.

[29] Vgl. Beck, U. (1986): 182f.

[30] Vgl. Beck, U. (1986): S. 183.

[31] Vgl. Beck, U. (1986): S. 206.

[32] So der Titel von Beck, U./ Beck-Gernsheim (Hrsg.) (1994).

[33] Vgl. Beck, U. (1986): S. 206.

[34] Vgl. Riesebrodt, M.: Die globale Rückkehr von Religionen. In: Gabriel, K./ Reuter, H. R. (Hrsg.) (2004): S. 369.

[35] Vgl. Beck-Gernsheim, E.: Gesundheit und Verantwortung im Zeitalter der Gentechnologie. In: Beck, U./ Beck-Gernsheim, E. (Hrsg.) (1994): S. 318f.

[36] Vgl. Lauster, J. (2005): S. 148.

[37] Vgl. Beck, U. (1986): S. 212.

[38] Vgl. Beck, U. (1986): S. 210.

[39] Vgl. Hermelink, J. (2000): S. 200.

[40] Vgl. Beck, U. (1986): S. 210ff.

[41] Vgl. Beck, U. (1986): S. 206.

[42] Vgl. Beck, U. (1986): S. 208 ff.

[43] Vgl. Beck, U. (1995): Die Individualisierungsdebatte. In: Bernhard Schäfers ( Hrsg.): Soziologie in Deutschland. S.189.

[44] Vgl. Beck, U. (1995): Die Individualisierungsdebatte. In: Bernhard Schäfers ( Hrsg.): Soziologie in Deutschland. S.190.

[45] Beck, U. (1986): S. 124.

[46] Vgl. Beck, U. (1986): S. 125f.

[47] Vgl. Beck, U.: Jenseits von Stand und Klasse? In: Beck, U./ Beck-Gernsheim, E. (Hrsg.) (1994): S. 47.

[48] Beck, U.: Jenseits von Stand und Klasse? In: Beck, U./ Beck-Gernsheim, E. (Hrsg.) (1994): S. 48.

[49] Vgl. Vgl. Beck, U.: Jenseits von Stand und Klasse? In: Beck, U./ Beck-Gernsheim, E. (Hrsg.) (1994): S. 47f.

[50] Vgl. Bobert, S.: Selbsttransformation als Tor zum Heiligen. In: Hausschildt, E./ Schwab, U. (2002): S. 27.

Ende der Leseprobe aus 78 Seiten

Details

Titel
Kirche auf dem Weg zu Menschen
Untertitel
Gesellschaftliche Individualisierungsprozesse als Chance für die religionspädagogische Erwachsenenarbeit in der Gemeinde?
Hochschule
Hochschule Hannover
Note
1,6
Autor
Jahr
2007
Seiten
78
Katalognummer
V77143
ISBN (eBook)
9783638741101
Dateigröße
554 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kirche, Menschen
Arbeit zitieren
Julia Horn (Autor), 2007, Kirche auf dem Weg zu Menschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77143

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