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Einkommensungleichheit, Armut und die Unterschicht in Deutschland

Eine Analyse mit den Daten des sozio-ökonomischen Panels

Título: Einkommensungleichheit, Armut und die Unterschicht in Deutschland

Trabajo Escrito , 2007 , 37 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Sistemas sociales y Estructuras sociales
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In einer der Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung wurde anhand einer repräsentativen Befragung von rund 3000 wahlberechtigten Personen in Deutschland zu Alltageinstellungen, politischen Einstellungen, Werteorientierungen, Religiosität und soziastrukturellen Merkmalen eine Typologie neun politsicher Milieus der deutschen Gesellschaft erstellt. Bei einem dieser Milieus handelt es sich um das so genannte „abgehängte Prekariat“, das der Studie zu Folge 8% der deutschen Bevölkerung ausmacht.
Das „abgehängte Prekariat“, das in der Öffentlichkeit auch als „neue Unterschicht“ bezeichnet wurde, löste eine vehemente politische Diskussion aus, und zwar nicht nur der Wortwahl wegen, sondern auch auf Grund des Bildes, das die Studie von den Betroffenen zeichne. Kurt Beck, Parteichef der SPD, sprach von einem wachsenden „Unterschichten-Problem“, Arbeitsminister Franz Müntefering hingegen lehnte den Begriff „Unterschicht“ ab, es gebe keine Schichten in Deutschland. Unionsfraktionschef Volker Kauder wies die Bezeichnung „Unterschicht“ ebenfalls zurück, dieser Ausdruck sei stigmatisierend. Der SPD-Linke Ottmar Schreiner gibt der Hartz-IV-Politik des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder eine Mitschuld an der gesellschaftlichen Misere, Schröder habe zu kurz gedacht.
An diese Diskussion anschließend wird das Phänomen der „Unterschicht“ in einer deskriptiven Analyse beleuchtet. Im zweiten Kapitel werden daher vorab der Begriff der sozialen Schichtung und seine Verwendung in der Soziologie beschrieben, sowie zentrale Theorien und Problematiken des Schichtbegriffs dargestellt. Im dritten Kapitel werden die Datengrundlage und u.a. das methodische Vorgehen bei der Operationalisierung von „Unterschicht“ erläutert.
Im vierten Abschnitt wird zunächst die Entwicklung der Einkommensverteilung in Deutschland untersucht. Hat das Ausmaß der Armut zugenommen? Sind eher Männer oder Frauen bzw. Westdeutsche oder Ostdeutsche von Armut betroffen? Welche Altersunterschiede lassen sich feststellen? Wie sieht der Trend in anderen europäischen Ländern aus und wie lassen sich mögliche Unterschiede erklären?
In Kapitel fünf wird überprüft, wie sich der Umfang der Unterschicht in Deutschland im Laufe der Zeit entwickelt hat. Lassen sich dabei Geschlechts- und Ost-West-Unterschiede feststellen? Gehören eher Männer oder Frauen bzw. Ost- oder Westdeutsche der Unterschicht an? Welche Altersstruktur kennzeichnet die Unterschicht? Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die Debatte um die „neue Unterschicht“

2. Der Begriff der sozialen Schichtung in der Soziologie

3. Daten und Methoden

3.1 Datenbasis

3.2 Das Konzept des Äquivalenzeinkommens

3.3 Die Operationalisierung von „Unterschicht“

4. Einkommensungleichheit und Armut

4.1 Entwicklung der Einkommensverteilung in Deutschland

4.2 Armut in Deutschland

4.3 Deutschland im internationalen Vergleich

4.4 Ursachen für die Unterschiede

5. Die deutsche Unterschicht

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert mithilfe der Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) die Einkommensungleichheit, die Armutsentwicklung sowie die Ausprägung der Unterschicht in Deutschland für den Zeitraum von 1990 bis 2005, um soziologische Konzepte der sozialen Schichtung empirisch zu prüfen.

  • Theoretische Grundlagen des soziologischen Schichtbegriffs
  • Methodische Vorgehensweise bei der Operationalisierung von „Unterschicht“
  • Empirische Untersuchung der Einkommensverteilung und Armutsentwicklung in Deutschland
  • Internationaler Vergleich von Einkommensungleichheit und Armutsquoten
  • Analyse der demografischen Zusammensetzung der deutschen Unterschicht

Auszug aus dem Buch

2. Der Begriff der sozialen Schichtung in der Soziologie

Rainer Geißler bezeichnet den Schichtungsbegriff als einen der „schillerndsten [Grundbegriffe] der Soziologie“, da dieser nicht nur in der Schichtungssoziologie, sondern auch in Nachbarwissenschaften und fast allen soziologischen Spezialdisziplinen gebraucht werde. Schichtkonzepte versuchen, die Gesamtbevölkerung von Gesellschaften in so genannte Schichten zu untergliedern. Schichten differieren hinsichtlich ihrer Lebenslagen und den damit verbundenen Chancen auf Einkommen, Bildung, Prestige etc. Schichten werden meist vertikal angeordnet und unterscheiden sich demzufolge in ihrer Rangordnung. So verfügen Menschen beispielsweise über mehr/weniger Bildung, über ein höheres/niedrigeres Einkommen und bessere/schlechtere Lebensbedingungen. Jedoch lassen sich die einzelnen Schichten nur schwer voneinander abgrenzen, da sie sich überlappen können und die Übergänge fließend sind.

Schichtmodelle und –konzepte können auch hinsichtlich ihrer Komplexität stark variieren, je nach Art und Menge der Schichtmerkmale und –grenzen. In einfachen Modellen werden Schichten nur nach wenigen Merkmalen unterschieden, wie z.B. nach dem Einkommen, dem Ausbildungsabschluss oder dem Berufsprestige. Personen, die sich in diesen Schichtmerkmalen ähneln, werden den entsprechenden Schichten zugeordnet. Komplexere Modelle hingegen gliedern die Bevölkerung nicht nur nach sozioökonomischen Gesichtspunkten, sondern auch nach schichttypischen Einstellungs- und Verhaltensmustern, die aus verschiedenen Lebensverhältnissen resultieren.

Die Schichtungstheorie Theodor Geigers (1891 – 1952) gehört zu den zentralen Theorien sozialer Ungleichheit. Geiger war der erste deutsche Soziologe, der um 1930 die deutsche Bevölkerung auf der Grundlage repräsentativer statistischer Daten in Schichten einzuteilen versuchte. Nach Geiger besteht jede Schicht „aus vielen Personen (Familien), die irgendein erkennbares Merkmal gemein haben und als Träger dieses Merkmals einen gewissen Status in der Gesellschaft und im Verhältnis zu anderen Schichten einnehmen“. Der Schichtungsbegriff dient somit bei Geiger als Oberbegriff zur Analyse sozialer Ungleichheiten und Charakterisierung der Sozialstruktur einer Gesellschaft. Schichten werden in Geigers Theorie in drei Aspekte unterschieden: 1. Soziallagen, 2. Schichtdeterminanten und 3. Schichtmentalitäten.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Debatte um die „neue Unterschicht“: Einführung in die aktuelle politische Diskussion um die „neue Unterschicht“ basierend auf Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Der Begriff der sozialen Schichtung in der Soziologie: Darstellung der theoretischen Grundlagen der Schichtungssoziologie sowie zentraler Ansätze von Theoretikern wie Geiger, Parsons und Schelsky.

Daten und Methoden: Erläuterung der Verwendung des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) als Datengrundlage sowie des Konzepts des Äquivalenzeinkommens und der Kriterien zur Operationalisierung der „Unterschicht“.

Einkommensungleichheit und Armut: Analyse der Einkommensentwicklung und Armutsquoten in Deutschland von 1990 bis 2005 im Vergleich zu anderen europäischen Ländern unter Berücksichtigung verschiedener Wohlfahrtssysteme.

Die deutsche Unterschicht: Empirische Untersuchung der zeitlichen Entwicklung und demografischen Struktur der Unterschicht in Deutschland auf Basis der SOEP-Daten.

Zusammenfassung: Fazit der zentralen Ergebnisse hinsichtlich der Stabilität der Unterschicht und der Einordnung Deutschlands im internationalen Kontext.

Schlüsselwörter

Soziale Schichtung, Unterschicht, Einkommensungleichheit, Armut, Sozio-ökonomisches Panel, SOEP, Äquivalenzeinkommen, Berufsprestige, Wohlfahrtssystem, Einkommensverteilung, Sozialstruktur, Armutsquote, Lebenslagen, Deutschland, Gini-Koeffizient

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Zusammensetzung der Unterschicht in Deutschland zwischen 1990 und 2005 auf Basis soziologischer Schichtungstheorien und empirischer Daten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Ungleichheit, Einkommensverteilung, Armutsrisiken und die empirische Identifizierung der Unterschicht in der deutschen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Phänomen der „neuen Unterschicht“ soziologisch einzuordnen und durch eine deskriptive Analyse der SOEP-Daten quantitativ zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive Analyse auf Basis der Längsschnittstudie Sozio-ökonomisches Panel (SOEP), unter Verwendung von Äquivalenzeinkommen und standardisierten Prestige-Scores.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der sozialen Schichtung, die Entwicklung der Einkommensungleichheit und Armut in Deutschland sowie einen internationalen Vergleich der Wohlfahrtsstaaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Soziale Schichtung, Unterschicht, Einkommensungleichheit, Armut, SOEP und Sozialstruktur.

Warum gibt es widersprüchliche Befunde bei der Altersstruktur der Unterschicht?

Der Autor vermutet, dass dies auf Fehler bei der Operationalisierung des Begriffs „Unterschicht“ zurückzuführen sein könnte, da bestimmte Personen möglicherweise nicht korrekt erfasst werden.

Wie unterscheidet sich die Einkommensungleichheit je nach Wohlfahrtssystem?

Länder mit liberalen Wohlfahrtssystemen weisen meist eine größere Einkommensungleichheit auf, während sie in sozialdemokratischen Systemen aufgrund extensiver Daseinsvorsorge geringer ausfällt.

Final del extracto de 37 páginas  - subir

Detalles

Título
Einkommensungleichheit, Armut und die Unterschicht in Deutschland
Subtítulo
Eine Analyse mit den Daten des sozio-ökonomischen Panels
Universidad
Free University of Berlin  (Institut für Soziologie)
Curso
Die Sozialstruktur der europäischen Gesellschaften im Vergleich
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
37
No. de catálogo
V77173
ISBN (Ebook)
9783638804295
Idioma
Alemán
Etiqueta
Einkommensungleichheit Armut Unterschicht Deutschland Sozialstruktur Gesellschaften Vergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2007, Einkommensungleichheit, Armut und die Unterschicht in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77173
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