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Der Aufstand von Shanghai 1927 und die Rolle der Kommunistischen Internationale

Title: Der Aufstand von Shanghai 1927 und die Rolle der Kommunistischen Internationale

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Koschitzki (Author)

History - Asia
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Im März 1927 hatten die Streikposten in Shanghai für einen kuren Augenblick der Geschichte die Macht. Im April schlug Tschiang Kai-shek den Aufstand mit seiner Armee nieder. Die Kommunisten hatten damit nicht gerechnet und dazu geraten die Waffen nicht gegen ihn zu erheben. Das war die direkte Konsequenz aus Stalins Politik innerhalb der Kommunistischen Internationale. Diese Arbeit analysiert im ersten Teil die Ereignisse in Shanghai 1927 und im zweiten die Debatten innerhalb des Politbüros in Russland. Insbesondere Leo Trotzki nahm in der Opposition eine Position ein, die eine anderen möglichen Verlauf der Ereignisse andeutet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.A) Die Kommunistische Partei Chinas

1.B) Die Kommunistische Internationale

1.C) Die Kuomintang (KMT)

2. Hauptteil

2.A) Der Aufstand von Shanghai März 1927

2.B) Die Taktik und Rolle der Komintern

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen den revolutionären Ereignissen in Shanghai im Jahr 1927 und der maßgeblich von Stalin geprägten Politik der Kommunistischen Internationale (Komintern). Sie analysiert, inwieweit die sowjetische Vorgabe der Unterordnung der Kommunistischen Partei Chinas unter die Kuomintang zum Scheitern des Aufstandes und zur gewaltsamen Unterdrückung der Arbeiterbewegung beitrug.

  • Historische Entwicklung der KPCh, Komintern und KMT
  • Ablauf und Dynamik des Aufstandes von Shanghai im März 1927
  • Einfluss der Moskauer Komintern-Direktiven auf die lokale KPCh-Taktik
  • Kritische Analyse der Rolle Stalins und der stalinistischen Außenpolitik
  • Gegenüberstellung der offiziellen Parteilinie mit der Kritik der Linken Opposition unter Trotzki

Auszug aus dem Buch

B. Die Taktik und Rolle der Komintern

„Eine richtige Politik muss keineswegs stets und unter allen Umständen unmittelbar zum Sieg über den Gegner führen.“ rechtfertigte Stalin seine politische Linie in China. Er hatte allen Grund so über China zu urteilen, denn seine Politik hatte zu dem Rückschlag in China geführt. Pantsov resümiert: „Objectively speaking, the Chinese Communists turned out to be hostages of Stalin's line.“ Die Politik der KPCh wurde von Woitinski im Auftrag der Komintern überwacht und mitgeleitet. Er war von der Gründung der KPCh an ihrer Politik beteiligt. Von 1926 bis 1927 war er Vorsitzender des EKKI Fern-Östlichem Büro und nach der Niederlage der chinesischen Revolution wurde Woitinski stellvertretender Vorsitzender der Abteilung Früchte und Gemüse des sowjetischen Landwirtschaftsministeriums. Ab dem Jahre 1926 leitete Nikolai Bucharin die Komintern. Bucharin war vorher schon federführend in der theoretischen Untermauerung des Eintritts in die KMT. Politisch waren beide mit Stalin gegen die Opposition von Trotzki und Sinowjew verbündet.

Die politische Linie der KPCh, in der zu betrachtenden Zeit, wurde vom EKKI am 19. Januar 1927 mit Instruktionen zur Durchführung des 5. Parteitages der KPCh festgelegt und in der folgenden Zeit durch kurze Anweisungen und Briefe ergänzt. Darin heißt es, die KMT sei das Bündnis der Kräfte der chinesischen Revolution, das bei richtiger Linie der KPCh in der Lage sei, über den bürgerlichen Umsturz hinaus zu gehen. Doch dürften Kommunisten ihre Vorschläge nicht aufzwingen und müssten vorsichtig bei der Übernahme von Führungsposten der KMT sein. Sie müssten beim Eintritt in die KMT darauf achten, dass sie den: „Guomintang-Charakter, d.h. einen wirklich breiten, demokratischen, national-revolutionären Charakter, bewahren.“ Sie müsste außerdem gegen alle Versuche ankämpfen, innerhalb der KMT eine Fraktion zu bilden und sowohl gegen den Austritt von Kommunisten als auch gegen eine Spaltung der KMT kämpfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Ausgangslage Chinas in den 1920er Jahren ein und formuliert das Ziel, den Zusammenhang zwischen der Komintern-Politik und der Niederschlagung des Aufstandes in Shanghai 1927 zu untersuchen.

1.A) Die Kommunistische Partei Chinas: Dieses Unterkapitel beschreibt das Entstehen der KPCh, ihren schwierigen Aufbau ohne sozialdemokratische Tradition und ihr explosives Wachstum unter der Anleitung der Komintern.

1.B) Die Kommunistische Internationale: Das Kapitel behandelt die Entstehung und Struktur der Komintern sowie ihre zunehmende Instrumentalisierung durch Stalin im Zuge der Festigung seiner Macht.

1.C) Die Kuomintang (KMT): Es wird die Geschichte der KMT als von Sun Yat-sen gegründete Partei sowie ihre interne Spaltung und die Rolle Chiang Kai-sheks analysiert.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Aufstandes und die kritische Analyse der Komintern-Vorgaben.

2.A) Der Aufstand von Shanghai März 1927: Dieses Kapitel schildert die Vorbereitung, den Verlauf und die blutige Niederschlagung des Aufstandes durch Chiang Kai-shek und die Unterwelt.

2.B) Die Taktik und Rolle der Komintern: Hier wird die kontraproduktive politische Linie Moskaus untersucht, die trotz der offensichtlichen Gefahr durch Chiang Kai-shek am Bündnis mit der KMT festhielt.

3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Komintern-Politik maßgeblich für das Scheitern verantwortlich war, würdigt jedoch gleichzeitig die Leistungen der chinesischen Arbeiterklasse und reflektiert die Kritik Trotzkis.

Schlüsselwörter

Aufstand von Shanghai, Komintern, Kommunistische Partei Chinas, KPCh, Kuomintang, KMT, Stalin, Trotzki, Chiang Kai-shek, chinesische Revolution, Bolschewismus, Weltrevolution, Klassenkampf, Streikposten, Sozialismus in einem Land

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für das Scheitern des Aufstandes von Shanghai im Jahr 1927 und die verhängnisvolle Rolle, die die Kommunistische Internationale dabei spielte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen der KPCh und der KMT, die Einflussnahme Moskaus auf die chinesische Revolution und die Machtkämpfe innerhalb der KPdSU.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Stalins Politik zur Unterordnung der KPCh unter die KMT den Aufstand in Shanghai strategisch schwächte und damit aktiv zu dessen gewaltsamer Niederschlagung beitrug.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Forschungsliteratur, zeitgenössischen Dokumenten der Komintern sowie Schriften beteiligter Akteure wie Trotzki.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Ereignisse des Aufstandes in Shanghai detailliert dargestellt und anschließend die theoretischen sowie strategischen Vorgaben der Komintern und die Kritik der Linken Opposition daran untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Aufstand von Shanghai, Komintern, Stalin, Trotzki, KPCh, KMT und die chinesische Revolution.

Warum verbot die Komintern die Bildung von Arbeiterräten in Shanghai?

Die Komintern befürchtete, dass die Bildung von Räten das Bündnis mit der bürgerlich geführten Kuomintang gefährden und die Kommunisten politisch isolieren würde.

Welche Rolle spielte die sogenannte Grüne Gang beim Aufstand?

Die Grüne Gang agierte als Unterwelt-Miliz, die von Chiang Kai-shek rekrutiert wurde, um den Aufstand niederzuschlagen und die kommunistischen Arbeiter gewaltsam zu eliminieren.

Was kritisierte Trotzki an der China-Politik der Komintern?

Trotzki forderte eine vollständige Revision der Taktik, die organisatorische Unabhängigkeit der Kommunisten von der Bourgeoisie und die Bildung von Arbeiterräten als Schutz gegen die Konterrevolution.

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Details

Title
Der Aufstand von Shanghai 1927 und die Rolle der Kommunistischen Internationale
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
2,0
Author
Michael Koschitzki (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V77203
ISBN (eBook)
9783638804318
Language
German
Tags
Aufstand Shanghai Rolle Kommunistischen Internationale
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Koschitzki (Author), 2007, Der Aufstand von Shanghai 1927 und die Rolle der Kommunistischen Internationale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77203
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