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Die Völkerwanderung in der Schweiz zwischen dem 5. und 7. Jh. n. Chr.

Title: Die Völkerwanderung in der Schweiz zwischen dem 5. und 7. Jh. n. Chr.

Seminar Paper , 1999 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dr. phil. Michael Portmann (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

In der folgenden Arbeit geht es darum, die Völkerbewegungen zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert im geographischen Raum der heutigen Schweiz nachzuzeichnen . Alle vier Volksgruppen sollen zuerst einzeln behandelt werden: ihren Ursprung, ihre Wanderungsbewegungen im grösseren Rahmen der Völkerwanderung, ihre Landnahme in der Schweiz, die politische Geschichte bis ungefähr ins 8. Jahrhundert, die Christianisierung und der Prozess der Romanisierung, sofern dieser stattgefunden hat. Die vier Völker werden in der Reihenfolge behandelt, in der sie sich zeitlich in der Schweiz festsetzten. Diese Chronologie wird lediglich bei den Rätern aufgegeben. In den Schlussfolgerungen versuche ich, die Bedeutung dieser Zeitspanne herauszuarbeiten und den Bezug zur Gegenwart herzustellen. Die Karten und Bilder im Anhang dienen zur Verdeutlichung des Textes und sollen helfen, die Wanderungsbewegungen, Siedlungsgebiete und kulturelle Leistungen der Völker visuell zu erfassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Burgunder

a) Ursprung und Wanderung

b) Landnahme in der Schweiz

c) Politische Geschichte

d) Christianisierung

e) Romanisierung

3. Die Alemannen

a) Ursprung und Wanderung

b) Landnahme in der Schweiz

c) Politische Geschichte

d) Kulturentwicklung

e) Grenze zwischen Burgundern und Alemannen

f) Christianisierung

4. Die Langobarden

a) Ursprung und Wanderung

b) Landnahme in der Schweiz

c) Politische Geschichte

d) Romanisierung

e) Christianisierung

5. Die Räter

a) Ursprung, Wanderung und Landnahme in der Schweiz

b) Politische Geschichte

c) Christianisierung

d) Romanisierung

6. Schlussüberlegungen

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Proseminararbeit verfolgt das Ziel, die Völkerbewegungen im geographischen Raum der heutigen Schweiz zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert zu untersuchen und nachzuzeichnen. Dabei wird analysiert, wie die Ansiedlung und Interaktion der Burgunder, Alemannen, Langobarden und Räter die sprachlichen und kulturellen Grundlagen der modernen Schweiz geprägt haben.

  • Detaillierte Untersuchung der Ursprünge und Wanderungsbewegungen der vier Volksgruppen.
  • Analyse der spezifischen Landnahme und der politischen Geschichte bis ins 8. Jahrhundert.
  • Darstellung der Christianisierungsprozesse und ihrer Auswirkungen auf die Region.
  • Untersuchung der Romanisierung bzw. Germanisierung und der daraus resultierenden Sprachgrenzen.
  • Diskussion der Kontinuität und Bedeutung der Völkerwanderungszeit für die Schweizer Identität.

Auszug aus dem Buch

a) Ursprung und Wanderung: Die Burgunder, ein ostgermanischer Stamm, siedelten vermutlich ursprünglich auf der nach ihnen benannten Insel Bornholm, wo sie einen Teil ihrer Leute zurückgelassen hatten.

Um Christi Geburt wohnten sie an der Oder und Weichsel und bewegten sich seit der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. in langen Wanderungen nach Süden, über Schlesien an den Main und noch weiter südlich (vgl. Karte 1). Im Dekumatenland, d.h. in der Zone zwischen dem einstigen Limes des Römischen Reiches und dem Rhein, stiessen sie um 400 mit den Alemannen zusammen. Schliesslich überquerten sie den mittleren Rhein 406 und wurden von Gegenkaiser Konstantinus III. in der Gegend von Worms und Mainz angesiedelt, da er sie nicht mehr zu vertreiben vermochte. Im Gegensatz zu den Vandalen, Alanen und Sueben nahmen die Burgunder an der Plünderung der Städte nicht teil, die sie auf ihrem Weg vorfanden.

Im Jahre 413 gründeten sie das 1. Burgunderreich von Worms. Als sie unter ihrem König Gunther (Gundahar) versuchten, ihr Siedlungsgebiet vom Rhein in die Provinz Belgica auszudehnen, sandte der römische Feldherr Aëtius (Feldherr 430-454) eine in seinem Dienst stehende Hunnenschar gegen sie, die 436/437 den Burgundern eine vernichtende Niederlage einbrachte. Im Nibelungenlied (Nibelungensage) ist das Ereignis in sagenhafter Umkleidung festgehalten. Der Rest der Burgunder, höchstens 5‘000 Krieger und 20'000 Angehörige, liess Aëtius unter Verpflichtung zum Heeresdienst 443 in der Sapaudia (Savoyen) als Föderaten ansiedeln, wo sie das 2. Burgunderreich gründeten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Vorhaben, die Völkerbewegungen in der Schweiz zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert zu untersuchen und die Entstehung der sprachlichen und kulturellen Grundlagen zu erläutern.

2. Die Burgunder: Dieses Kapitel behandelt die Wanderungsgeschichte der Burgunder, ihre Ansiedlung in der Sapaudia, ihre politische Entwicklung sowie ihre Christianisierung und starke Romanisierung.

3. Die Alemannen: Hier wird der Prozess der alemannischen Landnahme beschrieben, der sich deutlich von dem der Burgunder unterschied und zur Entstehung des deutschsprachigen Raums führte.

4. Die Langobarden: Das Kapitel analysiert die späte Einwanderung der Langobarden, ihre militärischen Vorstösse ins Tessin und Wallis sowie ihre schrittweise Romanisierung im italienischen Kontext.

5. Die Räter: Diese Ausführungen befassen sich mit der besonderen Rolle der Räter, ihrer politischen Einbindung in das Ostgotenreich und der Entwicklung der rätoromanischen Sprache.

6. Schlussüberlegungen: Im Fazit werden die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst und die Bedeutung der Kontinuität in der Völkerwanderungszeit für die heutige Schweiz hervorgehoben.

7. Literatur: Dieses Verzeichnis listet die für die Arbeit herangezogene Sekundärliteratur und Quellensammlungen auf.

Schlüsselwörter

Völkerwanderung, Schweiz, Burgunder, Alemannen, Langobarden, Räter, Frühmittelalter, Landnahme, Romanisierung, Christianisierung, Geschichte, Siedlungsgeschichte, Sprachgrenzen, Mittelalter, Ethnogenese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Völkerbewegungen und der Landnahme verschiedener Stämme im Raum der heutigen Schweiz während des Frühmittelalters, speziell zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Ursprünge und Wanderungen, die politische Geschichte, die Christianisierung sowie die Prozesse der Romanisierung bzw. Germanisierung bei den Burgundern, Alemannen, Langobarden und Rätern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie diese Völker die sprachlichen und kulturellen Grundlagen der heutigen Schweiz schufen und wie sich die jeweiligen Regionen in dieser Zeitspanne entwickelten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor fasst vorhandene Fachliteratur, archäologische Berichte und historische Monographien zusammen, um einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu dieser Epoche zu geben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die vier Volksgruppen (Burgunder, Alemannen, Langobarden, Räter) einzeln hinsichtlich ihrer Geschichte, ihrer kulturellen Integration und ihrer Bedeutung für die Schweiz analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Völkerwanderung, Landnahme, Romanisierung, Christianisierung, Frühmittelalter und Siedlungsgeschichte.

Warum wird die Rolle der Räter als Sonderfall betrachtet?

Die Räter werden als Sonderfall eingestuft, da sie eine indigene Bevölkerungsgruppe der Alpenregion darstellten, deren Entwicklung durch die Provinzverwaltung Raetia und die spätere Romanisierung geprägt wurde.

Welchen Einfluss hatten die Franken auf die Alemannen?

Die Franken unterwarfen Alemannien schrittweise, integrierten es in ihr Reich und beendeten schliesslich die Geschichte des alemannischen Herzogtums im Jahr 746.

Was besagen die Schlussüberlegungen zur heutigen Schweiz?

Der Autor stellt fest, dass sich die sprachlichen Grenzen der Schweiz bereits im 7. Jahrhundert abzeichneten und bis heute erstaunlich stabil geblieben sind.

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Details

Title
Die Völkerwanderung in der Schweiz zwischen dem 5. und 7. Jh. n. Chr.
College
University of Vienna
Grade
1,0
Author
Dr. phil. Michael Portmann (Author)
Publication Year
1999
Pages
28
Catalog Number
V77229
ISBN (eBook)
9783638812252
ISBN (Book)
9783638814515
Language
German
Tags
Völkerwanderung Schweiz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. phil. Michael Portmann (Author), 1999, Die Völkerwanderung in der Schweiz zwischen dem 5. und 7. Jh. n. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77229
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