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Die Beurteilung von SchülerInnenverhalten in der Pflichtschule durch LehrerInnen

Österreich, Polen und Tschechien im Vergleich

Title: Die Beurteilung von SchülerInnenverhalten in der Pflichtschule durch LehrerInnen

Master's Thesis , 2006 , 167 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.Ed. Michael Kopetzky-Tutschek (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Abstract


Teachers in Austria are complaining that classroom discipline is taking up an increasing amount of their time, turning them more into disciplinarians and leaving them less time for actually teaching. Likewise, teachers from the former Communist countries of Czechoslovakia and Poland that are now young democracies and new EU members are encountering similar difficulties. The aim of this study is to determine whether teachers from Austria, Poland and Czechoslovakia differ in their views on the conduct of school children; in addition, it examines differences concerning occupational guidance as well as basic and continuing teacher training. For this purpose, compulsory school teachers from all three countries were surveyed about the conduct of their pupils by means of a questionnaire as well as additional interviews. Survey responses provide readers with insights as to the causes, categories and consequences related to classroom disruptions and disruptive behavior of pupils. Finally, the problems of aggression, violence and mobbing were addressed. On the basis of this study, the author concluded that Austria, Poland and Czechoslovakia do differ in terms of their approach to the classroom conduct of their pupils. Whereas attitudes of resignation prevail in Austria and apathy in Czechoslovakia, Polish teachers are making an effort to take initiatives before the problems get the upper hand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. Aktuelle Diskussion

1.2. Die Position der LehrerInnen in der Schule

2. HYPOTHESE, FRAGESTELLUNGEN UND METHODEN

2.1. Historische und ökonomische Entwicklung der Länder

2.2. Pflichtschulsysteme

2.2.1. Österreich

2.2.2. Polen

2.2.3. Tschechien

2.3. Methoden

3. UNTERRICHTSSTÖRUNGEN

3.1. Ursachen

3.2. Einfluss der Unterrichtsstile

4. VERHALTENSSTÖRUNGEN

4.1. Begriffsklärung

4.1.1. Definition

4.1.2. Gesellschaftliche Norm

4.1.3. Klassifikation

4.1.4. Häufigkeit

4.1.5. Schweregrad

4.1.6. Ursachen

4.2. Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung

4.3. Aggression

4.3.1. Definition

4.3.2. Formen der Aggression

4.3.3. Ursachen

4.3.4. Einfluss der Medien

4.3.5. Mobbing

5. EMPIRISCHE STUDIE UND HERMENEUTISCHE VERFAHREN

5.1. Datenerhebung

5.1.1. Österreich

5.1.2. Polen

5.1.3. Tschechien

5.2. Durchführung der Interviews

5.3. Quantitative Ergebnisse

5.3.1. Stichprobenverteilung

5.3.2. Vergleich der Beurteilung der LehrerInnen aller drei Länder bezüglich der Aufmerksamkeit, der Arbeitshaltung und des Verhaltens ihrer SchülerInnen gegenüber den LehrerInnen

5.3.3. Vergleich der Beurteilung der LehrerInnen aller drei Länder bezüglich der Zusammenarbeit mit den Eltern, des Wachstums der Gewaltbereitschaft und der Aggression bzw. des Zeitaufwandes für Disziplinierungen

5.3.4. Länderspezifischer Vergleich der LehrerInnen nach ihrem Dienstalter hinsichtlich des Wachstums der Gewaltbereitschaft und der Aggression bzw. des Zeitaufwandes für Disziplinierungen

5.3.5. Länderspezifischer Vergleich der männlichen und weiblichen LehrerInnen hinsichtlich der Aufmerksamkeit und der Arbeits-haltung, des Verhalten, des Wachstums der Gewaltbereitschaft und der Aggression bzw. des Zeitaufwandes für Disziplinierungen

5.4. Ergebnisse aus den Interviews

5.4.1. Vergleich der Vorbereitung, Fortbildung und beruflichen Unterstützung der LehrerInnen aller Länder hinsichtlich Probleme mit der Disziplin, der Aggression und der Gewaltbereitschaft

5.4.2. Ergebnisse aus den Interviews hinsichtlich Gewaltbereitschaft, Aggression, Disziplinprobleme, Präventionsmaßnahmen und Zusammenarbeit mit den Eltern

6. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE

6.1. Vergleich der Beurteilung der LehrerInnen aller drei Länder bezüglich der Aufmerksamkeit, der Arbeitshaltung und des Verhaltens der SchülerInnen gegenüber den LehrerInnen

6.2. Vergleich der Beurteilung der LehrerInnen aller drei Länder bezüglich der Zusammenarbeit mit den Eltern, des Wachstums der Gewaltbereitschaft und der Aggression bzw. des Zeitaufwandes für Disziplinierungen

6.3. Länderspezifischer Vergleich der LehrerInnen nach ihrem Dienstalter hinsichtlich des Wachstums der Gewalt-bereitschaft und der Aggression bzw. des Zeitaufwandes für Disziplinierungen

6.4. Länderspezifischer Vergleich der männlichen und weiblichen LehrerInnen hinsichtlich der Aufmerksamkeit und der Arbeitshaltung, des Verhaltens, des Wachstums der Gewaltbereitschaft und der Aggression bzw. des Zeitaufwandes für Disziplinierungen

6.5. Vergleich der Vorbereitung, Fortbildung und berufliche Unterstützung der LehrerInnen aller Länder hinsichtlich Probleme mit der Disziplin, der Aggression und der Gewaltbereitschaft

6.5.1. Vorbereitung im Studium

6.5.2. Fortbildungsangebote

6.5.3. Berufsbegleitende Unterstützung

7. CONCLUSIO

7.1. Österreich

7.2. Polen

7.3. Tschechien

8. KONSEQUENZEN

8.1. „Anti-Bullying Programm“ nach Dan Olweus

8.2. Shared Concern Method nach Anatol Pikas

8.3. Österreich

8.4. Polen

8.5. Tschechien

9. SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Unterschiede in der Wahrnehmung des Schülerverhaltens durch LehrerInnen an Pflichtschulen in Österreich, Polen und Tschechien, wobei der Fokus auf Unterrichtsstörungen, Aggression, Gewalt und Mobbing sowie auf den Bereichen Aus- und Fortbildung liegt.

  • Vergleichende Analyse des Schülerverhaltens in drei europäischen Ländern
  • Einfluss von Unterrichtsstilen und schulischen Rahmenbedingungen
  • Rolle von Aus- und Fortbildungsangeboten zur Problembewältigung
  • Identifikation von Strategien zur Gewaltprävention (z.B. Olweus/Pikas)
  • Psychosoziale Auswirkungen auf das Lehrpersonal (Burnout-Prävention)

Auszug aus dem Buch

4.3.4. Einfluss der Medien

Nach der Familie sind heutzutage die Medien der zweitwichtigste Sozialisationsfaktor der Kinder. Die Freizeit innerhalb der Familie wird sehr häufig durch das Fernsehen, den Computer und das Internet, Spielkonsolen, das Hören von CDs und das Sehen von DVDs gestaltet. Dadurch verarmt die Kommunikation und Kinder haben vermehrt Schwierigkeiten mit anderen in Kontakt zu treten. Außerdem werden Kinder immer mehr mit gewalttätigen und aggressiven Inhalten konfrontiert. Dies passiert bereits im Kleinkindalter, wenn der Ersatzbabysitter „Fernsehen“ eingeschaltet wird. Durch Comicfiguren werden die antisozialen Inhalte weitertransportiert.

Sehr häufig wird durch die Medien Gewalt als Mittel zur Lösung von Problemen vermittelt. Kinder, die sich in der magisch – animistischen Phase (6./7. Lebensjahr) befinden, die gedemütigt und geschlagen wurden bzw. die unter mangelndem Selbstbewusstsein leiden, zählen zu einer Risikogruppe, die für solche Inhalte besonders empfänglich und hinsichtlich ihrer Problembewältigungsstrategien beeinflussbar sind. Ebenfalls trifft dies auf Kinder und Jugendliche mit einer fehlenden Vaterfigur zu. Schwierigkeiten in Bezug auf soziale Kompetenzen ergeben sich, wenn männliche Personen als „Macho“ bzw. Gewalttäter dargestellt werden.

Kinder und Jugendliche, die über ein eigenes Fernsehgerät im Zimmer verfügen, wählen jene Sender, die einen hohen Anteil an Gewaltfilmen zeigen. Der Konsum von gewalthältigen Medien kann zu einem Suchtverhalten und zu einem Fliehen in eine fiktionale Welt führen, wobei die Verfügbarkeit und die Verteilung zwischen den Jugendlichen und Kindern eine wichtige Komponente spielen. Durch Aufzeichnungsgeräte und das Internet können Kinder und Jugendliche die Kontrollmöglichkeiten ihrer Eltern umgehen.

Besonders Exzessivkonsumenten erleben eine Abstumpfung und ein Sinken der Hemmschwelle hinsichtlich Gewalt. Diese wird als adäquates Mittel zur Lösung von Schwierigkeiten angesehen und vermehrt als Spaßfaktor empfunden. Zudem ist bei diesen Gewalt konsumierenden Jugendlichen ein Montagssyndrom erkennbar, das durch Konzentrationsschwäche in der Schule an diesem Wochentag gekennzeichnet ist (vgl. Weiß 2000, S.29f, 66ff, 73, 96, 100ff, 109, 124ff, 258, Olweus 2002, S.53).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Anstieg von Disziplinproblemen und Gewalt an Schulen aus Sicht des Autors sowie durch aktuelle Studien, wobei die Rolle der Lehrperson im Wandel aufgezeigt wird.

2. HYPOTHESE, FRAGESTELLUNGEN UND METHODEN: Dieses Kapitel erläutert die geschichtlichen Hintergründe der drei untersuchten Länder sowie die verwendeten quantitativen und qualitativen Methoden zur Datenerhebung.

3. UNTERRICHTSSTÖRUNGEN: Hier werden die Ursachen von Unterrichtsstörungen, wie das Schülerverhalten und der Einfluss verschiedener Unterrichtsstile, wissenschaftlich analysiert.

4. VERHALTENSSTÖRUNGEN: Das Kapitel definiert Verhaltensstörungen, ADHS, Aggression und Mobbing und beleuchtet deren Einflussfaktoren wie Medien und Erziehung.

5. EMPIRISCHE STUDIE UND HERMENEUTISCHE VERFAHREN: Dieser Hauptteil präsentiert die konkrete Datenerhebung, die quantitative Auswertung der Fragebögen und die qualitativen Ergebnisse aus Lehrerinterviews.

6. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE: Hier werden die empirischen Erkenntnisse über Ländergrenzen, Dienstalter und Geschlecht hinweg systematisch zusammengefasst und interpretiert.

7. CONCLUSIO: Die Conclusio fasst die resignative Stimmung in Österreich, die spezifischen Herausforderungen in Polen und die angespannte Lage in Tschechien zusammen und reflektiert die Studienergebnisse.

8. KONSEQUENZEN: Dieses Kapitel leitet aus den Studienergebnissen konkrete Handlungsfelder ab, darunter Anti-Bullying-Programme und die Stärkung professioneller LehrerInnenunterstützung.

9. SCHLUSSWORT: Das Schlusswort plädiert für eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung zur Gewaltprävention an Schulen und fordert ein Ende der rein medialen Kritik am Lehrpersonal.

Schlüsselwörter

Pflichtschule, Österreich, Polen, Tschechien, Disziplin, Verhaltensstörungen, Aggression, Gewalt, Mobbing, LehrerInnen, SchülerInnen, Unterrichtsstörungen, Prävention, Medienkonsum, Lehramtsstudium

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Dissertation vergleicht die Beurteilung des SchülerInnenverhaltens durch LehrerInnen an Pflichtschulen in Österreich, Polen und Tschechien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Untersuchung deckt die Bereiche Disziplin, Unterrichtsstörungen, Aggression, Gewaltbereitschaft, Mobbing sowie die berufliche Vorbereitung und Unterstützung von Lehrkräften ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu bestimmen, ob es signifikante Unterschiede in der Bewertung des Schülerverhaltens sowie in der Unterstützung des Lehrpersonals zwischen den drei EU-Ländern gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt eine Querschnittsstudie durch, die quantitative Fragebogenauswertungen (Chi-Quadrat-Tests) mit qualitativen Experteninterviews kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die erhobenen Daten hinsichtlich Dienstalter, Geschlecht und länderspezifischer Besonderheiten bei der Wahrnehmung von Gewalt und Disziplinproblemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Gewaltprävention, Schulentwicklung, soziale Kompetenzen, LehrerInnen-Rollenbild und die Auswirkungen der politischen Wende auf Bildungssysteme.

Warum spielt das Thema Medienkonsum eine wichtige Rolle?

Der Autor zeigt auf, dass exzessiver Medienkonsum die Hemmschwelle für Gewalt senkt und bei Kindern Konzentrationsdefizite fördern kann, was den Unterrichtsalltag erschwert.

Welche Rolle spielt die Schulleitung bei Disziplinproblemen laut dem Autor?

Die Schulleitung fungiert oft als letzte Instanz, wobei die Qualität der Unterstützung laut Interviews stark variiert und viele Lehrkräfte sich im Umgang mit Krisen alleingelassen fühlen.

Excerpt out of 167 pages  - scroll top

Details

Title
Die Beurteilung von SchülerInnenverhalten in der Pflichtschule durch LehrerInnen
Subtitle
Österreich, Polen und Tschechien im Vergleich
College
University of Derby
Grade
1,0
Author
M.Ed. Michael Kopetzky-Tutschek (Author)
Publication Year
2006
Pages
167
Catalog Number
V77526
ISBN (eBook)
9783638744058
ISBN (Book)
9783638744256
Language
German
Tags
Beurteilung SchülerInnenverhalten Pflichtschule LehrerInnen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.Ed. Michael Kopetzky-Tutschek (Author), 2006, Die Beurteilung von SchülerInnenverhalten in der Pflichtschule durch LehrerInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77526
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