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Wann sind Fusionen verboten?

Title: Wann sind Fusionen verboten?

Seminar Paper , 2004 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Mehmet Levent (Author)

Business economics - Law
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Summary Excerpt Details

Im Zeitalter der Globalisierung und des steigenden Wettbewerbs, haben Zusammenschlüsse der Unternehmen, sei es in Form von Kartellen, Konzernen oder in Form von Fusionen, ständig an Bedeutung gewonnen. Die Unternehmen schließen sich aus diversen Gründen zusammen: um Skaleneffekte und Marktanteile zu erhöhen, um Kosteneinsparungen zu realisieren, um Preispolitik zu betreiben oder um die Wettbewerbssituation für das Unternehmen zu verbessern. Es gibt jedoch auch zwingende Rahmenbedingungen, die beachtet werden müssen. Deshalb existieren Gesetze zur Kontrolle von Zusammenschlüssen nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in den USA, sowie in den meisten anderen Ländern der Welt. Die Untersagungskriterien von Zusammenschlüssen sind dabei länderspezifisch zu unterscheiden. In der vorliegenden Arbeit werden nur die Rahmenbedingungen der deutschen, europäischen und amerikanischen Gesetze zur Fusionskontrolle untersucht. Die Analyse der Gesetze und Rechte anderer Länder sind für die Untersuchung weniger relevant und würden den Umfang der Seminararbeit sprengen. Die Frage der Untersuchung lautet: “Wann sind Fusionen verboten?“. Es gibt viele unterschiedliche Kriterien, bei denen Fusionen untersagt werden können. Diese Merkmale werden während der Untersuchung erläutert und anhand der Gesetze und einem Beispiel aus der Praxis dargestellt. Es ist nicht einfach das Verbot von Fusionen einheitlich zu definieren, da die Entscheidungen zwischen den USA und Europa doch manchmal anders ausfallen können. Dies macht der Generell Electric`s (GE)/Honeywell Fall vom Jahre 2001, auf den in Kapital 5 näher eingegangen wird, besonders deutlich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Arbeit

2 Begriffsunterscheidung

2.1 Fusion

2.2 Kontrollerwerb

3 Ökonomischer Aspekt der Fusionskontrolle

3.1 Marktabgrenzung

3.1.1 Sachliche Marktabgrenzung

3.1.2 Räumliche Marktabgrenzung

3.1.3 Zeitliche Marktabgrenzung

3.2 Marktbeherrschung

4 Rechtlicher Aspekt der Fusionskontrolle

4.1 Deutsche Fusionskontrolle

4.2 Europäische Fusionskontrolle

4.2.1 FKVO

4.2.2 EGV

4.3 Amerikanische Fusionskontrolle

4.3.1 Sherman Act

4.3.2 Clayton Act

5 Praktisches Beispiel: General Electric/Honeywell

5.1 Firmenportrait General Electric (GE)

5.2 Firmenportrait Honeywell

5.3 Zeitlicher Ablauf der geplanten Fusion

6 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Verbot von Unternehmenszusammenschlüssen in Deutschland, Europa und den USA, um zu klären, unter welchen Kriterien Fusionen untersagt werden. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der unterschiedlichen Anwendung von Wettbewerbskontrollen anhand des Falls General Electric/Honeywell.

  • Wettbewerbspolitische Grundlagen und Marktbeherrschung
  • Vergleich der Fusionskontrollsysteme (national vs. international)
  • Methoden der Marktabgrenzung (sachlich, räumlich, zeitlich)
  • Analyse von Fallbeispielen zur praktischen Anwendung
  • Unterschiede zwischen europäischen und amerikanischen Untersagungskriterien

Auszug aus dem Buch

3.1 Marktabgrenzung

Eine zentrale Rolle bei der Untersagung einer Fusion spielt die Abgrenzung des relevanten Marktes. Letztendlich entscheidet sie, ob eine marktbeherrschende Stellung der einzelnen bzw. der sich zusammenschließenden Unternehmen und der Oligopolisten gegeben ist und somit eine Fusion untersagt wird oder nicht. Des Weiteren klärt sich dann auch die Frage, ob auf nationaler Ebene wie in Deutschland das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkung (GWB) oder die Fusionskontrollverordnung (FKVO) auf internationaler Ebene Anwendung findet. Es ist nicht ganz einfach diesen relevanten Markt für die fusionierenden Unternehmen zu definieren. Je kleiner der relevante Markt ist, desto wahrscheinlicher ist die Untersagung der Fusion, weil die Marktanteile der sich zusammenschließenden Unternehmen höher und somit die marktbeherrschende Stellung umso größer ist. Deshalb ist die Chance auf eine Fusion wesentlich größer, wenn eine weite Marktabgrenzung vorhanden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Unternehmenszusammenschlüssen im Zuge der Globalisierung und definiert die Forschungsfrage der Arbeit.

2 Begriffsunterscheidung: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen wie Fusion und Kontrollerwerb erläutert, um einheitliche Voraussetzungen für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3 Ökonomischer Aspekt der Fusionskontrolle: Hier wird die zentrale Bedeutung der Marktabgrenzung sowie das Konzept der Marktbeherrschung als Voraussetzung für ein Fusionsverbot analysiert.

4 Rechtlicher Aspekt der Fusionskontrolle: Dieses Kapitel stellt die rechtlichen Rahmenbedingungen der deutschen, europäischen und amerikanischen Fusionskontrolle gegenüber.

5 Praktisches Beispiel: General Electric/Honeywell: Anhand dieses prominenten Beispiels aus dem Jahr 2001 werden die divergierenden Entscheidungen der US-amerikanischen und europäischen Behörden veranschaulicht.

6 Resümee: Das Schlusskapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einheitlicher Untersagungskriterien zur Vermeidung internationaler Spannungen.

Schlüsselwörter

Fusionskontrolle, Wettbewerbspolitik, Marktbeherrschung, Marktabgrenzung, GWB, FKVO, EGV, Sherman Act, Clayton Act, Zusammenschluss, Globalisierung, Wettbewerbsbeschränkung, Kartellrecht, General Electric, Honeywell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wettbewerbsrechtlichen Kriterien, unter denen Unternehmensfusionen von nationalen und internationalen Behörden verboten werden können.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Themen sind die ökonomische Marktabgrenzung, die rechtliche Ausgestaltung der Fusionskontrolle sowie die vergleichende Analyse internationaler Wettbewerbsgesetze.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Kernfrage nach: „Wann sind Fusionen verboten?“.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse der geltenden Wettbewerbsgesetze, ergänzt durch eine Fallstudie zum Zusammenschluss von General Electric und Honeywell.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definitionen von Fusionen, die ökonomischen Dimensionen der Marktabgrenzung (sachlich, räumlich, zeitlich) und den rechtlichen Vergleich von Gesetzen in Deutschland, Europa und den USA.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fusionskontrolle, Marktbeherrschung, Wettbewerbspolitik und internationale Rechtsunterschiede definiert.

Warum lehnte die EU die Fusion von GE und Honeywell ab, während die USA zustimmten?

Die Europäische Kommission argumentierte, dass die Fusion die marktbeherrschende Stellung von GE bei Triebwerken und Avionik auf dem „Gemeinsamen Markt“ unzulässig verstärken würde, während die US-Behörden Effizienzsteigerungen und Kundenvorteile in den Vordergrund stellten.

Welche Rolle spielt die räumliche Marktabgrenzung bei einer Fusionsprüfung?

Sie bestimmt das geografische Ausmaß der Wettbewerbsbeziehungen und ist entscheidend für die Messung von Marktanteilen; eine enge Abgrenzung erhöht dabei die Wahrscheinlichkeit eines Verbots.

Was ist das „Auswirkungsprinzip“ im Kontext der Fusionskontrolle?

Es besagt, dass nicht der Sitz eines Unternehmens entscheidend ist, sondern das Territorium, in dem die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Fusion und somit der Wettbewerb direkt betroffen sind.

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Details

Title
Wann sind Fusionen verboten?
College
Nürtingen University
Grade
1,7
Author
Mehmet Levent (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V77574
ISBN (eBook)
9783638819220
ISBN (Book)
9783638819626
Language
German
Tags
Wann Fusionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mehmet Levent (Author), 2004, Wann sind Fusionen verboten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77574
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