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Interethnische Konfliktpotenziale in deutschen Städten

Titre: Interethnische Konfliktpotenziale in deutschen Städten

Dossier / Travail , 2004 , 33 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Larissa Neuefeind (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Démographie, Urbanisation et Aménagement du territoire
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Interethnische Konflikte sind Phänomene, die jeder Einzelne aus den Nachrichten und aus Zeitungen kennt. Meistens ist von ihnen im Ausland die Rede - man denke dabei an die USA, Ex-Jugoslawien oder an die Probleme der Türken und Kurden in der Türkei. Ethnische und damit meist interethnische Konflikte trifft man jedoch auch in Deutschland an. Publik ist ein derartiges Konfliktpotenzial in deutschen Städten z.B. in den neunziger Jahren geworden, als Berichte zahlreicher fremdenfeindlicher Übergriffe auf Asylanten und Ausländer international die Zeitungen füllten. Hierbei fördern Vorurteile und stereotype Bilder seitens der Mehrheitsbevölkerung ein konstant anwachsendes Konfliktpotenzial.

In dieser Arbeit sollen nun Grundbegriffe zum Thema interethnische Konfliktpotenziale erläutert und zukünftige Entwicklungsprozesse angedacht werden. Anhand einiger Beispiele sollen zudem Konfliktpotenziale dargestellt und interpretiert werden. Diese werden unter Zuhilfenahme aktueller Untersuchungen und Statistiken veranschaulicht. Ziel ist es schließlich, das Phänomen dieser Konfliktentstehung zu erfassen und qualifizierbar zu machen.

Wir nähern uns dem Thema zunächst mit einer Formulierung von GIDDENS 1997, S. 324, die uns auf die Problemstellung hinführen soll:

„Unter welchen Bedingungen können die Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen oder kultureller Gemeinschaften miteinander auskommen? Und unter welchen Umständen arten die Beziehungen zwischen ihnen wahrscheinlich in Gewalt aus?“

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ethnizität und Ethnische Gruppen – eine Begriffserläuterung

2.1 These 1: Ethnische Gruppen sind Wir-Gruppen, die sich durch die Selbst- und Fremdbeschreibung einer kollektiven Identität auf der Grundlage des Glaubens an eine Abstammungsgemeinschaft konstituieren

2.2 These 2: Die Selbst- und/oder Fremdzuschreibung kollektiver ethnischer Identitäten impliziert stets einen Prozess der Abgrenzung in der Interaktion mit anderen Gruppen

2.3 These 3: Die Bedeutung ethnischer Identitäten für individuelle und kollektive Handlungsorientierungen ist veränderlich

3. Die ethnische Vielfalt in Deutschland und das Beispiel der Konfliktentladung nach der Wende

4. Motive und Gegenstände der Konflikte

5. Untersuchungen zum Ausmaß der Vorurteile, zur Diskriminie- rung und zum „Leben in benachteiligten Wohngebieten“

5.1 Untersuchungen zum Ausmaß der Vorurteile

5.2 Untersuchung zur Diskriminierung

5.3 Untersuchung zum „Leben in benachteiligten Wohngebieten“

6. Arten der Konflikte

7. Mögliche Lösungsansätze zur Konfliktbewältigung

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das Phänomen der interethnischen Konfliktentstehung in deutschen Städten zu erfassen und wissenschaftlich qualifizierbar zu machen, indem sie den Zusammenhang zwischen sozioökonomischer Benachteiligung, Vorurteilen und räumlicher Konzentration analysiert.

  • Grundlagen von Ethnizität und ethnischer Identität
  • Empirische Analyse von Vorurteilen und Diskriminierung in Deutschland
  • Konfliktpotenziale in sozial benachteiligten Wohngebieten
  • Räumliche Konzentration versus soziale Durchmischung als Lösungsansätze
  • Bedeutung der Integration für den sozialen Frieden

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Interethnische Konflikte sind Phänomene, die jeder Einzelne aus den Nachrichten und aus Zeitungen kennt. Meistens ist von ihnen im Ausland die Rede - man denke dabei an die USA, Ex-Jugoslawien oder an die Probleme der Türken und Kurden in der Türkei. Ethnische und damit meist interethnische Konflikte trifft man jedoch auch in Deutschland an. Publik ist ein derartiges Konfliktpotenzial in deutschen Städten z.B. in den neunziger Jahren geworden, als Berichte zahlreicher fremdenfeindlicher Übergriffe auf Asylanten und Ausländer international die Zeitungen füllten. Hierbei fördern Vorurteile und stereotype Bilder seitens der Mehrheitsbevölkerung ein konstant anwachsendes Konfliktpotenzial.

In dieser Arbeit sollen nun Grundbegriffe zum Thema interethnische Konfliktpotenziale erläutert und zukünftige Entwicklungsprozesse angedacht werden. Anhand einiger Beispiele sollen zudem Konfliktpotenziale dargestellt und interpretiert werden. Diese werden unter Zuhilfenahme aktueller Untersuchungen und Statistiken veranschaulicht. Ziel ist es schließlich, das Phänomen dieser Konfliktentstehung zu erfassen und qualifizierbar zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik interethnischer Konfliktpotenziale in Deutschland und Formulierung des Zieles, diese Phänomene theoretisch zu erfassen.

2. Ethnizität und Ethnische Gruppen – eine Begriffserläuterung: Theoretische Herleitung des Begriffs der ethnischen Gruppe anhand dreier Thesen zur kollektiven Identität und Grenzziehung.

3. Die ethnische Vielfalt in Deutschland und das Beispiel der Konfliktentladung nach der Wende: Darstellung der demografischen Entwicklung und der historischen Hintergründe für Konflikte in der BRD nach der Wiedervereinigung.

4. Motive und Gegenstände der Konflikte: Analyse der Interessen- und Identitätskonflikte, die aus räumlicher Konzentration und ökonomischer Konkurrenz resultieren.

5. Untersuchungen zum Ausmaß der Vorurteile, zur Diskriminie- rung und zum „Leben in benachteiligten Wohngebieten“: Empirische Betrachtung von Vorurteilen, Diskriminierung am Arbeitsmarkt und Wohnbedingungen anhand von Fallbeispielen.

6. Arten der Konflikte: Definition und Differenzierung von Konflikten zwischen manifesten und latenten sowie echten und unechten Konfliktformen.

7. Mögliche Lösungsansätze zur Konfliktbewältigung: Diskussion des Dilemmas zwischen räumlicher Konzentration und Diffusion der ausländischen Bevölkerung sowie die Bedeutung demokratischer Integration.

8. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung des Wettbewerbs um knappe soziale Güter für die Entstehung interethnischer Konflikte.

Schlüsselwörter

Interethnische Konflikte, Ethnizität, Soziale Segregation, Vorurteile, Diskriminierung, Einwanderungsgesellschaft, Konfliktpotenzial, Wohngebiete, Identität, Integration, Fremdenfeindlichkeit, Arbeitsmarkt, Soziale Normen, Deutschland, Urbanität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen interethnischer Konfliktpotenziale in deutschen Städten und beleuchtet die Ursachen für die Entstehung solcher Konflikte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören ethnische Identitätsbildung, die Analyse von Vorurteilen und Diskriminierung sowie die Auswirkungen von räumlicher Konzentration auf soziale Spannungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Phänomen der Konfliktentstehung in einer Einwanderungsgesellschaft erfassbar und qualifizierbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Herleitung der Begriffe in Kombination mit einer Analyse aktueller empirischer Studien und Statistiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, den ökonomischen und sozialen Motiven für Konflikte sowie empirischen Untersuchungen zur Diskriminierung und zum Leben in benachteiligten Stadtgebieten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Interethnische Konflikte, Soziale Segregation, Diskriminierung, Integration und Fremdenfeindlichkeit.

Welche Rolle spielen die sogenannten „Wilson-Hypothesen“ in dieser Untersuchung?

Die Wilson-Hypothesen dienen als Analysemodell für das Verhalten und die Lebensbedingungen in benachteiligten Wohnvierteln, wobei insbesondere der Einfluss des Wohnumfelds auf die Übernahme devianter Normen geprüft wird.

Wie bewerten türkische Bewohner laut der Studie ihr Wohnumfeld?

Die Studie zeigt, dass türkische Bewohner abweichendes Verhalten stärker als die deutschen Bewohner verurteilen und somit eher eine stabilisierende Wirkung auf die sozialen Normen in ihrem Wohngebiet ausüben.

Warum wird im Fazit die Rolle der Medien betont?

Die Autorin argumentiert, dass durch eine differenziertere Darstellung von Ethnien in Film und Fernsehen stereotype Bilder langfristig abgebaut werden können, um so Berührungsängste zu mindern.

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Résumé des informations

Titre
Interethnische Konfliktpotenziale in deutschen Städten
Université
University of Stuttgart  (Institut für Geographie)
Cours
Hauptseminar: Soziale Segregation in der Stadt
Note
1,0
Auteur
Larissa Neuefeind (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
33
N° de catalogue
V77603
ISBN (ebook)
9783638830836
Langue
allemand
mots-clé
Interethnische Konfliktpotenziale Städten Hauptseminar Soziale Segregation Stadt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Larissa Neuefeind (Auteur), 2004, Interethnische Konfliktpotenziale in deutschen Städten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77603
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Extrait de  33  pages
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