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Höhere Qualität des Testats bei einem Big4-Wirtschaftsprüfer?

Title: Höhere Qualität des Testats bei einem Big4-Wirtschaftsprüfer?

Seminar Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Brauer (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Wirtschafsprüfer stehen seit der Aufdeckung diverser Bilanzskandale verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit. Ihnen wird unterstellt, dass sie Verantwortung für die Glaubwürdigkeit der bilanziellen Daten tragen und die Qualität der Rechnungslegung verbessern sollen. Umso verständlicher ist es, dass Unternehmen nach einem hoch qualifizierten Prüfer verlangen. Diese Arbeit versucht, einen Einblick in alternative Messmethoden für die Prüfungsqualität zu geben. Auf Grund der einschlägigen Literatur wird der Fokus auf den amerikanischen Kapitalmarkt gelegt. Kapitel 2 beschreibt das Bedürfnis nach einem Testat und mögliche Signalwirkungen. Die darauffolgenden Kapitel 3 und 4 geben verschiedenste Studien wieder, die zunächst das Klagerisiko als Maßstab der Qualitätsmessung und weiter das Ausmaß von Bilanzpolitik über diskretionäre Periodenabgrenzungen einsetzen. In Kapitel 5 werden Analysen des Skandals um Enron beleuchtet. Abschließend wird in Kapitel 6 eine Schlussbetrachtung durchgeführt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Signalwirkungen durch das Testat eines Big 4-Wirtschaftsprüfers

3. Klagerisiko als Identifikationsmerkmal für die Qualität des Testats

3.1 Entstehung der Vertrauenskrise und die Theorie der "deep pockets"

3.2 Charakteristika von Gerichtsverfahren gegen Prüfungsgesellschaften

3.3 Empirische Ergebnisse zur Messung von Qualität anhand des Klagerisikos

4. Bilanzpolitik als Kriterium zur Messung der Prüfungsqualität

4.1 Grundsätzliches zur Bilanzpolitik

4.2 Modelle zur Identifikation von Bilanzpolitik

4.3 Empirische Ergebnisse zur Messung der Prüfungsqualität anhand von diskretionären Periodenabgrenzungen

5. Reputationsverluste anhand des Beispiels von Arthur Andersen

5.1 Überblick über den Enron-Skandal

5.2 Empirische Ergebnisse zur Entwicklung der Reputationsverluste

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob die Qualität des Testats bei einem sogenannten Big4-Wirtschaftsprüfer höher einzustufen ist als bei anderen Anbietern. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Analyse alternativer Messmethoden für Prüfungsqualität am amerikanischen Kapitalmarkt, wobei insbesondere das Klagerisiko, die Bilanzpolitik mittels diskretionärer Periodenabgrenzungen sowie Reputationsverluste als Indikatoren herangezogen werden.

  • Signalwirkung und Qualität des Wirtschaftsprüfer-Testats
  • Klagerisiko und die "deep pockets"-Theorie
  • Bilanzpolitik als Maßstab für Prüfungsqualität
  • Einfluss von Reputationsverlusten am Beispiel von Arthur Andersen
  • Kritische Würdigung empirischer Messmodelle und Proxies

Auszug aus dem Buch

3.1 Entstehung der Vertrauenskrise und die Theorie der "deep pockets"

Bereits zu Beginn der neunziger Jahre führte das Haftungssystem in den USA zu einem enormen finanziellen Druck, unter dem die damals Big6-Prüfungsfirmen standen. Der Vorwurf reifte, dass sich Firmen nach einer fehlgeschlagenen Investition willkürlich an den "deep pockets" der Big6 zu gesunden versuchten. Da sie über größere Ressourcen und Versicherungsschutz verfügen, stellen sie begehrenswerte Ziele für Klagen dar. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich, auch außergerichtlich vereinbarte Zahlungen zu erhalten. Rechtstreitigkeiten sind also kostspieliger für Big-Prüfer, besonders im Hinblick auf eine potentielle Schädigung des Markennamen und das damit verbundene Reputationskapital. Neben der gesamtschuldnerischen Haftung der Prüfer sorgte der Umstand, dass jeder Angeklagte vollständig verantwortlich für den entstandenen Schaden unabhängig vom Verschuldungsgrad gemacht wurde, für harsche Kritik. Kleinere Gesellschaften boten keine Prüfungsleistungen mehr an und beschränkten ihr Angebot auf Steuerberatung oder ähnliche Dienste. Zugleich verließ immer mehr qualifiziertes Personal die Prüfungsunternehmen. Als Resultat des verstärkten Lobbyismus der Big6 wurde 1995 der "Private Securities Litigation Reform Act" implementiert. Er verfolgte das Ziel, den Missbrauch von Ersatzansprüchen der Investoren gegen den Prüfer zu beschränken. Die Verpflichtung des Prüfers wurde erhöht, illegale Handlungen zu erkennen und zu melden. Ebenso wurde ein Wechsel zu einer anteiligen Haftung vollzogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Prüfungsqualität nach diversen Bilanzskandalen ein und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit, wobei der Schwerpunkt auf dem US-Kapitalmarkt liegt.

2. Signalwirkungen durch das Testat eines Big 4-Wirtschaftsprüfers: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Theorie hinter der Nachfrage nach hochqualifizierten Prüfern und die Signaling-Funktion eines Testats durch große Prüfungsgesellschaften.

3. Klagerisiko als Identifikationsmerkmal für die Qualität des Testats: Hier wird das Haftungssystem in den USA sowie die Theorie der "deep pockets" analysiert und empirisch untersucht, inwieweit das Klagerisiko als Indikator für Prüfungsqualität geeignet ist.

4. Bilanzpolitik als Kriterium zur Messung der Prüfungsqualität: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Bilanzpolitik und stellt empirische Modelle wie das Jones-Modell zur Identifikation von diskretionären Periodenabgrenzungen vor.

5. Reputationsverluste anhand des Beispiels von Arthur Andersen: Anhand des Enron-Skandals wird untersucht, welche Rolle Reputation bei der Mandatswahl spielt und wie sich Reputationsverluste auf das Prüfungsgeschäft auswirken.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Testate von Big4-Prüfern zwar eine Tendenz zur Absicherung signalisieren, die Messung durch die verwendeten Modelle und Proxies jedoch mit Unsicherheiten behaftet bleibt.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsprüfung, Prüfungsqualität, Big4, Klagerisiko, deep pockets, Bilanzpolitik, Periodenabgrenzungen, Jones-Modell, Reputationsverlust, Enron, Arthur Andersen, Signaling, Agency Kosten, Kapitalmarkt, Haftungssystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Qualität von Wirtschaftsprüfungstestaten, insbesondere mit Blick auf die Rolle der großen Prüfungsgesellschaften (Big4) im Kontext des US-amerikanischen Kapitalmarktes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen zählen die Signalwirkung von Testaten, der Einfluss von Klagerisiken auf Prüfungsgesellschaften sowie die Messung von Bilanzpolitik und Reputationsverlusten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, alternative Messmethoden für die Prüfungsqualität zu untersuchen und zu bewerten, ob ein Testat eines Big4-Prüfers tatsächlich eine höhere Qualität oder Sicherheit für Investoren darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer Zusammenstellung verschiedener empirischer Studien, darunter Regressionsanalysen und Event-Studien, die die genannten Indikatoren (Klagerisiko, Bilanzpolitik) prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Klagerisiken und Haftungssystemen, die Darstellung empirischer Modelle zur Erkennung von Bilanzpolitik sowie eine Fallstudie zum Zusammenbruch von Arthur Andersen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wirtschaftsprüfung, Prüfungsqualität, Big4, Klagerisiko, Bilanzpolitik, Reputationsverlust, Agency-Kosten und diskretionäre Periodenabgrenzungen.

Welche Rolle spielt die Theorie der "deep pockets" in der Arbeit?

Die Theorie der "deep pockets" beschreibt das Phänomen, dass große Prüfungsfirmen aufgrund ihrer hohen finanziellen Ressourcen und Versicherungssummen bevorzugt als Ziele in Klageverfahren ausgewählt werden.

Wie bewertet die Arbeit die Aussagekraft der verwendeten empirischen Messmodelle?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Ergebnisse zwar Tendenzen aufzeigen, die Messmodelle (wie das Jones-Modell) jedoch anfällig für systematische Messfehler und die subjektive Wahl von Variablen (Proxies) sind.

Was verdeutlicht das Beispiel von Arthur Andersen für die Prüfungsqualität?

Das Beispiel zeigt, dass Reputation ein entscheidender Treiber für die Mandatswahl ist und ein schwerer Reputationsverlust, wie im Enron-Skandal, gravierende Konsequenzen für den Bestand einer Prüfungsgesellschaft hat.

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Details

Title
Höhere Qualität des Testats bei einem Big4-Wirtschaftsprüfer?
College
University of Osnabrück
Grade
1,3
Author
Sebastian Brauer (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V77761
ISBN (eBook)
9783638823081
ISBN (Book)
9783638824767
Language
German
Tags
Höhere Qualität Testats Big4-Wirtschaftsprüfer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Brauer (Author), 2005, Höhere Qualität des Testats bei einem Big4-Wirtschaftsprüfer?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77761
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