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Zins- und Kreditderivate als Instrumente der Risikosteuerung

Analyse von Einsatzmöglichkeiten und Ableitung von Handlungsempfehlungen

Title: Zins- und Kreditderivate als Instrumente der Risikosteuerung

Diploma Thesis , 2005 , 147 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl.-Kfm. (FH) Holger Winterfeld (Author), Dirk Nowitzki (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Eine hohe Neuverschuldung sowie ein hohes Kreditportfolio können im Finanzmanagement oftmals nicht vermieden werden. Mit einem effizienten Risikomanagement müssen daher Möglichkeiten geschaffen werden, die die Risiken aus einer hohen Neuverschuldung und einem großen Kreditportfolio reduzieren.
Als bedeutende Unwägbarkeiten lassen sich Zinsänderungsrisiken und Adressenausfallrisiken nennen, die sich negativ auf die Situation der verschiedenen Marktteilnehmer auswirken können. Diese Risiken steigen mit der Zunahme von Verbindlichkeiten und Forderungen und stellen damit eine dauerhaft wirksame kritische Größe für ein zukünftiges Finanzmanagement dar. Demzufolge sollte die Nutzung einer Risikoabsicherung unabdingbar sein.
Eine hohe Volatilität der Zinsen sowie eine Verschlechterung der Bonität von Geschäftspartnern haben in der jüngeren Vergangenheit zur Entwicklung von innovativen Finanzinstrumenten in Form von Zins- und Kreditderivaten beigetragen.

In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, ob der Einsatz von Zins- und Kreditderivaten als Instrumente der Risikosteuerung verschiedener Marktakteure erforderlich ist.
Dabei wird zunächst ein Überblick über den Einsatz von Zins- und Kreditderivaten als Instrumente der Risikosteuerung in verschiedenen Nutzergruppen gegeben. Auf Grundlage der bestehenden Anwendungsformen werden Empfehlungen speziell für Kommunen und mittelständische Unternehmen erarbeitet, da in diesen Zielgruppen die Nutzung der Derivate bislang in einem sehr geringen Maße erfolgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

1.2 Zielsetzung und Aufbau

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Risikomanagement

2.1.1 Definition Risiko

2.1.2 Grundlagen des Risikomanagements

2.1.3 Risikomanagement von Zins- und Adressenausfallrisiken

2.2 Derivate

2.2.1 Forward Rate Agreement

2.2.2 Swap

2.2.3 Financial Future

2.2.4 Option

3 Zins- und Kreditderivate

3.1 Zinsderivate

3.1.1 Produkte

3.1.1.1 Zinsswap

3.1.1.2 Forward Swap

3.1.1.3 Swaption

3.1.1.4 Forward Rate Agreement

3.1.1.5 Zinsbegrenzungsvereinbarungen

3.1.1.6 Zinsfuture

3.1.1.7 Exotische Zinsderivate

3.1.2 Marktentwicklung

3.1.3 Marktteilnehmer

3.2 Kreditderivate

3.2.1 Vertragselemente

3.2.2 Produkte

3.2.2.1 Credit Default Swap

3.2.2.2 Credit Linked Note

3.2.2.3 Total Return Swap

3.2.2.4 Credit Spread Option

3.2.2.5 Exotische Kreditderivate

3.2.3 Risiken bei dem Einsatz von Kreditderivaten

3.2.4 Marktentwicklung

3.2.5 Marktteilnehmer

3.3 Einsatzmotive

3.3.1 Hedgingmotiv

3.3.2 Spekulationsmotiv

3.3.3 Arbitragemotiv

4 Einsatzmöglichkeiten von Zins- und Kreditderivaten

4.1 Einsatzmöglichkeiten in Kommunen

4.1.1 Problematik der öffentlichen Verschuldung

4.1.2 Entwicklung des Derivateeinsatzes der öffentlichen Hand

4.1.3 Bedingungen für den Einsatz von Zinsderivaten in Kommunen

4.1.3.1 Rechtliche Bedingungen

4.1.3.2 Organisatorische Bedingungen

4.1.3.3 Bedingungen an Bonität, Fristigkeit und Losgröße

4.1.4 Anwendungsbeispiele von Zinsderivaten in Kommunen

4.2 Einsatzmöglichkeiten in Banken

4.2.1 Darstellung der Marktsituation von Banken im Segment der Kreditderivate

4.2.2 Einsatzmotive von Banken für den Einsatz von Kreditderivaten

4.2.2.1 Kreditportfoliomanagement

4.2.2.2 Optimierung der Eigenkapitalverwendung

4.2.2.3 Absicherung der Refinanzierungskosten

4.2.2.4 Kreditlinienmanagement

4.2.2.5 Aufsichtrechtliche Behandlung von Kreditderivaten

4.3 Einsatzmöglichkeiten in Industrieunternehmen

4.3.1 Anwendung von Zinsderivaten in Industrieunternehmen

4.3.2 Anwendung von Kreditderivaten in Industrieunternehmen

5 Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Zins- und Kreditderivaten

5.1 Problemstellungen und Lösungshinweise

5.1.1 Hohe Verschuldung

5.1.2 Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern

5.1.3 Absicherung von Anlagevermögen

5.1.4 Wegfall der Gewährträgerhaftung im Bereich der öffentlich-rechtlichen Sparkassen

5.1.5 Ausfall von Steuereinnahmen

5.2 Aufstellen von Beurteilungskriterien

5.3 Ableitung von Lösungsansätzen

5.3.1 Kriterienvergleich zur Entscheidungsfindung

5.3.2 Beschreibung der Entscheidungsmatrix für Kommunen

5.3.3 Handlungsempfehlungen für Kommunen

5.3.3.1 Kleine Kommunen

5.3.3.2 Mittelgroße Kommunen

5.3.3.3 Große Kommunen

5.3.4 Beschreibung der Entscheidungsmatrix für mittelständische Unternehmen

5.3.5 Handlungsempfehlungen für mittelständische Unternehmen

5.3.5.1 Kleine mittelständische Unternehmen

5.3.5.2 Mittelgroße mittelständische Unternehmen

5.3.5.3 Große mittelständische Unternehmen

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Thematik

Die Arbeit analysiert den Einsatz von Zins- und Kreditderivaten als Instrumente der Risikosteuerung in der Finanzwirtschaft. Dabei werden insbesondere die spezifischen Anforderungen und Anwendungsmöglichkeiten in Kommunen, Banken und Industrieunternehmen untersucht, um praxisnahe Handlungsempfehlungen für ein effizientes Risikomanagement abzuleiten.

  • Analyse der Funktionsweise und Einsatzmotive von Zins- und Kreditderivaten
  • Untersuchung der spezifischen Risikomanagement-Anforderungen von Kommunen
  • Bewertung der Rolle von Kreditderivaten im modernen Banken-Kreditportfoliomanagement
  • Entwicklung von Entscheidungskriterien für den Derivateeinsatz in verschiedenen Organisationsgrößen

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Zinsswap

Der Zinsswap ist eine vertragliche Vereinbarung über den Austausch von Zinszahlungen ohne Transfer des zugrunde liegenden Kapitals für einen bestimmten Zeitraum und gerechnet auf den Swapnominalbetrag. Als Grundlage dient die entgegengesetzte Einschätzung der beiden Swap-Kontrahenten bezüglich der Marktzinsentwicklungen.

Je nach Absicherungshintergrund kann zwischen verschiedenen Arten von Zinsswaps unterschieden werden. Werden Zinszahlungen, die aufgrund von Verbindlichkeiten aufgebracht werden müssen, ausgetauscht, trägt der Swap aus der Sicht des Kreditnehmers die Bezeichnung Liability-Swap. Werden Zinszahlungen aus Geldanlagen getauscht, handelt es sich um einen sog. Asset-Swap.

Zinsswaps sind bedingt durch mögliche lange Laufzeiten zwischen üblicherweise zwei und zehn Jahren, in einigen Fällen sogar bis zu 30 Jahren, sowie die periodischen Zinszahlungen besonders zum mittel- und langfristigen Hedging von Zinsänderungsrisiken geeignet.

Die Festlegung der variablen Zinssätze, das sog. Fixing, erfolgt für die entsprechende Periode gemäß den Anwendungen am jeweiligen Geldmarkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen durch hohe Neuverschuldung und Kreditportfolien und begründet die Relevanz von Derivaten zur Risikosteuerung.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Risikobegriffe sowie die Funktionsweise der grundlegenden Derivate wie FRA, Swaps, Futures und Optionen.

3 Zins- und Kreditderivate: Hier werden detailliert die verschiedenen Produkte der Zins- und Kreditderivate, ihre Marktentwicklung und ihre Bedeutung für die Marktteilnehmer dargelegt.

4 Einsatzmöglichkeiten von Zins- und Kreditderivaten: Analyse der praktischen Anwendung von Derivaten in Kommunen, Banken und Industrieunternehmen unter Berücksichtigung spezifischer Rahmenbedingungen.

5 Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Zins- und Kreditderivaten: Herleitung systematischer Kriterien und Handlungsempfehlungen für den Derivateeinsatz in verschiedenen Größenklassen von Kommunen und Unternehmen.

6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Hindernisse für den Einsatz von Derivaten im Risikomanagement der betrachteten Nutzergruppen.

Schlüsselwörter

Zinsderivate, Kreditderivate, Risikomanagement, Risikosteuerung, Zinsswap, Credit Default Swap, Hedging, Kommunen, Banken, Industrieunternehmen, Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko, Zinsänderungsrisiko, Finanzinnovationen, Portfolio-Management

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Zins- und Kreditderivate als moderne Finanzinstrumente zur Steuerung von finanziellen Risiken in Kommunen, Banken und Industrieunternehmen eingesetzt werden können.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse theoretischer Grundlagen von Derivaten, deren praktischer Anwendung zur Risikoabsicherung sowie der Ableitung spezifischer Handlungsempfehlungen für verschiedene Zielgruppen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung des Einsatzes von Derivaten als Instrumente der Risikosteuerung und die Erarbeitung systematischer Empfehlungen, insbesondere für Organisationen, die diese Instrumente bislang nur restriktiv nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer systematischen Untersuchung von Anwendungsfällen, die durch die Erstellung von Entscheidungsmatrizen für verschiedene Anwendergruppen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Risiken, die detaillierte Vorstellung gängiger derivativer Finanzinstrumente (wie Swaps, Optionen, FRA) und deren spezifische Analyse in den Sektoren Kommunen, Banken und Industrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Zins- und Kreditderivate, Risikomanagement, Hedging, kommunales Schuldenmanagement sowie Optimierung der Eigenkapitalverwendung in Banken.

Wie unterscheiden sich die Anforderungen von kleinen und großen Kommunen beim Derivateeinsatz?

Große Kommunen verfügen über mehr Ressourcen und Know-how für komplexe Strukturen, während für kleine Kommunen aufgrund begrenzter Mittel der Fokus auf kostengünstigen, standardisierten Lösungen und dem Hinzuziehen externer Berater liegt.

Warum spielt der Wegfall der Gewährträgerhaftung bei Sparkassen in dieser Arbeit eine Rolle?

Der Wegfall der Staatsgarantie kann zu höheren Refinanzierungskosten für Sparkassen und damit für deren kommunale Kunden führen, was den Einsatz von Kreditderivaten zur Absicherung dieser Kostensteigerungen attraktiv macht.

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Details

Title
Zins- und Kreditderivate als Instrumente der Risikosteuerung
Subtitle
Analyse von Einsatzmöglichkeiten und Ableitung von Handlungsempfehlungen
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
1,7
Authors
Dipl.-Kfm. (FH) Holger Winterfeld (Author), Dirk Nowitzki (Author)
Publication Year
2005
Pages
147
Catalog Number
V77772
ISBN (eBook)
9783638770682
ISBN (Book)
9783638774475
Language
German
Tags
Zins- Kreditderivate Instrumente Risikosteuerung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. (FH) Holger Winterfeld (Author), Dirk Nowitzki (Author), 2005, Zins- und Kreditderivate als Instrumente der Risikosteuerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77772
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