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Fair Trade - Eine alternative Beschaffungsstrategie

Título: Fair Trade - Eine alternative Beschaffungsstrategie

Trabajo Escrito , 2007 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Dirk Kuritz (Autor)

Economía de las empresas - Marketing en línea y fuera de línea
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In den letzten Jahren ist der Markt „fair gehandelter“ bzw. von „Fair-Trade“ Produkten kontinuierlich gewachsen. Neben den bereits seit Jahren in diesem Segment aktiven Hilfsorganisationen und Vereinen nutzen angesichts des Spannungsfeldes der Globalisierung und einem gesteigerten Verantwortungsgefühl der Gesellschaft auch immer öfter kommerzielle Unternehmen „fair gehandelte“ Produkte zum Zwecke der Differenzierung.

Grundsätzlich ist der Gedanke „fairen Handelns“ auch auf der Beschaffungsseite in Form einer Preisstrategie nicht neu. Allerdings wurde diese bislang nur bei der Beschaffung von Spitzen-, Spezial- oder innovativen Produkten angewandt. Neu ist dagegen, diese Strategie auf Commodities bzw. Normprodukte anzuwenden. Als Teilaspekt einer Begründung lässt sich sicherlich die fehlende Notwendigkeit aufgrund des asymmetrischen Machtverhältnisses anführen.

Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist es, das Fair-Trade-Konzept als alternative Beschaffungsstrategie darzustellen und mit Hilfe der Koalitions- bzw. der Anreiz-Beitrags-Theorie zu überprüfen, inwieweit durch eine „faire“ Entlohnung der Produzenten von Commodities, wie Bananen, Kaffee etc. Wettbewerbsvorteile auf der Beschaffungsseite generiert werden können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Fair Trade

2.1.1. Ziele/Intention

2.1.2. Akteure

2.2. Theoretische Bezüge

2.2.1. Koalitionstheorie

2.2.2. Anreiz-Beitragstheorie

2.3. Beschaffungsmarketingprozess

2.3.1. Situationsanalyse

2.3.2. Lieferantenverhandlung

3. Das Fair-Trage-Konzept als alternative Beschaffungsstrategie

3.1. Im Rahmen des Beschaffungsmarketingprozess

3.1.1. Situationsanalyse

3.1.2. Lieferantenverhandlung

3.2. Kritische Analyse

3.2.1. Situationsanalyse

3.2.2. Lieferantenverhandlung

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern das Fair-Trade-Konzept als alternative Beschaffungsstrategie für Unternehmen geeignet ist. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob durch eine faire Entlohnung von Produzenten bei der Beschaffung von sogenannten Commodities (wie Kaffee oder Bananen) nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielt werden können, indem durch Koalitions- und Anreiz-Beitrags-Theorien eine Win-Win-Situation geschaffen wird.

  • Fair-Trade als strategisches Instrument im Beschaffungsmanagement
  • Anwendung der Koalitions- und Anreiz-Beitragstheorie auf Beschaffer-Lieferanten-Beziehungen
  • Optimierung der Beschaffungsqualität und Risikominimierung
  • Analyse von Lieferantenverhandlungen unter Berücksichtigung ungleicher Machtverhältnisse

Auszug aus dem Buch

3.2.2. Lieferantenverhandlung

Ziel der Lieferantenverhandlung ist es eine durch die Koalitions- bzw. die Anreiz-Beitrags-Theorie fundierte Win-Win-Situation unter Berücksichtigung des ökonomischen Prinzips herbeizuführen. Zu berücksichtigen sind im Falle des Fair-Trade-Konzeptes allerdings die ungleichen Machtverhältnisse.35 In der Ausgangssituation wird dem Produzenten nur ein Mindestmaß an Anreizen in Form des herrschenden Weltmarktpreises gewährt. Aufgrund dessen führt jeder zusätzlich gewährte Anreiz automatisch zu einer Win-Situation auf Seiten des Lieferanten. Allerdings ist seine Abhängigkeit wegen der Überproduktion auf Commodity-Märkten für Bananen, Kaffee, etc. zu groß als das er seine Mitwirkung an der Koalition bewusst und sichtbar aufkündigen könnte. Einzig allein eine schleichende Kündigung ist möglich – beabsichtigt oder nicht.

Gezwungen durch fehlende finanzielle Mittel muss der Produzent bspw. Arbeiter entlassen oder die Samenqualität seiner Pflanzen reduzieren. Mögliche Folge ist ein größerer Anteil schlechter Kakaobohnen. Dies hätte einen für den Beschaffer unter Umständen nicht sichtbaren, wohl aber für den Konsumenten schmeckbaren Qualitätsverlust zur Folge. Eine Einflussnahme zur Beseitigung dieses Risikos ist unter Umständen nicht möglich, da die Zwischenhändler nur kurzfristige Lieferverträge mit den Produzenten abschließen, um flexibel bezüglich des Preises zu bleiben.

Im Gegensatz dazu wird dem Lieferanten durch die Anwendung des Fair-Trade-Ansatzes im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft eine Vielzahl weiterer Anreize gewährt. Wie im vorherigen Abschnitt bereits aufgeführt, konkretisieren diese sich finanziell und in Form von Hilfen zur nachhaltigen Entwicklung. Im Gegenzug lassen sich die möglichen Beiträge des Produzenten hinsichtlich der Produktqualität und der Lieferzuverlässigkeit kategorisieren. Viele der Beiträge werden erst durch die zusätzlichen Anreize der Fair-Trade-Strategie und der damit verbunden langfristigen Partnerschaft ermöglicht. So können, die Ziele Senkung des Beschaffungsrisikos und Erhöhung der Beschaffungsqualität eher erreicht werden, als es im Rahmen einer Minimalpreis- oder Durchschnittspreisstrategie der Fall ist und die oben beschriebenen Risiken vermindert oder verhindert werden. Die Versorgung des Unternehmens, ein Kernbereich der Beschaffung, wird durch die intensive Zusammenarbeit mit den Lieferanten langfristig sichergestellt.36 Zusätzlich bietet die Zusammenarbeit die Möglichkeit gemeinsam an der Entwicklung neuer Fair-Trade-Produkte zu arbeiten und damit das absatzseitige Problem eines begrenzten Fair-Trade-Produkte Sortiments gelöst werden.37

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das wachsende Marktumfeld für Fair-Trade-Produkte und definiert das Ziel der Arbeit, Fair-Trade als Beschaffungsstrategie theoretisch zu fundieren.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Ziele und Akteure des fairen Handels sowie die theoretischen Ansätze der Koalitions- und Anreiz-Beitragstheorie.

3. Das Fair-Trage-Konzept als alternative Beschaffungsstrategie: Hier erfolgt die praktische Anwendung der Theorie auf den Beschaffungsmarketingprozess sowie eine kritische Analyse hinsichtlich Risiken und Erfolgsfaktoren.

4. Schluss: Das Fazit bestätigt, dass Fair-Trade als Beschaffungsstrategie eine wirkungsvolle Win-Win-Option zur Risikominimierung und Qualitätssteigerung darstellt.

Schlüsselwörter

Fair Trade, Beschaffungsmarketing, Koalitionstheorie, Anreiz-Beitragstheorie, Commodities, Beschaffungsstrategie, Lieferantenverhandlung, Win-Win-Situation, Nachhaltige Entwicklung, Lieferantenbeziehung, Beschaffungsrisiko, Qualitätsmanagement, Sozialprämie, Marktzugang, Strategische Beschaffung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Fair-Trade-Konzeptes als Instrument des Beschaffungsmanagements anstatt als rein absatzorientierte Strategie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Anwendung von Koalitions- und Anreiz-Beitragstheorien auf die Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und Produzenten von Commodities.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Es soll geprüft werden, ob und wie durch faire Entlohnung und langfristige Partnerschaften Wettbewerbsvorteile in der Beschaffung generiert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch Management- und Organisationstheorien sowie eine systematische Analyse des Beschaffungsmarketingprozesses.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Situationsanalyse und Lieferantenverhandlungen innerhalb des Beschaffungsmarketings sowie eine kritische Prüfung der Eignung von Fair-Trade zur Risikoreduzierung.

Welche Schlüsselbegriffe definieren den Kern der Arbeit?

Kernbegriffe sind Fair Trade, Beschaffungsmarketing, Koalitionstheorie, Anreiz-Beitragstheorie, Risikominimierung und langfristige Lieferantenbeziehungen.

Inwiefern beeinflusst Fair-Trade das Beschaffungsrisiko?

Durch langfristige Partnerschaften und gezielte Anreize können Risiken wie Lieferunwilligkeit oder Qualitätsmängel besser antizipiert und verhindert werden, als dies bei kurzfristigen Minimalpreisstrategien möglich ist.

Warum spielt die Anreiz-Beitragstheorie bei den Lieferantenverhandlungen eine so wichtige Rolle?

Sie erklärt, dass eine Organisation nur dann stabil bleibt, wenn die geleisteten Beiträge der Partner durch angemessene Anreize ausgeglichen werden, was die Basis für eine nachhaltige Win-Win-Situation bildet.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Fair Trade - Eine alternative Beschaffungsstrategie
Universidad
University of Cologne
Calificación
1,3
Autor
Dirk Kuritz (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
17
No. de catálogo
V77832
ISBN (Ebook)
9783638830348
ISBN (Libro)
9783656567820
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fair Trade Eine Beschaffungsstrategie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dirk Kuritz (Autor), 2007, Fair Trade - Eine alternative Beschaffungsstrategie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77832
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