Fair Trade - Eine alternative Beschaffungsstrategie


Hausarbeit, 2007

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen
2.1. Fair Trade
2.1.1. Ziele/Intention
2.1.2. Akteure
2.2. Theoretische Bezüge
2.2.1. Koalitionstheorie
2.2.2. Anreiz-Beitragstheorie
2.3. Beschaffungsmarketingprozess
2.3.1. Situationsanalyse
2.3.2. Lieferantenverhandlung

3. Das Fair-Trage-Konzept als alternative Beschaffungsstrategie
3.1. Im Rahmen des Beschaffungsmarketingprozess
3.1.1. Situationsanalyse
3.1.2. Lieferantenverhandlung
3.2. Kritische Analyse
3.2.1. Situationsanalyse
3.2.2. Lieferantenverhandlung

4. Schluss

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

In den letzten Jahren ist der Markt „fair gehandelter“ bzw. von „Fair-Trade“ Produkten kontinuierlich gewachsen.[1] Neben den bereits seit Jahren in diesem Segment aktiven Hilfsorganisationen und Vereinen nutzen angesichts des Spannungsfeldes der Globalisierung und einem gesteigerten Verantwortungsgefühl der Gesellschaft auch immer öfter kommerzielle Unternehmen „fair gehandelte“ Produkte zum Zwecke der Differenzierung.

Grundsätzlich ist der Gedanke „fairen Handelns“ auch auf der Beschaffungsseite in Form einer Preisstrategie nicht neu. Allerdings wurde diese bislang nur bei der Beschaffung von Spitzen-, Spezial- oder innovativen Produkten angewandt.[2] Neu ist dagegen, diese Strategie auf Commodities[3] bzw. Normprodukte[4] anzuwenden. Als Teilaspekt einer Begründung lässt sich sicherlich die fehlende Notwendigkeit aufgrund des asymmetrischen Machtverhältnisses anführen.

Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist es, das Fair-Trade-Konzept als alternative Beschaffungsstrategie darzustellen und mit Hilfe der Koalitions- bzw. der Anreiz-Beitrags-Theorie zu überprüfen, inwieweit durch eine „faire“ Entlohnung der Produzenten von Commodities, wie Bananen, Kaffee etc. Wettbewerbsvorteile auf der Beschaffungsseite generiert werden können.

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Fair Trade

2.1.1. Ziele/Intention

Fair Trade, bzw. „der faire Handel“ bezeichnet einen alternativen Ansatz zum konventionellen internationalen Handel. Handelspartnerschaften sollen die nachhaltige Entwicklung benachteiligter Produzenten und Arbeiter – insbesondere aus den Ländern des Südens – durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte gewährleisten.[5] Im Rahmen dieser Partnerschaften sollen die Produzenten einen Preis für ihre Güter erhalten, der eine angemessene Gegenleistung für ihre investierten Fähigkeiten, Ressourcen und Arbeitskraft darstellt.[6] Zur Erreichung dieser Ziele sollten nach Nicholls[7] direkte, transparente und langfristige Handelspartnerschaften installiert und Mindestpreise festgelegt werden. Zusätzlich sollten, um dem Entwicklungsgedanken gerecht zu werden eine Sozialprämie vereinbart und Marktinformationen bereitgestellt werden.

2.1.2. Akteure

Der Markt für Fair Trade Güter umfasst nach einer Einteilung von Moore (2004)[8] vier verschiedene Gruppen. Neben den bereits genannten Lieferanten sind noch drei weitere Gruppen von Akteuren zu nennen.

Die „Alternative Trading Organizations“ (ATOs) handeln als Importeure, Großhändler und Einzelhändler mit fair beschafften Produkten. In enger Zusammenarbeit mit diesen steht eine weitere Gruppe. Dachorganisationen: wie die „Fairtrade Labelling Organizations“ (FLO) und die „International Federation for Alternative Trade“ (IFTA). Die FLO[9] wurde 1997 als weltweite Fair Trade Standardisierungs- und Zertifizierungsorganisation gegründet. Sowohl für Produktionsbedingungen als auch für Produkte, wie z.B. Fußbälle, Bananen, Kaffe, werden Standards definiert und bei Einhaltung mit einem entsprechenden Zertifikat versehen.

Die IFAT[10] wurde 1989 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte Produzenten zu fördern und mit Käufern als Intermediär zusammenzubringen.

[...]


[1] vgl. Krier, J.-M.(Fair Trade in Europe 2005), S. 5

[2] vgl. Koppelmann, U. (Beschaffungsmarketing 2004), S. 132 ff.

[3] vgl. o.V. (http://www.fairtrade.org.uk/suppliers_become_a_licensee.htm) am 04.04.2007

[4] vgl. Koppelmann, U. (Beschaffungsmarketing 2004), S. 51

[5] vgl. The International Fair Trade Association (IFAT) (http://www.ifat.org/index.php?option=com_content&task=view&id=1&Itemid=13 2007) am 03.04.07

[6] vgl. European Commission (Communication on Fair Trade from the

European Commission to the Council 1999), S. 4

[7] vgl. Nicholls, A. (Fair Trade New Product Development ), S. 103

[8] vgl. Moore, G. (The Fair Trade Movement 2004), S. 75 ff.

[9] vlg. FLO (http://www.fairtrade.net 2007) am 03.04.2007

[10] vgl. IFAT (http://www.ifat.org/index.php?option=com_content&task=view&id=9&Itemid=5 2007) am 03.04.2007

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Fair Trade - Eine alternative Beschaffungsstrategie
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V77832
ISBN (eBook)
9783638830348
ISBN (Buch)
9783656567820
Dateigröße
377 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fair, Trade, Eine, Beschaffungsstrategie
Arbeit zitieren
Dirk Kuritz (Autor), 2007, Fair Trade - Eine alternative Beschaffungsstrategie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77832

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