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Die Gewerkschaftsjugend in Deutschland auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Titre: Die Gewerkschaftsjugend in Deutschland auf dem Weg ins 21. Jahrhundert

Dossier / Travail , 2007 , 27 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Eberhard Podzuweit (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die deutschen Gewerkschaften haben in den vergangenen Jahren mit einem starken Mitgliederrückgang zu kämpfen. Dieses allgemeine Problem tritt im Jugendbereich verstärkt zu Tage und führt dort zu einem gefährlichem Mangel an Nachwuchskräften.

Diese Arbeit möchte versuchen die Ursachen zu erkennen und zu verstehen, um daraus entsprechende Handlungsperspektiven abzuleiten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Jugend in Gewerkschaften – Wer/Was ist das?

3 Statistische Entwicklung der Gewerkschaftsjugend

4 Entwicklung des Arbeitsmarktes – Veränderung der Potentiale?

4.1 Statistische Entwicklung des Arbeitsmarktes

4.1.1 Arbeitslosen- und Erwerbstätigenzahlen

4.1.2 Verteilung auf die Wirtschaftszweige

4.2 Bedeutung für die Gewerkschaften

5 Der gesellschaftliche Wandel und seine Einflüsse

5.1 Wandlung gesellschaftlicher Strukturen

5.2 Auswirkungen auf das jugendliche Individuum und seine Bereitschaft zu gewerkschaftlichem Engagement

5.3 Veränderungen innerhalb gewerkschaftlicher Strukturen

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für den starken Mitgliederrückgang innerhalb der Gewerkschaftsjugend in Deutschland und analysiert, wie gesellschaftliche Wandlungsprozesse sowie Veränderungen am Arbeitsmarkt das gewerkschaftliche Engagement Jugendlicher beeinflussen, um daraus Perspektiven für eine zukunftsfähige Interessenvertretung abzuleiten.

  • Analyse der statistischen Mitgliederentwicklung der DGB-Gewerkschaften seit 1992.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Arbeitsplatzverlagerungen und Mitgliederzahlen.
  • Evaluation des Einflusses gesellschaftlicher Individualisierungstendenzen auf das Engagement.
  • Identifikation von Barrieren für die gewerkschaftliche Jugendarbeit.
  • Entwicklung von Lösungsansätzen zur Mitgliederbindung und -rekrutierung.

Auszug aus dem Buch

5.1 Wandlung gesellschaftlicher Strukturen

Die vergangenen 15 Jahre haben in unserer Gesellschaft – der europäischen im weiteren und der deutschen im engeren Sinne – zu einer Vielzahl von Veränderungen geführt. Ausgehend von der gerade erfolgten deutschen Wiedervereinigung hinterließen die Globalisierung und die (auch oder besonders durch gewerkschaftliche Einflüsse) erreichten Verbesserungen des deutschen wohlfahrtsstaatlichen Systems ihre Spuren. Gerade Zweiteres trug maßgeblich zur Auflösung der traditionellen Arbeits- und Klassenbindungen sowie zu einer immer stärkeren Individualisierung bei. So gibt es heute immer weniger Bereiche, in denen die Unterzeichnung der gewerkschaftlichen Beitrittserklärung quasi zum Ausbildungs- bzw. Arbeitsbeginn – „weil eben alle in der Gewerkschaft sind“ – dazu gehört.

Eine logische Folge ist die zunehmende Bedeutung des „Primates privater Akkumulation“, die immer wichtiger werdenden beruflichen und monetären Verbesserungen des Einzelnen. Der persönliche Aufstieg auf der Karriereleiter und das Lösen aus dem sozialen Herkunftsmilieu steht bei vielen potentiellen Gewerkschaftsmitgliedern im Vordergrund. Diese Feststellung trifft heute auch in zunehmendem Maße auf die weibliche Arbeitnehmerschaft zu. Zur Durchsetzung seiner Ziele greift der moderne abhängig Beschäftigte immer seltener auf die helfende Hand von Gewerkschaften und/oder betrieblichen Interessenvertretungen zurück. Hinzu kommt, dass es infolge dieser Entwicklungen auch zu einer verstärkten Ausprägung von persönlicher „Mitnahmementalität“ kommt. Der kollektive Gedanke gerät verstärkt ins Abseits, Erwerbstätige sind immer seltener bereit sich aktiv an gewerkschaftlicher Arbeit zu beteiligen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Der Autor führt in das Problem des Mitgliederschwunds bei der Gewerkschaftsjugend ein und umreißt das Ziel, dessen Ursachen durch statistische Analysen und die Betrachtung gesellschaftlicher Wandlungsprozesse zu ergründen.

2 Jugend in Gewerkschaften – Wer/Was ist das?: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext der gewerkschaftlichen Jugendarbeit seit 1949 und diskutiert die Entwicklung der Altersgrenzen für Gewerkschaftsmitglieder.

3 Statistische Entwicklung der Gewerkschaftsjugend: Es wird die quantitative Entwicklung der DGB-Mitgliederzahlen im Jugendbereich von 1992 bis 2006 aufgezeigt, wobei ein deutlicher Negativtrend erkennbar ist.

4 Entwicklung des Arbeitsmarktes – Veränderung der Potentiale?: Die statistische Untersuchung zeigt die Auswirkungen der Arbeitsplatzverlagerungen in den tertiären Sektor auf die Rekrutierungsmöglichkeiten der Gewerkschaften.

5 Der gesellschaftliche Wandel und seine Einflüsse: Hier werden die soziologischen Hintergründe der Individualisierung und deren negative Auswirkungen auf das kollektive gewerkschaftliche Engagement analysiert.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit Empfehlungen für eine Neuausrichtung der Gewerkschaften, um durch attraktivere Angebote und eine stärkere Einbindung junger Mitglieder die Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Schlüsselwörter

Gewerkschaftsjugend, DGB, Mitgliederschwund, Arbeitsmarkt, tertiärer Sektor, Individualisierung, Mitnahmementalität, Interessenvertretung, Solidarität, Berufsbildung, Rekrutierung, Jugendquote, gesellschaftlicher Wandel, Gewerkschaftsfusionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik des massiven Mitgliederrückgangs innerhalb der gewerkschaftlichen Jugendorganisationen in Deutschland im Zeitraum von 1992 bis 2006.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Analyse konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen dem demografischen Wandel, der Veränderung der Arbeitsmarktstrukturen (insbesondere der Sektorenverschiebung) und den soziologischen Einflüssen der gesellschaftlichen Individualisierung auf das Engagement junger Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, die Ursachen für den Negativtrend bei den Mitgliedszahlen zu identifizieren, um darauf basierend Handlungsperspektiven für eine erfolgreichere gewerkschaftliche Interessenvertretung in der Zukunft zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden eine quantitative statistische Datenanalyse von DGB-Mitgliederdaten sowie Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt und mit soziologischen Theorien über gesellschaftlichen Wandel verknüpft.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Aufbereitung der Mitgliederzahlen und Arbeitsmarktdaten sowie eine vertiefende Analyse der soziologischen Faktoren wie Individualisierung, steigender Leistungsdruck und veränderte Einstellungen der Jugend gegenüber gewerkschaftlichen Organisationen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?

Gewerkschaftsjugend, Mitgliederschwund, Individualisierung, DGB, Arbeitsmarkt, Interessenvertretung, Rekrutierung und Solidaritätsgedanke sind zentrale Begriffe.

Welche Rolle spielt die Verlagerung in den Dienstleistungssektor für die Gewerkschaften?

Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in den tertiären Sektor erschwert die Rekrutierung, da gewerkschaftliche Strukturen bisher stark auf Industriebetriebe fokussiert waren und dort traditionell höhere Organisationsgrade aufwiesen.

Wie wirkt sich die „Mitnahmementalität“ auf das Engagement aus?

Der Autor konstatiert, dass viele Arbeitnehmer von den durch Gewerkschaften erstrittenen tariflichen Leistungen profitieren, ohne selbst Mitglied zu sein oder sich aktiv zu engagieren, was die Durchsetzungskraft kollektiver Interessen schwächt.

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Résumé des informations

Titre
Die Gewerkschaftsjugend in Deutschland auf dem Weg ins 21. Jahrhundert
Université
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Note
1,3
Auteur
Eberhard Podzuweit (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
27
N° de catalogue
V77856
ISBN (ebook)
9783638846103
ISBN (Livre)
9783638845137
Langue
allemand
mots-clé
Gewerkschaftsjugend Deutschland Arbeitsbeziehungen DGB Zukunft Mitgliedszahlen Struktur Gewerkschaft Industrielle Beziehungen
Sécurité des produits
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Citation du texte
Eberhard Podzuweit (Auteur), 2007, Die Gewerkschaftsjugend in Deutschland auf dem Weg ins 21. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77856
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Extrait de  27  pages
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