„Werbung ist überall. (...) Wer wirbt will damit sagen: Ja, ich habe etwas besonderes, etwas Einzigartiges anzubieten!“ begrüßt die Bayreuther Werbeagentur 4c media ihre Kunden beim „klick“ auf den hauseigenen Internetauftritt. Die täglich wachsende Anzahl an Produkten, aus denen der Verbraucher beim Einkauf im Supermarkt oder auch bei der „Shopping-Tour“ im Internet auszuwählen vermag, macht es für die Hersteller notwendig, ihre Produkte nicht nur der breiten Öffentlichkeit vorzustellen, sondern es muss vielmehr erreicht werden, das vorgestellte Produkt im Bewusstsein des potentiellen Käufers zu verhaften. Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig. Von der Wahl eines einprägsamen Namens und Logos über das Ansprechen von Stimmungen und Gefühlen durch Bilder und Farben bis hin zur Kreation eigener Lifestyle-Richtungen, wie es dem Computerhersteller Apple mit seiner MP3-Player Serie „iPod“ gelungen ist, reicht die Palette - und noch weiter. Neuromarketing heißt das Zauberwort. Doch darum soll es hier nur am Rande gehen. Vielmehr sollen im Rahmen dieser Arbeit die Dienstleistungsunternehmen betrachtet werden, die sich die Präsentation einer Firma oder eines Produktes zur Aufgabe gemacht haben – die Werbeagenturen. Auch eine Werbeagentur muss sich öffentlich präsentieren. Neben der klassischen Printwerbung bietet sich hierfür vor allem das Internet als kostengünstiger Werbeträger an. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich damit, den Stil solcher Internetpräsenzen zu betrachten. Die Betrachtung soll hauptsächlich auf textlinguistischer Ebene, aber auch darüber hinaus geschehen. Als Analyseobjekte wurden die Startseiten - also die Ansicht, die sich dem Kunden beim ersten Aufrufen der Internetpräsenz darstellt – von zehn über ganz Deutschland verteilten Agenturen gewählt. Für die Auswahl wurden keinerlei Kriterien festgelegt, um einem möglichst breiten, jedoch den Rahmen der Arbeit nicht übersteigenden Querschnitt zu bilden. In einem ersten Schritt soll zunächst die theoretische Dimension des Begriffs „Stil“ untersucht werden. Daraus ist im nachfolgenden Schritt ein Analyseschema zu entwickeln, das nach der Klärung grundlegender, den Aufbau von Internetseiten betreffender Begrifflichkeiten auf die Untersuchungsobjekte angewendet wird. Zielsetzung ist, wertungsfrei herauszufinden, ob es einen gemeinsamen Stil der Webauftritte gibt und wie sich dieser darstellt.
Inhaltsverzeichnis
- Thematische Abgrenzung
- Theoretische Dimension des Stilbegriffs
- Vom praktischen Umgang mit Stil nach Ulrich Püschel (1995)
- Festlegung von Arbeitsbegriffen
- Betrachtung von Internet-Startseiten einzelner Werbeagenturen
- Überblick über die einzelnen Untersuchungsobjekte
- Textexterne Stilelemente
- Textinterne Stilelemente
- Werbeslogan
- Leistungsübersicht
- Firmenphilosophie
- Zusammenfassung
- Quellenangaben
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Stil von Internetpräsenzen von Werbeagenturen. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Startseiten von zehn Agenturen aus ganz Deutschland. Die Arbeit möchte herausfinden, ob sich ein gemeinsamer Stil der Webauftritte feststellen lässt und wie sich dieser darstellt. Die Analyse erfolgt sowohl auf textlinguistischer Ebene als auch auf der Ebene der Gestaltung.
- Theoretische Einordnung des Stilbegriffs
- Analyse der textlichen und grafischen Gestaltung von Internetpräsenzen
- Entwicklung eines Analyseschemas zur Untersuchung von Stilmerkmalen
- Identifizierung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Stil von Werbeagentur-Webseiten
- Bedeutung des Stils für die Kommunikation und das Image von Werbeagenturen
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thematische Abgrenzung
Dieses Kapitel führt in die Thematik der Arbeit ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung des Stils von Internetpräsenzen von Werbeagenturen im Kontext der wachsenden Bedeutung von Online-Marketing.2. Theoretische Dimension des Stilbegriffs
Dieses Kapitel befasst sich mit der Definition des Stilbegriffs und den unterschiedlichen Dimensionen des Stils in der Textanalyse. Es werden verschiedene Ansätze zur Beschreibung von Stilmerkmalen vorgestellt und die Relevanz des Stils für die Kommunikation und Rezeption von Texten erläutert.3. Vom praktischen Umgang mit Stil nach Ulrich Püschel (1995)
Dieses Kapitel stellt die Analysemethode von Ulrich Püschel zum Thema Stil vor und skizziert das weitere Vorgehen der Arbeit.4. Festlegung von Arbeitsbegriffen
Dieses Kapitel definiert die für die Analyse relevanten Arbeitsbegriffe und stellt die Grundlagentheorie für die Untersuchung der Internetpräsenzen vor.5. Betrachtung von Internet-Startseiten einzelner Werbeagenturen
Dieses Kapitel beginnt mit einem Überblick über die einzelnen Untersuchungsobjekte und führt dann eine detaillierte Analyse der textlichen und grafischen Elemente der Startseiten durch. Dabei werden sowohl textexterne als auch textinterne Stilelemente betrachtet.6. Zusammenfassung
Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und diskutiert die zentralen Erkenntnisse der Arbeit.Schlüsselwörter
Stil, Werbeagenturen, Internetpräsenz, Webdesign, Textanalyse, Stilmerkmale, Kommunikation, Image, Online-Marketing, Gestaltung, Analysemethoden, Ulrich Püschel.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Bruns (Autor:in), 2006, Stil in der Werbung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77928