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Gestaltung der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB und IFRS - Eine vergleichende Analyse

Title: Gestaltung der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB und IFRS - Eine vergleichende Analyse

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 28 Pages , Grade: 2,00

Autor:in: Olga Manyk (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Kreditinstitute sind verschiedenen Risiken aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt. Den Risiken, die nicht primär mit einer Risikopolitik aufgefangen werden, sind durch Risikovorsorge im Jahresabschluss zu begegnen.
Risikovorsorgemaßnahmen von Kreditinstituten sollen verhindern, dass vorhersehbare, aber auch unvorhersehbare Risiken bei ihrem Eintritt das Jahresergebnis negativ beein-flussen und in letzter Konsequenz die Existenz des Kreditinstitutes gefährden. Eine solche Risikovorsorge besitzt für Kreditinstitute eine erhebliche Bedeutung, da sie vor allem auf die Stabilität im Zeitablauf sowie auf die Vergleichbarkeit mit Konkurrenten in ihrem Ergebnisausweis angewiesen sind, um das Vertrauen der Einleger nicht zu verlieren.
Die Aufgabenstellung der Arbeit legt den Fokus explizit auf die Gestaltungsmöglichkeiten der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB (nichtkapitalmarktorientierte kleinere Kreditinstitute) und IFRS (börsennotierte Kreditinstitute) , so dass Aspekte der Rechnungslegung im Mittelpunkt stehen. Dies bedeutet, dass die Arbeit primär die Aufgabe besitzt, die für Kreditinstitute zur bilanziellen Gestaltung der Risikovorsorge relevanten Vorschriften vergleichend und kritisch zu analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Gestaltung der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB

1.1 Begriffliche Abgrenzung und Möglichkeiten der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB

1.2 Bildung und Ausweis der stillen Risikovorsorge nach § 340f HGB

1.3 Bildung und Ausweis der offenen Risikovorsorge nach §340g HGB

2 Bildung der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach IFRS

2.1 Aktuelle Gestaltung und Ausweis der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach IAS 30

2.2 Gestaltung der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach IAS 39

2.3 Zukünftiger Ausweis der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach IFRS 7

3 Vergleichende Analyse der Regelungen zur Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB und IFRS

3.1 Konträre Bedeutung der stillen Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB und IFRS

3.2 Vergleichende Analyse der Regelungen bezüglich der offenen Risikovorsorge nach HGB und IFRS

3.3 Vergleichende Analyse der Regelungen bezüglich der Sicherungsgeschäfte nach HGB und IFRS

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht kritisch die bilanzrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten der Risikovorsorge bei Kreditinstituten im deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) sowie nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), um Unterschiede in der Transparenz und Ergebnisdarstellung herauszuarbeiten.

  • Regelungen zur stillen Risikovorsorge gemäß HGB
  • Methoden der offenen Risikovorsorge nach HGB und IFRS
  • Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting)
  • Transparenz und Informationsgehalt des Jahresabschlusses
  • Auswirkungen der IFRS-Standardisierung auf den Bankensektor

Auszug aus dem Buch

1.2 Bildung und Ausweis der stillen Risikovorsorge nach § 340f HGB

Die stille Risikovorsorge, wie sie in § 340f HGB geregelt ist, hat für Kreditinstitute eine besondere Bedeutung, da die Ertragslage von Banken im Zeitablauf keinen konstanten Charakter besitzt, was nicht zuletzt daraus resultiert, dass Kreditinstitute besonders auf das Vertrauen des Kapitalmarktes und der Anleger angewiesen sind. Offen ausgewiesene Verluste können nicht nur zu einem Vertrauensschwund hinsichtlich eines Kreditinstitutes führen, sondern die gesamte Branche in Mitleidenschaft ziehen. Ein solcher Vertrauensschwund zeigt sich in Zweifeln an der Bonität einzelner, im Grunde noch zahlungsfähiger Kreditinstitute. Das kann dazu führen, dass massenhaft Kunden ihre Geschäftsbeziehungen mit den entsprechenden Kreditinstituten aus Angst vor Vermögensverlusten beenden.

Bei der stillen Risikovorsorge handelt es sich um so genannte stille „Zweckreserven“. Die werden durch absichtliche, bewusste Unterschreitung des nach § 253 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 HGB vorgeschriebenen Wertes gebildet.

Diese stillen Vorsorgereserven sind erlaubt, „soweit dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute notwendig ist“. Es bleibt jedoch offen, welche Risiken als „besondere Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute“ gemeint sind. Es wird in der Literatur davon ausgegangen, dass darunter das allgemeine branchenspezifische Risiko der Banken gemeint ist. Es handelt sich also nicht um konkrete Risiken einer Bank aus einzelnen Kredit- oder Wertpapiergeschäften. Somit stehen die stillen Vorsorgereserven in keiner direkten Beziehung zu den Risiken aus einzelnen Vermögenspositionen einer Bank.

Zusammenfassung der Kapitel

Gestaltung der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB: Erläutert die bankenspezifischen Möglichkeiten der Risikovorsorge unter dem HGB, insbesondere die stillen und offenen Vorsorgereserven.

Bildung der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach IFRS: Analysiert die Regelungen unter IAS 30, IAS 39 sowie den zukünftigen IFRS 7 hinsichtlich der Risikovorsorge und Sicherungsgeschäfte.

Vergleichende Analyse der Regelungen zur Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB und IFRS: Stellt die unterschiedlichen Ansätze beider Regelungswerke gegenüber und kritisiert die Transparenzunterschiede bei stillen Reserven und Derivaten.

Schlüsselwörter

Risikovorsorge, Kreditinstitute, HGB, IFRS, Stille Reserven, Offene Risikovorsorge, Sicherungsgeschäfte, Hedge Accounting, IAS 39, IAS 30, IFRS 7, Bankbilanz, Transparenz, Jahresabschluss, Überkreuzkompensation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der bilanziellen Gestaltung der Risikovorsorge bei Kreditinstituten unter Anwendung des HGB und der internationalen IFRS-Standards.

Welche zentralen Themenbereiche werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der stillen und offenen Risikovorsorge, der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sowie der Frage nach der Transparenz und Vergleichbarkeit von Bankabschlüssen.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es, die Auswirkungen der unterschiedlichen Rechnungslegungsvorschriften auf die Darstellung der Risikosituation und des Geschäftsergebnisses von Banken kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf einer umfassenden Literaturstudie und der Gegenüberstellung der relevanten Gesetzesparagrafen (HGB) sowie der internationalen Standards (IAS/IFRS) basiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der HGB-Regelungen, eine detaillierte Betrachtung der IFRS-Vorgaben und schließlich die direkte vergleichende Gegenüberstellung der beiden Systeme.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Schlagworten wie Risikovorsorge, Bankbilanzierung, HGB, IFRS, Stille Reserven und Hedge Accounting charakterisieren.

Warum ist das Thema "Stille Reserven" laut Arbeit problematisch?

Kritisiert wird, dass stille Reserven nach § 340f HGB die Informationsfunktion des Jahresabschlusses beeinträchtigen können, da sie nicht transparent nachvollziehbar sind und zur Ergebnisglättung genutzt werden können.

Wie verändert IFRS 7 die Offenlegung für Banken?

IFRS 7 ersetzt ab 2007 die bankenspezifischen Normen durch branchenunabhängige Offenlegungspflichten, die sich stärker am Umfang der Finanzinstrumente und dem tatsächlichen Risikogehalt orientieren.

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Details

Title
Gestaltung der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB und IFRS - Eine vergleichende Analyse
College
University of Duisburg-Essen
Course
Hauptseminar Banken
Grade
2,00
Author
Olga Manyk (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V77970
ISBN (eBook)
9783638783842
Language
German
Tags
Gestaltung Risikovorsorge Kreditinstituten IFRS Eine Analyse Hauptseminar Banken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Olga Manyk (Author), 2006, Gestaltung der Risikovorsorge bei Kreditinstituten nach HGB und IFRS - Eine vergleichende Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77970
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