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Kreditportfoliomodelle - “Kreditrisikomanagement und Kreditrisikotransfer-Wertung”

Title: Kreditportfoliomodelle  -  “Kreditrisikomanagement und Kreditrisikotransfer-Wertung”

Seminar Paper , 2006 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Karin Weber (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Nach Jahren der Dominanz des Marktrisikos in der finanzwissenschaftlichen Diskussion rückt nun zunehmend die Messung und Steuerung des Kreditrisikos in den Fokus der Betrachtungen. Dieser Wandel im Risikomanagement wurde insbesondere im Hinblick auf die weltweit zu beobachtende Zunahme der Unternehmensinsolvenzen notwendig. Der Präsident des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen, Wolfgang Artopoeus, ist der Meinung, dass bis zum heutigen Tag überhöhte Kreditrisiken die weitaus häufigste Ursache existenzbedrohlicher Schwierigkeiten von Banken und Auslöser von Krisen ganzer Banksysteme sind. Darüber hinaus sind Bankkrisen neben Ausfällen bei Großkrediten vor allem auf ein unzureichendes Management der Klumpenrisiken im Kreditportfolio zurückzuführen. Zu diesem Zweck haben einige international tätige Großbanken in den letzten Jahren stochastische Portfoliomodelle des Kreditrisikos entwickelt, die - analog zu den bereits etablierten internen Modellen zur Messung von Marktpreisrisiken - der Steuerung von Kreditportfolios dienen.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine kritische Analyse von Kreditportfoliomodellen zur Eignung des Managements von Kreditrisiken.

Einleitend bedarf es einer Erörterung der Grundlagen zur Kreditportfoliosteuerung. Dabei handelt es sich vor allem um die Abgrenzung der beiden Termini „erwarteter Verlust“ und „unerwarteter Verlust“ sowie um deren Quantifizierung.

Grundlage des Hauptteils bildet die strukturelle Einordnung der Kreditportfoliomodelle. Darauf aufbauend folgt die Veranschaulichung der fundamentalen Funktionsweisen von zwei wichtigen Modellen, nämlich CreditMetricsTM und CreditRisk+TM, welche die Basis für einen Vergleich aus Sicht der Anwender liefert. Im Anschluss werden die Schwächen bezüglich der Regulierung von Kreditrisiken diskutiert. Ein fundierter Überblick der zentralen Ergebnisse sowie ein Ausblick über die Zulassung von Kreditportfoliomodellen zu regulatorischen Zwecken runden die Arbeit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 RISIKOMANAGEMENT IM WANDEL

2 GRUNDZÜGE DES KREDITPORTFOLIOMANAGEMENTS

2.1 Zur Notwendigkeit der Kreditportfoliosteuerung

2.2 Quantifizierung von Kreditrisiken

3 PORTFOLIOORIENTIERTES MANAGEMENT VON KREDITRISIKEN

3.1 Struktur von Kreditportfoliomodellen

3.2 Überblick über kommerzielle Kreditportfoliomodelle

3.2.1 CreditMetricsTM

3.2.2 CreditRisk+TM

3.3 Vergleich der Modelle aus Sicht der Anwender

4 KREDITPORTFOLIOMODELLE AUS REGULATORISCHER SICHT

4.1 Gegenwärtige Lage

4.2 Problematik einer fehlenden Datenbasis

4.3 Schwierigkeit der Modellüberprüfbarkeit

5 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Kreditportfoliomodelle kritisch zu analysieren, um deren Eignung für das Management von Kreditrisiken zu bewerten. Dabei liegt der Fokus auf der methodischen Funktionsweise gängiger Modelle sowie den regulatorischen Herausforderungen bei deren Implementierung.

  • Grundlagen der Kreditportfoliosteuerung und Risikoklassifizierung
  • Analyse und Vergleich der Modelle CreditMetricsTM und CreditRisk+TM
  • Methoden der Kreditrisikoquantifizierung und Risikomaße
  • Regulatorische Anforderungen und Hindernisse bei der Modellanwendung
  • Datenqualität und Modellvalidierung als zentrale Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 CreditMetricsTM

Im April 1997 stellt JP Morgan mit CreditMetricsTM ein Kreditportfoliomodell vor, das die Verlustverteilung eines Portfolios auf Basis der Bonitätszustandsänderungen der Kreditnehmer, unter gleichzeitiger Berücksichtigung der untereinander bestehenden Korrelationen, generiert. Dabei lassen sich drei Änderungen - Upgrade, Downgrade und Default - der Kreditqualität eines Schuldners festhalten.

Als Ausgangspunkt gilt die in nachfolgender Tabelle illustrierte Migrationsmatrix der Ratingagentur Standards & Poor’s: Aus der Tabelle ist ersichtlich, dass ein Kreditnehmer mit dem aktuellen Rating BBB in einem Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 86,93% sein Rating beibehält und mit einer 5,95%-igen Wahrscheinlichkeit ein Upgrade nach A erhält.

Zusammenfassung der Kapitel

1 RISIKOMANAGEMENT IM WANDEL: Dieses Kapitel thematisiert die zunehmende Bedeutung der Messung und Steuerung von Kreditrisiken aufgrund steigender Unternehmensinsolvenzen.

2 GRUNDZÜGE DES KREDITPORTFOLIOMANAGEMENTS: Es werden die Grundlagen der Kreditportfoliosteuerung sowie die Abgrenzung und Quantifizierung von „erwartetem“ und „unerwartetem“ Verlust dargelegt.

3 PORTFOLIOORIENTIERTES MANAGEMENT VON KREDITRISIKEN: Dieser Teil bietet eine strukturierte Übersicht sowie einen Vergleich der kommerziellen Modelle CreditMetricsTM und CreditRisk+TM aus Anwendersicht.

4 KREDITPORTFOLIOMODELLE AUS REGULATORISCHER SICHT: Die regulatorischen Herausforderungen, insbesondere die Problematik der Datenverfügbarkeit und der Modellvalidierung, werden hier kritisch diskutiert.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Eignung von Kreditportfoliomodellen und einem Ausblick auf deren zukünftige aufsichtsrechtliche Anerkennung.

Schlüsselwörter

Kreditrisikomanagement, Kreditportfoliomodelle, Kreditrisikotransfer, CreditMetrics, CreditRisk+, unerwarteter Verlust, Eigenkapitalunterlegung, Migrationsmatrix, Ausfallrisiko, Value-at-Risk, Modellvalidierung, Risikocontrolling, Diversifikation, Bankenaufsicht, Kreditportfoliosteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Management von Kreditrisiken in Banken mittels moderner stochastischer Kreditportfoliomodelle und deren Eignung für regulatorische Zwecke.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die mathematische Quantifizierung von Kreditrisiken, die Funktionsweise kommerzieller Modelle sowie die aufsichtsrechtlichen Hürden bei deren Implementierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Analyse von Kreditportfoliomodellen, um zu bewerten, inwieweit diese für ein effektives Management von Kreditrisiken in der Praxis und unter regulatorischen Aspekten geeignet sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der Funktionsweisen von Kreditportfoliomodellen sowie einen Vergleich der beiden prominenten Ansätze CreditMetricsTM und CreditRisk+TM.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Struktur und den Aufbau von Kreditportfoliomodellen, vergleicht Anwendereigenschaften wie Implementierbarkeit und Rechendauer und erörtert regulatorische Hindernisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreditrisikomanagement, Credit-Value-at-Risk, Migrationsmatrix, Ausfallratenmodelle und Marktwertmodelle geprägt.

Worin unterscheiden sich CreditMetricsTM und CreditRisk+TM wesentlich?

Der Hauptunterschied liegt im Risikoparadigma: Während CreditMetricsTM ein Marktwertmodell ist, das auch Ratingänderungen berücksichtigt, fokussiert CreditRisk+TM als Ausfallratenmodell ausschließlich auf das Ereignis des Kreditausfalls.

Warum ist die Modellüberprüfbarkeit eine Hürde für die Aufsichtsbehörden?

Die Prognosegenauigkeit ist schwer zu validieren, da für eine empirische Überprüfung historischer Daten über mehrere Jahre sowie geeignete Backtesting-Ansätze für lange Zeithorizonte fehlen.

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Details

Title
Kreditportfoliomodelle - “Kreditrisikomanagement und Kreditrisikotransfer-Wertung”
College
University of Bayreuth
Course
Seminar zur Speziellen Betriebswirtschaftslehre: Kreditrisikomanagement und Kreditrisikotransfer-Wertung
Grade
1,3
Author
Karin Weber (Author)
Publication Year
2006
Pages
35
Catalog Number
V78078
ISBN (eBook)
9783638846202
ISBN (Book)
9783638854108
Language
German
Tags
Kreditportfoliomodelle Kreditrisikotransfer-Wertung” Seminar Speziellen Betriebswirtschaftslehre Kreditrisikomanagement Kreditrisikotransfer-Wertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karin Weber (Author), 2006, Kreditportfoliomodelle - “Kreditrisikomanagement und Kreditrisikotransfer-Wertung” , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78078
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