Diese Arbeit will beleuchten, inwieweit die genetische Komponente Einfluss auf die Entstehung psychischer Störungen, besonders der Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, ausübt.
Hierzu soll beleuchtet werden, wie häufig eineiige Zwillinge (EZ) gemeinsam erkranken, also wie sich die Übereinstimmung (Konkordanz) bzw. die Nichtübereinstimmung (Diskordanz) bezüglich der Störung gestaltet.
Daher soll untersucht werden, wie sich der Ausbruch der Krankheit gestaltete und von welchen Umständen er begleitet wurde; welche Symptome auftreten und inwiefern diese auch bei dem Geschwister beobachtbar sind und welche Behandlungsmethoden angewandt wurden. In diesem Kontext wird zum einen das Krankheitsbild von getrennt voneinander aufgewachsenen, eineiigen Zwillingspaaren sowie der Symptomkomplex von gemeinsam lebenden eineiigen Geschwisterpaaren betrachtet, wobei zweieiige Zwillinge (ZZ) als Kontrollgruppe fungieren.
Gliederung
1. Einleitung
2. Das Phänomen Zwillinge
2.1. Bestimmung des Zwillingsbegriffs
2.2. Die Charakteristika der Zwillingssituation
2.3. Zwillingsforschung im Kontext des Erbe-Umwelt- Streits
3. Schizophrenie: Endogene Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis
3.1. Bestimmung und Symptomatik der psychischen Störung
3.2. Erklärungsmodell und Behandlungsmethoden
4. Genetische Einflussnahme bei Schizophrenieerkrankungen
4.1. Erbliche Bedingtheit einer schizophrenen Störung
4.2. Schizophrenieerkrankungen bei Zwillingen
5. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss genetischer Faktoren auf die Entstehung schizophrener Störungen. Das zentrale Ziel ist es zu beleuchten, inwieweit eine erbliche Komponente die Manifestation von Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis bedingt, indem Erkenntnisse aus der Zwillings- und Adoptionsforschung analysiert werden.
- Grundlagen des Zwillingsbegriffs und der Zwillingssituation
- Symptomatik und klinische Einordnung der Schizophrenie
- Das Vulnerabilitäts-Stress-Konzept als Erklärungsmodell
- Bedeutung von Zwillings- und Adoptionsstudien für die Erblichkeitsforschung
- Analyse der Konkordanzraten bei monozygoten und dizygoten Zwillingen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit will nachstehend beleuchten, inwieweit die genetische Komponente Einfluss auf die Entstehung psychischer Störungen, besonders der Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, ausübt.
Hierzu soll beleuchtet werden, wie häufig eineiige Zwillinge (EZ) gemeinsam erkranken, also wie sich die Übereinstimmung (Konkordanz) bzw. die Nichtübereinstimmung (Diskordanz) bezüglich der Störung gestaltet.
Daher soll untersucht werden, wie sich der Ausbruch der Krankheit gestaltete und von welchen Umständen er begleitet wurde; welche Symptome auftreten und inwiefern diese auch bei dem Geschwister beobachtbar sind und welche Behandlungsmethoden angewandt wurden. In diesem Kontext wird zum einen das Krankheitsbild von getrennt voneinander aufgewachsenen, eineiigen Zwillingspaaren sowie der Symptomkomplex von gemeinsam lebenden eineiigen Geschwisterpaaren betrachtet, wobei zweieiige Zwillinge (ZZ) als Kontrollgruppe fungieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert die methodische Vorgehensweise, bei der Zwillingsstudien als zentrales Instrument zur Untersuchung genetischer Einflüsse auf Schizophrenie dienen.
2. Das Phänomen Zwillinge: Das Kapitel definiert den Zwillingsbegriff, erläutert die psychosoziale Zwillingssituation und beschreibt die Bedeutung der Zwillingsforschung im Spannungsfeld zwischen Erbe und Umwelt.
3. Schizophrenie: Endogene Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis: Hier werden die klinische Symptomatik sowie das Vulnerabilitäts-Stress-Modell als theoretisches Erklärungsmodell für die Entstehung und Behandlung der Schizophrenie dargestellt.
4. Genetische Einflussnahme bei Schizophrenieerkrankungen: Dieses Kapitel analysiert anhand von Familien- und Zwillingsstudien den Zusammenhang zwischen Verwandtschaftsgrad, Erblichkeit und dem Risiko, an Schizophrenie zu erkranken.
5. Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert, dass die Schizophrenie multifaktoriell bedingt ist, die genetische Komponente jedoch eine signifikante Rolle bei der Ausprägung der Störung einnimmt.
Schlüsselwörter
Schizophrenie, Zwillingsforschung, Genetik, Erblichkeit, Konkordanz, Psychose, Vulnerabilität, Stress, Anlage-Umwelt-Streit, eineiige Zwillinge, zweieiige Zwillinge, Verhaltensgenetik, Symptomatik, Neuroleptika, Adoptionsstudien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit?
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss genetische Faktoren auf die Entstehung von Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis haben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Zwillingsforschung, das Krankheitsbild der Schizophrenie, genetische Prädispositionen und die Rolle von Umwelteinflüssen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die Auswertung von Zwillings- und Adoptionsstudien zu prüfen, inwieweit das genetische Material den Ausbruch einer Schizophrenie beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Analyse existierender Fachliteratur, Zwillingsstudien und Adoptionsstudien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Definition von Zwillingen, die Klinik der Schizophrenie, Vulnerabilitätsmodelle sowie statistische Konkordanzraten bei genetisch verwandten Personen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Schizophrenie, Zwillingsforschung, Erblichkeit, Genetik und das Vulnerabilitäts-Stress-Konzept.
Was bedeutet Konkordanz in diesem Kontext?
Konkordanz bezeichnet die Übereinstimmung des Auftretens einer Krankheit bei beiden Partnern eines Zwillingspaares.
Warum spielen Zwillinge eine so wichtige Rolle für diese Untersuchung?
Aufgrund ihrer genetischen Identität (bei eineiigen Zwillingen) erlauben sie eine Differenzierung zwischen anlagebedingten und umweltbedingten Faktoren bei der Krankheitsentstehung.
- Citation du texte
- Marlen Vogel (Auteur), 2007, Einfluss genetischer Faktoren auf die Entstehung schizophrener Störungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78107