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Mitbestimmung: Betrachtung aus wirtschaftlicher Sicht

Title: Mitbestimmung: Betrachtung aus wirtschaftlicher Sicht

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: André Thiessen (Author)

Law - Civil / Private / Industrial / Labour
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Das Thema dieser Arbeit „Mitbestimmung: Betrachtung aus wirtschaftlicher Sicht“ soll sich im Folgenden mit den speziellen Gegebenheiten der Mitbestimmung in Unternehmen befassen.
Die insbesondere nach der Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes im Jahre 2001 zunehmende Kritik der Arbeitgeberverbände und auch vereinzelter ausländischer Investoren, macht es erforderlich, die Mitbestimmung nicht nur ideologisch sondern auch einer wirtschaftlichen Prüfung zu unterziehen. Neben der ökonomischen Betrachtung darf aber eine sozialpoliti-sche und ethische Betrachtung nicht ausbleiben.
„Mitbestimmung entfaltet für die soziale Integration und die demokratische Teilhabe der Arbeitnehmer einen großen gesellschaftlichen Nutzen, der bei ihrer Abschaffung zu nicht unerhebliche soziale Folgekosten führen könnte.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

1) Problemstellung

2) Zielsetzung und Vorgehensweise

3) Begriffsdefinitionen

II Monetäre Betrachtung der Mitbestimmung

1) Kosten der Mitbestimmung

2) Effizienzgewinne der Mitbestimmung

III Property-Rights Theorie versus Partizipationstheorie

1) Property-Rights Theorie

2) Partizipationstheorie

IV Chancen und Risiken der Mitbestimmung für die Wirtschaft

1) Produktivität und Innovation

2) Flexibilität und Bürokratie

3) Europäischer Standortwettbewerb

V Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mitbestimmung von Arbeitnehmern in Unternehmen aus einer dezidiert wirtschaftlichen Perspektive. Ziel ist es, die ideologische Debatte um eine ökonomische Prüfung zu ergänzen, um Chancen und Risiken der Mitbestimmung unter Einbeziehung von Kosten-Nutzen-Aspekten und theoretischen Modellen transparent zu machen.

  • Monetäre Bewertung der Mitbestimmungskosten und Effizienzgewinne
  • Gegenüberstellung von Property-Rights Theorie und Partizipationstheorie
  • Auswirkungen der Mitbestimmung auf Produktivität und Innovation
  • Diskussion von Flexibilitätsverlusten und bürokratischem Aufwand
  • Einordnung in den europäischen Standortwettbewerb

Auszug aus dem Buch

c) Weiterbildung und Innovation

„Mitbestimmung unterstütze – so das dritte entscheidende Argument der Partizipationstheoretiker – die Bereitschaft der Arbeitnehmer zu Investitionen in spezifisches Humankapital, z.B. in speziell auf ein bestimmtes Unternehmen zugeschnittene Kenntnisse. Es bestehe nun die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber entsprechende Humankapitalinvestitionen des Arbeitnehmers rein zu seinem Vorteil nutze, in dem er z.B. eine den erweiterten Kenntnissen angemessene Lohnerhöhung verweigere. Die Möglichkeit einer solchen Aneignung der Quasi-Rente durch den Arbeitgeber werde von rationalen Arbeitnehmern antizipiert und führe in der Konsequenz zu einem ineffizient niedrigen Niveau an unternehmensspezifischen Humankapitalinvestitionen. Vor dem Hintergrund asymmetrischer Informationsverteilungen und unvollständiger Regelungen zum Schutz der Quasi-Rente sei eine Marktlösung zum Schutz der Quasi-Rente nicht wahrscheinlich.

Die Vertreter der Partizipationstheorie argumentieren nun, dass Mitbestimmung den Schutz vor Entlassungen verbessere und die Verbesserung materieller wie immaterieller Arbeitsbedingungen fördere und damit einen wirksamen Schutz vor der einseitigen Abschöpfung der Quasi-Rente durch den Arbeitgeber biete. Dadurch wirke Mitbestimmung effizienzsteigernd und ermögliche produktivitätssteigernde Investitionen in Humankapital, die ohne entsprechende Schutzvorkehrungen unterbleiben würden. Das gelte insbesondere für die Investition in betriebsspezifische Qualifikationen.

Der durch Mitbestimmung verbesserte Schutz vor Entlassungen wiederum begünstige die Bildung interner Arbeitsmärkte. Zusammen mit der oben beschriebenen Teilhabe an den Erlösen einer Humankapitalbildung steige die Bereitschaft der Arbeitnehmer zu Qualifikation und Weiterbildung, als wichtige Voraussetzung für Innovation.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Arbeit erläutert die zunehmende Bedeutung der Mitbestimmung im Kontext gesellschaftlichen Wandels und begründet die Notwendigkeit einer ökonomischen Untersuchung der Mitbestimmungsgesetze neben sozialpolitischen Aspekten.

II Monetäre Betrachtung der Mitbestimmung: Dieses Kapitel differenziert zwischen direkten Kosten wie Betriebsratsentlohnungen und indirekten Kosten, die als Transaktionskosten definiert werden, und setzt diese zu potenziellen Effizienzgewinnen in Beziehung.

III Property-Rights Theorie versus Partizipationstheorie: Die theoretische Gegenüberstellung analysiert die Mitbestimmung aus zwei konträren Blickwinkeln: der auf Verfügungsrechten basierenden ökonomischen Sicht und der vertragstheoretisch orientierten Partizipationsperspektive.

IV Chancen und Risiken der Mitbestimmung für die Wirtschaft: Es werden die Auswirkungen auf Produktivität, Innovationsfähigkeit, bürokratische Prozesse und den europäischen Standortwettbewerb analysiert.

V Fazit: Die Arbeit schließt mit der Einschätzung, dass trotz entstandener Kosten und bürokratischer Hemmnisse die Mitbestimmung durch gesenkte Transaktionskosten und eine kooperative Unternehmenskultur einen positiven Beitrag leistet.

Schlüsselwörter

Mitbestimmung, Betriebsverfassungsgesetz, wirtschaftliche Sicht, Transaktionskosten, Property-Rights Theorie, Partizipationstheorie, Humankapital, Produktivität, Innovation, betriebliche Mitbestimmung, unternehmerische Mitbestimmung, Standortwettbewerb, Konsenskultur, Arbeitnehmervertretung, Effizienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Mitbestimmung von Arbeitnehmern in Unternehmen und untersucht diese aus einer wirtschaftlichen Perspektive, um die ökonomischen Auswirkungen dieser Gesetze kritisch zu beleuchten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Kosten und Effizienzgewinne der Mitbestimmung, theoretische Begründungen durch die Property-Rights- und Partizipationstheorie sowie die Analyse von Chancen und Risiken für die Wirtschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit der Mitbestimmung hervorzuheben und eine fundierte Einordnung zu ermöglichen, die über rein ideologische Argumente hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit ökonomischen Modellen sowie die Auswertung empirischer Daten und existierender Studien, um die ökonomische Effizienz der Mitbestimmung zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine monetäre Kosten-Nutzen-Betrachtung, den theoretischen Vergleich von Property-Rights und Partizipationstheorie sowie eine Diskussion über Innovationskraft, Bürokratie und Standortfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Mitbestimmung, Transaktionskosten, Humankapital, Produktivität, Innovation und unternehmerische sowie betriebliche Mitbestimmung.

Was besagt die Property-Rights Theorie im Kontext der Mitbestimmung?

Sie betrachtet Mitbestimmungsregelungen kritisch als potenzielle Fehlallokation, da sie befürchtet, dass Arbeitnehmervertreter eher den Status quo und ihre spezifischen Arbeitsplätze verteidigen als langfristige Unternehmensziele zu verfolgen.

Wie begründet die Partizipationstheorie die Effizienz der Mitbestimmung?

Die Partizipationstheorie argumentiert, dass Mitbestimmung Transaktionskosten senkt, Vertrauen schafft, Kommunikationsbarrieren beseitigt und Investitionen in unternehmensspezifisches Humankapital fördert.

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Details

Title
Mitbestimmung: Betrachtung aus wirtschaftlicher Sicht
College
University of Applied Sciences Trier
Course
Hauptseminar Arbeitsrecht
Grade
1,7
Author
André Thiessen (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V78249
ISBN (eBook)
9783638829403
ISBN (Book)
9783638832342
Language
German
Tags
Mitbestimmung Arbeitsrecht Property-Rights Partizipationstheorie Montanmitbestimmung Effizienzgewinne Flexibilität monetär Europäischer Standortwettbewerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Thiessen (Author), 2007, Mitbestimmung: Betrachtung aus wirtschaftlicher Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78249
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