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Erfordernisse und Möglichkeiten der Umsetzung des organisatorischen Unbundling in Energieversorgungsunternehmen

Title: Erfordernisse und Möglichkeiten der Umsetzung des organisatorischen Unbundling in Energieversorgungsunternehmen

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benjamin Pichert (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Im Rahmen des Oberseminars im Studiengang Energie- & Recyclingmanagement wird in der hier vorliegenden Seminararbeit das Thema „Erfordernisse und Möglichkeiten der Umsetzung des organisatorischen Unbundling“ bearbeitet. Unbundling lässt sich wortwörtlich mit Entflechtung übersetzen. Exakt besagt dieser Ausdruck, dass Energieversorgungsunternehmen den Geschäftsbereich Netzbetrieb von den Wettbewerbsbereichen Erzeugung und Vertrieb trennen müssen. Im Rahmen der Entflechtung werden vier „Unbundlingbereiche“ definiert.
Neben der organisatorischen ist die rechtliche, informatorische und buchhalterische Trennung des Netzbetriebs im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) geregelt. Da diese vier Bereiche in einigen Punkten interdependent sind, werden neben der operationellen Entflechtung die anderen drei Bereiche in dieser Arbeit auch gewisse Rollen einnehmen. Die Arbeit gliedert sich wie folgt: Den Beginn bildet ein kurzer Abriss über die Entstehungsgeschichte des Energiewirtschaftsgesetzes. Dem folgt ein komprimierter Blick auf die aktuelle Rechtsgrundlage und auf die allgemeinen Ziele des EnWG. Danach werden die genauen Ziele der Entflechtung und deren Erfordernisse beschrieben. Hierbei erfolgt auch eine Erläuterung über die rechtliche und informatorische Trennung des Netzbetriebs und deren Zusammenhang mit der operationellen Entflechtung. Nach den Ausführungen der Anforderungen des Gesetzes, werden erste Reaktionen der Energieversorger, sowie eine mögliche Strategie der Umsetzung der Erfordernisse dargestellt. Schließlich wird anhand des Beispieles „Vattenfall Europe“ die Umsetzung der Entflechtungsvorschriften bei einem Energieversorgungsunternehmen vorgestellt, bevor die Schlussbemerkungen mit einem Blick in die Zukunft die Arbeit beschließen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte und aktuelle Rechtsgrundlage

2.1 Das Energiewirtschaftsgesetz von 1935 bis 1998

2.2 Die Energierechtsreform von 1998

2.3 EG Beschleunigungsrichtlinien von 2003

2.4 Aktuelle Rechtsgrundlage (EnWG vom 7.Juli 2005)

2.5 Regulierungsbehörde Bundesnetzagentur

3. Erfordernisse zur Umsetzung der operationellen Entflechtung

3.1 Zielsetzung und Anwendungsbereich der Entflechtung

3.2 Rechtliche Entflechtung; die Grundlage zur operationellen Entflechtung

3.3 Erfordernisse der operationellen Entflechtung/ des organisatorischen Unbundlings

3.3.1 Grundsatz des § 8 EnWG

3.3.2 Die personelle Entflechtung

3.3.3 Die berufliche Unabhängigkeit der Leitung des Netzbetriebes

3.3.4 Unabhängige Entscheidungsbefugnisse des Netzbetreibers und zulässiger Gebrauch gesellschaftlicher Instrumente

3.3.5 Gleichbehandlungsprogramm (GBP) und Gleichbehandlungsbeauftragter (GBB)

3.3.6 Die „de minimis-Regelung“

3.4 Die Rolle der informatorischen Entflechtung

4. Möglichkeit zur Umsetzung der operationellen Entflechtung

4.1 Erste Reaktionen der Energieversorgungsunternehmen auf die EG- Richtlinien

4.2 Strategie zur Umsetzung der Entflechtungsbestimmungen

4.3 Möglichkeit der Umsetzung der Erfordernisse am Beispiel Vattenfall Europe

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit befasst sich mit den regulatorischen Anforderungen und praktischen Umsetzungsmöglichkeiten des organisatorischen Unbundlings in Energieversorgungsunternehmen, mit dem Ziel, einen diskriminierungsfreien Netzbetrieb zu gewährleisten.

  • Historische Entwicklung des Energiewirtschaftsgesetzes
  • Rechtliche Grundlagen und Entflechtungsanforderungen nach EnWG
  • Prozessanalyse zur Sicherstellung der Unbundling-Konformität
  • Operationelle Entflechtung und ihre operative Umsetzung
  • Fallbeispiel: Vattenfall Europe

Auszug aus dem Buch

3.3.3 Die berufliche Unabhängigkeit der Leitung des Netzbetriebes

In § 8 Abs. 3 EnWG wird gefordert, „dass geeignete Maßnahmen zu treffen sind, um die berufliche Handlungsunabhängigkeit der Personen zu gewährleisten, die für die Leitung des Netzbetreibers zuständig sind.“

Somit ist ausgeschlossen, dass z.B. Arbeitsverträge, Vergütung oder Vertragslaufzeiten zum Nachteil der Leitung des Netzbetreibers ausgelegt werden dürfen und somit von außen Einfluss auf die Leitung des Netzbetriebs genommen werden kann. Durch diesen Absatz wird der Anreiz nicht im Sinne der Netzgesellschaft zu handeln minimiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des organisatorischen Unbundling ein, definiert die zentrale Problemstellung der Trennung von Netzbetrieb und Wettbewerbsbereichen und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.

2. Entstehungsgeschichte und aktuelle Rechtsgrundlage: Dieses Kapitel skizziert die Entwicklung des Energiewirtschaftsgesetzes von 1935 bis hin zur aktuellen Fassung vom Juli 2005 und ordnet die Rolle der Bundesnetzagentur ein.

3. Erfordernisse zur Umsetzung der operationellen Entflechtung: Hier werden die spezifischen rechtlichen Anforderungen an die operationelle Entflechtung und die verschiedenen Unbundling-Bereiche detailliert analysiert.

4. Möglichkeit zur Umsetzung der operationellen Entflechtung: Dieses Kapitel behandelt Strategien zur praktischen Implementierung der Entflechtungsvorschriften, inklusive einer Prozessanalyse und einer fallbezogenen Anwendung auf Vattenfall Europe.

5. Schlussbemerkungen: Der Autor resümiert die Bedeutung der Entflechtung für die Wettbewerbsfähigkeit und weist auf die Herausforderungen bei der objektiven Analyse ohne innerbetriebliche Kontakte hin.

Schlüsselwörter

Unbundling, Entflechtung, EnWG, Netzbetrieb, Energieversorgung, Wettbewerb, Diskriminierungsfreiheit, Bundesnetzagentur, Energiewirtschaftsgesetz, vertikal integrierte Unternehmen, operationelle Entflechtung, Vattenfall Europe, Netzregulierung, Prozessanalyse, Gleichbehandlungsprogramm.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die rechtlichen Anforderungen und praktischen Umsetzungsmöglichkeiten des sogenannten "organisatorischen Unbundlings" (Entflechtung) für Energieversorgungsunternehmen in Deutschland.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Energieversorger den Netzbetrieb rechtssicher und diskriminierungsfrei von ihren anderen Geschäftsbereichen wie Erzeugung und Vertrieb trennen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die gesetzliche Grundlage des Energiewirtschaftsgesetzes, die verschiedenen Bereiche der Entflechtung sowie konkrete Strategien zur operativen Prozessanpassung im Konzernumfeld.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine theoretische Analyse der Rechtslage durch und kombiniert diese mit einer prozessorientierten Betrachtung sowie einer Fallstudie zum Unternehmen Vattenfall Europe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Erfordernisse zur operationellen Entflechtung gemäß § 8 EnWG detailliert erläutert, angefangen bei der personellen Trennung bis hin zur informatorischen Unabhängigkeit.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind EnWG, Unbundling, diskriminierungsfreier Netzzugang, Netzbetrieb und die Regulierung durch die Bundesnetzagentur.

Was bedeutet der Begriff "de minimis-Regelung" in diesem Zusammenhang?

Diese Regelung besagt, dass kleinere Energieversorger mit weniger als 100.000 angeschlossenen Kunden von bestimmten, aufwendigen Entflechtungspflichten befreit sind, um den administrativen Aufwand zu begrenzen.

Welche Rolle spielt Vattenfall Europe in der Arbeit?

Vattenfall Europe dient als praktisches Fallbeispiel, an dem aufgezeigt wird, wie ein großer Konzern die gesetzlichen Entflechtungsvorgaben durch eine spezifische Konzernstruktur und die Ernennung von Netzbetreibern umsetzt.

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Details

Title
Erfordernisse und Möglichkeiten der Umsetzung des organisatorischen Unbundling in Energieversorgungsunternehmen
College
Nürtingen University; Geislingen  (Fachhochschule)
Course
Oberseminar
Grade
2,0
Author
Benjamin Pichert (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V78251
ISBN (eBook)
9783638829441
ISBN (Book)
9783638832359
Language
German
Tags
Erfordernisse Möglichkeiten Umsetzung Unbundling Energieversorgungsunternehmen Oberseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Pichert (Author), 2006, Erfordernisse und Möglichkeiten der Umsetzung des organisatorischen Unbundling in Energieversorgungsunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78251
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