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Nationale und lokale Marken - Geographische Marktanteilsmuster von Marken

Title: Nationale und lokale Marken - Geographische Marktanteilsmuster von Marken

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Philipp Appelt (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Konsumenten sind heutzutage einer Vielzahl von Marken ausgesetzt. Bestimmte Marken kann der Verbraucher fast überall erwerben, andere hingegen vielleicht nur an seinem Wohnort. Er macht sich darüber keine großen Gedanken. Vielleicht ärgert er sich manchmal, dass er seine „Lieblingsmarke“ nicht überall kaufen kann. Für Marketingmanager ist es entscheidend zu wissen, wie eine positionierte Marke am Markt abschneidet und wie sich die Performance stetig verbessern lässt. Für Neuproduktstrategien sind geographische Überlegungen hinsichtlich Distribution und Werbung wichtig (vgl. Bronnenberg, Albuquerque, 2002). Dies ist besonders im Zuge stagnierender Marktanteile großer Marken bekannter Konsumgüterhersteller und dem Erstarken von Handelsmarken von Bedeutung. Zeitreihen zeigen die Auswirkungen der Preis-, und Promotionspolitik auf die unabhängige Größe Marktanteil über bestimmte Zeiträume. Einflüsse, die sie nicht erklären, werden in der Markenkonstante zusammengefasst. Ist diese Markenkonstante konstant oder unterscheidet sie sich regional? Bisher blieb diese geographische Komponente oftmals unbeachtet.

Diese Arbeit stellt generelle geographische Muster in der Marktperformance nationaler Marken vor. Die Untersuchung regionaler und nationaler Marktanteile nationaler Marken kommt zu überraschenden Ergebnissen, die das Konzept und die Relevanz nationaler Marken in Frage stellen. Dies macht sie wiederum für strategische Markenentscheidungen, wie Fragen bezüglich lokaler/nationaler Positionierung, Markenkonzentration und Markenportfolios interessant. Lässt sich beispielsweise das Phänomen erklären, dass in Deutschland die Marke Tesa und in den Vereinigten Staaten die Marke Scotch zu Gattungsbegriffen für Klebeband wurden? Wieso ist die lokale Mayonnaisemarke Duke’s Marktführer in South Carolina, obwohl der restliche US-Markt zwischen Unilever und Kraft aufgeteilt ist?

An diese Einführung anschließend, folgen die Definitionen nationaler und lokaler Marken und deren Abgrenzung. Danach beschäftigt sich die Arbeit mit Studien über nationale Marken im US-amerikanischen und französischen Konsumgütermarkt. Empirische Ergebnisse werden zusammengefasst, interpretiert, verglichen und kritisiert, bevor darauf folgend Erklärungen genannt werden. Es schließt sich ein kurzer Exkurs über den deutschen Biermarkt an. Abschließend endet diese Arbeit mit einem Fazit, das weitere Implikationen beinhaltet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Nationale und lokale Marken

3. Geographische Marktanteilsmuster von Marken

3.1 Verwendete Daten

3.2 Deskriptive Statistik

3.3 Analyse der Marktanteilsschwankungen

3.4 Räumliche Abhängigkeiten

3.5 Relevanz nationaler Marken in den USA

3.6 Kritische Anmerkungen

4. Erklärungsansätze

4.1 Konsumenten

4.2 Einzelhandel

4.3 Hersteller

5. Der Biermarkt in Deutschland, ein Exkurs

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht geographische Marktanteilsmuster von nationalen Marken, um die Diskrepanz zwischen landesweiter Präsenz und regionaler Performance zu analysieren und deren Bedeutung für strategische Markenentscheidungen zu hinterfragen.

  • Analyse regionaler und nationaler Marktanteilsunterschiede
  • Einfluss von Konsumentenpräferenzen, Einzelhandel und Herstellern
  • Untersuchung des First-Mover-Vorteils
  • Vergleichende Betrachtung des US-amerikanischen und französischen Marktes
  • Implikationen für die Markenstrategie und Marktbearbeitung

Auszug aus dem Buch

4.3 Hersteller

Eine weitere Erklärung zielt auf den Vorteil ab, den diejenige Marke besitzt, die als Erste in den Markt eintritt. Es handelt sich um den so genannten First-Mover Advantage. Kardes und Kalyanaram (1992) zeigen, dass Konsumenten Informationen über ein neues Produkt als relevant und interessant einstufen. Ihre Aufmerksamkeit steigt und damit haben Informationen eine höhere Wahrscheinlichkeit im Langzeitgedächtnis abgelegt zu werden. Produktinformationen von Nachfolgern wecken aufgrund inhärenter Redundanz weniger Aufmerksamkeit und erfahren kaum tiefe Speicherung. Sowohl die Erinnerung an einzigartige Produkteigenschaften, als auch die an gemeinsame Features fällt mit der Reihenfolge des Markteintritts. In Folge dieses Lerneffekts hat die erste Marke am jeweiligen Markt eine höhere Probier- und Kaufwahrscheinlichkeit und sofern die Erwartungen erfüllt werden, ergibt sich eine höhere Markenpräferenz. Dieser Vorteil lässt sich mit Hilfe kontinuierlicher Werbemaßnahmen und Verkaufsförderungen über lange Zeit bewahren, sofern die Produktkategorie gleichzeitig von großen Innovationen verschont bleibt. Ein Großteil der heutigen Marken startete lokal, dortiger Erfolg führte zu nationaler Markenausweitung. Sie besitzen ihren sprichwörtlichen „Heimatmarkt“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik geographischer Marktanteilsunterschiede ein und stellt die Forschungsfrage, warum nationale Marken regional sehr unterschiedlich performen.

2. Nationale und lokale Marken: Hier werden die Begrifflichkeiten und Abgrenzungen zwischen globalen, nationalen, regionalen und lokalen Marken sowie der Fokus auf Konsumgüter definiert.

3. Geographische Marktanteilsmuster von Marken: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte empirische Analyse der Marktanteilsschwankungen in den USA und Frankreich sowie eine Untersuchung räumlicher Abhängigkeiten.

4. Erklärungsansätze: Es werden theoretische Gründe für die beobachteten regionalen Marktanteilsmuster analysiert, insbesondere die Rolle der Konsumenten, des Einzelhandels und der Hersteller.

5. Der Biermarkt in Deutschland, ein Exkurs: Dieser Abschnitt überträgt die erarbeiteten theoretischen Erkenntnisse exemplarisch auf die Marktstruktur der deutschen Bierbranche.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und zeigt auf, warum nationale Marken regional oft schwächer als erwartet sind und welche strategischen Implikationen sich daraus ergeben.

Schlüsselwörter

Marktanteile, Nationale Marken, Lokale Marken, Consumer Packaged Goods, First-Mover Advantage, Geographische Muster, Markenstrategie, Konsumentenpräferenzen, Einzelhandel, Markenkonstante, Marktstruktur, regionale Performance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die geographische Performance von sogenannten nationalen Marken und analysiert, warum diese in verschiedenen Regionen unterschiedliche Marktanteile erzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Stabilität lokaler Marktführerschaften, der Einfluss des historischen Markteintritts (First-Mover-Effekt) sowie die Bedeutung des Einzelhandels und regionaler Konsumentenpräferenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen landesweiter Vermarktung und lokalem Markterfolg zu erklären und zu prüfen, ob das Konzept "nationaler Marken" aufgrund regionaler Muster in Frage gestellt werden muss.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse empirischer Studien, insbesondere die Verwendung von Scannerdaten, Varianzanalysen (ANOVA) und Autokorrelationsfunktionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Marktdaten beschrieben, anschließend die geographischen Marktanteilsmuster analysiert, kritisch hinterfragt und mit verschiedenen Erklärungsmodellen aus der Perspektive von Konsumenten, Handel und Herstellern begründet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Marktanteile, First-Mover-Vorteil, geographische Marktanteilsmuster und regionale Konsumentenpräferenzen.

Warum spielt der "First-Mover-Advantage" eine zentrale Rolle?

Er dient als Haupterklärung für die Stabilität lokaler Marktführerschaften, da Marken, die als erste in einen Markt eintraten, einen dauerhaften Wissens- und Präferenzvorteil gegenüber Nachfolgern aufbauen konnten.

Was ist das Ergebnis des Exkurses zum deutschen Biermarkt?

Der Exkurs verdeutlicht, dass auch in einem Markt mit bekannten nationalen Premiummarken, lokale Marken durch regionale Identifikation und die Historie des Ersteintritts ihre Marktführerschaft erfolgreich verteidigen können.

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Details

Title
Nationale und lokale Marken - Geographische Marktanteilsmuster von Marken
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Marketing)
Course
Hauptseminar Marketing
Grade
1,7
Author
Philipp Appelt (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V78304
ISBN (eBook)
9783638846240
ISBN (Book)
9783638922692
Language
German
Tags
Nationale Marken Geographische Marktanteilsmuster Marken Hauptseminar Marketing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Appelt (Author), 2007, Nationale und lokale Marken - Geographische Marktanteilsmuster von Marken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78304
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