„Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.“ (Johann Wolfgang von Goethe) Heute nimmt das Wissen der Menschheit immer schneller zu. Auch Unternehmen haben mit der Wissensexplosion im eigenen Hause zu kämpfen. Wissensmanagement wird daher zur notwenigen Herausforderung für alle Unternehmen. Denn Wissen ist die einzige Ressource, die sich durch Gebrauch vermehrt und nicht aufgebraucht wird. Wissen gilt als Wettbewerbsfaktor, welchen es gezielt einzusetzen gilt. Wissen ist notwendige Voraussetzung für erhöhte Innovationsgeschwindigkeit. Der Wissensvorsprung bedeutet somit bessere Wettbewerbschancen. Dabei ergeben sich durch neue IT-Entwicklungen neue Möglichkeiten der Informationserschließung. Dies führt zu zusätzlichen Herausforderungen und neuen Potenzialen. Das sind die zunehmende Vernetzung und die Entwicklung von Softwarelösungen zur Wissensverteilung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit diesen neuen Strategien der Wissensverteilung in Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Wissensportale
2.2 Wissensmärkte
2.3 Gelbe Seiten
2.4 Bausteine des Wissensmanagements
3. Strategien der Wissensversorgung und Wissensvermittlung
3.1 Wissensportale in Unternehmen
3.2 Chancen und Risiken
3.3 Fallbeispiele
4. Werkzeuge der Wissensversorgung und Wissensvermittlung
4.1 Softwarelösungen
4.2 Software in der Unternehmenspraxis
5. Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht Strategien der Wissensversorgung und -vermittlung durch Wissensportale in Unternehmen, um den Herausforderungen der zunehmenden Wissensexplosion mit einer integrierten IT-gestützten Wissensplattform zu begegnen.
- Konzeptionelle Grundlagen von Wissensportalen, Wissensmärkten und Gelben Seiten
- Struktur, Funktionen und Komponenten moderner Wissensportale
- Analyse kritischer Erfolgsfaktoren wie Akzeptanz, Wissenskultur, Datenschutz und ethische Aspekte
- Praxisnahe Betrachtung von Wissensmanagementsystemen in Beratungsunternehmen
- Marktübersicht und technologische Anforderungen an Softwarelösungen
Auszug aus dem Buch
3.1 Wissensportale in Unternehmen
Ihre Aufgabe besteht darin den Mitarbeitern des Unternehmens eine einheitliche voll integrierte Wissens- und Informationsplattform zu bieten. Wichtig ist hierbei der unternehmensweite Zugriff auf Wissens- und Informationsspeicher über nur einen uniformen Zugang („single point of access“). Dabei muss sich der Nutzer nur einmal einloggen („single-logon“, single sign-on). Dieser Zugang erfolgt meist über das Intranet des Unternehmens, zunehmend aber auch über WWW.
Unternehmensportale lassen sich nach ihrem Funktionsumfang in verschiedene Kategorien einteilen, beispielsweise die Einteilung der IDC (International Data Corporation). Danach werden 3 Hauptportaltypen unterschieden:
Enterprise Information Portals (EIP) dienen in erster Linie dem Erschließen und Managen von Inhalten. Sie bieten Funktionen für die Suche, Kategorisierung, Klassifizierung und Ablage von Informationen. Ihre Entstehung ist ins Umfeld von Enterprise Resource Planning (ERP)-Lösungen einzuordnen.
Enterprise Application Portals (EAP) sind Anwendungsportale und bieten die Möglichkeit zur Integration, Sammlung und Präsentation von bestimmten logistischen und kaufmännischen Funktionen. Das bedeutet den Zugang zu bestimmter Software einschließlich der zugehörigen Daten.
Enterprise Knowledge Portals (EKP) haben nicht nur einfache Suchfunktion, sondern stellen das Wissen des Unternehmens entscheidungsprozess unterstützend dar. (Häufig in Form von Yellow Pages realisiert.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Wissensexplosion in Unternehmen ein und definiert Wissensmanagement sowie Wissensportale als strategische Wettbewerbsfaktoren.
2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Basisbegriffe wie Wissensportale, Wissensmärkte, Gelbe Seiten sowie die zentralen Prozesse des Wissensmanagements.
3. Strategien der Wissensversorgung und Wissensvermittlung: Hier werden Wissensportale als ganzheitlicher Ansatz zur Bereitstellung von explizitem und implizitem Wissen analysiert, inklusive einer Untersuchung von Chancen, Risiken und konkreten Unternehmens-Fallbeispielen.
4. Werkzeuge der Wissensversorgung und Wissensvermittlung: Dieses Kapitel vergleicht aktuelle Softwarelösungen für Wissensportale und beleuchtet deren praktische Umsetzung und technologische Einordnung in die Unternehmenslandschaft.
5. Ausblick: Der abschließende Ausblick bewertet den aktuellen Markt für Wissensmanagement-Software und skizziert künftige Entwicklungen hin zu global vernetzten Wissensstrukturen.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Wissensportale, Wissensversorgung, Wissensvermittlung, Information Overload, Wissenskultur, Enterprise Information Portal, EIP, Wissensmärkte, Gelbe Seiten, Wissensstruktur, Softwarelösungen, Wissensnetzwerke, Wissensidentifikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategische Bedeutung von Wissensportalen als zentrale Werkzeuge der Wissensversorgung und -vermittlung in modernen Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der konzeptionellen Gestaltung von Unternehmensportalen, der kritischen Erfolgsfaktorenanalyse (z.B. Akzeptanz) und der technischen Auswahl von Softwarelösungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Wissensportalen die "Ressource Wissen" nutzbar machen und Wettbewerbsvorteile erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie eine vergleichende Untersuchung technischer Konzepte und Fallbeispiele aus der Praxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die begrifflichen Grundlagen, die strategische Einordnung der Wissensportale, die Analyse von Risiken sowie einen detaillierten Überblick über verfügbare Softwaretools.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Wissensmanagement, Wissensportale, Wissenskultur, Enterprise Information Portal (EIP) und Wissensvermittlung beschreiben.
Warum spielt die Wissenskultur eine so große Rolle für den Erfolg?
Der Autor argumentiert, dass technische Plattformen nur dann effektiv genutzt werden, wenn Mitarbeiter bereit sind, ihr Wissen zu teilen, was einen kulturellen Wandel und entsprechende Anreizsysteme erfordert.
Welche Rolle spielen Fallbeispiele wie Arthur Andersen?
Sie dienen als praktische Referenzmodelle ("Best Practices"), um die konkrete Implementierung von Wissensmanagement und die Einbindung von Datenbanken in realen Beratungsunternehmen zu illustrieren.
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- Philipp Nestele (Author), 2001, Wissensportale in Unternehmen - Strategien der Wissensversorgung und -vermittlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7830