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Migration als Ressource - Bildungswege von jungen Menschen mit Migrationshintergrund

Eine qualitative Fallstudie

Title: Migration als Ressource - Bildungswege von jungen Menschen mit Migrationshintergrund

Diploma Thesis , 2007 , 124 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Päd, Dipl.-Soz-Päd Cathrin Walbergs (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Forschungsarbeit mit dem Forschungsschwerpunkt „Migration als Bildungsressource“ ist der qualitativen erziehungswissenschaftlichen Migrationsforschung zuzuordnen und geht der Frage nach, in welcher Weise junge Menschen mit Migrationshintergrund besondere Ressourcen im Hinblick auf eine erfolgreiche Bildungskarriere im deutschen Bildungssystem entwickeln. Ziel ist es, das unentdeckte (Bildungs-)Potential innerhalb solcher Migrationsbiographien sichtbar zu machen.
„Migration, Integration, Interkulturalität und die Begegnung von Mehrheiten und Minderheiten waren in der Vergangenheit, sind in der Gegenwart und bleiben in der absehbaren Zukunft zentrale Problembereiche und Gestaltungsaufgaben gesellschaftlichen Zusammenlebens“(IMIS 2007).
In der Migrationsforschung sind die psychosozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Migration hinreichend bekannt. Die frühen Untersuchungen aus den 70er Jahren legen den Fokus auf die Belastungen durch Migrationserfahrung und reproduzieren Defizithypothesen, aufgrund deren Migranten als benachteiligt gelten. Neuere Studien jedoch thematisieren Migration auch als Chance und Ressource. Migranten erfahren im Migrationsprozess Veränderungen im sozialen Raum, die ihnen den Erwerb neuer Handlungs- und Orientierungsmuster abverlangen. Genau darin liegen die Risiken aber auch Entwicklungschancen.

Das Kernstück dieser Diplomarbeit bilden die beiden Fallstudien. Um einen Überblick über die Biographien zu erlangen, werde ich zunächst in einem kurzen Portrait die Lebensgeschichten in chronologischer Abfolge vorstellen. Danach erfolgt die Analyse der Fallstudie, wobei markante Passagen der Lebensgeschichte zu einer genaueren Analyse herausgegriffen werden.
In einem letzten Kapitel greife ich die Forschungsfrage auf, in welcher Weise in den beiden analysierten Biographien besondere Ressourcen hinsichtlich einer erfolgreichen Bildungskarriere im deutschen Bildungssystem offensichtlich werden. Dazu fasse ich, unter besonderer Berücksichtigung der Ressourcenaspekte, die Ergebnisse der Analyse der beiden Fallstudien zusammen. In einem Fazit erfolgen im Hinblick auf den Ressourcenaspekt der Vergleich der Biographien und der Versuch, in der Ablösung vom Einzelfall theoretische Hypothesen hinsichtlich der Forschungsfrage zu erörtern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. MigrantInnen im deutschen Bildungssystem

4. Methodische Grundlagen

4.1 Interviewdesign

4.2 Das biographisch-narrative Interview

5. Fallstudie – Sibel

5.1 Ein biographisches Portrait

5.2 Verlaufsprotokoll „Sibel“: Zusammenfassung von formaler Struktur und thematischem Verlauf

5.3 Analyse der Kernstellen (Wissensanalyse) - Sibel

6. Fallstudie – Riza

6.1 Ein biographisches Portrait

6.2 Verlaufsprotokoll „Riza“: Zusammenfassung von formaler Struktur und thematischem Verlauf

6.3 Analyse der Kernstellen (Wissensanalyse) - Riza

7. Migration als Bildungsressource

7.1 Ressourcenaspekte in der Biographie von Sibel - Zusammenfassung der wesentlichen Befunde unter besonderer Berücksichtigung des Forschungsschwerpunktes „Migration als Bildungsressource“

7.2 Ressourcenaspekte in der Biographie von Riza – Zusammenfassung der wesentlichen Befunde unter besonderer Berücksichtigung des Forschungsschwerpunktes „Migration als Bildungsressource“

7.3 Fazit – Vergleich der Biographien „Sibel“ und „Riza“

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht im Rahmen der qualitativen erziehungswissenschaftlichen Migrationsforschung, welche besonderen Ressourcen junge Menschen mit Migrationshintergrund entwickeln, um eine erfolgreiche Bildungskarriere im deutschen System zu realisieren, mit dem Ziel, unentdeckte (Bildungs-)Potentiale sichtbar zu machen.

  • Analyse von Migrationsbiographien als Bildungsressource
  • Rolle des sozialen Umfelds und familiärer Unterstützung
  • Einfluss von Erziehungsstilen auf Bildungsverläufe
  • Methodik des biographisch-narrativen Interviews nach Schütze
  • Kontrastiver Vergleich von zwei Fallstudien (Sibel und Riza)

Auszug aus dem Buch

3. MigrantInnen im deutschen Bildungssystem

Trotz einer abduktiven Forschungslogik (vgl. Jakob 1997, S. 454f) ist ein Kontextwissen erstens für den Prozess der Theoriebildung und zweitens für die Plausibilisierung der Auswahl der Untersuchungsfälle wichtig. Thematisches Vorwissen ist notwendig, um die theoretische Sensibilität zu schärfen. Deshalb möchte ich im Folgenden einen Überblick über die aktuellen Erkenntnisse und Fakten zum Thema „Migranten im deutschen Bildungssystem“ geben. Hierbei stütze ich mich insbesondere auf die Ergebnisse der PISA-Studie (vgl. Stanat et al. 2000).

Bildung ist die zentrale Ressource für die Teilnahme am ökonomischen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben. Besonders in Zeiten eines gesättigten Arbeitsmarktes und Stellenknappheit ist eine erfolgreiche Bildungskarriere der Schlüssel zu einem ökonomisch gesicherten, aber auch persönlich befriedigenden Leben, wobei dies nur als eine Variable betrachtet werden kann. Denn neben bildungsbezogenen Aspekten sind auch Familie, soziale Herkunft und das geerbte kulturelle Kapital wichtige Ressourcen für Lebenschancen (vgl. Geißler 2002, S. 342ff).

Spätestens seit PISA ist es amtlich - trotz formaler Gleichstellung der Mehrzahl der MigrantInnen mit Deutschen, besteht beim Zugang zu Bildungseinrichtungen in der Realität jedoch ein beträchtliches Gefälle zwischen Kindern und Jugendlichen deutscher und nichtdeutscher Herkunft. Neben PISA haben auch andere Schulleistungsstudien Unterschiede in den kognitiven Kompetenzen, den Übergangsempfehlungen und der besuchten Sekundarschulart aufgedeckt. Neben Belgien, Ungarn und der Schweiz hat insbesondere Deutschland in punkto Chancengleichheit im Bildungssystem am schlechtesten abgeschnitten (vgl. Bildungsbericht 2006. S. 137f)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Danksagung an die Informanten und Betreuer der Arbeit.

2. Einleitung: Vorstellung des Forschungsschwerpunktes „Migration als Bildungsressource“ und Darlegung des Aufbaus der Diplomarbeit.

3. MigrantInnen im deutschen Bildungssystem: Überblick über aktuelle Erkenntnisse zu Bildungschancen und Chancenungleichheit unter Berücksichtigung von PISA-Ergebnissen.

4. Methodische Grundlagen: Erläuterung des Forschungsdesigns basierend auf der Grounded Theory und Beschreibung des biographisch-narrativen Interviews nach Schütze.

5. Fallstudie – Sibel: Portrait, Verlaufsprotokoll und Analyse der Kernstellen der Biographie von Sibel.

6. Fallstudie – Riza: Portrait, Verlaufsprotokoll und Analyse der Kernstellen der Biographie von Riza.

7. Migration als Bildungsressource: Zusammenfassende Analyse der Ressourcenaspekte beider Fälle sowie ein vergleichendes Fazit.

8. Ausblick: Diskussion weiterer Forschungsmöglichkeiten und Limitationen der Arbeit.

Schlüsselwörter

Migration, Bildungsressource, Bildungsbiographien, Migrationshintergrund, Erziehung, Qualitative Sozialforschung, Narratives Interview, Chancengleichheit, Bildungsaufstieg, Fallstudie, Integration, Soziale Herkunft, Identität, Identitätsbildung, Ressourcenorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie junge Menschen mit Migrationshintergrund, die im deutschen Bildungssystem erfolgreich waren, ihren Werdegang gestaltet haben und welche Ressourcen (kulturell, familiär, sozial) sie dabei unterstützt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die Bildungsbiographien von Migranten, die Rolle des familiären Umfelds, den Einfluss von Erziehung, institutionelle Diskriminierung und die Nutzung von Ressourcen zur Bewältigung von Bildungsbarrieren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das unentdeckte Bildungspotential innerhalb von Migrationsbiographien aufzuzeigen, anstatt nur Defizitperspektiven einzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die qualitative Forschungsmethode des biographisch-narrativen Interviews nach Fritz Schütze in Kombination mit der Grounded Theory zur Auswertung.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf zwei detaillierte Fallstudien von jungen Erwachsenen (Sibel und Riza), deren Lebensgeschichten hinsichtlich ihrer Bildungswege und Ressourcen systematisch analysiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Migration als Bildungsressource, qualitative Migrationsforschung, Identitätsbildung, soziale Unterstützung und Bildungsbiographien.

Warum spielt die Erziehung der Eltern eine so große Rolle für die Interviewpartner?

Sowohl Sibel als auch Riza schreiben ihrer Erziehung zur Selbständigkeit eine zentrale Rolle zu, da diese sie befähigte, Verantwortung zu übernehmen und sich früh in verschiedenen sozialen Kontexten zurechtzufinden.

Welche Rolle spielt die „soziale Ader“ oder „Vermittlerrolle“ in den Biographien?

Beide Fallbeispiele fungieren in ihrem sozialen Umfeld als Kulturvermittler oder Ansprechpartner, was sie als Ressource nutzen, um zwischen ihren verschiedenen Identitäten (Herkunftskultur und Aufnahmegesellschaft) zu balancieren.

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Details

Title
Migration als Ressource - Bildungswege von jungen Menschen mit Migrationshintergrund
Subtitle
Eine qualitative Fallstudie
College
University of Siegen
Grade
1,0
Author
Dipl.-Päd, Dipl.-Soz-Päd Cathrin Walbergs (Author)
Publication Year
2007
Pages
124
Catalog Number
V78324
ISBN (eBook)
9783638832922
ISBN (Book)
9783638854122
Language
German
Tags
Migration Ressource Bildungswege Menschen Migrationshintergrund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Päd, Dipl.-Soz-Päd Cathrin Walbergs (Author), 2007, Migration als Ressource - Bildungswege von jungen Menschen mit Migrationshintergrund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78324
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