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Strategien zum Schutz gegen Produktpiraterie

Title: Strategien zum Schutz gegen Produktpiraterie

Seminar Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Diplom-Betriebswirt (FH) Peter Schumann (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Summary Excerpt Details

Markenpiraterie wird als die "wettbewerbswidrige Nachahmung von originären
Marken (Markenartikel), insbesondere von Warenzeichen."1 definiert.
"Eine Sonderform ist die Produktpiraterie, bei der sonderechtlich z.T. nicht
geschützte Produkte oder auch objektiv unikate Produkteigenschaften
nachgeahmt bzw. vervielfältigt werden. Marken- und Produktpiraterie verletzten
gewerbliche Schutzrechte"2.
Produktpiraterie lässt sich sowohl im engen als auch im weiteren Sinn verstehen.
Im engen Sinn versteht man darunter zum einen die Imitation von Ware,
welche unter einem gewerblichen Rechtschutz steht und auch danach behandelt
wird. Zum anderen fällt darunter eine Imitation, für die weder ein Patent-,
Gebrauchsmuster-, Warenzeichen-, Geschmacksmuster- oder Urheberschutz
besteht. Diese werden nach dem UWG behandelt. Unter Produktpiraterie im
weiteren Sinn fällt z.B. das Schmarotzen am Image einer Marke.3

Auch heute sehen sich Unternehmen einem wachsenden Anteil von Plagiaten
am Weltmarkt ausgesetzt. Als Plagiat bezeichnet man die 1:1 Kopie, d.h. dass
Marke und äußerliches Erscheinungsbild des Plagiats mit dem Original übereinstimmen.
Diese Variante kommt am häufigsten vor. Ebenso gibt es Plagiate,
bei denen entweder der Markennamen übernommen oder bei äußerlicher Produktgleichheit mit dem Original der Markennamen abgewandelt wurde. Die
dritte Möglichkeit eines Plagiats ist eine Hybridfälschung. Dabei handelt sich
um ein Produkt welches sich aus Marke und äußerlichem Erscheinungsbild
zweier unterschiedlicher Produkte zusammensetzt. Die wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit
von Herstellung und Vertrieb solcher Plagiate für den "Produktpiraten"
liegt auf der Hand. Aufgrund der heutigen technischen Möglichkeiten
können Produkte äußerlich täuschend echt, aber zu niedrigen Kosten gefälscht
werden. Außerdem fallen beim Fälscher keine Kosten für Marketing, Qualitätssicherung, Garantie, Service oder ähnlichem an. Diesen Kosten für ein minderwertiges Produkt stehen aber hohe Erlöse (für das vermeintliche Markenprodukt) gegenüber.6

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Markenpiraterie / Produktpiraterie

1.2 Historie der Produktpiraterie

1.3 Problemstellung

1.4 Gang der Arbeit

2. Rechtliche Grundlagen

2.1 Nationale rechtliche Rahmenbedingungen

2.2 Internationale Abkommen

2.3 Supranationale Institutionen

3. Strategien zum Schutz gegen Produktpiraterie

3.1 Schutzrechtsmanagement

3.2 Marketingpolitische Möglichkeiten

3.2.1 Produktpolitik

3.2.2 Preispolitik

3.2.3 Distributionspolitik

3.2.4 Kommunikationspolitik

3.2.5 Sonstige Alternativen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Produktpiraterie und analysiert verschiedene Strategien, mit denen Unternehmen sich vor Marken- und Produktfälschungen schützen können, wobei ein besonderer Fokus auf den rechtlichen Rahmenbedingungen und den marketingpolitischen Handlungsfeldern liegt.

  • Rechtliche Schutzmöglichkeiten auf nationaler und internationaler Ebene
  • Schutzrechtsmanagement als präventives Instrument
  • Technische Sicherungsmethoden in der Produktpolitik
  • Einfluss der Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik auf die Schadensprävention
  • Wirtschaftliche Auswirkungen der Produktpiraterie für Unternehmen und Volkswirtschaft

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Produktpolitik

Die Instrument Produktpolitik hat als Strategie gegen Produktpiraterie zum Ziel, Fäl schern zum einen das Kopieren der Produkte zu erschweren bzw. dem Kunden zum an deren die Möglichkeit zu geben, leicht zwischen Original und Fälschung unterscheiden zu können.16

Dazu sind vor allem technische Schutzinstrumente in der Lage. Deren Verwendung ist in den letzten Jahren angestiegen, welches auf den technischen Fortschritt und die Ver breiterung des Angebots an Schutzmaßnahmen, sowie die kostengünstigere Herstellung zurückzuführen ist. Nun werden einige Beispiele technischer Schutzinstrumente aufge listet und kurz beschrieben:

• "Intelligente" Verpackungen In manchen Industriezweigen besteht eine enge Verbindung zwischen Produkt und Verpackung. Verwendet werden deshalb Verpackungen, die aufgrund ihrer sensorischen oder kommunikativen Funktionen "intelligent" sind. Ihre wichtigste Aufgabe besteht darin, Beweise für Manipulationen bzw. für Versuche zu liefern. Wenn sie nachträglich verändert wurden ist das ein Beweis für einen Eingriff in das Produkt bzw. den Inhalt der Verpackung. Meistens wird dabei das Original produkt gestohlen oder gegen ein minderwertigeres ausgetauscht.

• Optische Sicherungsmittel Diese werden offen an das Produkt angebracht und zählen dort zu den momentan am häufigsten verwendeten. Sicherungsmitteln. Produziert werden sie mittels Aufzeichnung eines Interferenzmusters. Mithilfe dieser Technologie können alle Informationen erfasst werden, die ein optisches System wie z.B. das Auge benötigt, um ein reales Bild dreidimensionaler Objekte zu erhalten. Zur Sicherung werden dafür oft Hologramme wie z.B. auf Kreditkarten oder wertvollen Dokumenten verwendet. Auch wenn es nicht unmöglich ist Sicherheitshologramme zu fälschen, so ist jedoch eine identische Kopie nahezu unmöglich. Zukünftlich sollen Hologramme sogar zur direkten Datenspeicherung fähig sein und damit maschinenlesbar werden. Dies würde sie offen oder verdeckt verwendet als Sicherungsinstrumente interessant machen. Andere optische Sicherungsmittel sind z.B. sehr dünne Filme, reflektierende Oberflächen und verzerrte Bilder (Scrambled Images). Verzerrte Bilder entstehen durch Aufnahmen spezieller elektronischer Kameras und können nur mit Decodern entschlüsselt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die Begriffe Marken- und Produktpiraterie und gibt einen Überblick über die historische Entwicklung sowie das aktuelle Problembewusstsein.

2. Rechtliche Grundlagen: Erläutert die nationalen Gesetze zum Schutz geistigen Eigentums sowie relevante internationale Abkommen und supranationale Institutionen.

3. Strategien zum Schutz gegen Produktpiraterie: Untersucht das Schutzrechtsmanagement sowie diverse marketingpolitische Instrumente wie Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik zur Fälschungsabwehr.

4. Fazit: Fasst die aktuelle Situation im Handelsverkehr mit China zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit verstärkter Anstrengungen im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes.

Schlüsselwörter

Produktpiraterie, Markenpiraterie, Schutzrechte, Plagiate, Marketingstrategie, Produktsicherheit, Intelligente Verpackungen, Rechtlicher Rahmen, Wettbewerbsrecht, Patentrecht, MarkenG, Zoll, Fälschungsschutz, Technologische Sicherung, Welthandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Strategien und Möglichkeiten von Unternehmen, sich wirksam vor Produkt- und Markenpiraterie zu schützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Schutzrechtsmanagement sowie den Instrumenten des Marketings wie Produkt-, Preis- und Distributionspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch rechtliche und marketingorientierte Maßnahmen die Fälschung ihrer Produkte erschweren und ihre Marke schützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, die auf der Auswertung bestehender Literatur, Gesetzesgrundlagen und statistischer Berichte (z.B. vom Zoll) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der Gesetzeslage sowie eine praxisnahe Darstellung von technischen und marktstrategischen Abwehrmechanismen gegen Plagiate.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Produktpiraterie, Schutzrechtsmanagement, technologische Sicherungsmittel und der internationale rechtliche Rahmen.

Wie unterscheiden sich "Intelligente Verpackungen" von anderen Sicherungsmitteln?

Sie dienen primär dazu, Manipulationen am Produkt oder der Verpackung durch sensorische oder kommunikative Funktionen nachweisbar zu machen, während andere Mittel eher der Identifikation dienen.

Warum ist die Preispolitik laut Autor nur eingeschränkt zur Abwehr geeignet?

Eine Preissenkung, um die Preisdifferenz zu Plagiaten zu verringern, kann das Image einer Marke schädigen und die Wertigkeit des Markenartikels untergraben.

Welche Rolle spielt China im Kontext der Untersuchung?

China wird als einer der Hauptakteure in der Herkunft gefälschter Produkte identifiziert, wobei der Autor auf politische Bemühungen zur Verbesserung des Schutzes geistigen Eigentums dort verweist.

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Details

Title
Strategien zum Schutz gegen Produktpiraterie
College
University of Applied Sciences Koblenz
Grade
2,7
Author
Diplom-Betriebswirt (FH) Peter Schumann (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V78452
ISBN (eBook)
9783638829953
ISBN (Book)
9783638832526
Language
German
Tags
Produktpiraterie Strategien zum Schutz gegen Produktpiraterie Markenpiraterie Schutzrechtsmanagement Produktpolitik Preispolitik Kommunikationspolitik Internationale Abkommen Supranationale Institutionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirt (FH) Peter Schumann (Author), 2006, Strategien zum Schutz gegen Produktpiraterie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78452
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