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Zivile Aspekte der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Title: Zivile Aspekte der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Seminar Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1

Autor:in: Mag. (FH) MBA Michael Felfernig (Author)

Politics - Topic: European Union
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Lange Zeit wurde im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) vor allem die militärische Handlungskomponente betrachtet, die Zivile aber kaum. Da aber heute in der Praxis die überwiegende Zahl der ESVP-Missionen ziviler Natur ist, sollte dies heute nicht mehr möglich sein. Der Trend bei den ESVP-Missionen deutet darauf hin, dass der Bereich der zivilen Einsätze die zivilen Aspekte der ESVP weiter an Bedeutung gewinnen werden. Die bisherigen Kriseneinsätze der EU demonstrieren, dass dies nicht nur eigenständig erfolgt, sondern gerade im Zusammenspiel mit anderen Interventionsinstrumenten.
Die folgende Zusammenschau der Elemente des Krisenmanagements innerhalb der ESVP kann daher nicht isoliert auf die zivilen Element allein erfolgen, sondern macht eine Verbindung mit den militärischen Elementen notwendig. Im Rahmen der Recherche war in diesem Zusammenhang auffällig, dass Informationen über die zivilen Aspekte des Krisenmanagements schwerer zu erhalten sind, als Informationen über die Militärischen. Dies erscheint etwas eigenartig, wenn man die Zahl der zivilen Einsätze mit jener der Militärischen vergleicht.
In der folgenden Proseminararbeit möchte ich versuchen einen Überblick über die ESVP unter einer zivilen Betrachtungsweise geben. Dazu gehe ich zunächst auf die Entwicklung der Europäischen Sicherheit- und Verteidigungspolitik und die Einbettung der zivilen Konfliktbearbeitungsmechanismen in dieser ein. Darauf folgend sollen Elemente der zivilen Aspekte des Krisenmanagements dargestellt werden. Abschließend soll kurz auf den Koordinierungsbedarf mit anderen Elementen eingegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik

2.1 Die Entstehung der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik

2.2 Entwicklung der zivilen Konfliktbearbeitungsmechanismen der ESVP

3 Einordnung der zivilen Konfliktbearbeitungsmechanismen

3.1 Europäischer Rat

3.2 Rat für Allgemeine Angelegenheiten und Außenbeziehungen

3.3 Generalsekretär des Rates und Hoher Beauftragter für die GASP

3.4 Strategieplanungs- und Frühwarnungseinheit beim Hohen Beauftragten

3.5 Gemeinsames Lagezentrum der EU

3.6 EU-Militärstab

3.7 Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten (COREPER)

3.8 Politisches und Sicherheitspolitisches Komitee

3.9 EU-Militärausschuss

3.10 Ausschuss für zivile Aspekte des Krisenmanagements

4 Die zivilen Aspekte des Krisenmanagements

4.1 Die Zivilen Planziele 2008

4.2 Civilian Response Teams und Rapid Deployable Police Elements

5 Verstärkte Koordinierung

5.1 Zivil-Militärische Zusammenarbeit

5.2 Zivil-zivile Zusammenarbeit

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) aus einer dezidiert zivilen Perspektive. Ziel ist es, die Einbettung ziviler Konfliktbearbeitungsmechanismen in das Krisenmanagement der EU zu analysieren und den notwendigen Koordinierungsbedarf zwischen zivilen und militärischen sowie zwischen verschiedenen zivilen Akteuren aufzuzeigen.

  • Entwicklung und historische Meilensteine der ESVP
  • Struktur und Funktionen der zentralen Institutionen im zivilen Krisenmanagement
  • Umsetzung und Ziele der zivilen Planziele 2008
  • Notwendigkeit einer integrierten Koordinierung (Zivil-Militärisch und Zivil-Zivil)
  • Stellenwert ziviler versus militärischer Kriseneinsätze

Auszug aus dem Buch

3. Einordnung der zivilen Konfliktbearbeitungsmechanismen

Bevor man auf die zivilen Konfliktbearbeitungsmechanismen näher eingeht, ist es notwendig zu wissen wie diese im Krisenmanagement der GASP/ESVP eingeordnet werden können und welche Funktionen die einzelnen Elemente im Krisenmanagement haben.

Betrachtet man die oben stehende Grafik, so scheint es, dass sich lediglich der Ausschuss für zivile Aspekte des Krisenmanagements (CIVCOM) ausschließlich mit dem zivilen Krisenmanagement beschäftigt. Alle anderen Elemente (mit Ausnahmen von EUMC und EUMS) scheinen für den gesamten Bereich der ESVP zuständig. Rechnet man mit ein, dass es sich bei den insgesamt 17 ESVP-Missionen um 14 Zivilmissionen und um lediglich 3 Militärmissionen gehandelt hat, so könnte man schließen, dass ein wesentlicher Teil der ESVP auf die zivilen Krisenreaktionsmechanismen ausgerichtet ist. Nimmt man zusätzlich hinzu, dass auch viele der Zivilmission mit militärischer Beteiligung durchgeführt wurden, so könnte man auch dem EUMC und EUMS eine Teilnahme an den zivilen Konfliktlösungsmechanismen zusprechen. Aus diesem Grund sollen diese Elemente bei der folgenden Beschreibung der ESVP-Elemente nicht ausgeschlossen, sondern auf alle in Abbildung 1 angeführten Elemente eingegangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die wachsende Bedeutung ziviler Einsätze innerhalb der ESVP und begründet, warum eine rein militärische Betrachtungsweise den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird.

2 Die Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der ESVP ab 1999 nach und analysiert die drei Meilensteine der Entwicklung ziviler Krisenbewältigungsmechanismen.

3 Einordnung der zivilen Konfliktbearbeitungsmechanismen: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung der institutionellen Akteure im EU-Krisenmanagement, von der politischen Ebene bis hin zu den spezifischen Ausschüssen und Lagezentren.

4 Die zivilen Aspekte des Krisenmanagements: Der Fokus liegt auf der Entwicklung und Umsetzung der Zivilen Planziele 2008 sowie der spezialisierten Einsatzkräfte wie den Civilian Response Teams.

5 Verstärkte Koordinierung: Dieses Kapitel erörtert die notwendige Synergiebildung zwischen zivilen und militärischen Komponenten sowie die Herausforderungen einer effektiven Zivil-zivilen Zusammenarbeit.

6 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die Stärkung ziviler Interventionsvarianten einen wichtigen komparativen Vorteil für die EU darstellt, dessen vollständige Nutzung von der Überwindung bestehender Koordinierungsprobleme abhängt.

Schlüsselwörter

Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, ESVP, ziviles Krisenmanagement, GASP, Konfliktbearbeitung, Zivile Planziele 2008, Civilian Response Teams, Zivil-Militärische Zusammenarbeit, Krisenbewältigung, Europäische Union, Petersberg-Aufgaben, Institutionelle Struktur, Politische Kontrolle, Sicherheitsstrategie, Konfliktverhütung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die zivilen Aspekte der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und deren wachsende Rolle im internationalen Krisenmanagement der EU.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die institutionelle Einordnung ziviler Instrumente, die Entwicklung ziviler Planziele sowie die Herausforderungen der zivil-militärischen und zivil-zivilen Koordinierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Überblick über die ESVP unter einer zivilen Betrachtungsweise und die Analyse der Strukturen, die diese zivilen Krisenbewältigungsmechanismen ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf der Auswertung von EU-Dokumenten, offiziellen Erklärungen und einschlägiger Fachliteratur zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert die Institutionen des Krisenmanagements, die zivilen Planziele sowie die praktische Notwendigkeit und Umsetzung einer integrierten Koordinierung der verschiedenen EU-Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie ESVP, ziviles Krisenmanagement, GASP, Institutionelle Struktur und Koordination geprägt.

Warum wird die zivile Komponente der ESVP als komparativer Vorteil bezeichnet?

Der Autor argumentiert, dass die Stärke der EU in der Verbindung ziviler Instrumente liegt, die es ermöglichen, Krisen umfassender zu bearbeiten, als dies durch rein militärische Mittel (oft mit US-Politik assoziiert) möglich wäre.

Welche Rolle spielt das CIVCOM im Kontext der Koordinierung?

Das CIVCOM fungiert als wichtiges Organ zur besseren Koordinierung der unterschiedlichen nationalen Beiträge und kümmert sich um die Ausbildung und Rekrutierung von zivilem Personal.

Warum ist die zivil-zivile Zusammenarbeit in der EU schwierig?

Die Schwierigkeit liegt in den unterschiedlichen professionellen Kulturen, Kompetenzen und finanziellen Rahmenbedingungen der verschiedenen EU-Politikbereiche, die in einer Mission koordiniert werden müssen.

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Details

Title
Zivile Aspekte der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
College
University of Vienna
Grade
1
Author
Mag. (FH) MBA Michael Felfernig (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V78454
ISBN (eBook)
9783638830386
ISBN (Book)
9783638832533
Language
German
Tags
Zivile Aspekte Europäischen Sicherheits- Verteidigungspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. (FH) MBA Michael Felfernig (Author), 2007, Zivile Aspekte der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78454
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