Diese Hausarbeit stellt zunächst kurz die Ursachen des Treibhauseffektes dar und zeigt dann wichtige Stationen der internationalen Klimapoltik auf vom Juni 1972 bis zur Ratifizierung des Kyoto-Protokolls im Juni 2004. Anschließend wird separat auf die Klimarahmenkonvention, das Berliner Mandat als Vorstufen des Kyoto-Protkolls eingegangen. Abschliessend wird die Wirksamkeit des Klimaregimes beurteilt und dazu die jeweiligen Mechanismen kritisch gewürdigt.
Leider ist das Abbildungsverzeichnis, auf das in der Hausarbeit bezug genommen wird, nicht vorhanden.
Inhaltsverzeichnis
1.) Die bedrohte Erdatmosphäre: Der Treibhauseffekt
2.) Internationale Klimapolitik
2.1) Wichtige Stationen der Klimapolitik – eine Übersicht
2.2) Die Klimarahmenkonvention
2.3) Das Berliner Mandat
2.4) Das Protokoll von Kyoto
3.) Die Umweltwirksamkeit klimapolitischer Weltkonferenzen
4.) Zusammenfassung und Schlußbemerkung
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht die Wirksamkeit internationaler Klimapolitik, wobei das Kyoto-Protokoll als zentrales Fallbeispiel dient. Dabei wird analysiert, inwieweit die getroffenen Vereinbarungen geeignet sind, den anthropogenen Treibhauseffekt zu begrenzen und den globalen Klimawandel effektiv zu adressieren.
- Grundlagen des Treibhauseffekts und klimatische Auswirkungen
- Historische Entwicklung der internationalen Klimapolitik
- Analyse der Klimarahmenkonvention und des Berliner Mandats
- Mechanismen des Kyoto-Protokolls (Senken, Bubbling, JI, CDM)
- Kritische Bewertung der Umweltwirksamkeit klimapolitischer Instrumente
Auszug aus dem Buch
2.4) Das Protokoll von Kyoto
Im Rahmen der COP 3 im japanischen Kyoto gelang endlich die Verabschiedung eines Protokolls mit völkerrechtlich bindender Wirkung, welches erste quantifizierte Emissionsbegrenzungs- und -reduktionsverpflichtungen für einen Korb von vier Gasen und zwei Gruppen von Gasen vorsah. Diese sechs klimarelevanten Gase Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), Schwefelhexaflourid (SF6), teilhalogenierte Flourkohlenwasserstoffe (H-FKW) und perflourierte Kohlenwasserstoffe ( FKW) sind innerhalb des ersten Verpflichtungszeitraums von 2008-2012 durch die sog. „Annex I Länder“ (in der Anlage des Protokolls aufgeführt) insgesamt um fünf Prozent zu reduzieren (Artikel 3.1).
Darüberhinaus enthält das Protokoll noch folgende Kernpunkte: Art. 3 Einbeziehung von Treibhausgassenken, Art. 4 Möglichkeit der individuellen oder kollektiven Erfüllung der Verpflichtungen („Bubbling“), Art. 6 Konzept der gemeinsamen Umsetzung (Joint Implementation), Art. 12 Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (CDM: Clean Development Mechanism) sowie Art. 17 Möglichkeit eines bilateralen Handels mit Treibhausgas-Guthaben, sogenannten Zertifikaten, der in Zukunft Staaten erlaubt, „Verschmutzungsrechte“ zu erwerben.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Die bedrohte Erdatmosphäre: Der Treibhauseffekt: Dieses Kapitel erläutert die natürlichen und anthropogenen Ursachen des Treibhauseffekts sowie die drohenden ökologischen Folgen der globalen Erwärmung.
2.) Internationale Klimapolitik: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über wichtige klimapolitische Konferenzen und analysiert die Entwicklung der Klimarahmenkonvention, des Berliner Mandats und des Kyoto-Protokolls.
3.) Die Umweltwirksamkeit klimapolitischer Weltkonferenzen: In diesem Kapitel werden die flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls kritisch im Hinblick auf ihre tatsächliche Umweltwirksamkeit bewertet.
4.) Zusammenfassung und Schlußbemerkung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Rolle Deutschlands sowie die notwendigen zukünftigen Schritte für einen effektiven Klimaschutz.
Schlüsselwörter
Kyoto-Protokoll, Klimawandel, Treibhauseffekt, Klimarahmenkonvention, Emissionshandel, Treibhausgase, Joint Implementation, Clean Development Mechanism, Umweltpolitik, Nachhaltigkeit, Kohlenstoffsenken, Klimakonferenz, CO2-Reduktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Wirksamkeit internationaler Klimaschutzbemühungen, insbesondere den Beitrag und die Mechanismen des Kyoto-Protokolls.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die wissenschaftlichen Grundlagen des Treibhauseffekts, der historische Verlauf der Klimaverhandlungen sowie die ökonomische und ökologische Bewertung von Klimaschutzmechanismen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob das Kyoto-Protokoll mit seinen spezifischen Instrumenten ausreicht, um den drohenden Klimawandel effektiv zu verhindern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung offizieller Berichte des IPCC und klimapolitischer Konferenzergebnisse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die historischen Etappen der Klimapolitik, die Konventionen sowie die Funktionsweise und Kritikpunkte der flexiblen Kyoto-Mechanismen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Kyoto-Protokoll, Treibhauseffekt, Emissionshandel, Senken und Klimarahmenkonvention.
Welche Bedeutung haben "Senken" im Kyoto-Protokoll?
Senken sind Prozesse, die Treibhausgase binden (z.B. Wälder). Ihre Einbeziehung ist hoch umstritten, da sie die tatsächliche Emissionsminderung verwässern kann.
Was kritisiert die Arbeit an den flexiblen Mechanismen?
Die Arbeit betont, dass Mechanismen wie der Emissionshandel oder das CDM dazu genutzt werden können, sich von tatsächlichen Klimaschutzmaßnahmen im eigenen Land freizukaufen.
- Quote paper
- Silke Christmann (Author), 2003, Die Wirksamkeit internationaler Klimapolitik am Beispiel des Kyoto-Protokolls , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78534