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Lohngerechtigkeit. Was ist ein gerechter Lohn?

Title: Lohngerechtigkeit. Was ist ein gerechter Lohn?

Term Paper , 2003 , 34 Pages , Grade: 1,25

Autor:in: Diplom-Betriebswirtin, M.A. Hilleken Zeineddine (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Was ist ein gerechter Lohn?

Diese Frage ist keineswegs neu: Die älteste schriftliche Überlieferung, die sich mit der Gerechtigkeit der Entlohnung beschäftigt, ist wohl das Neue Testament. Im Matthäus-Evangelium wird das „Gleichnis vom gleichen Lohn für ungleiche Arbeit“ erzählt. Das Verständnis von Gerechtigkeit scheint sich im Laufe der Zeit ständig zu verändern, hängt es doch „von der in einer historischen Epoche bestehenden Gesellschaftsordnung und ihren sozial-ethischen Grundlagen ab“ (Wöhe: 1996, S. 272). Fast jede Generation steht vor der Aufgabe, neu zu formulieren, was Lohngerechtigkeit eigentlich ausmacht.

Es hat sich immer wieder gezeigt, dass ein 100%ig gerechter Lohn nicht realisierbar ist. Die Wissenschaften, allen voran die Betriebswirtschaftslehre, bieten für die Frage des gerechten Lohns keine Lösung an, es bestehen lediglich Lösungsansätze, die sich dem gerechten Lohn annähern. Sie werden in der vorliegenden Arbeit vorgestellt.
Die Auswirkungen, die die Befolgung der fünf verschiedenen Ansätze der BWL - genannt Ersatzkriterien - nach sich zieht, werden anhand des anschaulichen Beispiels zweier fiktiver, sehr unterschiedlicher Angestellter dargestellt.
Anschließend wird auf die unterschiedlichen Vergütungssysteme eingegangen, und es erfolgt ihre Beleuchtung in Hinblick die verschiedenen Gerechtigkeitskriterien.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 Lohn

3 Ansätze zur Lohngerechtigkeit

3.1 sozial gerecht

3.2 qualifikationsgerecht

3.3 anforderungsgerecht

3.4 leistungsgerecht

3.5 marktgerecht

4 Absolute Lohngerechtigkeit

5 Traditionelle Vergütungssysteme

5.1 Zeitlohn

5.2 Akkordlohn

5.3 Prämienlohn

6 Neue Vergütungssysteme

6.1 Variable Vergütung

6.2 Projektvergütung

6.3 Potentiallohn

6.4 Caféteria-System

7 Fazit und Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Feld der Lohngerechtigkeit in der Betriebswirtschaftslehre. Das primäre Ziel ist es, verschiedene Ansätze und Vergütungssysteme kritisch zu beleuchten, um zu klären, inwieweit eine als gerecht empfundene Entlohnung in einem Unternehmen realisierbar ist und welche Mechanismen dabei zum Einsatz kommen.

  • Grundbegriffe und Definitionen von Lohn
  • Wissenschaftliche Kriterien der relativen Lohngerechtigkeit
  • Analyse traditioneller Entlohnungsmodelle (Zeit-, Akkord- und Prämienlohn)
  • Bewertung moderner Vergütungsformen (Variable Vergütung, Projektvergütung, Potentiallohn, Caféteria-System)
  • Die Problematik der absoluten Lohngerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Was ist ein gerechter Lohn?

Diese Frage ist keineswegs neu: Die älteste schriftliche Überlieferung, die sich mit der Gerechtigkeit der Entlohnung beschäftigt, ist wohl das Neue Testament. Im Matthäus-Evangelium wird das „Gleichnis vom gleichen Lohn für ungleiche Arbeit“ erzählt: Ein Hausherr stellt darin morgens Arbeiter für seinen Weinberg ein und einigt sich mit ihnen auf einen Silbergroschen als Tagelohn. Tagsüber geht er noch mehrmals auf den Markt und stellt zu verschiedenen Zeiten weitere Arbeiter ein. Am Abend empfangen die Letzten zuerst ihren Lohn: einen Silbergroschen. Die Ersten meinen nun, sie müssten nun mehr erhalten, die Letzten hätten doch nur eine Stunde gearbeitet, während sie selbst den ganzen Tag geschuftet hätten. Doch auch sie erhalten nur einen Silbergroschen, mit der Begründung, dass man sich doch am Morgen darüber einig geworden sei. Der Hausherr ist der Auffassung, er tue so den Ersten nicht Unrecht, es stehe schließlich in seiner Macht, sein eigenes Geld gütig so zu verteilen, wie es ihm beliebe. (vgl. Lutherbibel, Matthäus-Evangelium 20, 1-16)

Nach unserem heutigen Verständnis erscheint uns das Verhalten des Hausherren zwar gütig, aber keinesfalls gerecht. Das Verständnis von Gerechtigkeit scheint sich im Laufe der Zeit ständig zu verändern, hängt es doch „von der in einer historischen Epoche bestehenden Gesellschaftsordnung und ihren sozial ethischen Grundlagen ab“ (Wöhe: 1996, S. 272). Fast jede Generation steht vor der Aufgabe, neu zu formulieren, was Lohngerechtigkeit eigentlich ausmacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische und ethische Problematik der Lohngerechtigkeit ein und verdeutlicht, dass eine allgemein gültige Lösung für gerechte Entlohnung in der Betriebswirtschaftslehre nicht existiert.

2 Lohn: Dieses Kapitel definiert den Begriff Lohn als Oberbegriff für sämtliche monetäre und nicht-monetäre Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit und diskutiert die Herausforderung seiner gerechten Verteilung.

3 Ansätze zur Lohngerechtigkeit: Hier werden die fünf wesentlichen Ersatzkriterien für relative Lohngerechtigkeit vorgestellt, die als betriebswirtschaftliche Anhaltspunkte für die Entlohnung dienen.

4 Absolute Lohngerechtigkeit: Dieses Kapitel erläutert, warum absolute Lohngerechtigkeit wissenschaftlich kaum greifbar und in der Praxis als nicht realisierbar einzustufen ist.

5 Traditionelle Vergütungssysteme: Es folgt eine detaillierte Analyse und Bewertung der klassischen Entlohnungsformen Zeitlohn, Akkordlohn und Prämienlohn hinsichtlich ihrer Gerechtigkeitswirkung.

6 Neue Vergütungssysteme: Dieses Kapitel überprüft moderne Ansätze wie variable Vergütung, Projektvergütung, Potentiallohn und das Caféteria-System auf ihr Potenzial, bestehende Kritikpunkte klassischer Systeme zu überwinden.

7 Fazit und Kritik: Das Fazit fasst zusammen, dass moderne Systeme nicht zwangsläufig überlegen sind und der Begriff der Lohngerechtigkeit oft subjektiv geprägt bleibt.

Schlüsselwörter

Lohngerechtigkeit, Lohn, Vergütung, Betriebswirtschaftslehre, Äquivalenzprinzip, Arbeitsbewertung, Zeitlohn, Akkordlohn, Prämienlohn, variable Vergütung, Projektvergütung, Potentiallohn, Caféteria-System, soziale Gerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Ansätzen und praktischen Entlohnungsmodellen zur Herstellung von Lohngerechtigkeit innerhalb von Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition von Lohn, die fünf Kriterien der relativen Lohngerechtigkeit sowie den Vergleich zwischen traditionellen und neuen Vergütungssystemen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, wie Unternehmen durch verschiedene Vergütungssysteme relative Lohngerechtigkeit herstellen können und wo die Grenzen dieser Methoden liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse der Betriebswirtschaftslehre und arbeitet mit einer Fallbeispiel-Methode zweier fiktiver Mitarbeiter, um die Auswirkungen unterschiedlicher Gerechtigkeitskriterien zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert fünf Gerechtigkeitsansätze (sozial, qualifikations-, anforderungs-, leistungs- und marktgerecht) sowie acht spezifische Vergütungsformen, bewertet nach ihrer Eignung für diese Kriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lohngerechtigkeit, Anforderungs- und Leistungsgerechtigkeit, Äquivalenzprinzip sowie moderne Anreizsysteme wie das Caféteria-System.

Was versteht man unter dem Äquivalenzprinzip von Kosiol?

Kosiols Prinzip besagt, dass ein gerechter Lohn auf zwei Säulen ruht: Er muss den Anforderungsgrad der Tätigkeit berücksichtigen und den individuellen Leistungsgrad des Arbeitnehmers widerspiegeln.

Warum wird das Projektvergütungssystem im Fazit kritisch bewertet?

Die Projektvergütung führt oft zu einer Durchschnittsbildung, welche die individuelle Leistung entwertet, was bei leistungsbereiten Mitarbeitern zu Resignation und Konflikten innerhalb der Gruppe führen kann.

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Details

Title
Lohngerechtigkeit. Was ist ein gerechter Lohn?
College
Hamburg University of Ecomomy and Policy
Course
Personalwesen I
Grade
1,25
Author
Diplom-Betriebswirtin, M.A. Hilleken Zeineddine (Author)
Publication Year
2003
Pages
34
Catalog Number
V78607
ISBN (eBook)
9783638838320
Language
German
Tags
Lohngerechtigkeit Lohn Personalwesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirtin, M.A. Hilleken Zeineddine (Author), 2003, Lohngerechtigkeit. Was ist ein gerechter Lohn?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78607
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