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1 Kor 15, 1-11 II: Charakter der Rede von Erscheinungen des Auferstandenen

Title: 1 Kor 15, 1-11 II: Charakter der Rede von Erscheinungen des Auferstandenen

Exegesis , 2001 , 37 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dr. Gregor Ploch (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Nichts ist in der exegetischen Forschung des Neuen Testamentes so leidenschaftlich untersucht worden, wie die Auferstehung Jesu und seine Erscheinungen. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem paulinischen Bericht über die Erscheinungen Jesu anhand des 1. Korintherbriefes (1 Kor 15). Zunächst soll die Frage beantwortet werden, was die Auferweckung von den Toten ist, und was den Unterschied zwischen ihr und der Auferstehung ausmacht. Als nächstes wird der Begriff „Erscheinung“ grammatisch untersucht, bevor sich der Hauptteil der Arbeit der Fragestellung widmet, was darunter exegetisch zu verstehen ist.
Dabei sollen unterschiedliche Positionen beleuchtet werden. Der weitere Untersuchungspunkt befasst sich mit dem Verlauf der Erscheinungen im Korintherbrief, wobei untersucht wird, welche Chronologie und Funktion sie haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Auferweckung

III. Die Erscheinungen

1. Zum Begriff „erschien“ (ὤφθη)

2. Was sind Erscheinungen?

a) Psychologische Wahrnehmung

b) Stilmittel der Verkündigung

c) Intensive Erfahrung der Gottesgnade in Jesus

d) Aktive sinnliche Wahrnehmung

3. Verlauf der Erscheinungen

a) Die Erscheinung vor Petrus und den Zwölf

b) Die Zwölf und die Aposteln

c) Die 500 Brüder

d) Jakobus

e) Die Erscheinung vor Paulus

IV. Die Selbstbezeichnung Pauli

V. Persönliche Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit dem paulinischen Bericht über die Erscheinungen Jesu nach dessen Auferstehung, wie er in 1 Kor 15 überliefert ist. Ziel ist es, den Charakter dieser Erscheinungen exegetisch zu untersuchen, ihre chronologische Einordnung zu prüfen und die damit verbundene Selbstbezeichnung des Paulus zu reflektieren.

  • Unterscheidung zwischen Auferstehung und Auferweckung von den Toten.
  • Grammatische und exegetische Analyse des Erscheinungsbegriffs (ὤφθη).
  • Kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen theologischen Positionen zu den Erscheinungsereignissen.
  • Chronologie und Funktion der Erscheinungen vor den Zeugen (Petrus, Zwölf, 500 Brüder, Jakobus, Paulus).
  • Reflexion über die paulinische Selbstbezeichnung als „geringster der Apostel“.

Auszug aus dem Buch

a) Psychologische Wahrnehmung

Im Zuge der Aufklärung begann man, sowohl die Exegese wie z.B. die Kirchengeschichte historisch-kritisch zu hinterfragen. So tauchten schon im 18. Jh. vereinzelte Stimmen auf, die dem Phänomen der Auferstehung und Erscheinungen Jesu kritisch gegenüberstanden. Im 19. Jh. gewann die erst junge Schule der Psychoanalyse viele Anhänger, die versucht haben, das Osterereignis in die Richtung zu deuten.

Hauptvertreter dieser Richtung war David Friedrich Strauß. Das Schlagwort seiner Position ist ‚Mythos’, der die Erscheinungen in den Evangelien erklärt und somit nicht als historisch zu deuten ist. Er nimmt die Kritik bei dem Punkt auf, daß „über die Erscheinungen des auferstandenen Jesus frühzeitig nur schwankende und vielfach variierende Gerüchte im Umlauf waren.“ Seine Kritik ist, daß es sich hier um Visionen der benannten Personen handelte, welche sämtliche Zweifel an der Realität wegräumen sollten.

Doch stellt den Kernpunkt der Kritik folgende Überlegung: Man müsse sich in die Psyche der Jünger hineinversetzen. Diese waren fest davon überzeugt, daß Jesus der Messias ist. Durch seinen Tod, der kein gewöhnlicher war, sondern einer, den nur schlimmste Verbrecher erleiden, waren die Jünger so verwirrt und am Boden zerstört, daß sie versuchten, den Widerspruch aufzulösen, damit der Gedanke an den Messias auch nach seinem ruhmlosen Tod mit ihren Vorstellungen konfiguriert werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Thematik der paulinischen Berichte über die Erscheinungen Jesu anhand von 1 Kor 15.

II. Auferweckung: Untersuchung des Unterschieds zwischen Auferstehung und Auferweckung sowie der theologischen Bedeutung des Handelns Gottes.

III. Die Erscheinungen: Umfassende Analyse des Begriffs „erschien“, der verschiedenen Auslegungen (von psychologischer Deutung bis hin zu aktiver sinnlicher Wahrnehmung) und des Verlaufs der einzelnen Erscheinungen.

IV. Die Selbstbezeichnung Pauli: Analyse von Paulus' Selbstverständnis und seiner Bezeichnungen in 1 Kor 15.

V. Persönliche Stellungnahme: Zusammenfassende Bewertung des Autors zur historischen Fassbarkeit und Glaubhaftigkeit der Erscheinungen.

Schlüsselwörter

Auferstehung, Auferweckung, Erscheinungen, 1 Kor 15, Paulus, Exegese, Historizität, Vision, Osterglaube, Petrus, Jakobus, biblische Theologie, Gottesgnade, Apostolat, neutestamentliche Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den paulinischen Bericht über die Erscheinungen Jesu nach seiner Auferstehung, wie er im 15. Kapitel des 1. Korintherbriefes niedergelegt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die begriffliche und exegetische Klärung der Auferweckung, die Analyse der Erscheinungsereignisse sowie die Reflexion der paulinischen Identität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine exegetische Untersuchung des Charakters der Erscheinungen und deren Bedeutung für den Osterglauben, unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Positionen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-kritische sowie systematisch-theologische Herangehensweise gewählt, um die exegetischen Texte zu deuten und wissenschaftlich einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die grammatische Analyse des Begriffs „erschien“, eine Diskussion verschiedener Interpretationsmodelle zu den Erscheinungen und eine detaillierte Betrachtung der Chronologie der biblischen Zeugen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Auferstehung, Exegese, biblische Zeugen und die kritische Auseinandersetzung mit der Historizität der Osterereignisse charakterisiert.

Wie positioniert sich der Autor zur Historizität der Erscheinungen?

Der Autor argumentiert in seiner persönlichen Stellungnahme, dass die Erscheinungen als sinnlich wahrnehmbare und tatsächlich stattgefundene Ereignisse zu verstehen sind, auch wenn sie mit modernen wissenschaftlichen Mitteln nicht wie historische Filmaufnahmen rekonstruiert werden können.

Wie interpretiert die Arbeit die Selbstbezeichnung des Paulus?

Die Arbeit deutet die Bezeichnung „geringster der Apostel“ als Reflexion seines früheren Lebens als Christenverfolger und betont, dass für Paulus die Berufung durch Gott und die Verkündigung des Evangeliums im Vordergrund stehen, nicht das krampfhafte Festhalten an einem Status.

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Details

Title
1 Kor 15, 1-11 II: Charakter der Rede von Erscheinungen des Auferstandenen
College
University of Salzburg  (Neutestamentliches Seminar)
Course
Seminar
Grade
1,0
Author
Dr. Gregor Ploch (Author)
Publication Year
2001
Pages
37
Catalog Number
V78618
ISBN (eBook)
9783638838429
ISBN (Book)
9783638845397
Language
German
Tags
Charakter Rede Erscheinungen Auferstandenen Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Gregor Ploch (Author), 2001, 1 Kor 15, 1-11 II: Charakter der Rede von Erscheinungen des Auferstandenen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78618
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