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Die Berücksichtigung von Branchenspezifika bei der Unternehmensbewertung

Title: Die Berücksichtigung von Branchenspezifika bei der Unternehmensbewertung

Seminar Paper , 2007 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hanno Pingsmann (Author)

Business economics - Controlling
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Die Bewertung eines Unternehmens steht, unabhängig vom Zweck der Unternehmensbewertung, in engem Zusammenhang mit den Charakteristika der zugehörigen Branche. Für die Prognose und Planung der entscheidenden Parameter, welche das Ergebnis der Unternehmenswertberechnung bestimmen, sind branchenspezifische Anpassungen unabdingbar. Die Überschätzung von Marktpotential, Wachstum, oder Synergien kann im Einzelfall zu Fehlbewertungen mit gravierenden Folgen führen. Merkmale wie das Wettbewerbsumfeld, der Kapitaleinsatz, die Verteilung der Marktanteile oder die Kostenstrukturen können je nach betrachteter Branche sehr unterschiedlich sein. Auch Wachstumsperspektiven, die Abhängigkeit von gesamtwirtschaftlichen Konjunkturzyklen oder die technologische Entwicklung sind in verschiedenen Branchen ungleich ausgeprägt. In Wachstumsbranchen wirkt sich zudem die Berücksichtigung von Risiko und Flexibilität auf den Unternehmenswert aus. Im Rahmen dieser Untersuchung soll daher auf die Gesetzmäßigkeiten und Besonderheiten einer Auswahl von Branchen eingegangen und die notwendige Anpassung der für die Unternehmenswertberechnung anzuwendenden Bewertungsmethoden abgeleitet werden.

Im ersten Kapitel erfolgt eine Einleitung in die grundsätzliche Problemstellung. Kapitel zwei befasst sich mit den Besonderheiten der Unternehmensbewertung bei Banken, Handelsunternehmen sowie Pharmaunternehmen. Dabei werden zum einen die Besonderheiten der jeweiligen Industrie im Rahmen der Unternehmensbewertung analysiert und zum anderen notwendige Anpassungen abgeleitet. Des Weiteren wird die Eignung der klassischen Methoden der Unternehmensbewertung untersucht. Kapitel drei widmet sich der New Economy, wie z.B. den Branchen Biotechnologie und Internet. Dabei soll insb. auf die Charakteristika junger Wachstumsunternehmen sowie die Behandlung von Risiko und Flexibilität eingegangen werden. Es werden alternative Bewertungsverfahren vorgestellt, wie z.B. die Venture-Capital-Methodik und das erweiterte Net Present Value (NPV) Modell. Abschließend erfolgt eine Schlussbetrachtung. Das fünfte Kapitel besteht aus einer Fallstudie, im Rahmen derer die Bewertung eines Handelsunternehmens am Beispiel der Metro Group errechnet wird.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Unternehmensbewertung in verschiedenen Branchen

2.1 Bewertung von Banken

2.1.1 Bewertung des Passivgeschäfts

2.1.2 Ergebnis aus Fristentransformation

2.1.3 Bewertung des Aktivgeschäfts

2.1.4 Berücksichtigung der Zinsstruktur

2.1.5 Bewertung von Provisionsgeschäft und Eigenhandelsaktivitäten

2.1.6 Berücksichtigung von Ausschüttungsbeschränkungen

2.2 Bewertung von Handelsunternehmen

2.2.1 Negatives Net Working Capital

2.2.2 Verbindlichkeiten außerhalb der Bilanz

2.2.3 Berücksichtigung der Immobilien

2.2.4 Korrektur der Finanzmittel um saisonale Effekte

2.3 Bewertung von Pharmaunternehmen

2.3.1 Berücksichtigung von Patentrechten

2.3.2 Bewertung der Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline

2.3.3 Fortführungswert

2.3.4 Hersteller von Generika

3 Unternehmensbewertung in der New Economy

3.1 Bewertung von Biotechnologieunternehmen

3.1.1 Das erweiterte Net Present Value Konzept

3.1.2 Anwendbarkeit von Optionspreismodellen

3.2 Bewertung von Internetunternehmen

3.2.1 Ergänzung der klassischen Bewertungsmethoden

3.2.2 Die Venture-Capital-Methode

4 Schlussbetrachtung

5 Fallstudie

5.1 Auswahl von Bewertungsobjekt und -methodik

5.2 DCF-Bewertung der Metro Group

5.3 Wert des Eigenkapitals

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit branchenspezifischer Anpassungen bei der Unternehmensbewertung. Ziel ist es, die Charakteristika verschiedener Sektoren (Banken, Handel, Pharma, New Economy) zu analysieren und entsprechende methodische Modifikationen für Bewertungsverfahren wie DCF oder Venture-Capital abzuleiten.

  • Branchenspezifische Herausforderungen bei der Unternehmensbewertung
  • Anpassung klassischer Bewertungsmethoden an Branchenbesonderheiten
  • Methoden zur Bewertung von Risiko und Flexibilität (Realoptionen, NPV-Modelle)
  • Praktische Anwendung der DCF-Methode am Beispiel der Metro Group

Auszug aus dem Buch

2.1 Bewertung von Banken

Für die Bewertung von Banken ist die Ertragswertmethode oder der Equity-Ansatz des DCF-Verfahrens besonders geeignet. Die Überlegenheit dieser sog. Nettomethoden resultiert aus den Schwierigkeiten, welche sich bei der genauen Bestimmung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ergeben. Die Passivseite einer Bankbilanz hat nicht nur Finanzierungsfunktion, sondern stellt über das Einlagengeschäft auch eine wichtige Komponente der operativen Tätigkeit, und somit auch des Erfolgsbeitrags, dar. Der operative Cashflow des Bankgeschäfts setzt sich vereinfacht aus dem Zinsüberschuss, dem Provisionsergebnis, dem Handelsergebnis sowie den Cashflows aus Adressenausfallrisiken und Steuern zusammen.

Die Netto-Cashflows aus dem Zinsgeschäft resultieren aus dem Konditionsbeitrag des Aktiv- und Passivgeschäfts sowie aus dem Fristentransformationsergebnis. Unter Aktivgeschäft wird das Kreditgeschäft verstanden, während das Passivgeschäft das Einlagengeschäft darstellt. Anstatt die während der Laufzeit anfallenden Zinsüberschüsse über die prognostizierten Cashflows abzubilden, wird im Folgenden der NPV eines Passiv-, bzw. Aktivgeschäfts direkt unter Anwendung der Marktzinsmethode zum heutigen Zeitpunkt errechnet. Die Marktzinsmethode geht von zahlungsstrukturkongruenter Refinanzierung des Aktiv- und Passivgeschäfts aus. Der NPV wird in der Literatur auch als Konditionsbeitragsmarktwert bezeichnet. Anschließend wird der Free Cashflow aus der Summe der Konditionsbeitragsmarktwerte aller Kundengeschäfte, abzüglich der Betriebskosten errechnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung, dass eine präzise Unternehmensbewertung zwingend branchenspezifische Besonderheiten berücksichtigen muss, um Fehlbewertungen zu vermeiden.

2 Unternehmensbewertung in verschiedenen Branchen: Analyse der Spezifika der Sektoren Banken, Handel und Pharma sowie Ableitung notwendiger methodischer Anpassungen bei der Bewertung.

3 Unternehmensbewertung in der New Economy: Untersuchung junger Wachstumsunternehmen aus den Bereichen Biotechnologie und Internet sowie Vorstellung alternativer Verfahren wie Venture-Capital-Methode und risikoadjustiertem NPV.

4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse über die Notwendigkeit branchenspezifischer Modifikationen allgemeiner Bewertungsansätze.

5 Fallstudie: Praktische Anwendung der DCF-Methode und Berechnung des Unternehmenswerts am Beispiel der Metro Group.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, Branchenspezifika, Bankenbewertung, Handelsunternehmen, Pharmaunternehmen, Biotechnologie, Venture-Capital-Methode, Realoptionen, Net Present Value, Net Working Capital, Metro Group, Finanzanalyse, Bewertungsmethodik, Unternehmenswachstum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Notwendigkeit, Standardverfahren der Unternehmensbewertung an die spezifischen ökonomischen Charakteristika verschiedener Branchen anzupassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Bewertung von Banken, Handelsunternehmen, Pharmaunternehmen sowie Unternehmen der New Economy (Biotechnologie und Internet) ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Ableitung konkreter methodischer Anpassungen für eine fundierte Unternehmensbewertung, die den jeweiligen Branchenbesonderheiten gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Der Fokus liegt auf der Analyse bestehender Bewertungsansätze, insbesondere der DCF-Methodik, sowie deren Erweiterung um branchenspezifische Faktoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bewertung von Banken, Handel und Pharma sowie spezifische Verfahren für die New Economy, ergänzt durch eine praktische Fallstudie zur Metro Group.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, Branchenspezifika, Realoptionen und der erweiterte Net Present Value.

Warum spielt das Net Working Capital bei Handelsunternehmen eine besondere Rolle?

Handelsunternehmen, insbesondere im Lebensmittelbereich, operieren oft mit negativem Net Working Capital, was den Free Cashflow erhöhen kann und somit bei der Prognose berücksichtigt werden muss.

Warum ist die Bewertung von Pharmaunternehmen so komplex?

Die Bewertung ist hochgradig von der F&E-Pipeline und den Erfolgswahrscheinlichkeiten klinischer Studien sowie der verbleibenden Patentlaufzeit abhängig.

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Details

Title
Die Berücksichtigung von Branchenspezifika bei der Unternehmensbewertung
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
1,0
Author
Hanno Pingsmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
33
Catalog Number
V78667
ISBN (eBook)
9783638846592
Language
German
Tags
Berücksichtigung Branchenspezifika Unternehmensbewertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanno Pingsmann (Author), 2007, Die Berücksichtigung von Branchenspezifika bei der Unternehmensbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78667
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