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Beobachtung und Erkenntnis im Physikunterricht

Titre: Beobachtung und Erkenntnis im Physikunterricht

Dossier / Travail , 2006 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Torben Büngelmann (Auteur)

Didactique - Didactique générale, Objectifs de l'éducation, Méthodes
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Die Arbeit fragt grundsätzlich, aus einer philosophischen Perspektive heraus nach den Möglichkeiten und Bedingungen am Experiment gewonnener Erkenntnis im Physikunterricht. Dazu werden zunächst erkenntnistheoretische Standpunkte von Platon, des Empirismus und des kritischen Rationalismus (Popper) vorgestellt, die dann didaktisch aufgearbeitet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Auf der didaktischen Metaeben

2 Das Referat: Konzeption und Ablauf

2.1 Zwecksetzung des Referates

2.2 Ablauf

3 Erkenntnistheorie: Von Platon bis Popper

3.1 Das Problem mit Experimenten / Beobachtungen

3.1.1 Erkenntnis und Vorkenntnis

3.1.2 Experimente im Unterricht

3.2 Historische Annaherung

3.2.1 Platon: Zwei Welten des Seins

3.2.2 Renaissance: Rationalismus und Empirismus

3.3 Moderne Standpunkte der Erkenntnistheorie

3.3.1 Naiver Empirismus

3.3.2 Kritischer Rationalismus

4 Didaktische Aufbereitung: Was man davon lernt

4.1 Vorab: Sinn und Zweck von Erkenntnistheorie

4.2 Ableitungen fur das Unterrichtsgeschehen

4.2.1 Platon: Sehen und Einsehen

4.2.2 Naiver Empirismus: Physikalische Bodenhaftung

4.2.3 Kritischer Rationalismus: Wissen, was man will

4.3 Blick in die 'Empirie': Die Fachdidaktik-Literatur

4.3.1 Drei Autoren

4.3.2 Bewertung: GuteUbereinstimmung

5 Resumee: Gute Chancen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen theoretischer Erkenntnisgewinnung und der praktischen Anwendung von Experimenten im Physikunterricht, um aufzuzeigen, wie Lehrer ein fundiertes Verständnis erkenntnistheoretischer Grundlagen für einen effektiven Unterricht nutzen können.

  • Erkenntnistheoretische Grundlagen von Platon bis Popper.
  • Kritische Analyse des Einsatzes von Experimenten zur Erkenntnisgewinnung.
  • Didaktische Aufbereitung philosophischer Positionen für den Physikunterricht.
  • Abgrenzung zwischen empirischem und rationalem Ausgangspunkt im Lernprozess.
  • Reflexion der Fachdidaktik-Literatur im Kontext erkenntnistheoretischer Anforderungen.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Platon: Zwei Welten des Seins

Das Höhlengleichnis ist eine Kritik der Erfahrung. Die unfreien Menschen in der Höhle nehmen die flackernde Erscheinung eines Gegenstandes wahr, erfassen diesen aber nicht in seiner wirklichen, d.h. unveränderlichen Form. Vielleicht ist der Kreis ein instruktives Beispiel für ein Verständnis des Arguments. Zeichne ich eine Kreis an die Tafel, so wird mir das nicht perfekt gelingen, aber meine Zeichnung wird immerhin als Kreis erkannt werden. Ein besserer Kreis wäre vielleicht durch eine CNC-Fräsung möglich, obgleich man auch hier noch Unwuchten nachweisen könnte. Letztlich ist die materiale Realisation eines Kreises schlechterdings unmöglich. Der vollkommene Kreis existiert nur als Idee – und ganz gleich verhält es sich mit allen Objekten. Die Ideen sind selbst nicht Erscheinung, sondern sie liegen Erscheinungen zu Grunde (vgl. Anzenbacher 2002: 47). Das führt auf die fundamentale Unterscheidung von zwei Bereichen des Seins, nämlich des Bereichs der Erscheinungen, des bloß Sinnlichen auf der einen, und des Bereiches des wahren Seins, des rein Intelligiblen oder: der Ideen auf der anderen Seite. Das ist Platons berühmte Ideenlehre. Der Bereich des wahren Seins ist dabei nichts Mysteriöses oder prinzipiell Uneinsichtiges, er hat seine eigene Wirklichkeit und Wirksamkeit. Es ist evident, dass nach Platon eine physikalische Theorie im Bereich des Intelligiblen angesiedelt ist, also in jenem abstrakten Bereich, wo einen die empirische Beobachtung allein als Form der Erfahrung nicht logisch zwingend hinleiten kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Auf der didaktischen Metaeben: Das Kapitel führt in die Notwendigkeit ein, das physikalische Lehr- und Lerngeschehen erkenntnistheoretisch zu reflektieren und die doppelte Zielsetzung des Referats zu erläutern.

2 Das Referat: Konzeption und Ablauf: Hier werden die methodische Struktur des Referats dargelegt und die didaktische Einbettung in den Hochschulkontext beschrieben.

3 Erkenntnistheorie: Von Platon bis Popper: Dieses Kapitel liefert den ideengeschichtlichen Abriss über zentrale philosophische Strömungen wie Empirismus und kritischen Rationalismus und deren Relevanz für naturwissenschaftliche Erkenntnis.

4 Didaktische Aufbereitung: Was man davon lernt: Der Autor transferiert die theoretischen Erkenntnisse auf den Schulunterricht und diskutiert die Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung und die Einbindung der Fachdidaktik-Literatur.

5 Resumee: Gute Chancen: Das Fazit fasst zusammen, wie eine balancierte Einbindung von Experimenten unter Berücksichtigung theoretischer Voraussetzungen den Erkenntnisprozess im Physikunterricht bereichern kann.

Schlüsselwörter

Erkenntnistheorie, Physikdidaktik, Experiment, Beobachtung, Empirismus, Kritischer Rationalismus, Didaktische Metaebene, Erkenntnisprozess, Theoriebildung, Falsifikation, Induktion, Deduktion, Physikunterricht, Wissenschaftstheorie, Lernvoraussetzungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den erkenntnistheoretischen Voraussetzungen des Physikunterrichts, insbesondere mit der Frage, wie Experimente sinnvoll zur Erkenntnisgewinnung eingesetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Erkenntnistheorie, die Rolle von Experiment und Beobachtung in der Physik sowie die didaktische Umsetzung dieser komplexen Themen im schulischen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Lesern Kriterien zu vermitteln, um den Einsatz von Experimenten kritisch zu reflektieren und das theoretische Fundament für erfolgreiches physikalisches Lernen im Unterricht zu legen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine ideengeschichtliche und systematische Analyse philosophischer Positionen, die in Beziehung zur aktuellen fachdidaktischen Literatur gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den naiven Empirismus und den kritischen Rationalismus, bewertet diese anhand historischer und fachdidaktischer Quellen und leitet daraus konkrete Konsequenzen für das Unterrichtsgeschehen ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Erkenntnistheorie, Physikdidaktik, Experiment, Empirismus, kritischer Rationalismus und Theoriebildung.

Inwiefern beeinflusst Platon das Verständnis des Autors für den Unterricht?

Der Autor nutzt Platons Ideenlehre, um zu verdeutlichen, dass reine Beobachtung ohne theoretische Anbindung nicht zur physikalischen Erkenntnis führt und schülerzentrierte Experimente oft an ihrer abstrakten Natur scheitern.

Warum hält der Autor den „naiven Empirismus“ für problematisch im Physikunterricht?

Der naive Empirismus vernachlässigt, dass Beobachtungen stets durch theoretisches Vorwissen angeleitet sind, was für Schüler zu einer Überforderung führt, da physikalische Begriffe nicht unmittelbar aus Sinneserfahrungen ableitbar sind.

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Résumé des informations

Titre
Beobachtung und Erkenntnis im Physikunterricht
Université
University of Education Heidelberg
Cours
Physikdidaktik
Note
1,0
Auteur
Torben Büngelmann (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
22
N° de catalogue
V78669
ISBN (ebook)
9783638856102
ISBN (Livre)
9783638854641
Langue
allemand
mots-clé
Beobachtung Erkenntnis Physikunterricht Physikdidaktik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Torben Büngelmann (Auteur), 2006, Beobachtung und Erkenntnis im Physikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78669
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