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Konzentration und Wettbewerb in der Energiewirtschaft am Beispiel des Strommarktes

Title: Konzentration und Wettbewerb in der Energiewirtschaft am Beispiel des Strommarktes

Seminar Paper , 2002 , 23 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Robert Nagel (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Die Energiewirtschaft und insbesondere die Stromwirtschaft war jahrzehntelang monopolistisch strukturiert; das sollte sich mit der Öffnung des deutschen Marktes 1998 ändern. Daher legt der Verfasser den Schwerpunkt dieser Arbeit auf den Bereich der Stromwirtschaft. Der Strommarkt befindet sich seither in der Phase der Deregulierung, das bedeutet, dass Eingriffe seitens des Staates – erstmals mit der europäischen Stromrichtlinie von 1997 - abgebaut wurden und weiter abgebaut werden, um so Platz für einen wettbewerblich organisierten Markt zu schaffen. Denn: „Wettbewerb ist ein konstitutives Element jeder Marktwirtschaft.“ War also bis vor kurzem noch der deutsche Strommarkt von großen Anbietern gekennzeichnet, welche sich hauptsächlich in Staatseigentum befanden und dadurch eine natürliche Monopolstellung inne hatten, so ist die Marktstruktur jetzt eine andere. Der Verbraucher von heute steht nicht mehr einem oder wenigen großen monopolistischen Anbietern gegenüber, sondern einer Vielzahl von Erzeugern: Infolgedessen kann er sich seinen Stromlieferanten frei aussuchen, Preise vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter wechseln. Viele, auch kleinere Stromanbieter haben ihre Chance am nun offenen Markt ergriffen und versucht, sich zu etablieren. Inzwischen jedoch geht der Trend hin zur Konzentration. Viele kleinere Stromanbieter werden von größeren Unternehmen übernommen; andere wiederum verschwinden ganz vom Markt.
Ziel dieser Arbeit ist es zu beschreiben, wie der Elektrizitätsmarkt bis heute gehandhabt wurde und wie er in der Zukunft vermarktet wird. Es wird zunächst der Versuch unternommen, den Strommarkt vor der Liberalisierung zu beschreiben - in diesem Zusammenhang geht der Verfasser vor allem auf Aspekte der betriebswirtschaftlichen Situation ein. Anschließend wird die Marktsituation nach der Liberalisierung abgebildet und die daraus resultierenden betriebswirtschaftlichen Veränderungen. In einem weiteren Teil werden Chancen und Risiken aufgezeigt, die durch die Liberalisierung entstehen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Der Strommarkt vor der Liberalisierung

2.1. Zur Geschichte

2.2. Zur Struktur

2.3. Zur betriebswirtschaftlichen Situation

3. Liberalisierung des Stromhandels in Deutschland

3.1. Zur Entwicklung

3.2. Zur Struktur

3.3. EU-Vorgaben

3.4. Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG)

4. Auswirkungen der Liberalisierung

4.1. Wettbewerb

4.2. Betriebsführung

4.3. Volkswirtschaftliche Situation

4.4. Investitionen und Arbeitsplätze

6. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Übergang des deutschen Strommarktes von einer monopolartigen Struktur hin zu einem deregulierten Wettbewerbsmarkt. Dabei wird analysiert, wie sich die Marktverhältnisse nach der Liberalisierung 1998 verändert haben, welche Konzentrationstendenzen auftreten und welche ökonomischen Auswirkungen dieser Wandel auf Unternehmen und Verbraucher hat.

  • Historische Entwicklung und Struktur des deutschen Strommarktes
  • Prozess der Liberalisierung durch EU-Vorgaben und das EnWG
  • Wettbewerbsdynamiken und Konzentrationsprozesse in der Energiewirtschaft
  • Betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Folgen der Deregulierung
  • Herausforderungen für Arbeitsplätze und Investitionen

Auszug aus dem Buch

2.3. Zur betriebswirtschaftlichen Situation

Die Angebot -und Nachfragesituation auf dem Strommarkt war jahrzehntelang durch dessen Sonderstellung in der deutschen Wirtschaft geprägt. Bedingt durch ihre Monopolstellung mussten die Anbieter den Strom nicht im eigentlichen Sinne verkaufen; er wurde vielmehr zugeteilt. Die Abnehmer waren gezwungen, bei dem jeweils für ihren Standort zuständigen Monopolisten zu kaufen. Bei ungünstigen Preisen oder Vertragskonditionen hatten sie nicht die Möglichkeit, einen anderen Anbieter zu wählen. Infolge der Abhängigkeit von einem Anbieter war der sich den Nachfragern bietende Verhandlungsspielraum entsprechend gering. Lediglich industriellen Großabnehmern wurden Sonderkonditionen zugestanden, während Haushalte und Kleingewerbe den festgesetzten und behördlich genehmigten Tarif bezahlen mussten.

Ein Wettbewerb unter den Stromanbietern, im eigentlichen Sinn, fand nicht statt. Sie hatten den Markt für die Stromversorgung unter sich aufgeteilt und es war vertraglich und gesetzlich vereinbart, dass kein Energieversorgungsunternehmen (EVU) außerhalb seines Gebietsmonopols Strom anbot. Lediglich in Konkurrenz zu anderen Energieformen entstand ein Wettbewerb. Dies war vor allem im Bereich der Wärmeerzeugung der Fall, wo es den Nachfragern möglich war, Strom durch andere Energieträger zu substituieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Transformation der Energiewirtschaft von einer monopolistischen Struktur hin zu einem wettbewerblichen Markt nach der Öffnung 1998 und definiert den Untersuchungsrahmen.

2. Der Strommarkt vor der Liberalisierung: Hier wird der historische Kontext, die netzgebundene Struktur und die durch Monopole geprägte betriebswirtschaftliche Situation vor der Marktöffnung analysiert.

3. Liberalisierung des Stromhandels in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung zum Wettbewerb, die Rolle der EU-Richtlinien sowie die grundlegende Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG).

4. Auswirkungen der Liberalisierung: Die Auswirkungen auf den Wettbewerb, die Betriebsführung der Energieversorger sowie die volkswirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Konsequenzen stehen hier im Fokus.

6. Abschlussbetrachtung: Das Fazit zieht eine Bilanz der bisherigen Liberalisierungserfolge und warnt vor einer zu frühen Einschätzung eines bereits voll funktionsfähigen Wettbewerbs.

Schlüsselwörter

Strommarkt, Energiewirtschaft, Liberalisierung, Wettbewerb, Monopol, Stromerzeugung, EnWG, EU-Richtlinien, Marktkonzentration, Fusionen, Deregulierung, Strompreise, Netzbetrieb, Energieversorgungsunternehmen, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Umgestaltung der deutschen Energiewirtschaft, insbesondere des Strommarktes, durch die staatliche Liberalisierung ab dem Jahr 1998.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die historische Struktur der Monopolstellung, der Prozess der Marktöffnung, die resultierende Konzentration von Unternehmen und die Auswirkungen auf Preise und Investitionen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den historischen Wandel des Strommarktes zu beschreiben und die ökonomischen Konsequenzen der Liberalisierung für die Marktteilnehmer zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, die theoretische Grundlagen, Gesetzesänderungen sowie Daten zur Unternehmenskonzentration und Investitionstätigkeit auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Marktes vor der Liberalisierung, den Prozess der rechtlichen Öffnung durch das EnWG und die Analyse der betriebswirtschaftlichen sowie volkswirtschaftlichen Auswirkungen nach der Marktöffnung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Liberalisierung, natürliches Monopol, Stromhandel, Wettbewerbsdruck, Konzentration und Deregulierung sind für das Verständnis der Arbeit essentiell.

Warum wird im Dokument das "natürliche Monopol" thematisiert?

Das natürliche Monopol dient als theoretische Basis, um zu erklären, warum die Stromversorgung lange Zeit in geschlossenen Gebietsmonopolen organisiert war und warum dies durch EU-Vorgaben aufgebrochen wurde.

Welche Bedeutung haben die "Fusionen" im Kontext dieser Arbeit?

Die Fusionen sind ein Indikator dafür, dass sich der Markt entgegen der ursprünglichen Erwartung, die auf mehr Wettbewerb durch viele kleine Anbieter setzte, in Richtung einer hohen Konzentration bei den großen Energieversorgern entwickelt.

Wie bewertet der Autor den aktuellen Erfolg der Liberalisierung?

Der Autor zeigt sich zurückhaltend und argumentiert, dass zwar erste Erfolge durch niedrigere Strompreise sichtbar sind, es jedoch noch zu früh sei, von einem voll funktionsfähigen Wettbewerb zu sprechen.

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Details

Title
Konzentration und Wettbewerb in der Energiewirtschaft am Beispiel des Strommarktes
College
University of Lüneburg
Course
Energiewirtschaft in Theorie und Praxis
Grade
2.3
Author
Robert Nagel (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V78704
ISBN (eBook)
9783638851015
Language
German
Tags
Konzentration Wettbewerb Energiewirtschaft Beispiel Strommarktes Energiewirtschaft Theorie Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Nagel (Author), 2002, Konzentration und Wettbewerb in der Energiewirtschaft am Beispiel des Strommarktes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78704
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