Sachanalyse
Alltag im Nationalsozialismus 1933-1939
Senkung der Arbeitslosenzahlen
Die NSDAP griff auch in das Alltagsleben ein, um das Volk total unter ihre Kontrolle zu bringen. Nach 1933 wurde den Deutschen schnell klar, welche Geisteshaltung im Reich in Zukunft herrschen würde. Die Zustimmung der Bevölkerung zum nationalsozialistischen Regime stieg dennoch immer weiter an. Das lag vor allem am wirtschaftlichen Aufschwung, der in allen europäischen Staaten stattfand und eine Folge der sich wieder erholenden Wirtschaft war, von den Nationalsozialisten jedoch geschickt als eigener Verdienst dargestellt wurde.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse
1.1 Rahmenbedingungen
1.2 Situation der Klasse
2. Sachanalyse
3. Didaktische Analyse
3.1 Einordnung in den Bildungsplan
3.2 Gegenwartsbedeutung
3.3 Zukunftsbedeutung
3.4 Exemplarität
3.5 Sachstruktur
3.6 Didaktische Reduktion
3.7 Kompetenzen und Lernziele
3.8 Einordnung in die Lehrplaneinheit
4. Methodische Überlegungen
5. Verlaufplan
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der didaktischen Vorbereitung einer Geschichtsstunde für eine 9. Realschulklasse zum Thema „Alltag im Nationalsozialismus“. Ziel ist es, den Schülern durch eine kritische Auseinandersetzung mit der NS-Sozialpolitik die Ambivalenz zwischen vermeintlichen Wohltaten des Regimes und der zugrundeliegenden totalitären Ideologie von Ausgrenzung, Terror und Kriegsvorbereitung zu verdeutlichen.
- Analyse der Lebensverhältnisse im NS-Staat zwischen 1933 und 1939.
- Entlarvung der „Volksgemeinschaft“ als Propagandakonstrukt.
- Untersuchung der nationalsozialistischen Arbeitsmarkt- und Freizeitpolitik (KdF).
- Kritische Reflexion über das Zusammenspiel von materiellen Anreizen und staatlichem Terror.
Auszug aus dem Buch
Alltag im Nationalsozialismus 1933-1939
Die NSDAP griff auch in das Alltagsleben ein, um das Volk total unter ihre Kontrolle zu bringen. Nach 1933 wurde den Deutschen schnell klar, welche Geisteshaltung im Reich in Zukunft herrschen würde. Die Zustimmung der Bevölkerung zum nationalsozialistischen Regime stieg dennoch immer weiter an. Das lag vor allem am wirtschaftlichen Aufschwung, der in allen europäischen Staaten stattfand und eine Folge der sich wieder erholenden Wirtschaft war, von den Nationalsozialisten jedoch geschickt als eigener Verdienst dargestellt wurde.
Tatsache ist jedoch, dass die Wirtschaftspolitik der Nationalsozialisten den Abbau der Arbeitslosigkeit durch die riesigen Arbeitsbeschaffungsprojekte des Reichsarbeitsdienstes, wie z.B. Bau der Autobahn und durch die militärische Aufrüstung beschleunigt hat. Doch zur Finanzierung der Maßnahmen machte der Staat enorme Schulden in einer Höhe, die zu seinem Bankrott geführt hätten, wenn die braunen Machthaber nicht vorher den Eroberungskrieg begonnen hätten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Beschreibt die schulischen Rahmenbedingungen und die spezifische Zusammensetzung der Lerngruppe, um die Voraussetzungen für den Unterricht zu klären.
2. Sachanalyse: Analysiert den historischen Kontext des Alltags im NS-Staat, insbesondere Arbeitsmarktpolitik, Propaganda, Freizeitgestaltung durch die KdF und die Rolle von Gewalt und Terror.
3. Didaktische Analyse: Begründet die Auswahl des Themas, dessen Relevanz für die Gegenwart und Zukunft der Schüler sowie die didaktische Reduktion und Lernziele der Stunde.
4. Methodische Überlegungen: Erläutert den geplanten Unterrichtsablauf, die Wahl der Partnerarbeit und die eingesetzten Medien zur Ergebnissicherung.
5. Verlaufplan: Detaillierte tabellarische Auflistung des zeitlichen Ablaufs der Unterrichtsstunde inklusive Sozialformen und Medieneinsatz.
Schlüsselwörter
Nationalsozialismus, Alltag, Volksgemeinschaft, Propaganda, KdF, Arbeitsbeschaffung, Volksempfänger, Winterhilfswerk, Terror, Diktatur, Geschichtsunterricht, Manipulation, Realschule, Ideologie, Arbeitslosigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst die vollständige didaktische Vorbereitung einer Unterrichtsstunde für das Fach Geschichte in einer 9. Realschulklasse zum Thema „Alltag im Nationalsozialismus“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören die Auswirkungen der NS-Wirtschaftspolitik, die Rolle von Propagandainstrumenten wie dem Volksempfänger, Freizeitangebote der NS-Organisation „Kraft durch Freude“ sowie die Schattenseiten des Regimes durch Terror und Ausgrenzung.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schüler sollen erkennen, dass die „positiven“ Leistungen des NS-Regimes lediglich eine Fassade waren, um das Volk zu manipulieren und auf den kommenden Krieg vorzubereiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fachdidaktischen Analyse, die den aktuellen Bildungsplan integriert und durch eine detaillierte Unterrichtsplanung inklusive Verlaufsplan und methodischer Reflexion operationalisiert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse der Klasse, eine fundierte Sachanalyse der historischen Hintergründe und eine didaktische Einordnung des Themas in den Lehrplan.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Volksgemeinschaft, Diktatur, Propaganda, Manipulation, Terror und Arbeitsbeschaffung.
Warum wird im Unterricht Partnerarbeit eingesetzt?
Die Partnerarbeit wurde gewählt, damit sich die Schüler intensiv über die verschiedenen Themenfelder austauschen können, wobei sichergestellt wird, dass jeder Einzelne zur Mitarbeit aktiviert wird.
Welche Rolle spielt die „Eindrucksnote“ in dieser Klasse?
Die Eindrucksnote dient als monatliche Rückmeldefunktion, die den Schülern einen Anreiz bietet, sich kontinuierlich im Unterricht zu beteiligen.
Wie wird der Terror im Unterricht thematisiert?
Das Thema Terror wird als bewusster Kontrast zu den vermeintlichen Wohltaten des Regimes genutzt, um die Doppelbödigkeit des Alltagslebens im Nationalsozialismus für die Schüler offenzulegen.
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- Anonym (Author), 2007, Unterrichtseinheit: Alltag im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78709